Die Nebenwirkungen beim Fasten und was Sie dagegen tun können
Es gibt sehr viele unterschiedliche Fastenmethoden, etwa das Buchinger-Fasten mit Säften und Brühe, das reine Wasser-Fasten, das Basenfasten oder auch das Fasten nach Hildegard von Bingen.
Sie finden alle diese Fastenformen mit Anleitung in unsem Artikel Fastenmethoden im Überblick - So gelingt das Fasten.
Je nach Fastenmethode kann es mehr oder weniger häufig zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören insbesondere die folgenden:
Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühle, Kreislaufprobleme, Hautausschläge, Durchfall oder Verstopfung, Gliederschmerzen, Übelkeit und Konzentrationsmangel. Die häufigste Nebenwirkung beim Fasten ist der Kopfschmerz.
Maßnahmen gegen Nebenwirkungen beim Fasten
Viele Nebenwirkungen beim Fasten treten nur in den ersten drei Tagen auf und legen sich dann wieder. Was kann man tun, um das Risiko für die genannten Nebenwirkungen beim Fasten zu reduzieren?
1. Entwöhnen Sie sich schon vor dem Fasten vom Kaffee
Wenn beim Fasten Kopfschmerzen auftreten, kann dies vom plötzlichen Koffeinentzung kommen, da man ja in der Fastenzeit keinen Kaffee trinkt.
Wer daher regelmäßig Kaffee trinkt, sollte sich besser schon vor Fastenbeginn (1 bis 2 Wochen zuvor) den Kaffee abgewöhnen, so dass man in dieser Hinsicht ganz unbelastet in die Fastenzeit starten kann. Andernfalls könnten die Koffein-Entzugskopfschmerzen bis zu drei Tage lang dauern. Dann aber hat man es geschafft.
Auch kann die plötzliche Kaffee-Abstinenz zu Verstopfung führen, denn Kaffee ist ein Abführmittel, an das viele Kaffee-Trinker längst gewöhnt sind. Fällt es weg, kommt auch die Verdauung bzw. Ausscheidung zum Erliegen. Das aber ist beim Fasten alles andere als erwünscht.
Gewöhnt man sich den Kaffee schon vor dem Fasten ab, hat sich im Idealfall auch die Verdauung wieder normalisiert, wenn die Fastenkur losgeht. Wenn nicht, sollten Sie die nachfolgenden Maßnahmen umsetzen, die alle zu einer regelmäßigen Darmentleerung beitragen.
Manche Seiten schreiben, man könne auch während des Fastens weiterhin Kaffee trinken. Doch sollte die Fastenzeit erstens dazu dienen, sich von Genussgiften zu befreien und zweitens ist gerade Kaffee ein ungünstiger Fastenbegleiter, da er den Blutzuckerspiegel durcheinander bringen, häufig auch den Magen irritieren und zudem noch Appetit auf Süßes machen kann.
Schon allein die starken Aromen des Kaffees passen nicht in die Fastenzeit, in der man sich zurückzieht, mehr nach innen schaut und Genüssen aus der materiellen Welt entsagt.
2. Trinken Sie ausreichend
Ein weiterer Grund für Kopfschmerzen während des Fastens, aber auch für Hautausschläge, Schwindel und Gliederschmerzen könnte sein, dass Sie zu wenig trinken.
Dann nämlich kann Ihr Körper die gelösten Schlacken, Gifte und Stoffwechselabfallprodukte nicht schnell genug ausscheiden. Sie zirkulieren daraufhin im Körper und belasten diesen, was zu den genannten Beschwerden führen kann.
Gerade die Haut wird im Notfall als Ventil benutzt, über die Gifte ausgeleitet werden, was sich sodann in Ekzemen oder Pickeln zeigen kann.
Achten Sie daher darauf, beim Fasten täglich bis zu 3 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen – und zwar über den Tag verteilt. Das können Wasser, verdünnte Gemüsesäfte, Gemüsebrühen oder auch Kräutertees sein, wobei ein Drittel in jedem Fall aus reinem Wasser bestehen sollte.
3. Trinken Sie nicht zu viel Wasser
Auch das Gegenteil kann zutreffen, da Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen und Durchfälle genauso auftreten können, wenn Sie zu viel trinken. Dann nämlich gerät der Wasser- und Mineralstoffhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht.
