Amalgam? Raus damit!


Zahnfüllungen aus Amalgam sind eine tickende Zeitbombe. Die beste Lösung heisst: Raus damit! Hier erfahren Sie alles über die richtige Amalgamsanierung und die anschliessende Quecksilberausleitung.

Amalgam entfernen, Quecksilber ausleiten

Veröffentlichung am 25.11.2011 um 11:18 Uhr / Aktualisierung am 17.04.2012 um 17:48 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Zahnfüllungen aus Amalgam bestehen zu 50 Prozent aus giftigem Quecksilber. Es gibt kaum eine Krankheit, die von Quecksilber nicht ausgelöst oder verstärkt werden könnte. Die Entfernung des Amalgams ist folglich eine dringend notwendige Massnahme für alle, die bereits Gesundheitsbeschwerden haben, aber auch für alle, die für die Zukunft keinen Wert auf die Folgen einer chronischen Quecksilbervergiftung legen. Wie eine ordnungsgemässe Entfernung von Amalgam und eine anschliessende Quecksilberausleitung aussehen können, erfahren Sie bei uns.

Amalgam Amalgam-Füllung

Amalgam - Die Vorteile

Das seit gut 150 Jahren beliebteste Material für Zahnfüllungen ist das Amalgam. Amalgam besteht etwa zur Hälfte aus reinem Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink und anderen Schwermetallen wie etwa Palladium. Amalgam weist etliche Vorteile auf: Es ist billig (wenn man die Behandlungskosten der Folgeschäden ausser Acht lässt), es ist leicht zu verarbeiten (sogar von Laien), es passt sich den Hohlräumen im Zahn an und es ist recht haltbar.

Amalgam - Die Nachteile

Leider hat Amalgam einen entscheidenden Nachteil: Amalgam und hier besonders Quecksilber ist ein schweres Gift, das in jeder Dosis – und mag sie noch so klein sein - giftig ist.

Quecksilber wird kontinuierlich in winzigen Mengen aus den Zahnfüllungen freigesetzt, vom Körper aufgenommen und in den Organen, in den Knochen sowie im Gehirn eingelagert. Dort schadet das Gift dem Organismus auf vielfältige Art und Weise:

  • Quecksilber blockiert Enzyme und kann allein dadurch dem Körper auf unzählige Arten schaden. So kann es sich zum Beispiel an die Enzyme der Atmungskette in den Mitochondrien anlagern und damit die Mitochondrien in ihrer Arbeit - der Energieerzeugung - behindern, was sich in vielen Symptomen und Krankheiten äussern kann, z.B. dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS).
  • Quecksilber bindet Spurenelemente wie z.B. Selen und macht diese für den Körper somit unbrauchbar.
  • Quecksilber begünstigt die Einlagerung anderer Umweltgifte in den Körper und verlangsamt deren Ausscheidung.
  • Quecksilber kann sich rund um die Muskeln einlagern und auch an die Nerven, welche die Muskulatur versorgen. Fibromyalgie könnte die Folge sein.
  • Quecksilber fördert die Bildung freier Radikale und begünstigt damit die Entstehung von Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen.
  • Quecksilber manipuliert das körpereigene Immunsystem: Die Körperzellen tragen auf ihrer Zelloberfläche bestimmte Proteine, die sie als körpereigen ausweisen und dem Immunsystem somit als Erkennungsmerkmal dienen. Quecksilber kann sich an diese Proteine binden. Die neu entstandene Protein-Quecksilber-Verbindung auf den Zellen ist dem Immunsystem jedoch fremd. Es erkennt die betreffende Zelle nicht mehr. Es glaubt, es handle sich um einen Eindringling und greift an. Auch auf diese Weise könnten Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa), Diabetes Typ 1 etc. entstehen.
  • Quecksilber schädigt die DNA (Erbsubstanz).
  • Quecksilber fördert die Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien: Quecksilber wirkt selbst antibiotisch. Wenn nun Amalgamfüllungen jahrzehntelang oder manchmal ein ganzes Leben lang im Mund von Menschen sind, dann haben Bakterien ausreichend Zeit, gegen das Quecksilber Resistenzen zu entwickeln. Untersuchungen zeigten, dass Bakterien, die gegen Quecksilber resistent sind, auch gegen Antibiotika resistent sind.
  • Quecksilber reichert sich in den Nervenzellen an, so dass diese sowohl bei der Nährstoffaufnahme als auch bei der Ausscheidung von Stoffwechselrückständen sowie bei der Reizweiterleitung behindert werden können. Krankheiten des Nervensystems wie Depressionen, Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) etc. könnten die Folge sein.

