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10 Tipps um Nichtraucher zu werden

10 Tipps um Nichtraucher zu werden

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(Zentrum der Gesundheit) – Viele Raucher würden gerne Nichtraucher werden – wäre da nicht das enorme Suchtpotential des Nikotins. Es beeinflusst die Gedanken derart, dass man häufig selbst davon überzeugt ist, jederzeit problemlos mit dem Rauchen aufhören zu können. Es muss ja nicht sofort sein… Wie bei jeder Sucht glaubt man, alles unter Kontrolle zu haben. In Wirklichkeit hat man schon lange die Kontrolle verloren. Es ist daher höchste Zeit, sich die Kontrolle über das eigene Leben wieder zurückzuholen. Am besten noch heute! Viele natürliche Massnahmen helfen Ihnen dabei, endgültig Nichtraucher zu werden.

Nichtraucher werden ist gar nicht so schwer

Die Mehrzeit aller Raucher – 70 Prozent – wäre laut Umfragen lieber Nichtraucher. Viele Raucher haben daher auch schon mehrfach versucht, Nichtraucher zu werden – und sind letztlich doch immer wieder gescheitert. Der Hauptgrund dafür liegt im extrem hohen Suchtpotential der Zigaretten, das erhebliche Entzugserscheinungen mit sich bringen kann.

Die negativen Auswirkungen auf das allgemeine Befinden können so stark sein, dass so mancher lieber wieder zum Glimmstängel greift, als die ersten Tage der Umgewöhnung durchzustehen.

Wir beschreiben in diesem Artikel nicht nur naturheilkundliche Massnahmen, die Ihnen helfen, Nichtraucher zu werden, wir erklären auch, warum Ihr Körper so heftig auf den Nikotinentzug reagiert und wie Sie diese Reaktionen mindern oder gar ganz verhindern können.

Wir fragen – Sie antworten

Als erstes wollen wir Ihnen einige Fragen stellen. Diese Fragen bzw. die Antworten darauf werden Ihnen die Entscheidung, Nichtraucher zu werden, erleichtern. Sie werden verstehen, warum es Ihnen bislang nicht gelungen ist, das Rauchen an den Nagel zu hängen. Sie werden Ihr eigenes Suchtverhalten durchschauen und lernen, wie Sie darauf künftig richtig reagieren können.

1. Können Sie fünf chemische Inhaltsstoffe einer Zigarette nennen?

Im Allgemeinen können nur sehr wenige Raucher diese Frage beantworten. Einigen ist zwar bekannt, dass herkömmliche Zigaretten neben dem Tabak auch chemische Inhaltsstoffe enthalten, aber um welche es sich dabei konkret handelt, wissen sie nicht.

Die makabren Bezeichnungen wie "Krebs-Stäbchen" oder "Sargnagel", sind für Zigaretten durchaus berechtigt, denn sie enthalten tatsächlich eine Fülle gefährlicher Substanzen, die das Leben erheblich verkürzen bzw. zuvor das Befinden enorm beeinträchtigen können. Fast 4000 verschiedene Chemikalien, von denen etwa 200 nachweislich giftig sind, machen den Glimmstängel so unwiderstehlich. Nachfolgend eine kleine Auswahl:

Nikotin

Nikotin ist ein Alkaloid, das zu den am schnellsten süchtig machenden Substanzen überhaupt gehört. Zudem fördert das Nikotin nachweislich die Entstehung von Krebs. Ist Krebs vorhanden, fördert Nikotin seine Ausbreitung und die Metastasenbildung. Nikotin schützt den Krebs regelrecht, so dass er in aller Ruhe wachsen kann, wie wir hier erklärt haben: Nikotin – Der Krankmacher

Ammoniak

Ammoniak ist ein stark stechend riechendes, farbloses und giftiges Gas, das die Atemwege reizt und aufgrund seiner fettlöslichen Eigenschaften jede Zellmembran durchdringen und dort Schäden verursachen kann. Ammoniak erzeugt den rauchigen Geschmack der Zigarette, beschleunigt die Aufnahme des Nikotins und erhöht somit dessen Suchtwirkung.