Viel Wasser bedeutet, dass man auch häufig zur Toilette geht. Mit dem Urin werden jedoch immer auch Mineralstoffe ausgeleitet, so dass es zu einem Mineralstoffmangel (Natrium, Kalium, Magnesium etc.) und infolgedessen zu Kopfschmerzen und vielen anderen Beschwerden kommen kann.
Wird dann auch noch regelmäßig abgeführt, dann verschärft sich die Situation, weil auch durch das Abführen sehr plötzlich große Mineralstoffmengen den Körper verlassen.
Achten Sie also darauf, zwar reichlich Flüssigkeit aufzunehmen, aber auch nicht zu viel. Trinken Sie am besten immer wieder kleine Mengen über den Tag verteilt, so dass Sie auf die oben genannten insgesamt 3 Liter Flüssigkeit pro Tag kommen.
Lesen Sie gern unseren Artikel Wie viel Wasser soll man trinken?
4. Nehmen Sie Mineralstoffe und Vitamin C zu sich
Um dem unter 3. aufgeführten Mineralstoffmangel und damit auch den fastenbedingten Nebenwirkungen entgegenzuwirken, können Sie vorbeugend Mineralstoffe zu sich nehmen. Oft wird geraten, einfach die übliche Fastensuppe eben kräftiger zu salzen.
Allerdings braucht der Körper nicht nur Salz (Natriumchlorid), sondern auch andere Mineralstoffe, besonders Kalium und Magnesium sowie Spurenelemente.
Salzen Sie Ihre Fastensuppe daher zwar ein wenig, aber nicht übermäßig, damit es nicht zu einem Natriumüberschuss kommt. Ein wunderbares Rezept für eine Fastensuppe finden Sie in unserer Rezepte-Rubrik unter Fastensuppe - basisch.
Zusätzlich können Sie sich über ein Mineralstoffpräparat mit den fehlenden Mineralien versorgen, z. B. mit diesem All-in-One-Präparat (* OrgaMin, unser Rabatt-Code für Sie lautet 20501).
Nehmen Sie außerdem Vitamin C zu sich, z. B. 3-mal täglich je 300 - 500 mg während 30 Tagen, z. B. dieses * Vitamin-C-Präparat. Es enthält pro Kapsel 500 mg Vitamin C in besonders gut bioverfügbarer Form sowie gleichzeitig OPC, das verbrauchtes Vitamin C wieder regenerieren kann.
Vitamin C unterstützt die Regeneration des Körpers, beugt Kopfschmerzen vor und neutralisiert oxidativen Stress (freie Radikale). Letzterer nimmt besonders während der Entgiftung zu.
5. Kümmern Sie sich um eine vollständige Entleerung des Darms
Bei einer Fastenkur nimmt man keine feste Nahrung mehr zu sich. Die Verdauung gerät daher bei vielen Menschen ins Stocken und Stuhlreste verbleiben im Darm. Daher wird eine Fastenkur (nach den Entlastungstagen) meist mit dem traditionellen Abführen eingeleitet - häufig mit Glaubersalz.
Doch genau das Glaubersalz kann Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen verursachen. In unserem Artikel Glaubersalz und Bittersalz - Anwendung, Wirkung und Dosierung erklären wir eine sanfte Alternative.
Im Verlauf des Fastens werden Gifte im Körper gelöst. Diese werden traditionell regelmäßig mit Hilfe von Einläufen ausgeschwemmt. Denn wenn es zu keinem Stuhlgang mehr kommt, verbleiben die unerwünschten Abfallstoffe im Körper und können zu Kopfschmerzen und anderen Nebenwirkungen führen.
Wenn Sie beim Fasten also nicht regelmäßig zur Toilette gehen können, helfen Sie mit Einläufen nach. Es muss sich dabei nicht um große (sog. „hohe“) Einläufe handeln, sondern um ganz gewöhnliche Einläufe, bei denen lediglich in den Enddarm und den absteigenden Teil des Dickdarms etwa 200 - 500 ml Wasser fließen.
Wie Sie einen Einlauf richtig durchführen, erklären wir im Artikel Einlauf zu Hause - Wirkung und richtige Durchführung.
6. Unterstützen Sie die Entgiftung mit Bentonit oder Zeolith
Die beiden Mineralerden Bentonit und Zeolith sind hervorragende Unterstützer einer jeden Fastenkur oder auch einer jeden anderen Entschlackungskur.
