Zentrum der Gesundheit
  • Die Argyrie und kolloidales Silber

Kolloidales Silber und das Risiko für Argyrie

Bei der Einnahme von kolloidalem Silber kann es zu einer Argyrie kommen, so zumindest wird offiziell gewarnt. Eine Argyrie entsteht, wenn sich Silbersalze unter der Haut einlagern und es daraufhin zu einer bläulich-grauen Verfärbung der Haut kommt. Da uns die Faktenchecker diesbezüglich zur Stellungnahme aufforderten, tun wir dies hiermit.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
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17 September 2021

Argyrie: eine mögliche Nebenwirkung von kolloidalem Silber

Die Argyrie wird in nahezu allen wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema „Silber in der Medizin“ als seltene (!) dermatologische Erkrankung bezeichnet. Sie gilt als mögliche Nebenwirkung von kolloidalem Silber, aber natürlich auch von allen anderen Silberformen und -verbindungen. Eine Argyrie entsteht, wenn sich Silber in der Haut einlagert und sich die Haut bläulich-grau verfärbt, besonders in Hautarealen, die der Sonne ausgesetzt sind. Aber auch die Schleimhäute, die Augen und in manchen Fällen auch die inneren Organe können von der Verfärbung betroffen sein (5).

Argyrie: ein rein kosmetisches Problem

Eine Argyrie ist natürlich nicht wünschenswert und gilt offiziell als nicht reversibel (weiter unten wird jedoch eine Möglichkeit zur Entfernung der Hautverfärbung erwähnt). Eine Argyrie ist weder tödlich noch verursacht sie Schmerzen oder sonstige Beschwerden. Sie ist ein rein kosmetisches Problem. Dennoch sollte sie selbstverständlich vermieden werden.

Um es für alle, die nicht weiter lesen möchten, gleich vorwegzunehmen: Kolloidales Silber KANN tatsächlich eine Argyrie verursachen. Wie Sie jedoch aus den nachfolgenden Informationen sehen werden, ist dies extrem selten und nur dann möglich, wenn kolloidales Silber exzessiv eingenommen wird, was bedeutet: Sie müssten täglich und literweise über Monate oder Jahre hinweg kolloidales Silber trinken, wozu es nicht den geringsten Anlass gibt. Wie kolloidales Silber richtig eingenommen und angewendet wird, lesen Sie ganz am Ende.

Fallbericht: Krebs mit kolloidalem Silber besiegt

Im April 2021 veröffentlichten wir einen Artikel mit der Überschrift Fallbericht: Krebs mit kolloidalem Silber besiegt. Darin geht es um einen 78-jährigen Krebspatienten, der im Kopf- und Halsbereich an einem Plattenepithelkarzinom litt. Der Krebs war nach zahlreichen schulmedizinischen Eingriffen (Operationen, Strahlen- und Chemotherapien) wieder zurückgekehrt. Schliesslich wurde der Patient von seinen Ärzten aufgegeben und zum Sterben in ein Hospiz geschickt. Dort las der Mann über kolloidales Silber und entschied sich, das Mittel auszuprobieren. Dazu trank er drei Monate lang täglich 120 ml kolloidales Silber. Anschliessend zeigten Untersuchungen, dass der Krebs samt Metastasen verschwunden war – und bei Nachuntersuchungen auch 18 und 36 Monate später nicht wieder aufgetaucht war.

Acht Wissenschaftler der University of Texas Southwestern dokumentierten den Fall, darunter vier Ärzte. Veröffentlicht wurde der Fallbericht im Fachjournal Head & Neck – eine der einflussreichsten wissenschaftlichen Fachzeitschriften in der Kategorie Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (1). Sie steht in dieser Kategorie an vierter Stelle von 43 Zeitschriften. Es handelt sich also nicht um irgendeinen anonymen, nicht weiter überprüfbaren Erfahrungsbericht aus dem Netz o. ä.

