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E-Zigaretten – Schädlich oder gesunde Zigaretten-Alternative?

E-Zigaretten – Schädlich oder gesunde Zigaretten-Alternative?

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(Zentrum der Gesundheit) – E-Zigaretten sind schädlich, auch wenn das konkrete Gefahrenpotential noch nicht bekannt ist. Da jedoch bereits viele Millionen Menschen E-Zigaretten dampfen, befinden wir uns mitten in einer grossen Feldstudie mit ausreichend Freiwilligen – und wissen bald sicher deutlich mehr darüber, wie schädlich E-Zigaretten wirklich sind. Während sich die Dampfer einreden, viel gesünder ihrer Nikotinsucht zu frönen als die Raucher, stellt sich die Frage, ob es tatsächlich so gesund sein kann, statt 4000 Chemikalien (Zigarette) nur 400 einzuatmen. Ist es nicht, wie inzwischen viele Studien zeigen.

Schädliche E-Zigarette verführt immer mehr Jugendliche

Die E-Zigarette ist keineswegs gesund, wie man Berichten häufig glauben könnte. Sie ist schädlich, auch dann, wenn sie im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette ein bisschen weniger schädlich ist.

Seit der Markteinführung im Jahre 2004 haben sich die "Dampfer", wie die Nutzer der E-Zigarette genannt werden, drastisch vervielfacht. Vor allem in Grossbritannien, den USA sowie in einigen Schwellenländern zeigen die Menschen eine höhere Affinität zur E-Zigarette als zum gewöhnlichen Tabak.

Aber auch in Deutschland und in der Schweiz ist die als "gesünder" geltende Alternative zu herkömmlichen Tabakwaren auf dem Vormarsch: Schätzungsweise drei Millionen Menschen greifen in Deutschland zur E-Zigarette, in der Schweiz sind es 100.000, darunter viele Jugendliche.

Bei jungen Menschen ist die Akzeptanz der traditionellen Glimmstängel stark gesunken, wie eine Studie aus dem Jahre 2014 zeigt. In diesem Jahr griffen nur noch 12 Prozent der 14- bis 18jährigen Jugendlichen zur Zigarette. Zehn Jahre zuvor war es noch fast ein Drittel der Jugendlichen, die das Rauchen cool fanden.

Auch die verschärften Nichtraucher-Schutzgesetze haben stark dazu beigetragen, dass das Rauchen mehr und mehr aus der Öffentlichkeit verschwindet und an Akzeptanz einbüsst - ein Erfolg, der jedoch durch den Siegeszug der E-Zigarette ebenso schnell zunichte gemacht werden kann.

Nicht nur Mediziner warnen vor der neuen Droge, denn E-Zigaretten sind eindeutig schädlich, also alles andere als gesund. Sie verschleiern lediglich, worum es wirklich geht: Nämlich der Sucht nach dem Nervengift Nikotin weiterhin nachgehen zu können. Nicht umsonst sehen viele der Geräte echten Zigaretten täuschend ähnlich bzw. imitieren mittels Leuchtdioden das Rauchen.

E-Zigaretten verdampfen krebserregende Stoffe

In den ersten Jahren wurden E-Zigaretten auch in Deutschland sehr offen als "gesunde Alternative" zu den traditionellen Tabakwaren wie Zigaretten und Zigarren beworben. Schliesslich würde der Nutzer nur Dampf einatmen und keinesfalls die schädlichen Abbauprodukte aus einem Verbrennungsprozess wie bei den Glimmstängeln, so die Argumentation der Befürworter.

Doch nur, weil die Schadstoffe nun verdampfen und nicht mehr verbrennen, sind sie nicht gleich als nicht schädlich oder gar "gesund" anzusehen. Der Dampf von E-Zigaretten enthält mitnichten bloss Wasserdampf, sondern neben dem als krebserregend geltenden Nikotin zudem weitere schädliche Stoffe wie Propylenglycol, Diacetyl und zahlreiche andere, deren genaue Effekte noch gar nicht bekannt sind.

Zumindest für Propylenglycol sind kurzfristige Beeinträchtigungen auf die Atemwegsorgane bekannt. Was der Stoff jedoch langfristig im Körper anrichtet, konnte mangels Langzeitstudien noch nicht erforscht werden.

