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Zeolith - Wirkungen und Nebenwirkungen

Zeolith wird meist zur Entgiftung oder bei Verdauungsbeschwerden eingenommen. Denn die fein vermahlene Mineralerde kann im Darm Schad- und Giftstoffe binden und dort auch den pH-Wert stabilisieren. Zusätzlich schützt das Pulver die Darmschleimhaut und damit auch die Darmbarriere, was ein Leaky Gut Syndrom verhindern hilft. Wir stellen die Wirkungen von Zeolith vor, aber auch mögliche Nebenwirkungen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 13 Mai 2026
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Was ist Zeolith?

Zeolith ist eine Mineralerde. Sie ist als fein gemahlenes Pulver im Handel erhältlich - entweder lose oder in Kapseln abgefüllt. Zur Einnahme ist sie insbesondere dann geeignet, wenn es sich um ein Medizinprodukt Klasse IIb handelt. Dann wurde das Produkt auch für bestimmte Zwecke zugelassen.

Die Zweckbestimmungen lauten: "Unterstützung der Darmbarrierefunktion, Reduktion von Ammonium im Darm und unterstützende Behandlung von Durchfällen“

Was ist Klinoptilolith?

In diesem Artikel geht es um Klinoptilolith. Dies ist die mit Abstand am häufigsten untersuchte natürliche Zeolith-Form beim Menschen. Die meisten klinischen Studien beziehen sich also auf diese Form.

Es gibt noch weitere Formen, die aber nicht eingenommen werden, sondern insbesondere in der Industrie eingesetzt werden. Über 240 natürliche und synthetische Zeolith-Arten sind bekannt, darunter natürliche und auch synthetische.

Natürliche Zeolithe stammen aus der Natur und sind meist vulkanischen Ursprungs. Dazu gehört Klinoptilolith, aber auch Chabasit, Mordenit, Heulandit und viele weitere. Synthetische werden im Labor hergestellt, z. B. Zeolith A für Waschmittel oder Zeolith X in der Erdölindustrie zur Herstellung von Benzin oder Diesel.

Wie genau ist Zeolith aufgebaut?

Zeolithe sind Mineralien aus Silizium und Aluminium (Aluminosilikate), die ein festes Kristallgitter bilden. Man kann sie sich wie einen steinernen Schwamm mit unzähligen winzigen Hohlräumen vorstellen.

Das Aluminium ist in diesem Gerüst fest eingebaut – so wie Stahlträger in einem Haus. Sie lösen sich nicht. Lösbar sind lediglich die kleinen „Bausteine des Hauses“, die sich in den Hohlräumen befinden (Mineralien, wie Natrium oder Calcium). Das Kristallgitter ist negativ geladen, die Mineralien (Kationen) sind positiv geladen.

Zeolith wird in der Naturheilkunde meist zur Entgiftung eingesetzt.

Welche Gifte kann Zeolith entgiften?

Allerdings kann die Mineralerde nicht wahllos alle möglichen Schadstoffe aufnehmen und entgiften.

Ammonium – Giftig für Darm und Leber

Besonders gut entgiftet werden kann Ammonium. Dies ist ein Abfallprodukt, das bei der Verdauung von Proteinen entsteht. Besonders viel entsteht bei einer Verdauungsschwäche oder auch bei einer Darmflorastörung (Dysbiose).

Zu viel Ammonium kann die Darmschleimhaut reizen und die Barriere schwächen, was zum Leaky Gut Syndrom beitragen kann. Ammonium verändert auch den pH-Wert im Darm, was die Darmflora noch weiter aus dem Gleichgewicht bringt.

Normalerweise nimmt die Leber Ammonium aus dem Blut auf und wandelt es in Harnstoff um (Harnstoffzyklus). Bei Überlastung steigt der Ammoniumspiegel im Blut. Hohe Werte sind giftig für das Nervensystem. Mögliche Symptome reichen von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche bis hin zu Lebererkrankungen.

Der Stoff schützt somit vor den schädlichen Auswirkungen von Ammonium, schützt die Darmschleimhaut und stabilisiert die Darmflora.

Schwermetalle

Auch (Schwer-)Metall-Ionen wie Blei, Cadmium, Quecksilber, Nickel, Arsen und Aluminium sowie bestimmte radioaktive Teilchen, wie Cäsium und Strontium können gebunden werden.