Fallbericht: Keine Nebenwirkungen bei kolloidalem Silber

Zum Thema Nebenwirkungen las man in der Studie: Der Patient habe keine Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen gezeigt. Es habe sich keine Argyrie entwickelt. Wiederholte Untersuchungen hätten ausserdem keine Anzeichen einer Myelosuppression erkennen lassen.

Eine Myelosuppression beschreibt die Schädigung des blutbildenden Knochenmarks, woraus sich eine Anämie (Blutarmut) oder auch eine Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) entwickeln kann. Eine Myelosuppression ist eine häufige Nebenwirkung von Chemo- oder Strahlentherapien (9, 10) und gilt – je nach Ausprägung – als lebensbedrohlich, da sie die Leistungsfähigkeit des Immunsystems massiv drosselt, so dass der Patient anfällig für Infektionskrankheiten aller Art wird. Auch zeigen sich Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Lebensqualität ist stark verringert. Bei der Suche nach Alternativen zu Chemo und Co spricht es daher immer für die jeweilige Alternative (in diesem Fall kolloidales Silber), wenn dadurch KEINE Myelosuppression entsteht.

Faktenchecker fordern Stellungnahme

In unserem entsprechenden und oben verlinkten Artikel schrieben wir unter „Keine Nebenwirkungen durch kolloidales Silber“ das oben Erklärte, dass der Patient also keine Nebenwirkungen durch die Silbereinnahme zeigte und ergänzten, dass sich bei der ordnungsgemässen Herstellung von kolloidalem Silber keine Argyrie entwickeln kann, da sich durch die Verwendung von destilliertem Wasser keine Silbersalze bilden könnten. Diese Information war jedoch nicht vollständig, da man bei der Einnahme von kolloidalem Silber natürlich noch auf weitere Details achten muss, um eine Argyrie zu verhindern, wie Sie gleich sehen werden.

Im Juli 2021 meldeten sich nun die Faktenchecker bei uns mit den Worten, man habe auf unserer Website „falsche oder irreführende Behauptungen“ entdeckt, denn kolloidales Silber könne sehr wohl eine Argyrie verursachen, da dies „von mehreren Quellen und Behörden bereits beobachtet wurde und vor der Einnahme von Silber daher gewarnt wird.“ Man bat um Stellungnahme unsererseits.

Amerikanische Gesundheitsbehörde zum Argyrie-Risiko

Bei den beiden Quellen, die uns die Faktenchecker als Beleg ihrer Besorgnis sandten, handelt es sich einerseits um eine kurze Zusammenfassung zur Silberthematik der US-amerikanischen National Institutes of Health NIH und um eine weitere noch kürzere Abhandlung der Food and Drug Administration FDA (2).

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In Quelle ( 1 ) wird auf die mögliche Gefahr einer Argyrie durch kolloidales Silber hingewiesen. Auch könne kolloidales Silber zu einer schlechteren Aufnahme mancher Medikamente führen (z. B. Antibiotika und Thyroxin) – wozu wir (ZDG-Redaktion) keine Studien/Quellen finden konnten. Es gäbe laut NIH keine wissenschaftlichen Hinweise, die den Einsatz von kolloidalem Silber bei Krankheiten aller Art befürworten würden: Silber habe keine Funktion oder Vorteile im Körper, wenn es oral eingenommen werde, denn Silber sei kein essentieller Mineralstoff. (Anm. ZDG-Redaktion: Stimmt, daher nimmt man kolloidales Silber auch nicht als Nahrungsergänzung ein).

Für die innerliche Einnahme gäbe es keine rechtmässig im Handel befindlichen Produkte mit kolloidalem Silber. (Anm. ZDG-Redaktion: Daher bezeichnen Hersteller von kolloidalem Silber ihre Produkte meist auch als Reinigungs- oder Desinfektionsmittel. Dürfte man kolloidales Silber „rechtmässig“ zur Einnahme anbieten, könnte man auch auf die korrekte Dosierung und Einnahmedauer hinweisen, was aber nicht erlaubt ist, so dass Menschen u. U. viel zu viel davon einnehmen, was die Gefahr einer Argyrie natürlich erhöht.)

