Wie die Ernährung die Fruchtbarkeit beeinflussen kann
Schon länger bekannt ist, dass bestimmte Vitalstoffe wie etwa Folsäure, Zink, Vitamin E oder auch Selen die Fruchtbarkeit fördern können. Softdrinks hingegen - eine häufige Komponente einer ungesunden Ernährung - mindern die Fruchtbarkeit. (Details dazu lesen Sie ganz unten bei den weiterführenden Artikeln).
In einer Studie aus 2018 zeigte sich, dass Frauen umso länger auf eine Schwangerschaft warten müssen, je häufiger sie zu Fastfood greifen und je weniger Obst sie essen (2).
Im selben Jahr fassten Forscher der Harvard University im Magazin Frontiers die bisher vorhandenen wissenschaftlichen Belege zu den Zusammenhängen zwischen der Art der Ernährung und der Fruchtbarkeit zusammen.
Vollwertige Ernährung fördert die Fruchtbarkeit
Sie stellten fest, dass es insbesondere eine vollwertige und basenüberschüssige Ernährung ist, die die Fruchtbarkeit sowohl bei Männern als auch bei Frauen verbessern kann (1).
Eine solche Ernährung besteht aus viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, einem hohen Anteil an ungesättigten Fetten (Olivenöl, Avocados, Mandeln, Nüsse, Leinsaat) und etwas Fisch.
Gesättigte tierische Fette und auch Zucker reduzieren wiederum die Chance auf eine Schwangerschaft.
Gesundes Körpergewicht erhöht Chance auf Schwangerschaft
Oft gehen ungesunde Ernährungsgewohnheiten auch mit einem Über- oder Untergewicht einher. Daher verwundert es nicht, dass sowohl Übergewicht (BMI höher als 30) als auch Untergewicht (BMI unter 20) das Risiko für Unfruchtbarkeit erhöhen.
Zu beiden Problematiken finden Sie bei uns zahlreiche Tipps auf unserer Seite bei den weiterführenden Artikeln - sowohl zum Ab- als auch zum Zunehmen.
Gesunde Ernährung für bessere Erfolge von Fruchtbarkeitsbehandlungen
Beide Faktoren – die Art der Ernährung und der BMI – beeinflussen auch deutlich die Ergebnisse von Fruchtbarkeitsbehandlungen in Kinderwunschkliniken. Die Forscher empfehlen daher, das zu Fruchtbarkeitsbehandlungen künftig auch eine entsprechende Ernährungsberatung gehören sollte.
Auch die Versorgung mit Vitamin D kann dabei überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Denn Vitamin D ist ein weiterer Faktor, der die Fruchtbarkeit fördert.
Fazit: Gesunde Ernährung erhöht die Fruchtbarkeit
Auf viele Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, hat man keinen Einfluss. Die Ernährung aber liegt in unserer Hand. Wir selbst können sie von heute auf morgen umstellen und optimieren.
Wenn Sie sich daher ein Baby wünschen und feststellen, dass Ihre Ernährung nicht wirklich gesund ist, dann ändern Sie dies - am besten jetzt gleich!
Nicht nur Sie selbst und Ihre Gesundheit profitieren davon. Auch die Gesundheit Ihres zukünftigen Kindes wird dadurch stabiler!