Acetaldehyd

Acetaldehyd ist eine farblose betäubende Flüssigkeit, die in der Zigarette beim Verbrennen von Zucker entsteht. Letzterer wird ebenfalls dem Tabak beigemischt. Die Kombination von Nikotin und Acetaldehyd verdoppelt die Suchtwirkung der Zigarette.

Teer

Teer verklebt die Flimmerhärchen der Lunge. Gemeinsam mit den anderen Giftstoffen in der Zigarette kommt es auf diese Weise zu Atemwegserkrankungen: zur COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit) bis hin zu Lungenkrebs. Besonders die COPD, die sich im Anfangsstadium mit dem typischen Raucherhusten äussert, ist eine immer häufiger werdende Krankheit.

Schafft man den Absprung nicht rechtzeitig, wartet am Ende ein langwieriger und qualvoller Tod. Nicht selten leiden Betroffene jahrelang an Angstzuständen infolge massiver Atemnot. Durch die kranke Lunge wird das Herz überfordert. Es kommt zu Herzkrankheiten, so dass die meisten COPD-Betroffenen letztendlich auch nicht ersticken, sondern an einem Herzinfarkt sterben.

Schwermetalle

In Zigaretten finden sich auch Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei. Sie wirken allesamt toxisch und greifen in den Gehirnstoffwechsel ein. Lesen Sie auch, wie kann ich Schwermetalle ausleiten?

Menthol

Menthol ist als Zusatzstoff in den meisten Zigaretten enthalten, auch wenn es sich nicht explizit um Menthol-Zigaretten handelt, denn es verbessert den Geschmack des Tabaks erheblich und ermöglicht ein tieferes Inhalieren. Menthol erleichtert so Jugendlichen den Einstieg ins Rauchen und erschwert den aufhörwilligen Rauchern den Rauchstopp.

2. Warum kann es bis zu 15 Jahre dauern, bevor sich ein Zigarettenfilter vollständig zersetzt hat?

Gängige synthetische Zigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat-Flocken – einem Kunststoff, der extrem beständig ist und daher über einen derart langen Zeitraum seine Form behält.

Zur Herstellung wird Cellulose in einem sehr aufwändigen chemischen Prozess in Celluloseacetat-Flocken umgewandelt. Diese Flocken werden anschliessend gebleicht und speziell stabilisiert, um thermischen Abbau und Verfärbung zu minimieren. Schliesslich wird der so gewonnene Kunststoff zu Endlosfäden zusammengeführt und dient der Zigarette als Filter.

Diese mikroskopisch winzigen Fäden werden beim Rauchen jedoch teilweise eingeatmet. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten eindeutig belegen, dass Bestandteile dieser Fäden in die Lunge gelangen, sich dort ansammeln und zu Verletzungen des Lungengewebes bis hin zur Krebserkrankung führen.

3. Warum brennen Zigaretten so heiss und so gleichmässig ab, und warum gehen sie selbst im starken Wind nicht aus?

Hierfür ist ebenfalls das oben erwähnte Celluloseacetat verantwortlich, denn es befindet sich nicht "nur" im Zigarettenfilter sondern wird auch im Zigarettenpapier verarbeitet. Er gilt als schwer entflammbar.

Damit die Zigarette dennoch qualmen kann, wird im Gegensatz zum Filter natürlich etwas weniger Celluloseacetat verwendet – gerade so viel, dass die Zigarette gleichmässig abbrennen kann und dass selbst bei starkem Wind der Glimmstängel nicht erlischt.

Übrigens, das Celluloseacetat sorgt auch dafür, dass Sie die enorme Hitze, die beim Verbrennen des Tabak-Kunststoffgemischs entsteht, nicht wahrnehmen.

4. Ist Ihr Atem ruhiger, wenn Sie rauchen?

In der Regel lautet die Antwort "Ja". Ungefähr 98 % aller Raucher weisen ein spezielles "Atmungsmuster" auf, indem sie Zigarettenrauch inhalieren, in der Lunge behalten und ihn dann wieder ausatmen.

Das ist der sogenannte Entspannungsmoment eines Rauchers. Diese Art zu atmen unterscheidet sich erheblich von ihrer normalen Atemtechnik.

