Küchentipps

Zitronenöl in der Küche und Heilkunde

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 08.09.2018
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Zitronenöl in der Küche und Heilkunde
© istockphoto.com/matka_Wariatka

Will man Gerichten wie Salaten, Saucen oder Desserts ein verführerisches Zitrusaroma verleihen, nutzt man nicht den Zitronensaft, sondern die Zitronenschale. Dazu reibt man die äusserste gelb gefärbte Schicht ab. Aus der Zitronenschale wird auch das ätherische Zitronenöl gewonnen, das sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde Verwendung findet. Es steigert die Konzentration, wirkt bei Depressionen und kann sogar bei Demenz hilfreich sein. Ausserdem ist es bei Infekten wirksam und wird bei Hautkrankheiten eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Zitronenöl: Aromatisch und heilsam

Die Schale der Zitrone besteht aus zwei Schichten, dem weissen, schwammähnlichen Albedo (von lat. albus = weiss) und dem gelb bzw. grün gefärbten Flavedo (von lat. flavus = gelb). Letzteres wird auch Zitronengelb genannt. Diese Schicht enthält zahlreiche Öldrüsen, die das ätherische Zitronenöl enthalten. Während sich der Saft der Zitrone durch seinen sauren Geschmack auszeichnet, sorgt das ätherische Öl für das beliebte fruchtige Zitronenaroma.

Aroma in der Küche: Mit Zitronenschale oder Zitronenöl

Ob Zitronenrisotto oder Zitronenkuchen: Um Gerichten die typische Zitrusnote zu verleihen, wird die äusserste, farbige Schicht der Fruchtschale mit einem Sparschäler oder Zestenreisser abgeschält oder auch mit einem Reibeisen abgerieben und dann zu Speisen und Getränken gegeben.

Sie können in der Küche aber auch das ätherische Zitronenöl verwenden – einige Tropfen reichen dabei völlig aus. Natürlich muss es sich um ein hochwertiges ätherisches Öl handeln, das auch zum Verzehr geeignet ist.

Das Zitronenöl wird gewonnen, indem die Zitronenschalen kalt gepresst werden. Es sind rund 3.000 Früchte vonnöten, um 1 Liter Zitronenöl zu gewinnen. Das Zitronengelb und das ätherische Öl sorgen aber nicht nur für kulinarische Genüsse, sondern werden auch in der Heilkunde angewandt. Zu den dominanten Wirkstoffen zählen das antitumorale Limonen und das antidepressive β-Pinen.

Kokosöl

Zitronenduft für das Gehirn

Verdampft Zitronenöl in einer Duft- oder Aromalampe, stellt sich schnell ein frisches und entspanntes Gefühl ein. In der Riechschleimhaut der Nase finden sich bestimmte Rezeptoren, die vom Zitronenöl aktiviert werden. Auf diese Weise werden über die Nervenbahnen Impulse in jene Gehirnregionen geleitet, wo Emotionen und Erinnerungen gespeichert werden. Die ideale Dosierung liegt bei 6 bis 8 Tropfen Zitronenöl (mit etwas Wasser verdünnt) pro Anwendung.

Zitronenöl hebt die Stimmung und verbessert die Konzentration

Zitronenöl wirkt stimmungsaufhellend sowie vitalisierend und ist ideal bei Konzentrationsschwäche und Stress. Eine japanische Studie hat gezeigt, dass die Fehlerquote von Menschen, die am Computer arbeiten, mithilfe des Zitronendufts um 54 Prozent reduziert werden kann. Wissenschaftler von der Tottori University in Japan konnten sogar nachweisen, dass Zitronenöl bei Demenzkranken die kognitiven Funktionen verbessern kann.

Bei Depressionen oft effektiver als Medikamente

Ausserdem hilft Zitronenöl bei Angstzuständen und Depressionen. Forscher von der Mie University School of Medicine haben 12 depressive Patienten mit Zitronenöl behandelt und festgestellt, dass dadurch die Dosis an Antidepressiva signifikant herabgesetzt werden konnte. Sie gaben an, dass der Zitronenduft sogar effektiver sei als die Medikamente.

Antibakteriell und krebshemmend

Die winzigen Moleküle des Zitronenöls gelangen über die Schleimhäute und die Haut in die Blutbahn und werden zu den Organen transportiert, die davon sehr profitieren können. Studien haben gezeigt, dass das Zitronenöl gegen freie Radikale, Bakterien, Viren und Pilze wirkt und wegen des hohen Limonen-Gehaltes in Bezug auf die Prävention und Heilung von Krebs ein grosses Potential aufweist.

Zitronenöl: Innerliche und äusserliche Anwendung

Innerlich wird das Zitronenöl in der Volksheilkunde u. a. bei Infekten, Bluthochdruck und Arthritis eingenommen. Die empfohlene Dosierung liegt bei mehrmals täglich bis zu fünf Tropfen, die in ein Glas lauwarmes Wasser oder eine Tasse Kräutertee gegeben werden.

Äusserlich angewandt kann Zitronenöl bei Hautkrankheiten wie Ekzemen hilfreich sein. Da reines ätherisches Zitronenöl zu Hautreizungen führen kann, sollten Sie es stets mit einem Trägeröl (z. B. Nachtkerzenöl, Kokosöl, Mandelöl, Jojobaöl, Avocadoöl, Olivenöl o. ä.) vermischen – ein maximaler Anteil von 2 Prozent sollte nicht überschritten werden.

Wenn Sie den Zitronensaft therapeutisch oder präventiv bzw. kurweise einsetzen möchten, finden Sie hier passende Anwendungsmöglichkeiten:

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