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Rauchen
Schwermetalle in E-Zigaretten

  • Autor: ulr/cr
  • aktualisiert: 15.05.2018
  • 3 Kommentare
Schwermetalle in E-Zigaretten
© istockphoto.com/sestovic

Immer wieder erscheinen Studien, die zeigen: E-Zigaretten sind nicht so unbedenklich, wie Dampfer glauben mögen. Amerikanische Wissenschaftler stellten beispielsweise im Februar 2018 fest, dass beim Dampfen von E-Zigaretten hochgiftige Schwermetalle freigesetzt werden können. Schwermetalle aber können sich im Körper einlagern und erhebliche Gesundheitsgefahren mit sich bringen. Mit Blei und Arsen sind Stoffe gefunden worden, die als stark toxisch gelten und bestmöglich gemieden werden sollten.

E-Zigaretten mit Schwermetallen

Elektronische Zigaretten können durchaus gesundheitsschädigend sein, auch wenn es gemeinhin heisst, sie seien viel harmloser als normale Zigaretten:

So zeigte sich im November 2016, dass der Dampf von E-Zigaretten für Mundschleimhautzellen giftig ist und diese sogar zum Absterben bringen kann.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass das Dampfen den Lungen schadet und Dampfer ein doppelt so hohes Risiko haben, an chronischem Husten oder anderen Atemwegsbeschwerden zu leiden als Nichtdampfer (und natürlich Nichtraucher).

Auch steht das Dampfen mit einer Schädigung des Immunsystems sowie mit einer beschleunigten Alterung der Blutgefässe in Verbindung, was natürlich wieder die Gefahr sämtlicher Herz-Kreislauf-Beschwerden erhöht.

Im Februar 2018 erschien im Fachmagazin Environmental Health Perspectives die nächste E-Zigaretten-Studie. Darin stellten Forscher rund um Ana María Rule von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore fest, dass E-Zigaretten extrem giftige Schwermetalle freisetzen können.

Brunnenkresse

Aromen, Liquids oder Heizspirale als Gefahrenquelle?

In den E-Zigaretten wird eine aromatisierte Flüssigkeit – das Liquid – durch eine Heizspirale erwärmt, wodurch Aerosole oder Dämpfe freigesetzt werden. Wissenschaftler hatten bereits festgestellt, dass die verwendeten Aromen in E-Zigaretten besonders giftig sein können und ihre Ergebnisse Anfang Februar 2018 veröffentlicht.

Ana María Rule hatte wiederum in einer vorangegangen Studie bereits eine Reihe von Schwermetallen – Cadmium, Chrom, Blei, Mangan und Nickel – in den Flüssigbestandteilen der E-Zigaretten gefunden. Auch der Dampf war entsprechend belastet. Nach der Untersuchung von 56 E-Zigaretten-Varianten entdeckten die Forscher in der aktuellen Studie zunächst 15 Metalle in den Liquidtanks, wobei allerdings nur geringe Konzentrationen festgestellt wurden.

Ganz anders sah es aus, als die Liquids überprüft wurden, die bereits von den Heizspiralen erwärmt worden waren. Bei dieser Flüssigkeit wurden viel höhere Konzentrationen giftiger Schwermetalle gefunden. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Problem in den Heizspiralen liegt.

Am meisten Sorge bereitet den Forschern der Fund von Blei, Chrom, Nickel und Mangan, die allesamt mit der Entwicklung von Krebs, Hirnschäden und Atemwegserkrankungen in Verbindung stehen.

Hohe Bleiwerte im Dampf

Die mittlere Konzentration von Blei im E-Zigarettendampf betrug rund 15 µg/kg. In einer österreichischen Studie wurde der Durchschnittswert einer Filterzigarette mit 0,93 µg angegeben.

Das US-Wissenschaftlerteam stellte in 48 Prozent der untersuchten Dampf-Proben Bleikonzentrationen fest, die über den empfohlenen Grenzwerten der US-Umweltschutzbehörde lagen. „Dabei handelt es sich lediglich um Durchschnittswerte“, sagte Rule.

„Die tatsächlichen Werte dieser Schwermetalle (einschliesslich Nickel, Chrom und Mangan) unterschieden sich von Probe zu Probe stark und waren oft sogar höher, als es die gültigen Grenzwerte erlauben.“
Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Heizspiralen enthalten Nickel und Chrom

Die in den E-Zigaretten eingebauten Heizspiralen bestehen laut Untersuchungen vor allem aus einer Kombination aus Nickel und Chrom. Darüber hinaus sind noch weitere Substanzen enthalten. „Wir wissen noch nicht, ob diese Metalle in einem chemischen Prozess von den Spiralen freigesetzt werden oder ob sie in den Dampf übergehen, wenn sie erhitzt werden“, sagte Rule.

In den Dämpfen fanden die Forscher auch dann höhere Metall-Konzentrationen, wenn die Heizspiralen ausgetauscht wurden. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass die Schwermetall-Freisetzung wahrscheinlicher durch neue als durch ältere Spiralen erfolgt.