Welche Gifte kann Zeolith nicht so gut entgiften?

Negativ geladene Teilchen (Anionen) wie Chlorid, Nitrat oder Phosphate werden nicht ins Kristallgitter aufgenommen, denn dieses ist ja selbst negativ geladen und stößt die anderen negativ geladenen Teilchen eher ab.

Auch organische Schadstoffe ohne Ladung (z. B. Pestizide, viele Medikamente, Lösungsmittel) werden höchstens durch Adsorption gebunden. Die Entgiftung über Adsorption (Anhaftung) ist nicht so effektiv wie jene durch Ionenaustausch.

Trotzdem kann dies ausreichen, dass manche Medikamente dadurch schwächer wirken. Deshalb gilt die Vorsichtsregel: Den Stoff nie gleichzeitig mit Medikamenten einnehmen, sondern immer mit einem größtmöglichen zeitlichen Abstand.

Entgiftung mit Zeolith

Ein Hauptanwendungsgebiet ist die Entgiftung von Toxinen und Schwermetallen, also deren Bindung im Magen-Darm-Trakt.

Entgiftung von Blei - Studie von 2021

In einer kontrollierten klinischen Studie von 2021 erhielten gesunde Probanden eine geringe orale Bleidosis und zusätzlich entweder 2 g oder 4 g Klinoptilolith (Produkt G-PUR) oder ein Placebopräparat.

Die Zeolith-Gruppe resorbierte signifikant bis zu 90 % weniger Blei (2) als die Placebogruppe. Dementsprechend weniger Blei war im Urin, weil das Schwermetall ja bereits mit dem Stuhl den Körper verlassen hatte.

Der Unterschied zwischen den 2 und 4 g war nicht sehr groß. Während die Placebogruppe 86,5 % des Bleis aufnahm, waren es in der 2g-Gruppe 11,9 und in der 4g-Gruppe 8,5 % Blei.

Nebenwirkungen wurden kaum beobachtet. Der Stoff wurde also gut vertragen. Zwar kam es gelegentlich zu leichtem Kopfschmerz, aber nicht häufiger als in der Placebogruppe.

Entgiftung von Blei - Studien von 2003 und 2012

Schon 2012 las man im Fachjournal Biological Trace Element Research, dass Klinoptilolith bei der Ausleitung von Blei helfen kann (15). In der Mäusestudie sanken die Bleikonzentrationen in der Leber um 89 % (trotz Bleiaufnahme mit der Nahrung), in den Nieren um 91 Prozent und in den Knochen um 77 Prozent (15) – im Vergleich zu Mäusen, die zwar Blei, aber keine Mineralerde zu sich nahmen..

Aus dem Jahr 2003 liegt eine weitere interessante Untersuchung vor. Man hatte mit Blei belastete Bergarbeiter gefragt, ob sie einen Entgiftungsversuch mit dem Pulver machen wollten.

Ein Teil stimmte zu und nahm fünf Wochen lang täglich 5 g der Mineralerde. Nach diesen fünf Wochen waren die Männer "clean", also frei von Blei. Die anderen waren noch immer im selben Maß bleibelastet wie fünf Wochen zuvor.

Ähnlich verlief es in einer Studie mit 102 schwermetallbelasteten Männern aus der Stadt Tschelyabinsk im Ural. Sie litten an Symptomen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, chronischer Erschöpfung etc. Nach 30 Tagen mit zweimal täglich je 1,25 g Zeolith waren sie weitgehend von ihrer Schwermetallbelastung befreit (3).

Entgiftung von Arsen, Nickel und Aluminium

Weitere Untersuchungen bestätigen den Detox-Effekt: In einer Serie von drei klinischen Studien mit einem PMA-Klinoptilolith-Präparat (PMA = Panaceo Micro Activation) wurden die Schwermetall- und Mineralstoffwerte im Blut der Teilnehmer überprüft (1).

Dabei zeigte sich unter Zeolith (6 g pro Tag) eine Abnahme der Blutwerte bestimmter toxischer Metalle: Nach 12 Wochen sanken z. B. die Arsen-Spiegel signifikant gegenüber der Placebogruppe.

Bei langfristiger Anwendung (4 Jahre) wurden auch Nickel- und Aluminiumkonzentrationen im Blut signifikant reduziert.