Wie gelangt Quecksilber in den Körper

Quecksilber kann auf mindestens drei verschiedenen Wegen aus den Zahnfüllungen in den Organismus gelangen:

  • Normalerweise sollte das Zahnloch erst mit einer Zementschicht ausgekleidet werden (Unterfüllung), bevor das Amalgam eingefüllt wird. Oft wird dieser Schritt ausgelassen. Das Quecksilber kann in diesem Fall sehr leicht über die Zahnsubstanz in den Kieferknochen und von dort in den übrigen Körper wandern. Aber auch die Zementunterfüllung soll nach Meinung mancher Experten keinen hundertprozentigen Schutz gegen Quecksilbereinwanderungen in den Organismus bieten.
  • Wenn sich Amalgambestandteile im Mund aus den Füllungen lösen, können diese auch eingeatmet werden und somit in den Lungenkreislauf aufgenommen werden. Dies geschieht besonders beim Legen und beim Herausbohren einer Amalgamfüllung oder beim Polieren der Zähne.
  • Quecksilber kann sich auch im Mundraum aus der Füllung lösen (siehe nächster Abschnitt), woraufhin es geschluckt wird und über den Darm ins Blut gelangt. Im Darm wird das ungefährlichere anorganische Quecksilber von den Darmbakterien in das hochgiftige organische Quecksilber verwandelt, das mit dem Blut ins Gehirn gelangt, sich dort ablagert und zu teilweise irreversiblen Nervenschäden führen kann.

Wie kann eine Freisetzung von Quecksilber reduziert werden

Wenn Amalgamfüllungen vorhanden sind, kann die Freisetzung von Quecksilber durch bestimmte Massnahmen reduziert werden (zumindest bis zum Termin für eine ordnungsgemässe Amalgamentfernung bei einem naturheilkundlich tätigen Zahnarzt):

  • Heisse und saure Getränke meiden (Kaffee, Säfte aus Zitrusfrüchten, Essig etc. - sie fördern die Freisetzung von Quecksilber aus den Füllungen)
  • Zuckerhaltige Speisen meiden (sie fördern die Säurebildung, die wiederum eine Lösung des Quecksilbers fördert)
  • Kein Kaugummi kauen
  • Bei nächtlichem Zähneknirschen Knirschschiene einsetzen
  • Zähne mit weicher Zahnbürste putzen und keine abrasiven Zahncremes (Zahncremes, die Schleifmittel enthalten) verwenden - das sind meist jene, die für besonders weisse Zähne werben
  • Keine fluoridhaltigen Zahncremes verwenden (Fluoride verbinden sich mit Quecksilber zu hochgiftigen Verbindungen, die - da sie die Blut-Hirn-Schranke passieren können - insbesondere das Gehirn schädigen)
  • Nicht rauchen (heisser Zigarettenrauch soll Quecksilberdampf aus den Füllungen lösen können)

Die Entfernung von Amalgamfüllungen

Die Entfernung von Amalgamfüllungen gehört zu den wichtigsten Massnahmen, um den eigenen Körper vor einer chronischen Quecksilbervergiftung zu schützen. Allerdings sollten Amalgamfüllungen ausschliesslich von in diesem Bereich erfahrenen Zahnärzten entfernt werden, da wichtige Vorsichtsmassnahmen beachtet werden müssen:

  • Vier Wochen vor der Entfernung: Mögliche Mineralstoffdefizite (Calcium, Magnesium, Kalium etc.) müssen unbedingt mittels einer gesunden und vitalstoffreichen Ernährung und ggfs. hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln behoben werden, damit dem Organismus genügend Ressourcen zur Entgiftung zur Verfügung stehen.
  • Zwei Wochen vor der Entfernung: Täglich Chlorella-Algen (2 bis 20 Gramm - langsam steigern) mit viel Wasser einnehmen.
  • Am Tag der Entfernung: 10 Gramm Chlorella einnehmen.
  • Kurz vor der Entfernung 1 bis 2 Teelöffel Bentonit einnehmen.
  • Der Zahnarzt wird einen besonders langsam drehenden Bohrer verwenden, um das Entstehen von Quecksilberstäuben zu minimieren.
  • Zusätzlich gibt es unter Sog stehende Abdeckungen, die der Zahnarzt über die auszubohrende Füllung stülpt (sog. Clean-up). Diese Massnahme sorgt dafür, dass nahezu alle Amalgampartikel aufgesaugt werden können.
  • Um dennoch das mögliche Verschlucken von Amalgampartikeln zu verhindern, legt der Zahnarzt das so genannte Kofferdam über den Mund. Das ist ein spezielles Gummituch, aus dem lediglich der zu behandelnde Zahn herausguckt.
  • Das Cofferdam kann zwar Amalgampartikel auffangen, nicht aber den Quecksilberdampf. Also empfiehlt es sich, ausschliesslich über die Nase zu atmen, einen Atemschutz über der Nase anzubringen und ferner den Patienten an eine Sauerstoffflasche anzuschliessen. Eine Sauerstoffflasche kann der Patient in einem Sanitätsfachgeschäft ausleihen, falls der Zahnarzt über eine solche nicht verfügen sollte.
  • Direkt nach dem Ausbohren werden pulverisierte Chlorella-Algen in die offenen Zahnhöhlen gefüllt. Man lässt sie einwirken, bewegt sie im Mund umher und spuckt sie nach einigen Minuten aus! Es gibt auch Alternativpräparate, über die der Zahnarzt beraten kann.

Die Ausleitung von Quecksilber

Wenn die Amalgamfüllungen entfernt sind, geht es an die Ausleitung des im Körper zirkulierenden und eingelagerten Quecksilbers. Quecksilber kann u a. mit den folgenden Präparaten ausgeleitet werden:


Welche dieser Präparate und in welcher Kombination diese angewendet werden müssen, sollte mit dem Therapeuten bzw. naturheilkundlich tätigen Zahnarzt besprochen werden, da dies von den individuellen Bedürfnissen, dem Grad der ursprünglichen Quecksilber-Belastung und dem Zustand des Patienten abhängt.

So wird eine Entgiftung mit der Chlorella-Alge, mit Bärlauch und Koriander für dringende (also schwerkranke) Fälle als möglicherweise ungünstig betrachtet, da die Ausleitung zu lange dauern kann. Hier wird die Ausleitung des Quecksilbers mit DMPS empfohlen.

*“Chelate“ sind komplexe Verbindungen. Ein Chelat-Bildner geht (in diesem Fall) mit Schwermetallen eine komplexe Verbindung ein, so dass die Schwermetalle ausgeschieden werden können.

Chlorella-Alge:

Laut Dr. med. Joachim Mutter entgiftet die Leber 90 Prozent des Quecksilbers aus dem Blut und transportiert es in den Darm. Leider wird es hier nicht, wie man glauben möchte, ausgeschieden, sondern in den letzten Dünndarmabschnitten wieder ins Blut resorbiert, gelangt aufs Neue in die Leber und zirkuliert auf diese Weise endlos durch den Körper.

Doch zirkuliert das Quecksilber bekanntlich nicht nur. Es kann auch richtig „sesshaft“ werden, das heisst, es lagert sich im Gewebe ab. Landet es in schwach durchblutetem Gewebe (z.B. Knorpelgewebe) oder im Gehirn, kann es ohne Entgiftungsmassnahmen (also allein vom Körper) nicht oder kaum mehr entfernt werden.

