Fruchtbarkeit mit gesunder Ernährung fördern
Kinder/Schwangerschaft

Gesunde Ernährung fördert die Fruchtbarkeit

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 20.07.2018
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Gesunde Ernährung fördert die Fruchtbarkeit
© istockphoto.com/Osuleo

Wie gut eine gesunde Ernährung den menschlichen Körper beeinflussen kann, bezweifelt heute kaum noch jemand. Auch bei Krankheiten ist der erste Schritt eine Ernährungsumstellung. Denn nur so kann der Organismus ohne die zusätzliche Belastung einer ungünstigen Ernährung den Heilprozess in Angriff nehmen. Inzwischen wird immer öfter auch der Einfluss der Ernährung auf die Fruchtbarkeit untersucht. Harvard-Forscher bestätigen im Juli 2018, dass eine gesunde Ernährung die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen kann.

Wie die Ernährung die Fruchtbarkeit beeinflussen kann

Längst weiss man, dass bestimmte Vitalstoffe wie etwa Antioxidantien (Folsäure, Zink, Vitamin E) oder auch Selen die Fruchtbarkeit fördern können, während Softdrinks als häufige Komponente einer ungesunden Ernährung die Fruchtbarkeit eher mindern. Und klappt es dann doch, so sollen Männer, die gerne Fast Food essen, krankheitsanfälligere Kinder zeugen als Männer, die sich gesund ernähren.

Forscher der Harvard University fassten im Juli 2018 im Magazin Frontiers die bisher vorhandenen wissenschaftlichen Belege zu den Zusammenhängen zwischen der Art der Ernährung und der Fruchtbarkeit zusammen.

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Vollwertige Ernährung fördert die Fruchtbarkeit

Sie stellten fest, dass es insbesondere die typisch vollwertige und basenüberschüssige Ernährung ist, die die Fruchtbarkeit sowohl bei Männern als auch bei Frauen verbessern kann. Eine solche Ernährung besteht aus:

  • Viel Obst und Gemüse
  • Vollkornprodukten
  • Einem hohen Anteil an ungesättigten Fetten
  • Fisch

Milchprodukte und Koffein: Einfluss auf Fruchtbarkeit ungeklärt

Ob Milchprodukte und Koffein die Fruchtbarkeit positiv oder negativ beeinflussen, ist noch nicht geklärt. Bei gesättigten Fetten (insbesondere tierische Fette) und Zucker hingegen weiss man sicher, dass diese die Chance auf eine Schwangerschaft reduzieren. Wenn es Ihnen schwer fallen sollte, weniger Zucker zu essen, könnten Sie die hier beschriebenen Massnahmen ausprobieren.

Oft gehen ungesunde Ernährungsgewohnheiten auch mit einem Über- oder Untergewicht einher. Daher verwundert es nicht, dass sowohl Übergewicht (BMI höher als 30) als auch Untergewicht (BMI unter 20) das Risiko für Unfruchtbarkeit erhöhen. Tipps zum erfolgreichen Abnehmen finden Sie in unserem entsprechenden Artikel. Tipps zum gesunden Zunehmen haben wir hier zusammengestellt.

Gesunde Ernährung fördert Erfolge von Fruchtbarkeitsbehandlungen

Beide Faktoren – die Art der Ernährung und der BMI – beeinflussen deutlich die Ergebnisse von Fruchtbarkeitsbehandlungen in Kinderwunschkliniken. Die Forscher empfehlen daher, das zu Fruchtbarkeitsbehandlungen künftig auch eine entsprechende Ernährungsberatung gehören sollte.

Auch die Versorgung mit Vitamin D kann dabei überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Denn Vitamin D ist ein weiterer Faktor, der die Fruchtbarkeit fördert. Die 25 wichtigsten Regeln einer gesunden Ernährung haben wir hier zusammengefasst.

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Quellen

  • Panth N, Mattei J et al., The influence of diet on fertility and the implications for public health nutrition in the United States, Juli 2018, frontiers in Public Health, (Quelle als PDF)