Wenn Raucher nun zu Nichtrauchern werden, fehlt ihnen genau dieser Entspannungsmoment. Die Folge ist ein charakteristisches Merkmal des Entzugs: Es entsteht – zumindest vorübergehend – die Unfähigkeit, sich entspannen zu können.

Doch es gibt einen simplen Trick, der schon vielen Rauchern beim Aufhören helfen konnte. Halten Sie zwei Finger ihrer "Raucherhand" so, als würden Sie eine Zigarette zum Mund führen und inhalieren Sie genau so, wie Sie es beim Rauchen getan haben.

Halten Sie die Atemluft für ein paar Sekunden in der Lunge und atmen sie dann aus – genau so, als würden Sie den Rauch wieder auspusten. Führen Sie diese Übung immer dann durch, wenn Sie sich früher eine Zigarette angesteckt hätten. Auf diese Weise erreichen Sie die gewohnte Entspannung auch ganz ohne Qualm.

5. Führen Sie zwanghaft Ihre Hand zum Mund?

Wenn Sie Raucher sind, lautet die Antwort meist "Ja"!

Durchschnittlich sind etwa 20 Zigaretten in einer Schachtel enthalten und an jeder Zigarette wird zwischen 10 und 12 Mal gezogen. Raucher, die am Tag eine Schachtel rauchen, führen somit ungefähr 250 Mal ihre Hand in Richtung Mund. Ein Raucher, der zwei Schachteln am Tag raucht, führt dieses Ritual folglich ungefähr 500-mal durch.

Durch diese ständig wiederholten Bewegungen entsteht ein konditionierter Reflex, der zunächst auch dann noch bestehen bleibt, wenn gar nicht mehr geraucht wird.

Und genau dieser Reflex sorgt dafür, dass Sie anstelle der Zigarette plötzlich andere Dinge zum Mund führen – lauter "Kleinigkeiten" wie Chips, Salzstangen, Schokolade etc. Und hier bestätigt sich die Befürchtung, dass ein Rauchstopp scheinbar automatisch zu einigen Kilos mehr auf der Waage führt.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, brauchen Sie nur diese kleinen Dickmacher gegen gesunde Snacks auszutauschen. Neben dem schluckweise Trinken von Wasser oder Smoothies greifen Sie zu Früchten, ungesalzenen Mandeln und Nüssen, kleinen Reiswaffeln, getrockneten Apfelschnitzen oder auch zu gesunden Snacks aus dem Bio-Supermarkt. Aber auch hier sollten natürlich bewusst nur kleinere Mengen verzehrt werden.

Natürliche Massnahmen, die helfen, Nichtraucher zu werden

Einige Tipps kennen Sie nun bereits, die bei der Rauchentwöhnung helfen können. Nachfolgend haben wir Ihnen weitere Möglichkeiten aufgeführt, die Sie – idealerweise mehrere davon miteinander kombiniert – dazu einsetzen können, möglichst schnell Nichtraucher zu werden.

1. Frischer Limettensaft hilft bei der Rauchentwöhnung

Eine randomisierte, kontrollierte Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte an 100 Teilnehmern, die regelmässig rauchten, wie gut Limettensaft bei der Rauchentwöhnung helfen kann. Die Teilnehmer erhielten entweder frischen Limettensaft oder einen Nikotinkaugummi. Die Abstinenz nach 4 Wochen war bei den Teilnehmern, die Limettensaft getrunken hatten, vergleichbar mit jener der Kaugummikauer. 

2. Schwarzer Pfeffer zur Rauchentwöhnung

Schon im Jahr 1994 gab man in einer Studie Rauchern, die gerne Nichtraucher wären, ein ätherisches Öl aus dem schwarzen Pfeffer, Menthol oder ein Placebo zum Paffen. Es zeigte sich, dass jene, die den Dampf aus Pfefferöl inhalierten, am wenigsten Verlangen nach einer Zigarette hatten. Im Jahr 2013 wurde die hilfreiche Wirkung des ätherischen Pfefferöls bei der Rauchentwöhnung durch eine weitere Studie bestätigt. Hier erhielten die Raucher lediglich einen Tropfen des ätherischen Pfefferöls auf ein Taschentuch und atmeten zwei Minuten lang den Duft ein, was das Verlangen nach Nikotin eindeutig minderte.