WHO warnt schon seit 2008 vor schädlichen E-Zigaretten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt bereits seit 2008 vor einer Nutzung der schädlichen E-Zigarette, zuerst, weil sich keine genauen Aussagen über eventuelle gesundheitliche Schäden treffen liessen.

Mittlerweile mehren sich durch zahlreiche Studien jedoch die Hinweise, dass E-Zigaretten keinesfalls "gesund" sind. Ganz im Gegenteil, denn das Dampfen zerstört anscheinend Körperzellen und verursacht ebenso Krebs wie das herkömmliche Rauchen.

Jüngst veröffentlichte Studien zeigen, dass unter Laborbedingungen im Dampf gefährliche, hochreaktive freie Radikale nachgewiesen werden konnten. Diese wiederum führen zu Veränderungen der Zellen, einer Voraussetzung für die Entstehung von Krebs und vielen anderen chronischen Krankheiten.

Zahlreiche Krebsforscher, darunter die renommierte Ärztin Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, haben sich den Warnungen der WHO bezüglich der Giftstoffe und möglichen Langzeitschäden der schädlichen E-Zigaretten längst angeschlossen.

Neues Gesetz verbietet Abgabe von E-Zigaretten an Jugendliche

Aus diesem Grund ist der Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas (elektronische Wasserpfeifen) an Minderjährige verboten. Bislang regelte das Jugendschutzgesetz lediglich das Verkaufs- und Konsumverbot von Tabakwaren, wozu die E-Zigaretten jedoch nicht gehören.

Im Umkehrschluss bedeutete dies aber auch, dass Kinder und Jugendliche problemlos E-Zigaretten selbst erwerben und nutzen konnten. Ein Skandal, gelten die Geräte unter Fachleuten nicht nur als gesundheitsschädigend, sondern auch als Einstiegsdroge.

Wer regelmässig dampft, dessen Hemmungen, früher oder später zur Zigarette zu greifen, seien geringer, so die Argumentation von Forschern und Politikern. Auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, auf deren Initiative das neue Gesetz vorgelegt wurde, begründet das längst überfällige Verbot mit der bisherigen Verharmlosung der E-Zigarette.

Nicht nur, dass endlich ein Bewusstsein dafür geschaffen werden sollte, dass das Dampfen alles andere als harmlos ist, muss vor allem der Entstehung einer neuen Rauchkultur unter Kindern und Jugendlichen entgegengewirkt werden.

E-Zigaretten verführen Jugendliche mit süssen Aromen

Eine aktuelle Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat gezeigt, dass bereits jeder fünfte Teenager zwischen 12 und 17 Jahren mindestens einmal eine E-Shisha ausprobiert hat. E-Zigaretten hat immerhin jeder siebte Jugendliche dieser Altersgruppe bereits probiert.

Junge Menschen werden dabei vor allem von süssen Aromen wie Sweet Candy, Schokolade o. ä. verführt, mit denen die zum Dampfen genutzten Liquids oft versetzt sind, wie ein Forscherteam der University of Cambridge in einer erst am 18. Januar 2016 veröffentlichten Studie bekanntgaben.

E-Zigaretten retten Leben?

"E-Zigaretten retten Leben" postuliert die "Interessengemeinschaft E-Dampfen" auf der Startseite ihrer Homepage. Und der 2011 gegründete "Verband des eZigarettenhandels e. V. (VdeH)" möchte gar gegen "Fehlinformationen von Seiten öffentlicher Stellen" vorgehen und "elektrische Zigaretten als sinnvolle Alternative" bewerben.

Schaut man sich auf offiziellen Dampfer-Seiten und, inoffiziell, in diversen Foren um, so ist dort die Empörung über die Warnungen und Ergebnisse diverser Studien zum Thema "E-Zigarette" gross.

Als "falsch informiert", wenn nicht sogar als "gezielte Fehlinformationen" werden Berichte über gesundheitsschädliche Auswirkungen der E-Zigaretten bezeichnet, während man sofort mit Gegenstudien kontert.