Da die Quellen dieser Aussagen teilweise über 20 Jahre alt sind (siehe nächster Absatz) und meist nur einzelne Fallberichte aus frühester Vergangenheit mit ganz anderen Silberverbindungen herangezogen werden, wäre hier eine Überarbeitung erforderlich, da ja der bei uns vorgestellte und von 2019 stammende Fallbericht ganz andere Schlüsse zur Wirkung und den Eigenschaften von kolloidalem Silber zulässt.

*Wir empfehlen zur Herstellung von kolloidalem Silber dieses Gerät.

Jahrzehntealte Quellen bei Kritikern von kolloidalem Silber

Quelle (1) beruft sich auf vier Quellen/Studien. Eine davon ist die von den Faktencheckern angegebene Quelle (2). Diese stammt aus dem Jahr 1999, ist also nicht gerade als brandaktuell zu bezeichnen. Zu lesen ist darin, dass die FDA ihr „Final rule“ zum Thema Silber deshalb herausgäbe, weil viele Silberprodukte im Handel falsch gekennzeichnet seien („Misbranding“). Sie würden als wirksam gegen zahlreiche ernsthafte Erkrankungen bezeichnet werden. Da der FDA dazu aber im Jahr 1999 keine bedeutenden wissenschaftlichen Belege vorlagen, hält sie kolloidales Silber und Silbersalze für nicht sicher und nicht wirksam (auch heute noch offenbar). Details sind in der FDA-Veröffentlichung keine zu finden. Über eine Argyrie steht dort nichts.

Die übrigen drei Quellen, die bei Quelle (1) angegeben werden, stellen wir unten detailliert vor. Es handelt sich um 

  1. ein aus dem Jahr 1990 stammendes toxikologisches Profil zu Silber im Allgemeinen (Silbernitrat, Silberacetat, Fabrikarbeiter mit ständigem Silberkontakt o. ä.) (11)
  2. eine Studie von 2011 zu einer möglichen Behandlung der Argyrie mit Laser (12)
  3. eine Fallstudie von 2010 zu drei Patienten, die eine Argyrie entwickelten (4)

1. Toxikologisches Profil zu Silber von 1990

Im toxikologischen Profil zu Silber wird kolloidales Silber nur selten und nahezu ausschliesslich im Zusammenhang mit Tierversuchen erwähnt. Dabei hatte man den armen Tieren völlig unrealistisch hohe Dosierungen verabreicht, z. B. mussten Kaninchen 2 bis 8 Stunden lang ein Aerosol mit kolloidalem Silber inhalieren, was zu Schäden an der Luftröhre führte. Auch wird von Ratten berichtet, die starben, nachdem sie nur noch Wasser mit kolloidalem Silber zu trinken bekamen. Die verabreichte Dosis hätte beim Menschen 12 g Silber entsprochen (11). Man müsste dazu täglich zwei der Silberstäbe komplett verspeisen, mit denen man normalerweise 150 bis 200 Liter kolloidales Silber (25 ppm) herstellen kann (mit dem Ionic-Pulser®) – einer Menge also, die ein normaler Mensch nicht einmal während seines gesamten Lebens verbraucht.

In einem anderen Tierversuch bekamen die Tiere eine Lösung mit 41.000 ppm zu trinken, was dazu führte, dass Jungtiere nach einer gewissen Zeit nicht mehr weiter wuchsen. (Bei Anwendungen mit kolloidalem Silber handelt es sich um Konzentrationen von max. 25 bis 50 ppm).