Sie adsorbieren im Darm gelöste Gift- und Schlackenstoffe und verhindern so, dass diese erneut in den Blutkreislauf gelangen, wo sie zu den üblichen Nebenwirkungen des Fastens führen könnten (Kopfschmerzen, Hautprobleme etc.). Stattdessen können diese Gifte nun - gebunden an die Mineralerde - problemlos mit dem Stuhl ausgeleitet werden.
Bentonit und Zeolith können sehr individuell dosiert werden. Schon kleine Mengen haben große Bindungskapazitäten. Ein halber Teelöffel jeweils morgens und abends genügt dabei schon. Trinken Sie dazu immer ein großes Glas Wasser.
* Hier finden Sie Zeolith-Pulver und hier Zeolith in Kapseln. Bei empfindlichem Darm ist Bentonit die bessere Alterantive.
7. Schalten Sie Stressquellen ab
Gerade beim Fasten ist Stress das Allerletzte, was man brauchen kann. Körper und Geist sind mit Aufräumen beschäftigt, mit Entgiftung und Entschlackung auf allen Ebenen, was enorm anstrengend ist. Aufregung und Alltagssorgen erschweren die Fastenerfolge und können nicht selten zu Kopfschmerzen oder anderen fastenbedingten Nebenwirkungen führen.
Daher gehen viele Fastende zum Fasten an einen anderen Ort, etwa in ein Kloster oder zum Fastenwandern. Auf diese Weise ist man unter Gleichgesinnten, findet die erforderliche Ruhe, ist fern vom Alltagsgeschehen und kann das Potenzial des Fastens voll ausschöpfen.
Wenn Sie zu Hause fasten, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Kümmern Sie sich um mehrere Ruhephasen pro Tag, in denen Sie meditieren oder eine Entspannungsmethode praktizieren können, etwa die progressive Muskelentspannung nach Jakobson, das Klopfen (EFT), autogenes Training, Meditation, Tai Chi, Yoga oder was immer Ihnen zusagt.
8. Sorgen Sie für viel Bewegung
Bewegung ist beim Fasten sehr wichtig. Je mehr Sie sich bewegen, umso besser kommen Kreislauf und Durchblutung in Schwung, umso aktiver ist die Verdauung, umso mehr Sauerstoff gelangt ins Gewebe und umso besser gelingen Giftmobilisierung und Schlackenausleitung.
Bleibt man hingegen im Bett oder auf dem Sofa liegen, machen sich schnell Schwächezustände bemerkbar, die Stimmung sinkt, Kopfschmerzen und andere Nebenwirkungen stellen sein und die Fastenerfolge bleiben unter Umständen aus.
Spazierengehen ist beim Fasten meist die bevorzugte Bewegungsform. Gehen Sie zügig und so lange Sie mögen. Atmen Sie dabei tief und regelmäßig, genießen Sie die Natur und ihre vielen großen und kleinen Wunder, seien Sie dankbar für alles, was Ihnen das Leben geschenkt hat – für all die schönen Dinge und lieben Menschen um Sie herum, aber auch für die Herausforderungen, denen Sie sich vielleicht gerade stellen.
Leistungssport sollte beim Fasten gemieden werden. Denn es geht ja darum, dem Körper beim Entgiften und Entschlacken zu helfen und nicht auch noch sportliche Höchstleistungen von ihm zu fordern, zumal er diese ja gerade auf einem anderen Gebiet erbringen muss.
Fragen Sie vor dem Fasten Ihren Arzt!
Erkundigen Sie sich vor dem Fasten – besonders wenn Sie bereits an chronischen Erkrankungen leiden – bei Ihrem Arzt oder besser bei einem Fastenarzt, ob das Fasten für Sie geeignet ist und worauf Sie in Ihrem speziellen Fall am besten achten sollten.
Nebenwirkungen beim Fasten lassen sich leicht vermeiden
Die typischen Nebenwirkungen des Fastens einschließlich der belastenden Kopfschmerzen lassen sich also in den meisten Fällen mit den oben genannten Maßnahmen sehr gut vermeiden oder in den Griff bekommen.
Neben dem richtigen Verhalten (richtiges Trinken, Abführen, Bewegung, Stressmanagement) gehören dazu auch Mineralerden (Bentonit oder Zeolith), Mineralstoffe und Vitamin C.
Oft stellt sich nun die Frage, welche weiteren Nahrungsergänzungsmittel beim Fasten erlaubt sind oder welche das Fasten sogar sehr gut unterstützen können. Weitere Informationen dazu lesen Sie hier: Diese Nahrungsergänzungsmittel sind beim Fasten erlaubt.