So zitiert der VdeH etwa eine erst im Dezember 2015 veröffentlichte Studie der Universitätsklinik im britischen Croydon, nachdem sich die Atmung von lungen- und atemwegskranken Tabakrauchern nach der Umstellung auf E-Zigaretten erheblich verbessert habe.

Nach derselben Studie haben 42 Prozent der Probanden ihren Zigarettenkonsum verringert, etwa ein Drittel sei gar ganz auf E-Zigaretten umgestiegen. Der Leiter der Studie, Dr. Sanjay Agrawal, beurteilt E-Zigaretten abschliessend folgendermassen:

"Es besteht kein Zweifel, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als Tabak. Aber wir müssen auch weiterhin ihre langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit untersuchen."

E-Zigaretten: Weniger schädlich ist noch lange nicht gesund

"Weniger schädlich" bedeutet auch bei E-Zigaretten noch lange nicht "gesund". Zudem stellt sich die Frage, wie stark sich die Beschwerden der bereits erkrankten Raucher verbessert hätten, falls diese das Rauchen (oder auch "Dampfen") ganz aufgegeben hätten. Doch darüber verrät die Studie nichts.

Es mag sein, dass E-Zigaretten im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten für ehemalige, langjährige Raucher weniger schädlich und somit die bessere Wahl sind – doch stellen sie zugleich eine grosse Gefahr für junge Menschen und Nichtraucher dar, die überhaupt erst durch die Verharmlosung der E-Zigaretten mit Rauchen bzw. Dampfen anfangen und im Falle der Nichtraucher plötzlich ungewollt zu Passivdampfern werden.

Man könnte es mit der Ersatzdroge Methadon für Heroinabhängige vergleichen. Zweifellos ist Methadon besser als Heroin, aber deshalb noch lange nicht gesund oder für den Rest der Bevölkerung sinnvoll. Ebenso lassen sich E-Zigaretten als Ersatzdroge für Ex-Raucher definieren und erfüllen in dieser Hinsicht ihren Zweck, gesund oder empfehlenswert sind sie jedoch nicht – da hilft auch alles Geschrei der um ihren Profit besorgten Lobbyisten nichts.

Zumal ihre Argumentation stark an die einstigen Kampagnen der Tabakindustrie erinnert, man denke nur an die Werbeanzeigen, die das Rauchen als "Genuss" oder "Symbol der Freiheit" deklarierten.

Sucht bleibt Sucht, auch wenn sie sich hinter einem anderen Gewand verbirgt. Deshalb ist das Hauptaugenmerk auf Prävention zu legen, damit weniger Menschen weder zum Glimmstängel noch zur E-Zigarette greifen.

Studie beweist: E-Zigaretten helfen nicht bei der Rauchentwöhnung

Eben dieselben Interessenverbände machen oft geltend, dass E-Zigaretten Raucher beim Rauchstopp unterstützen und helfen können, eine Einschätzung, die die bereits erwähnte Studie der University of Croydon ebenfalls nahelegt. Eine neue Analyse der University of California in San Francisco kommt allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis.

Bei dieser Studie, die erst am 14. Januar 2016 in The Lancet Respiratory Medicine veröffentlicht wurde, handelt es sich um eine so genannte Meta-Analyse. In dieser bislang grössten Studie zum Thema flossen die Daten von 38 bereits veröffentlichten Forschungen ein, die den Zusammenhang zwischen der Nutzung der E-Zigarette und der Zigarettenentwöhnung genauer unter die Lupe genommen haben.

Das Ergebnis der Meta-Analyse ist eindeutig: Raucher, die E-Zigaretten dampfen, weisen eine um bis zu 28 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit auf, tatsächlich mit dem Rauchen aufzuhören. Ergo helfen E-Zigaretten keineswegs dabei, ganz auf Tabak zu verzichten, sondern, ganz im Gegenteil, sie erschweren das Aufhören.

Die Ergebnisse der Studie werden übrigens durch zahlreiche weitere Zahlen aus den USA sowie Grossbritannien untermauert, die zeigen, dass der grösste Teil der Dampfer entweder regelmässig oder gelegentlich immer noch auch zu Tabakwaren greift. In Grossbritannien gilt dies immerhin für über 60 Prozent der Dampfer.