Zum Thema Argyrie ist im toxikologischen Profil zu lesen: „Argyrie tritt bei Personen auf, die Silberverbindungen über einen langen Zeitraum (über Monate bis viele Jahre) hinweg zu sich nehmen oder einatmen“ und „Eine äusserliche Anwendung von kolloidalem Silber kann keine Argyrie auslösen. (Allenfalls in sehr seltenen Fällen mit bestimmten Silberverbindungen (Silberthiosulfat) und nur örtlich, also dort, wo das Silber aufgetragen wurde).“

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Es wird von einzelnen Fällen aus den 1930er, 1970er und 1980er Jahren berichtet, in denen Menschen eine Argyrie entwickelten, weil sie exzessiv (!) Lutschtabletten mit Silberacetat zur Rauchentwöhnung zu sich nahmen oder mit Silber überzogene Pastillen gegen Mundgeruch – Produkte, die es längst nicht mehr gibt. Auch der regelmässige monatelange Verzehr von Silbernitrat könnte eine Argyrie auslösen.

2. Studie von 2011: Argyrie mit Laser behandeln

In der Einleitung der Studie von 2011 steht: Argyrie ist eine seltene (!) Hautkrankheit, die entsteht, wenn sich Silber“körnchen“ in der Haut einlagern. Beschrieben wird der Fall eines Mannes, der ein Jahr lang täglich einen Liter kolloidales Silber getrunken hatte und daraufhin eine Argyrie entwickelt hatte. Nach sieben Laserbehandlungen hatte der Mann wieder seine normale Hautfarbe.

3. Fallstudie von 2010: Drei Patienten mit Argyrie

In der Fallstudie von 2010 werden drei Fälle/Patienten mit Argyrie vorgestellt (4). Jeder einzelne dieser drei Fälle hatte über JAHRE hinweg (1,5 bis 3 Jahre) TÄGLICH 0,8 bis 1 Liter kolloidales Silber getrunken, bevor sich eine Argyrie einstellte.

Die nachfolgenden Studien stammen nicht von den Faktencheckern, wir fügen sie der Vollständigkeit halber ein.

Argyrie durch falsche Herstellung des kolloidalen Silbers

In einem Fallbericht von 2006 geht es um einen 59-jährigen Mann mit Argyrie, dem seine Hautverfärbung selbst gar nicht aufgefallen war, aber seinem Hausarzt, der ihn sofort in die Notaufnahme schickte. Dort stellte sich heraus, dass der Mann zwei- bis dreimal jährlich selbst hergestelltes kolloidales Silber zu sich nahm – immer dann, wenn er spürte, dass eine Erkältung nahte. Leider wird nicht erwähnt, wie viel kolloidales Silber in welcher Konzentration und über wie viele Tage/Wochen hinweg der Patient es einnahm, so dass eine Stellungnahme zu diesem Fall nicht möglich ist.

Allerdings stellte der Mann sein kolloidales Silber nicht allein mit Wasser her, sondern gab Backpulver dazu. Vermutlich ist damit Natron (Natriumhydrogencarbonat) gemeint, was natürlich kontraproduktiv ist, da man auf diese Weise ein Silbersalz herstellt. Gerade Silbersalze lagern sich besonders leicht in der Haut ab.

Allerdings hatte der Patient auch noch zahlreiche Gesundheitsbeschwerden (Hyperlipidämie (zu hohe Cholesterin- und Blutfettwerte), Bluthochdruck, Diabetes, Reflux, gutartige Prostatavergrösserung und eine post-traumatische Belastungsstörung. Gegen alle diese Beschwerden nahm er Medikamente ein (2 Antipsychotika und 1 Antidepressivum, 1 Statin plus 1 Cholesterinresorptionshemmer, 3 Antidiabetika, Alphablocker für die Prostata und einen Säureblocker für den Magen). Zwei der Medikamente (Haloperidol, Risperidon) gelten als mögliche Auslöser für eine übermässige Pigmentierung der Haut bzw. für eine übermässige Photosensitivität, was ebenfalls zur Hautverfärbung des Patienten beigetragen haben könnte. Zwar wurden die Medikamente in vorliegender Studie als Ursache ausgeschlossen, doch möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch Medikamente eine Hautverfärbung als Nebenwirkung mit sich bringen können (6).