Wichtig dabei: Es traten keine schädlichen Erhöhungen von Metallen durch den Stoff selbst auf – weder unmittelbar nach Einnahme noch langfristig. Es kam also zu keinem Aluminium- oder Bleiübergang aus der Mineralerde in den Körper.

Lediglich bei Osteoporosepatienten wurden in den ersten Monaten etwas erhöhte Bleiwerte gemessen, was aber als Mobilisierung aus dem Knochen interpretiert wurde und sich bei fortgesetzter Einnahme wieder normalisierte.

Allerdngs sanken manche Mineralstoffwerte bei dieser Patientengruppe, so dass empfohlen wird, bei langfristiger Einnahme die entsprechenden Blutwerte (Kupfer, Natrium und Calcium) regelmäßig überprüfen zu lassen und ggf. eine passende Nahrungsergänzung einzunehmen.

Erklärt wurde das Absinken damit, dass durch das Zeolith die Osteoblasten aktiviert wurden, die daraufhin verstärkt Mineralstoffe benötigten, um die Knochen aufzubauen. Letztendlich hatte sich die Hoffnung bestätigt, dass sich über die Schwermetallbindung und Entlastung des Stoffwechsels ein günstiger Einfluss auf den Knochenstoffwechsel erzielen lässt.

Wie entgiftet die Mineralerde?

Die Mineralerde gilt als Mittel zur Entgiftung. Sie kann dabei über ganz verschiedene Wege entgiften:

1. Entgiftung mittels Adsorption

Der Stoff verfügt zum einen über die Fähigkeit der Adsorption (nicht Absorption). Adsorption bedeutet, dass ein Stoff an etwas gebunden wird. Absorption bedeutet hingegen, dass der Stoff von etwas aufgesaugt/aufgenommen wird.

Über die Adsorption werden beispielsweise überschüssige Säuren ausgeleitet (12). Aber auch Bakteriengifte werden von der Mineralerde entgiftet, außerdem Zytokine (entzündungsfördernde Stoffe), freie Radikale und Stoffwechselabfallprodukte.

Auch sog. niedrigmolekulare Stoffe werden mit Hilfe der Adsorption gebunden. Niedrigmolekulare Stoffe sind beispielsweise Wasser (H2O), Ammoniak (NH3) oder Darmgase (Methan).

2. Entgiftung mittels Ionenaustausch

Kommt die Mineralerde mit Schadstoffen in Kontakt, werden die Mineralien (Natrium oder Calcium), die sich in den Hohlräumen des Kristallgitters befinden, gegen die Schadstoffe ausgetauscht. Letztere gelangen also in die Mineralerde hinein (sie werden gebunden), während die Mineralien aus der Erde gelöst werden.

Dies nennt man Ionenaustausch (1): Schadstoffionen wandern in die Erde hinein, Mineralstoffionen aus der Erde hinaus.

Warum lassen sich die Mineralien aus der Erde verdrängen? Das liegt daran, dass manche Schadstoffe (sie müssen ebenfalls positiv geladen sein) eine höhere Bindungsneigung haben als Natrium oder Calcium und daher die Mineralstoffe aus der Erde verdrängen.

Auch die Konzentration spielt eine Rolle. Wenn von einem Schadstoff sehr viel in der Umgebung vorhanden ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es in die Poren/Hohlräume der Mineralerde aufgenommen wird.

Da der Stoff selbst nicht in den Blutkreislauf aufgenommen wird, sondern immer im Darm bleibt, wird die Erde nun mitsamt den Schadstoffen im Stuhl ausgeschieden.

3. Wie kann die Mineralerde Organe entgiften, wenn sie gar nicht ins Blut aufgenommen wird, sondern im Darm bleibt?

Der Stoff verbessert so viele Werte, dass - obwohl er im Darm bleibt - seine positiven Auswirkungen das gesamte System Mensch betreffen.

Er verbessert die Darmgesundheit und Darmflora sowie die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Entgiftungsorgane Leber und Nieren, aktiviert das Immunsystem, wirkt krebshemmend, reduziert Entzündungswerte und erhöht die körpereigenen Antioxidantienspiegel.

Alle diese Faktoren sind im gesamten Körper aktiv und an der Entgiftung beteiligt. Auch wenn die Mineralerde also "nur" im Darm agiert, sind ihre Auswirkungen weitreichend.