3. Rosenwurz und Johanniskraut mindern Entzugserscheinungen

Auch die Rosenwurz kann dabei helfen, Nichtraucher zu werden. Das sog. Adaptogen – eine Pflanze, die stressresistenter macht – sorgt dafür, dass die typischen Nikotinentzugserscheinungen abgemildert werden. Ausführliche Informationen zur Rosenwurz (auch Rhodiola Rosea genannt) finden Sie hier: Rosenwurz – Die Wirkungen der Anti-Stress-Pflanze

Ähnlich verhält es sich mit dem Johanniskraut. Das bekannte naturheilkundliche Antidepressivum hemmt die Serotoninaufnahme, erhöht also den Serotoninspiegel und mit ihm die Stimmung, was die Rauchentwöhnung deutlich erleichtern kann.

Im Ayurveda verwendet man zur Überwindung der Opiumsucht eine Haferabkochung oder auch einen alkoholischen Extrakt des Hafers. Manche Patienten berichteten dabei auch von einer nachlassenden Lust auf Zigaretten. Besonders bei leichten Rauchern scheint das Mittel zu wirken, weniger gut bei starken Rauchern.

4. Ingwer gegen die Übelkeit – Ginseng gegen den Heisshunger

Oft kommt es bei der Rauchentwöhnung zu unangenehmen Symptomen, wie z. B. Übelkeit. Hier kann Ingwer helfen. Der Ingwer wird in Tabletten- oder Kapselform oder als Tee eingenommen. Er beruhigt den Magen und lindert Übelkeit und Unwohlsein. Der Ingwer ist hierbei so effektiv wie schulmedizinische Medikamente – wie ein Revies schon im Jahr 2000 ergab, in dem sechs Ingwerstudien analysiert wurden.

Der Ginseng nun wiederum soll gegen Heisshunger helfen, was ja bekanntlich ebenfalls häufig ein Problem beim Entzug darstellt. Mit Hilfe der beiden Heilpflanzen – Ingwer und Ginseng – schafft man daher den Ausstieg aus der Zigarettensucht viel leichter. Ginseng wird meist in Kapselform eingenommen.

5. Omega-3-Fettsäuren helfen dem Körper während der Rauchentwöhnung

Rauchen erhöht den Blutdruck, das Thrombose- und Entzündungsrisiko sowie die Blutfettwerte. Omega-3-Fettsäuren wirken genau umgekehrt und können daher langfristig die schädlichen Auswirkungen des jahrelangen Rauchens wieder umkehren helfen.

Eine umsichtige Versorgung mit hochwertigen und leicht bioverfügbaren Omega-3-Fettsäuren wie jene aus dem rein pflanzlichen Algenöl (Opti-3) ist daher während der Rauchentwöhnung mehr als empfehlenswert.

6. Vitamin B3 zur Linderung des Nikotinentzugs

Dr. Michael Lesser, Autor von The Brain Chemistry Plan, empfiehlt – auch wenn es dazu bislang noch keine wissenschaftlichen Belege gibt – während der ersten Woche des Nikotinentzugs die Einnahme von hohen Vitamin-B3-Dosen (3000 bis 6000 mg), bevor dann die Tagesdosis in den nächsten zwei Wochen auf 1000 mg Vitamin B3 reduziert wird.

Vitamin B3 hiess früher auch Nicotinsäure – da in der Tabakpflanze das Nikotin aus der Nicotinsäure und einer Aminosäure aufgebaut wird. Um künftig Verwirrungen wegen der Ähnlichkeit der beiden Bezeichnungen zu verhindern, nennt man das Vitamin B3 inzwischen Niacin.

Dennoch besteht auch in der chemischen Struktur dieser beiden Stoffe eine gewisse Ähnlichkeit. Man vermutet nun, dass das Vitamin B3 – wenn es in hohen Dosen verabreicht wird – die Niacinrezeptoren, die zuvor vom Nikotin besetzt worden waren, einnimmt und eine ähnlich euphorisierende oder entspannende Wirkung verursacht. Der Nikotinentzug kann auf diese Weise gemildert werden.