16 Argyrie-Fälle in 20 Jahren

In einer Arbeit von 2019 werden 16 Argyrie-Fälle vorgestellt, die zwischen 1996 und 2016 dokumentiert wurden (5). Der unter (6) vorgestellte Fall ist einer davon. Auch die unter (4) vorgestellten drei Fälle werden aufgeführt, so dass nur noch 12 unbekannte Fälle übrig bleiben. Insgesamt nahmen die Betroffenen das kolloidale Silber (in ganz unterschiedlichen Mengen, Konzentrationen und Qualitäten) im Durchschnitt 2 Jahre lang täglich ein.

Einer davon trank angeblich 10 Jahre lang bis zu zwei Gallonen kolloidales Silber pro Tag, was fast schon unglaubwürdig ist, da 1 Gallone knapp 4 Litern entspricht. Genauso unglaubwürdig ist ein Fall, der zwei Wochen lang dreimal täglich nur 10 ml einnahm und seine daraufhin entstehende Argyrie (die nur rund um die Augen auftrat) angeblich mit Hilfe von Artischocken, Löwenzahn und „Kristallen“ wieder heilen konnte.

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Fazit: Argyrie durch kolloidales Silber ist sehr selten

  1. Es gibt nur wenige dokumentierte Argyrie-Fälle. Wenige in Relation zu all den Millionen Menschen, die in den letzten Jahrzehnten kolloidales Silber nutzten und dies immer noch tun.
  2. Eine Argyrie tritt eher durch Silberverbindungen (Silbersalze), wie Silbernitrat, Silbersulfat, Silbercarbonat o. ä. oder sog. Silberprotein (13) ein. Diese Verbindungen bilden sich bei der ordnungsgemässen Herstellung von kolloidalem Silber NICHT. Verwenden Sie daher IMMER destilliertes Wasser, wenn Sie kolloidales Silber selbst herstellen. Wenn Sie kolloidales Silber kaufen, achten Sie darauf, kein kolloidales Silberprotein (Silber gemischt mit einem Protein, z. B. Gelatine) zu erwerben.
  3. Tritt eine Argyrie durch kolloidales Silber ein, so immer dann, wenn dieses täglich und/oder literweise über viele Monate und Jahre hinweg eingenommen wurde. Eine Argyrie tritt also nur dann auf, wenn das kolloidale Silber FALSCH eingenommen und ÜBERDOSIERT wurde.

Eine Überdosis aber ist immer schlecht, ganz gleich ob Lebens-, Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel. Denn die Dosis macht das Gift! So wäre es beispielsweise ungünstig, statt der vom Arzt als Dauertherapie verordneten täglichen Blutdrucktablette ab sofort täglich und über Jahre hinweg z. B. acht dieser Tabletten zu nehmen. Vermutlich würde man das nicht einmal eine einzige Woche lang überleben.

Genau eine solche Überdosis aber – die achtfache Menge jener Dosis, die unser Krebspatient nahm (3 Monate lang) und die 80-fache Dosis einer normalen Dosis (2 TL) – war es, die bei allen drei Fällen der Fallstudie von 2010 zu einer Argyrie führte (4).

Ja, es stimmt also, dass kolloidales Silber eine Argyrie verursachen kann, genauso wie Medikamente töten können und Lebensmittel krank machen können – nämlich immer dann, wenn Sie diese Dinge in extremen Überdosen oder auch in schlechter Qualität zu sich nehmen. 