Darüber hinaus wird aus naturheilkundlicher Sicht die Entgiftungswirkung vom Darm weit entfernter Organe durch die Mineralerde folgendermaßen erklärt: Wenn im Darm keine Giftstoffe mehr sind, wirkt sich das wie ein Sog auf Giftstoffe in anderen Körperregionen aus. Der Körper merkt, dass der Darm gut entgiftet und kann nun in anderen Bereichen Gifte lösen und wieder in den Darm leiten.

Wie misst man eine mögliche Schadstoffbelastung?

Vielleicht möchten Sie vor einer Entgiftung erst einmal wissen, ob Sie an einer Schadstoffbelastung leiden, ob Sie also überhaupt entgiften müssen und wenn ja, welche Schadstoffe bei Ihnen vorliegen und welche nicht.

Hinweise dazu kann eine Haar- oder Fingernagelanalyse ergeben, z. B. mit diesem * Mineral-Check, bei dem 8 Elemente untersucht werden: Arsen, Aluminium, Cadmium, Quecksilber, Blei, Nickel, Titan und Zinn.

Sie müssen dazu lediglich einen Teelöffel Haar oder 10 Fingernägel einsenden und erhalten binnen weniger Tage Ihr Ergebnis per E-Mail.

Wie wirkt Zeolith auf den Körper?

Die Mineralerde hat neben der direkt entgiftenden Wirkung noch zahlreiche andere vorteilhafte Wirkungen auf den Körper.

Bei Durchfall

Der Stoff ist außerdem DAS Durchfallmittel sowohl bei akutem Durchfall als auch bei chronischen Durchfallerkrankungen (10). Die Mineralerde bindet viele Übeltäter, die Durchfall auslösen: Schädliche Bakterien, Bakteriengifte, Schimmelpilzgifte etc. Auch Darmgase und überschüssiges Wasser werden von der Mineralerde gebunden.

* Hier finden Sie Zeolith-Pulver

* Hier finden Sie Zeolith in Kapseln

Beim Leaky Gut Syndrom

Wenn die Darmschleimhaut ihre Barrierefunktion verliert und dadurch Stoffe in den Blutkreislauf gelangen, die normalerweise im Darm bleiben und dann mit dem Stuhl ausgeschieden werden sollten, spricht man vom Leaky Gut Syndrom

In diesem Fall können z. B. unverdaute Nahrungsbestandteile, Bakteriengifte und Allergene in die Blutbahn gelangen. Das Immunsystem erkennt diese Stoffe als fremd und es entstehen Entzündungsreaktionen. Langfristig können daraus Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Autoimmunerkrankungen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn) entstehen.

Wie im Jahr 2015 die Universitäten in Graz und Wien festgestellt haben, hilft Zeolith dabei – wenn regelmäßig über z. B. 12 Wochen lang eingenommen – die Darmschleimhaut zu heilen und zu regenerieren (19).

In der Studie der österreichischen Forscher zeigte sich, dass die Mineralerde nach 12 Wochen die Entzündungswerte der Probanden (52 Sportler) sowie ihre Zonulin-Werte reduzierte. Zonulin ist ein Marker für eine kranke Darmschleimhaut. Je höher die Zonulin-Werte, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein Leaky Gut Syndrom vorliegt.

* Zonulin kann auch zu Hause im Selbsttest getestet werden. Hier erhalten Sie einen Zonulin-Test.

Bei Kater

Eine Studie vom Januar 2015 gab an, dass bei einem Kater das Pulver eine hervorragende Idee ist. Zwar senkte die Mineralerde nicht den Alkoholpegel im Blut oder Atem, konnte aber die Symptome des anschließenden Katers reduzieren.

Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht-/Geräuschempfindlichkeit und die typischen Verdauungsbeschwerden wurden um etwa 40-50 % im Vergleich zur Placebogruppe reduziert (18).

Die Nebenwirkungen

Vielleicht wollten Sie selbst schon einmal Zeolith oder Bentonit einnehmen und sind auf diese Aussage gestoßen:

Die Mineralerden dürfen nicht gleichzeitig mit Medikamenten eingenommen werden, auch nicht mit der Antibabypille oder Schilddrüsenhormonen, da die Mineralerden die Medikamente unwirksam machen können. Die Eigenschaft der Mineralerden, Stoffe an sich zu binden, wird hier also negativ dargestellt, als sei es eine gefährliche Nebenwirkung. Dabei ist genau das ja die erwünschte Hauptwirkung (13).