Da Vitamin-B3-Hochdosen jedoch einen sog. Flush aufgrund einer sehr starken Durchblutungsförderung verursachen können (Hitzewallung und Rötung im Gesicht), sollte die Einnahme gemeinsam mit einem orthomolekularmedizinischen Therapeuten besprochen werden – zumal Vitamin B3 in derart hohen Dosen mit zahlreichen Medikamenten korrelieren könnte. So kann es beispielsweise die blutdrucksenkende Wirkung mancher Blutdrucksenker steigern, die Wirkung von Blutzuckersenkern aufheben und die Blutverdünnung verstärken.

Auch Menschen mit Gicht und Leberproblemen sollten von einer Eigenbehandlung mit Vitamin-B3-Hochdosen vorsichtshalber Abstand nehmen bzw. diese mit dem Arzt besprechen.

7. Chlorella Alge unterstützt bei der Rauchentwöhnung

Mit der Einnahme der Chlorella Alge (ca. 4 g täglich) wird Ihnen der anfängliche Verzicht auf die gewohnte Zigarette sehr viel leichter fallen.

Aufgrund ihrer spezifischen Zusammensetzung in Verbindung mit den enthaltenen Vitalstoffen stellt die Chlorella Alge eine interessante Nahrungsergänzung vor und während eines geplanten Nikotinentzuges dar. Zusätzlich zeichnet sich die Alge auch durch ihre Fähigkeit aus, Toxine und Schwermetalle an sich zu binden und zur Ausleitung zu führen.

Wenn Sie die Chlorella-Einnahme mit den toxinausleitenden Mineralerden Bentonit oder Zeolith kombinieren, so verfügen Sie über ein unschlagbares Entgiftungs-Team, das Sie vor den unangenehmen Auswirkungen des Entzugs bewahrt (siehe unten "Tabakgifte ausleiten").

Darüber hinaus soll die Chlorella einen positiven Einfluss auf die Botenstoffproduktion im Gehirn ausüben.

Tabakgifte (wie z. B. Schwermetalle) reduzieren den Anteil der Botenstoffe im Gehirn (Dopamin, Noradrenalin, Acetylcholin sowie das Glückshormon Serotonin). Also würden diese Toxine Ängste, Gereiztheit und Depressionen fördern. Nikotin aber hat eine genau entgegengesetzte Wirkung, denn es erhöht die Konzentration dieser Botenstoffe, entspannt daher und macht – vorübergehend – glücklich.

Steht das Nikotin dem Körper nun plötzlich nicht mehr zur Verfügung, bleibt die Toxinbelastung durch das vorherige jahrelange Rauchen natürlich bestehen. Die Spiegel der Glückshormone sinken. Man wird gereizt, niedergeschlagen oder sogar aggressiv.

Mit der Einnahme der Chlorella Alge soll dieses Phänomen nun gemindert werden können – insbesondere dann, wenn die Alge bereits einige Zeit vor dem Entzug regelmässig eingenommen wird.

8. Tai Chi – hervorragende Unterstützung bei der Rauchentwöhnung

Tai Chi ist ursprünglich eine Kampfkunst aus China. Inzwischen wird das Tai Chi jedoch als Bewegungsform genutzt, die eine gesunde körperliche Bewegung mit meditativen Aspekten vereint. Tai Chi hilft daher nicht nur dem Körper, sondern auch der geistigen Weiterentwicklung. Bei der Rauchentwöhnung kann Tai Chi laut mehrerer Studien sehr gut begleitend eingesetzt werden.

Aus den Jahren 2010 und 2013 liegen beispielswiese Studien vor, die zeigen, das Tai Chi – das schon lange auch für ein besseres Stressmanagement eingesetzt wird – bei der Rauchentwöhnung hilfreich ist. Wer schon allein weniger gestresst ist, raucht oft auch weniger.

Die Wirkung von Tai Chi geht aber noch weiter. Der wachsende Bewusstseinsgrad und die erhöhte Achtsamkeit der Praktizierenden macht es ihnen bald unmöglich, Zigaretten zu nutzen. Sie erlangen wieder ein gesundes Mass an Selbstkontrolle und sind nicht mehr länger von ihrer Sucht ferngesteuerte Wesen ohne eigenen Willen.