E-Zigaretten machen genauso abhängig wie herkömmliche Tabakwaren

Im Juli 2015 veröffentlichte ein Forscherteam der American Chemical Society in der Fachzeitschrift Chemical Research in Toxicology einen interessanten Artikel mit dem Inhalt:

"E-Zigaretten machen genauso abhängig wie herkömmliche Tabakwaren".

Zwar verbrennen E-Zigaretten keinen Tabak, erhitzen und verdampfen jedoch eine Flüssigkeit ("Liquid" genannt). Diese enthält Nikotin, Aromastoffe sowie andere, teilweise sogar völlig unbekannte Stoffe.

Der Nikotingehalt kann den Dampfer natürlich genau so wie auch den Zigarettenraucher süchtig machen. Angesichts dessen erscheint es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Ausstieg aus der Sucht mit Hilfe von E-Zigaretten kaum gelingt.

Wie auch, wird doch die Sucht weiterhin bedient, anstatt den Körper vom Nikotin zu entwöhnen und anschliessend zu entgiften – wie es sich für eine Rauchentwöhnung gehören würde.

Nun mag vielleicht von Dampfern der Einwand kommen, dass es schliesslich auch Liquids ohne Nikotin gäbe. Das stimmt natürlich, doch werden diese von passionierten (d. h. abhängigen) Nutzern eher nicht verwendet. Ausserdem bergen nikotinfreie Liquids ganz andere Gefahren.

Sie setzen die Hemmschwelle für den Griff zu nikotinhaltigen Flüssigkeiten oder gar Zigaretten stark herab und können demzufolge als Einstiegsdroge der Nikotinsucht Vorschub leisten. Demnach helfen E-Zigaretten eben nicht dabei, mit dem Rauchen aufzuhören, sondern fördern und verstärken stattdessen das Suchtverhalten.

Abgesehen davon wohnt auch nikotinfreien Liquids ein deutliches Krebsrisiko inne – wie die weiter unten aufgeführte Studie von Dr. Wang-Rodriquez, Pathologie-Professorin an der University of Califonia in San Diego zeigt.

Schädliche E-Zigaretten: Angriff auf Körperzellen und Atemwegsorgane

Zusätzlich liefern E-Zigaretten – genau wie herkömmliche Zigaretten – eine Menge Gift- und Schadstoffe. Anstelle von Rauch produzieren E-Zigaretten schädliche Aerosole, das sind winzige, flüssige Partikel, die mit jedem Luftstoss freigesetzt werden.

In diesen Aerosolen konnten Forscher des Penn State College of Medicine hochreaktive freie Radikale nachweisen, also Moleküle, die Zellen zerstören und Krebs verursachen können.

In früheren Studien konnten zudem auch Aldehyde nachgewiesen werden – chemische Verbindungen, die ebenfalls Zellschäden verursachen können. Diese sowie die freien Radikale sind die Hauptursachen für die Entstehung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und COPD, der Chronisch-Obstruktiven Lungenerkrankung.

Interessanterweise ist gerade die COPD eine typische Raucherkrankheit. Tritt sie nun genauso bei Dampfern auf, ist schon allein das Beweis genug, dass der Unterschied – ob man nun dampft oder raucht – nicht besonders gross sein kann.

John P. Richie Jr., Professor für Gesundheitswissenschaften und Pharmakologie am Penn State Milton S. Hershey Medical Center schreibt, dass die aufgefundenen Mengen der schädlichen Stoffe zwar geringer als die in herkömmlichen Tabakwaren seien, aber dennoch in einem besorgniserregenden Ausmass vorhanden seien.

Demzufolge könne niemand E-Zigaretten guten Gewissens empfehlen, nur weil sie keinen Tabak enthalten. Stattdessen müssen sie als eindeutig schädlich eingestuft werden, wobei es den genauen Grad ihrer Gefährlichkeit erst noch zu erforschen gelte.

Eine im Fachjournal Oral Oncology veröffentlichte Laborstudie ist hier schon einmal ein erster Schritt:

Unter der Leitung der renommierten Onkologin Dr. Jessica Wang-Rodriquez stellte das Forscherteam der University of Califonia/San Diego fest, dass selbst das Einatmen der Aerosole nikotinfreier Liquids schädlich ist und zu Veränderungen der Körperzellen führt, die sich letztendlich zu Krebs weiterentwickeln können.