Zeolith und Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel

Mineralerden binden schädliche Stoffe an sich und sorgen dafür, dass diese über den Stuhl ausgeschieden werden. Daher könnten auch manche Medikamente gebunden werden, wenn diese zeitgleich mit den Mineralerden eingenommen werden und dadurch an Wirkung verlieren.

Hier muss dann auf die richtige Anwendung geachtet werden. Hält man zwischen der Einnahme von Medikamenten und der Einnahme der Mineralerden mindestens zwei Stunden Abstand ein (gerne auch mehr), dann können die Mineralerden entgiften, ohne dabei die Medikamentenwirkung zu beeinträchtigen.

Dasselbe gilt für Nahrungsergänzungsmittel. Auch diese sollten aus demselben Grund nicht gemeinsam mit den Mineralerden eingenommen werden, sondern in einem angemessenen Zeitabstand.

Zeolith immer mit viel Wasser einnehmen

Zeolith kann jedoch nur dann entgiften und positiv wirken, wenn gleichzeitig ausreichend Flüssigkeit getrunken wird. Wenn nicht, dann verklumpt die Mineralerde, zieht wertvolles körpereigenes Gewebewasser an sich und wirkt verstopfend sowie dehydrierend.

Nur wenn genug Flüssigkeit vorhanden ist, kann Zeolith optimal Schadstoffe aufnehmen und binden. Wird zu wenig getrunken, kann es zu Verstopfung kommen, weil Zeolith dann dem Stuhl Wasser entzieht. Viel Wasser trinken gleicht das aus, hält den Stuhl geschmeidig und sorgt dafür, dass die Schadstoffe – gebunden im Zeolith – den Körper zügig verlassen können.

Nehmen Sie daher zu jedem halben Teelöffel Mineralerde 250 ml Wasser zu sich und trinken Sie überdies über den Tag verteilt 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Gewicht von 60 Kilogramm wären das 1,8 Liter Wasser.

Löst sich Aluminium aus Zeolith?

Oft wird befürchtet, dass sich Aluminium aus den Mineralerden löst und die Einnahme daher zu einer Aluminiumbelastung beitragen könnte.

Das Kristallgitter ist jedoch weitgehend gegen zahlreiche äußere Einflüsse immun – so auch gegen die Magensäure und andere Verdauungssäfte, so dass sich kaum Aluminium daraus löst. Im Gegenteil. Wie oben erklärt, wird die aufgenommene Aluminiummenge aus der Nahrung mit Hilfe von Zeolith sogar reduziert.

Weitere Informationen lesen Sie in unserem Artikel Zeolith: Kann sich daraus Aluminium lösen?

Eine Ausnahme gibt es: Synthetischer Zeolith (sog. Zeolith A) kann tatsächlich zu einer Aluminiumbelastung beitragen. Doch ist diese Zeolithform im Allgemeinen im üblichen Handel für Nahrungsergänzungsmittel nicht erhältlich - also auch nicht als Medizinprodukt.

Zeolith als Medizinprodukt

Wenn Sie Zeolith kaufen möchten, dann denken Sie daran: Nicht jeder Zeolith ist zur Einnahme geeignet. Denn die Mineralerde ist in der EU und vielen anderen Ländern nicht als Nahrungsergänzungsmittel und auch nicht als Lebensmittel zugelassen. Das verwundert keineswegs. Denn Zeolith ist ja auch weder das eine noch das andere. Die Mineralerde ist hingegen ein Mittel zur Entgiftung und inneren Reinigung.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Mineralerde als Medizinprodukt ausgewiesen ist ("Zugelassenes Medizinprodukt Klasse IIb"). Entsprechende Produkte tragen das CE-Zeichen. Nur dann können Sie sicher sein, dass seine Qualität geprüft wurde und dass es sich um einen hochwertigen Zeolith handelt, den man auch einnehmen kann.