Im Jahr 2014 beschrieben Lewis et al. im Jacobs Journal of Addiction and Therapy ihre Studie mit 18 Rauchern, die alle Nichtraucher werden wollten. Sie nahmen an einem 12-wöchigen Tai-Chi-Kurs teil, der dreimal wöchentlich stattfand. Sonstige Massnahmen zur Rauchentwöhnung wurden nicht umgesetzt.

Nach drei Monaten rauchten 11 der Teilnehmer sehr viel weniger als zuvor und 7 rauchten überhaupt nicht mehr. Angenehmer Begleiteffekt war, dass sich die Gesamtgesundheit der Teilnehmer deutlich verbesserte.

9. Yoga hilft bei der Rauchentwöhnung

Auch Yoga ist eine sehr gute Methode, schneller zum Nichtraucher zu werden. Im Jahr 2012 schrieben Forscher im Journal of Women’s Health, dass das Rauchen die häufigste vermeidbare Todesursache bei amerikanischen Frauen darstelle und das Nichtrauchen daher eigentlich erstrebenswert sein müsste.

Aerobische Sportarten hatten sich bereits als sehr hilfreich bei der Rauchentwöhnung erwiesen, da sie die emotionale Stimmungslage stabilisieren und Nikotinentzugserscheinungen mindern können. Neben Tai Chi kann jedoch auch Yoga als weitere nicht-aerobische Bewegungsart bei der Rauchentwöhnung helfen.

55 Frauen wurden für eine entsprechende Untersuchung rekrutiert und in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt ein allgemeines Gesundheits- und Wellnessprogramm, die andere Gruppe sollte über einen Zeitraum von 8 Wochen hinweg zweimal wöchentlich Yoga praktizieren. Nach Ablauf der zwei Monate gab es in der Yogagruppe mehr Nichtraucherinnen als in der Kontrollgruppe.

Zwei Jahre später wurde bereits die nächste Yoga-Studie veröffentlicht, diesmal im Journal of Smoking Cessation. In dieser Untersuchung zeigte sich, dass von 31 männlichen Rauchern, die teilweise schon über 30 Jahre lang rauchten, 29 Prozent zu Nichtrauchern wurden, wenn sie regelmässig Hatha Yoga praktizierten.

10. Meditieren – und Nichtraucher werden

In einer Studie aus den 1990er Jahren stellte sich heraus, dass die Transzendentale Medition eine sehr gute Methode ist, um das Rauchen endgültig an den Nagel zu hängen. Über 1000 Raucher erhielten in dieser Untersuchung zunächst einmal eine Infobroschüre über die Transzendentale Meditation. 226 von ihnen erlernten diese Meditationsform, die übrigen nicht.

Zwei Jahre später war die Hälfte derjenigen, die konsequent meditiert hatten, zu Nichtrauchern geworden, weitere 30 Prozent hatten die Zahl ihrer Zigaretten deutlich reduzieren können. Jene, die nur dann und wann meditiert hatten, konnten ebenfalls Erfolge verbuchen. 20 Prozent waren Nichtraucher, 34 Prozent rauchten weniger als zuvor. In der Kontrollgruppe, also in jener Gruppe, in der niemand meditierte, hatten dennoch 20 Prozent das Rauchen aufgegeben und 12 Prozent rauchten weniger.

Der Erfolg einer regelmässigen Transzendentalen Meditation ist somit überzeugend – zumal Meditation natürlich nicht nur bei der Rauchentwöhnung hilft, sondern auch zu mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber, was sich in einer besseren Gesundheit und einer geistigen Weiterentwicklung zeigt.

Ebenfalls in den 1990er Jahren erschien ein Review, also eine Übersichtsarbeit, in der man 19 Studien auswertete, die sich allesamt der Wirkung der Transzendentalen Meditation auf die Rauchentwöhnung (aber auch auf den Entzug von Alkohol und anderen Drogen) gewidmet hatten.

Die entsprechenden Wissenschaftler schrieben in ihrer Schlussfolgerung: "Die Transzendentale Meditation kehrt im Vergleich zu anderen Meditations- und Entspannungsformen ganz signifikant jene physiologischen und psychologischen Faktoren um, die zum Drogenmissbrauch führen. Sowohl in der "normalen" Bevölkerung als auch bei Süchtigen reduzierte die Transzendentale Meditation deutlich den Konsum von Alkohol, Zigaretten und illegalen Drogen."

