Die Neuraltherapie – Eine Regulations- oder Umstimmungstherapie

Bei der Neuraltherapie handelt es sich um ein Therapie-Verfahren, das über das vegetative Nervensystem wirkt. Sie geht auf eine Entdeckung der Gebrüder Ferdinand und Walter Huneke zurück.

Die Neuraltherapie ist eine gezielte Injektionstherapie, die Irritationen des vegetativen Nervensystems durch Einspritzen von Schmerz auflösenden Mitteln, den so genannten Lokalanästhetika, oder anderen Medikamenten beseitigt.

Sie sind nicht nur in der Lage, Schmerzen oder Missempfindungen auszuschalten, sondern vermögen auch die Leitfähigkeit von Nervenbahnen wiederherzustellen, die durch Verletzungen, Infektionen, Vergiftungen u. v. m. geschädigt wurden.

Durch den Reiz des Medikamentes koordiniert die Neuraltherapie das Zusammenspiel zwischen Nervenimpulsen, Organen, Muskeln, Bindegewebe usw... Daraus ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten der Vorgehensweise in der Neuraltherapie.

1. Lokaltherapie

Bei der Lokaltherapie wird direkt in den Schmerzpunkt injiziert

2. Segmenttherapie

Sie kommt zum Einsatz, wenn entweder die Lokaltherapie nicht ausreicht, oder die schmerzhafte Stelle mit der Injektionsnadel nicht erreicht werden kann oder darf.

Jedem Organ des menschlichen Körpers ist - über gemeinsame Verbindungen zu den Rückenmarkwurzeln - ein definiertes Hautareal zugeordnet - die so genannten Head´schen Zonen. Daher reagieren auf einen gezielten Reiz auf der Haut oder direkt an der Nervenwurzel nicht nur diese selbst, sondern auch weitere zugeordnete Organe.

In die betroffenen Head`schen Zonen wird eine Injektion so in die Haut gespritzt, dass kleine Anschwellung entstehen, die so genannten Quaddeln. Durch diese Injektion wird die Blockade, die zur Krankheit führte, aufgehoben und somit die Funktion des Stoffwechsels aktiviert

Bei chronischen Erkrankungen liegt die Ursache häufig nicht im erkrankten Organbereich, sondern in einem Störfeld an einer anderern Stelle des Körpers. Als Störfelder kommen vor allem chronische Entzündungen der Nebenhöhlen, der Mandeln oder innerer Organe, ruhende Abszesse, tote Zähne sowie jede Narbe in Frage. Von diesen Störfeldern gehen Dauerreize mit unterschiedlicher Intensität und Belastung aus.

Sie beinträchtigen zunächst die unmittelbare Umgebung des Störfelds, bevor sie den Gesamtorganismus belasten.

Für den Patienten stellen die Fernstörfelder häufig ein großes Problem dar, da sie nicht in einen unmittelbaren Zusammenhang mit den Beschwerden gebracht werden können.

Die Neuraltherapie kann bei allen akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen erfolgreich angewandt werden - auch bei Beschwerden, die in enger Beziehung zum autonomen Nervensystem stehen.

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