Die ideale Korngröße

Es gilt: Je gröber die Körnchen, umso geringer die Adsorptionsfähigkeit, da die Gesamtoberfläche natürlich mit zunehmender Körnchengröße geringer wird. Grobe Mineralerden werden eher zur Bodenverbesserung eingesetzt oder in Aquarienfiltern oder auch äußerlich für Umschläge, Schlammbäder etc. - u. a. deshalb, weil sie auch deutlich preiswerter sind.

Wir empfehlen einen Zeolith, der eine mittlere Korngröße von um die 9-10 µm aufweist, z. B. Zeolith Natural Detox Pulver von effective nature. Diese Korngröße ist klein genug, um Schadstoffe effektiv binden zu können, aber noch groß genug, um nicht über die Darmschleimhaut in den Organismus zu gelangen.

Nanopartikel sind bis zu 100 nm klein und nicht in der von uns empfohlenen Mineralerde enthalten.

Die richtige Anwendung

Zeolith kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Die innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung gibt es verschiedene Regeln und Hinweise:

Immer für sich allein

Nehmen Sie die Mineralerde immer für sich allein, also nicht etwa zu den Mahlzeiten oder gemeinsam mit anderen Nahrungsergänzungen.

Abstand halten

Zwischen der Einnahme der Mineralerde und Medikamenten sollten mindestens 2 Stunden liegen.

Sie können die Mineralerde mit Flohsamenschalenpulver kombinieren. Andere Nahrungsergänzungen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien, Basenpulver etc.) sollten Sie nicht zusammen mit einer Mineralerde einnehmen, sondern - im Falle von Nahrungsergänzungen, die nicht zu den Mahlzeiten genommen werden dürfen - 30 bis 60 Minuten davor oder ab 2 Stunden danach.

Nahrungsergänzungsmittel, die zu den Mahlzeiten genommen werden, nehmen Sie auch während der Zeolith-Einnahme wie gewohnt zu den Mahlzeiten.

Wie oft und wann?

Nehmen Sie die Mineralerde 1- bis 3-mal täglich, z. B. morgens auf leeren Magen mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück und kurz vor dem Schlafengehen (2 bis 3 Stunden nach der letzten Mahlzeit).

Eine dritte Einnahme kann um die Mittagszeit erfolgen, wiederum 30 Minuten vor dem Mittagessen oder 2 bis 3 Stunden danach. Doch werden Sie auch bei der nur einmal täglichen Einnahme Erfolge bemerken.

Wie viel?

Pro Tag werden 2 bis 5 g Zeolith empfohlen (bei manchen Indikationen auch mehr). 1 g ist ein halber kleiner Teelöffel, 2,5 g entsprechen einem guten TL, 5 g einem gehäuften TL. Die Tagesmenge verteilt man sodann auf die Anzahl der täglichen Einnahmen.

Wenn Sie also zweimal täglich die Mineralerde nehmen, dann nehmen Sie zweimal täglich je 1 bis 2,5 g.

Beginnen Sie jedoch langsam mit kleinen Dosen, z. B. mit einmal täglich 1 g bzw. 1 Kapsel und steigern Sie die Dosis und die Einnahmehäufigkeit kontinuierlich bis zur gewünschten Dosis. Bleiben Sie jedoch gern bei einer niedrigeren Dosis, wenn Sie bereits hier eine Wirkung bemerken.

Wie lange nehmen?

Nehmen Sie die Mineralerde nur bei schweren Krankheiten (z. B. bei Krebs) langfristig oder auch wenn Ihre Symptome nach einer kurweisen Anwendung nicht besser geworden sind oder nach Absetzen der Mineralerde wieder zurückkehren.

Ansonsten nehmen Sie sie bevorzugt kurweise. Eine Kur kann 3 bis 12 Wochen lang sein. Anschließend pausieren Sie 1 Woche, bevor Sie erneut eine Kur von 3 bis 12 Wochen durchführen können (wenn nötig).

Wann den Arzt fragen?

Schwangere und Stillende, Kinder sowie Menschen, die Medikamente nehmen, sollten vor der Anwendung Ihren Arzt fragen.

Pulver oder Kapseln?

Zeolith kann in Form von Pulver eingenommen werden, das man in Flüssigkeiten rührt. Man kann aber auch Kapseln einnehmen, wenn der Eigengeschmack nicht erwünscht ist. Vergessen Sie jedoch auch bei den Kapseln das Trinken von ausreichend Wasser nicht!