Tabakgifte entgiften

Wenn Sie nun also die ersten rauchfreien Tage hinter sich haben, beginnt Ihr Körper mit der Entgiftung. Er versucht alle über die Jahre eingelagerten Tabakgifte aus dem Gewebe zu mobilisieren und auszuleiten. Diese Entgiftung kann zu Unwohlsein wie Kopfschmerzen, Durchfall, Müdigkeit, Gereiztheit oder depressiver Stimmung beitragen.

Die beschriebenen Symptome sollten Sie als positiv werten (Gifte verlassen jetzt den Körper) und nicht etwa zum Anlass nehmen, wieder zur Zigarette zu greifen. Daher ist es ratsam, den Körper während des Entgiftungsprozesses angemessen zu unterstützen, um die Ausleitung zu beschleunigen und so die Phase des Unwohlseins zu verkürzen.

Das bedeutet, dass die gelösten Gifte gebunden werden sollten, damit sie den Organismus nicht zusätzlich belasten sondern stattdessen schnell ausgeschieden werden können. Das beste Bindemittel für Toxine jeder Art ist Heil- oder Mineralerde, wie z. B. Zeolith oder Bentonit (2 x täglich einen halben bis einen ganzen TL mit jeweils sehr viel Wasser einnehmen, pro TL Mineralerde 400 ml Wasser).

Trinken Sie jedoch auch ausserhalb dieser Einnahmezeiten viel Wasser. Ausreichend Wasser beschleunigt den Abtransport der gebundenen Toxine und erleichtert ihre Ausscheidung. Trinken Sie daher täglich etwa 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser – unabhängig von anderen Getränken.

Weitere entgiftende Massnahmen bzw. Massnahmen, die die körpereigene Entgiftung verbessern und unterstützen, haben wir hier beschrieben: Die ganzheitliche Entgiftung. Dort erfahren Sie von der entgiftenden Wirkung der Alpha-Liponsäure und den hilfreichen Wirkungen der Antioxidantien, die allesamt jene Schäden zu reparieren versuchen, die Tabakgifte angerichtet haben.

So ist beispielsweise die Kombination aus Vitamin C, Curcumin und Sulforaphan eine hervorragende Möglichkeit, gerade für frischgebackene Nichtraucher, die Entgiftung voranzutreiben. Sie werden sehen, die gewohnte Zigarette wird Ihnen schon sehr bald nicht mehr fehlen.

Wie lange dauert es, bis man Nichtraucher ist?

Diese Frage ist natürlich nicht pauschal zu beantworten, da es ganz entscheidend darauf ankommt, wie konsequent die einzelnen Massnahmen umgesetzt werden, wie lange jemand geraucht hat und wie stark abhängig er oder sie war bzw. ist. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass man nach spätestens zwei bis vier Wochen das Gröbste hinter sich hat.

Nach etwa 10 Wochen hat sich Ihr Körper dann komplett umgestellt und das Rauchstopp "akzeptiert" – was auch Ihr Spiegelbild bestätigen wird: Ihre Haut ist stärker durchblutet und Sie sehen auffallend frischer und vitaler aus. Auch Ihr Körpergefühl wird sich verändern, da jedes Gewebe in Ihrem Organismus von der guten Nährstoffversorgung sowie von der erhöhten Sauerstoffmenge im Blut profitieren wird. Ihr Energielevel steigt, Ihr Kopf wird wieder klar und Ihre Psyche hellt sich auf.

Sie sind bereit für ein rauchfreies Leben? Dann starten Sie jetzt! Es gibt keinen besseren Zeitpunkt.

E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung?

Falls Sie zur Rauchentwöhnung E-Zigaretten nutzen möchten, sollten Sie dies nur mit einem konkreten Plan tun, damit Sie nicht letztendlich bei den E-Zigaretten hängen bleiben. Denn die herkömmlichen Zigaretten einfach nur gegen E-Zigaretten auszutauschen, ist auch keine Lösung, da E-Zigaretten viele negative gesundheitliche Auswirkungen mit sich bringen können, wie wir in den folgenden Informationen ausgeführt haben:
 

Quellen:


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde


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