Es ist also keineswegs nur das Nikotin, das schädlich wirken könnte. Stattdessen enthalten die Liquids noch viele andere Inhaltsstoffe mit hohem Krankheitspotential – wie etwa das bekannte Karzinogen Formaldehyd, aber auch der Aromastoff Diacetyl.

Popcorn-Lunge durch E-Zigaretten

Erst vor wenigen Monaten machte auch hierzulande eine im Fachjournal Environmental Health Perspectives veröffentlichte Studie Schlagzeilen.

Ein Forscherteam der Harvard T.H. Chan School of Public Health fand in etwa 75 Prozent aller aromatisierten Liquids den Stoff Diacetyl, einen Aromastoff, der die schwere Atemwegserkrankungen Bronchitis obliterans (umgangssprachlich auch als "Popcorn-Lunge" bekannt) verursachen kann.

Prompt veröffentlichte der bereits vorgestellte Verband des eZigarettenhandels e. V. (VdeH) auf seiner Homepage eine Gegendarstellung, übertitelt mit "Die fatale Legende von der Popcorn-Lunge".

Inhalt des Artikels: Alles gar nicht so schlimm. Die Dosis an Diacetyl in E-Zigaretten ist 750fach geringer als in herkömmlichen Zigaretten, und ausserdem wird der Stoff in Liquids europäischer Hersteller nur selten verwendet.

Im Vergleich zu Tabakwaren mögen E-Zigaretten hinsichtlich Diacetyl vielleicht tatsächlich besser abschneiden, aber nur weil sich in den Dampfgeräten durchschnittlich weniger des gefährlichen Stoffes befindet, sind Liquids nicht automatisch ungefährlich.

Diesen Fehlschluss begehen die Lobbyisten der Dampfervereinigungen jedes Mal und übersehen dabei, dass lediglich gar nicht zu rauchen bzw. zu dampfen auch tatsächlich komplett vor den schädlichen Auswirkungen der genannten Chemikalien schützen kann.

Frostschutzmittel Propylenglycol reizt Schleimhäute und führt zu Krebs

Dieselben verharmlosenden Floskeln bekommt man übrigens von überzeugten "Dampfern" zu hören, wenn es um das Erdölderivat Propylenglycol geht. Propylenglycol ist ein bekanntes Frostschutzmittel und wird in der Industrie zu vielen Zwecken eingesetzt, u. a. auch als Feuchthaltemitteln in Tabakzigaretten sowie in den Liquids der E-Zigaretten.

Aufgrund der Tatsache, dass Propylenglycol unter der Bezeichnung E 1520 laut EU-Recht als Zusatzstoff für Lebensmittel zugelassen ist, postulieren "Dampfer" die Ungefährlichkeit des Stoffs. Nur besteht ein Unterschied, ob minimale Mengen als Konservierungsmittel verzehrt werden oder ob man mehrmals täglich Propylenglycol inhaliert.

Ist Letzteres der Fall, reizt Propylenglycol nicht nur Schleimhäute und Atemwege, sondern wird mittlerweile sogar als krebserregend eingestuft. Dr. Martina Pötschke-Langer brachte es in einem Interview mit der Wirtschaftswoche auf den Punkt:

"Propylenglycol ist hochgefährlich!"

Erst recht in einem Gemisch aus Wasser, Aroma- und Konservierungsstoffen, Nikotin und anderen Chemikalien, aus denen die handelsüblichen Liquids bestünden.

E-Zigaretten: "Weniger schädlich" war einmal!

Übrigens: Gemäss diverser Gerichtsbeschlüsse (u. a. des Oberlandesgerichts Hamm aus dem Jahre 2013) dürfen E-Zigaretten nicht mehr als "gesund", "gesünder" oder auch nur "weniger schädlich" beworben werden. Auch die gern angeführte Behauptung, Nikotin sei der einzige schädliche Stoff in E-Zigaretten ist schlicht falsch.

Begründet wurden die Urteile übrigens mit den derzeit noch fehlenden Langzeitstudien, die jedoch in einigen Jahren vorliegen dürften. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Rauchen ist immer schädlich, auch wenn es jetzt Dampfen heisst.

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