Die äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung gibt es mindestens so viele Einsatzgebiete wie für die innerliche Einnahme.

Gesichtsmasken werden gegen Pickel, Mitesser und fettige Haut eingesetzt.

Umschläge können bei Rheuma, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie bei Knochenbrüchen Heilprozesse fördern sowie entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.

Auflagen bei Verbrennungen und schlecht heilenden Wunden beschleunigen die Heilung. Bei Insektenstichen oder juckenden Hautausschlägen mildern sie Schmerz und Juckreiz und ziehen die verursachenden Gifte aus der Haut.

Mischen Sie die Mineralerde und Wasser zu einem streichfähigen Brei und tragen diesen auf ein Tuch oder direkt auf den entsprechenden Hautbereich auf.

Lassen Sie den Brei etwa eine halbe Stunde einwirken. Er sollte so dick aufgetragen werden (3 – 4 mm), dass er in dieser halben Stunde nicht völlig eintrocknen kann. Der Brei sollte noch feucht sein, wenn sie ihn abnehmen oder abwaschen. Andernfalls trocknet er die Haut aus.

Der Unterschied zwischen Zeolith und Bentonit

Zeolith und Bentonit verfügen über starke entgiftende und schadstoffbindende Eigenschaften. Beide können über Adsorption und Ionenaustausch entgiften, wobei Zeolith ein wenig stärker entgiften können soll. Besonders unterscheiden sie sich jedoch in ihrer Struktur, also weniger in ihrer Wirkung:

Während Zeolith – ein Vulkangestein – über sein oben beschriebenes Kristallgitter verfügt, ist das Tonmineral Bentonit (Montmorillonit) ein Schichtgestein, also schichtartig aufgebaut.

Kommt Bentonit mit Wasser in Berührung bildet sich ein schleimartiger Film, der sich bei der Einnahme schützend auf die Darmschleimhäute legt. Auf diese Weise wirkt Bentonit beruhigend und etwas sanfter als Zeolith, der diesen Schleimfilm nicht bilden kann.

* Hier erhalten Sie eine Darmkur mit Bentonit.

Will man also ein gereiztes Verdauungssystem entgiften, kann man zunächst auf Bentonit zurückgreifen und später Zeolith nehmen. Haben Sie jedoch bereits das eine oder andere zu Hause, dann müssen Sie keinesfalls zusätzlich die jeweils andere Mineralerde besorgen.

Mit Bentonit mischen?

Inzwischen gibt es fertig gemischte Präparate, die beide Mineralerden enthalten und optimal wirken sollen. Natürlich kann man beide Erden kombinieren, wenn man das möchte - zumal auch in manchen Studien eine Kombination zum Einsatz kam.

Unserer Ansicht nach ist es jedoch bereits sehr gut, überhaupt eine Mineral-/Heilerde zu verwenden, ob man dazu Zeolith oder Bentonit verwendet oder beides mischt, ist eher zweitrangig.

Heilerde statt Zeolith oder Bentonit?

Mineralerden (auch Heilerden genannt) gibt es sehr viele: Es gibt die grüne Mineralerde, die braune Heilerde, die weiße Mineralerde und viele mehr. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Zusammensetzung. Denn Mineralerden bestehen meist aus vielen verschiedenen Mineralien. Eine gewisse entgiftende, bindende und entsäuernde Wirkung haben sie jedoch wohl alle.

Wenn Sie ganz genau wissen möchten, welche Wirkungen nun die von Ihnen gewählte Erde hat, raten wir, die Zusammensetzung in Erfahrung zu bringen und dann zu recherchieren, welche Wirkungen die einzelnen Mineralstoffe und Mineralstoff-Verbindungen mit sich bringen können.

Reinigungsprogramme und Kuren mit Zeolith

Neben der Einzelanwendung gibt es Zeolith auch als Bestandteil von Kuren zur inneren Reinigung und Entgiftung, z. B. kann die Mineralerde Bestandteil einer Darmreinigung sein. Wir erklären die Vorgehensweise in ujnserem Artikel Darmsanierung - Die kostenlose Anleitung.

Eine weitere Kur mit der Mineralerde ist unser kombiniertes Darm- und Leberreinigungsprogramm. Sie finden die Details dazu in unserem Artikel Die kombinierte Darm- und Leberreinigung.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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