Für besondere Besorgnis bei Ana María Rule und ihrem Team sorgte der Fund der hochgiftigen Substanz Arsen in der Nachfüllflüssigkeit, der Tankflüssigkeit und im Dampf selbst. Warum der Stoff in 10 der 56 Proben gefunden wurde, müsse noch geklärt werden.

E-Zigaretten-Nutzer haben Schwermetalle in Speichel und Urin

Ein wichtiges Detail fand die Co-Autorin der Studie, Angela Aherrera, in einer eigenständigen Untersuchung heraus. Sie widmete sich nicht den E-Zigaretten, sondern den jeweiligen Dampfern. Bei diesen konnten erhöhte Werte von Nickel und Chrom im Speichel und Urin nachgewiesen werden. Auffallend war, dass diese Werte mit den entsprechenden Metallkonzentrationen übereinstimmten, die im Dampf gefunden wurden. E-Zigaretten scheinen somit die Belastung mit Schwermetallen erhöhen zu können.

Viele weitere Untersuchungen wurden in den letzten Monaten und Jahren veröffentlicht, deren Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Sie alle jedoch vermitteln die Botschaft, dass E-Zigaretten keineswegs gesund sind und daher das Rauchen nicht ersetzen sollten. Kurzfristig können sie jedoch selbstverständlich zur Rauchentwöhnung eingesetzt werden (einige Wochen lang), denn dies klappt mit E-Zigaretten laut zahlreicher Erfahrungsberichte offenbar sehr gut. Viele Infos zu E-Zigaretten finden Sie in unserer entsprechenden Übersicht: E-Zigaretten.

Tipps zur Rauchentwöhnung finden Sie hier: 10 Tipps, um Nichtraucher zu werden

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Lskk schrieb am 21.03.2018

Eine Studie. Hm? Es gibt mehrere Studien, wo eine Gefährdung NICHT nachgewiesen ist. Die Bundesregierung beruft sich auf Studien des DKZ. (Welche aber keine Studien erstellen) Größte Gegener sind wohl dennoch Staat(Steuer) Tabakkonzerne und WHO. WHO selbst ist Gegner des Dampfen, aber da sie 0% Abhängigkeit Politik verfolgt. Interressant ist es, das die WHO von Tabaksucht spricht und nicht von Nikotin.

Selbst die Monstergesundheitsbehörte der USA hat eine Notbremsung des Quasivollverbot von E Zigaretten eingeleidet. Schlichtweg, da die Studien weder falsch oder garnix existiert haben. Auch die strenge Britische Gesundheitsbehörde hat das E Dampfen für 95% weniger schädlich eingeordnet. Auch das Passivdampfen (nicht Passivrauchen) ist - sorry- lächerlich. Das Liquid enthält Propylenglycol und pflanzliches Glycerin als Hauptbestandteil. Plus Aromen und Nikotin und ggf Wasser. Alles Stoffe, die in Lebensmittel eingebracht wird. Um es zu betonen- es wird nix verbrannt. Eine Flüssigkeit wird durch erhitzen in ein Aerosol versetzt. Durch das inhalieren des Aerosol wird 97% des Nikotin vom Dampfer absorbiert. Nikotin- da komme ich auf die WHO zurück. Schädlichkeit noch die Gefahr der Sucht ist nachgewiesen. Aktuell vergleichbar mit Cofein.

Tipp- auch Dampfer sind sehr interessiert daran, wie ihre Leidenschaft sich auswirkt. Eine abwehrende Haltung kommt daher, das einfach nur Legenten, halbherzige und schlecht zusammengefasste Studien verbreitet wurden. Auch Lobbyismus ist kein nachzuweisendes Phänomen. Patientenverbände für Kardiologisch Erkrankte usw wissen davon zu berichten.

Fragen sie Fachleute. Zum Beispiel Phil Good vom YouTube Channel Liquidhimmel. Diesen können sie anschreiben und erhalten antwort. Auch mit wirklich fachlichen Studien von angesehenen Anstalten.

www.... (Link gelöscht - ZDG-Redaktion)

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Lskk

Sie berichten nichts Neues. Dennoch werden inzwischen fast wöchentlich Studien veröffentlicht, die die Gefahren und Risiken durch das Dampfen zeigen. Dampfer lieben es, darauf hinzuweisen, dass dies und jenes noch nicht wirklich bewiesen sei. Wer auf seine Gesundheit Wert legt, wartet nicht, bis irgendetwas bewiesen ist. Denn man kann prima ohne Dampfen leben und geht damit automatisch MÖGLICHEN Gesundheitsrisiken aus dem Weg. Wozu etwas mit viel Energie und Zeit verteidigen, das vollkommen überflüssig ist? (Und sich darüber hinaus in zig Studien als gesundheitsschädlich gezeigt hat).

Bitte vermeiden Sie überdies Werbung für Webseiten bzw. direkte Verlinkungen. Diese sind kostenpflichtig.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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