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Kolloidales Silber: die richtige Einnahme

Vom kolloidalen Silber nimmt man bei der entsprechenden Indikation (Infektionen), wenige Teelöffel (2 – 3) über den Tag verteilt ein (in einer Konzentration von zumeist 25 ppm). Diese kleine Menge lässt man so lange wie möglich im Mund, damit die Silberionen schon über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können und gar nicht erst in den Magen gelangen. Dort könnten sie sich (zum Teil) mit dem Chlorid der Magensäure zu Silbersalzen verbinden, die dann aber meist über die Nieren oder mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

Kolloidales Silber ist auch äusserlich bei infizierten Wunden ein hervorragendes Heilmittel. In diesem Fall wird es bis zur Wundheilung – die im Allgemeinen schnell einsetzt – bis zu zweimal täglich auf die Wunden aufgetragen. Auch hier ist kein exzessiver Einsatz des Silbers zu erwarten.

Wie oben schon erwähnt, verwendet man für die Herstellung des kolloidalen Silbers ausschliesslich destilliertes Wasser, also kein Mineralwasser und auch kein Leitungswasser. Man gibt in das Wasser nichts weiter hinzu, also kein Salz, kein Backpulver, kein Natron, und keine Mineralstoffe!

Man nimmt kolloidales Silber ausserdem auf leeren Magen und mit möglichst grossem Abstand zu den Mahlzeiten und zu Nahrungsergänzungsmitteln ein.

Man schüttet kolloidales Silber auch nicht gläserweise in sich hinein, sondern nimmt einen Teelöffel davon und lässt ihn im Mund möglichst lange einwirken.

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Quellen
  1. (1) National Center for Complementary and Integrative Health, Colloidal Silver, last updated April 2017, abgerufen am 22.7.2021
  2. (2) Over-the-counter drug products containing colloidal silver ingredients or silver salts. Department of Health and Human Services (HHS), Public Health Service (PHS), Food and Drug Administration (FDA). Final rule. Fed Regist. 1999 Aug 17;64(158):44653-8.
  3. (3) Singh J, Moore W, Fattah F, et al. Activity and pharmacology of homemade silver nanoparticles in refractory metastatic head and neck squamous cell cancer. Head & Neck. 2019; 41:E11–E15.
  4. (4) Chung IS, Lee MY, Shin DH, Jung HR. Three systemic argyria cases after ingestion of colloidal silver solution. Int J Dermatol. 2010 Oct;49(10):1175-7.
  5. (5) Kim JJ, Konkel K, McCulley L, Diak IL. Cases of Argyria Associated With Colloidal Silver Use. Ann Pharmacother. 2019 Aug;53(8):867-870.
  6. (6) Chang AL, Khosravi V, Egbert B. A case of argyria after colloidal silver ingestion. J Cutan Pathol. 2006 Dec;33(12):809-11.
  7. (9) Franco-Molina MA, Mendoza-Gamboa E, Sierra-Rivera CA, et al. Antitumor activity of colloidal silver on MCF-7 human breast cancer cells. J Exp Clin Cancer Res. 2010;29(1):148. Published 2010 Nov 16.
  8. (10) Epstein RS, Crawford J et al., Patient Burden and Real-World Management of Chemotherapy-Induced Myelosuppression: Results from an Online Survey of Patients with Solid Tumors, Adv Ther. 2020; 37(8): 3606–3618, Published online 2020 Jul 8.
  9. (11) Agency for Toxic Substances and Disease Registry. TOXICOLOGICAL PROFILE FOR SILVER, Dezember 1990
  10. (12) Han TY, Chang HS, Lee HK, Son SJ. Successful treatment of argyria using a low-fluence Q-switched 1064-nm Nd:YAG laser. Int J Dermatol. 2011 Jun;50(6):751-3.
  11. (13) White JM, Powell AM, Brady K, Russell-Jones R. Severe generalized argyria secondary to ingestion of colloidal silver protein. Clin Exp Dermatol. 2003 May;28(3):254-6.