Die Chlorella-Alge kann Schwermetalle im Verdauungssystem binden und zur Ausscheidung bringen. Damit unterbricht sie den oben beschriebenen Teufelskreis und verhindert, dass im Darm befindliches Quecksilber wieder ins Blut und von dort ins Gewebe gelangen könnte.

Die Chlorella-Alge gibt es in Tabletten und als Pulver. Zur Quecksilberausleitung soll das Pulver mindest doppelt so wirksam sein wie die Tabletten. Die Ausleitung wird mit der Einnahme von 2 bis 4 Gramm Chlorella-Pulver begonnen. Dann wird die Dosis so lange gesteigert, bis die gerade noch verträgliche Menge erreicht ist.

Das ist jene Dosis, bei der man keine Beschwerden wie Kopfschmerzen, übermässige Müdigkeit, Übelkeit, Blähungen etc. verspürt. Diese Beschwerden werden auf eine zu starke Mobilisation von Quecksilber aus dem Gewebe zurückgeführt.

Manchmal jedoch ist zu beobachten, dass ein Vielfaches der unverträglichen Chlorella-Dosis besser vertragen wird, was daran liegt, dass die hohe Dosis mehr Quecksilber binden als mobilisieren kann, während bei der geringeren Dosis mehr Quecksilber mobilisiert wird als gebunden werden kann - was dann zum beschriebenen Unwohlsein führen kann.

Das genaue Einnahmeschema würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Bitte entnehmen Sie die Details dem Buch mit dem Titel „Amalgam – Risiko für die Menschheit“ von Dr. med. Joachim Mutter.

Bärlauch:

Bärlauch mobilisiert Quecksilber aus dem Gewebe, wirkt also entfernt wie DMPS, allerdings nicht annähernd so stark. Bärlauch kann jedoch für jene Menschen, die DMPS ablehnen oder nicht vertragen, eine gute Alternative sein. Die Entgiftung mit Bärlauch verläuft jedoch entsprechend langsamer. Bärlauch sollte immer zusammen mit Chlorella eingenommen werden und kann auch schon VOR der Amalgamsanierung hilfreich sein.

Koriander:

Wirkstoffe aus dem frischen Korianderkraut sollen in der Lage sein, Quecksilber aus dem Gehirn zu mobilisieren. Da der Koriander jedoch das mobilisierte Quecksilber nicht binden kann, darf er nie allein eingenommen werden. Es könnte sonst zu einer Quecksilberüberschwemmung im Bindegewebe kommen, was regelrechte Vergiftungssymptome auszulösen in der Lage wäre. Genauso wenig sollte Koriander eingesetzt werden, wenn noch Amalgamfüllungen im Mund sind.

Dr. Mutter empfiehlt Menschen, die konkrete Symptome einer chronischen Quecksilbervergiftung haben, erst nach einer 6- bis 12-monatigen Chlorella/Bärlauch-Einnahme bzw. DMPS-Therapie zum Koriander zu greifen - und auch dann am besten nur nach Absprache mit dem Therapeuten.

Ansonsten gilt: Koriander immer gemeinsam mit Chlorella und Bärlauch oder mit DMPS nehmen, damit die mobilisierten Quecksilbermengen auch gebunden und ausgeschieden werden können und nicht blind durch den Körper wandern und dort neue Schäden verursachen.

Koriander (und auch Bärlauch) können in Form von selbst gemachtem Pesto eingenommen werden (nur die frischen Kräuter sind wirksam, nicht die getrockneten!) oder tropfenweise in Form von Tinkturen.

DMPS:

DMPS ist das schulmedizinische Mittel bei Schwermetallvergiftungen. Es mobilisiert Schwermetalle aus dem Gewebe, bindet sie und sorgt dafür, dass sie über die Nieren ausgeschieden werden können.

Allerdings müssen für den Einsatz von DMPS die Nieren in einwandfreiem Zustand sein. Auch der Mineralstoffhaushalt sollte während einer DMPS-Therapie regelmässig überprüft werden, da DMPS zu einem (geringfügigen) Verlust von Mineralstoffen führen kann.

DMPS ist verschreibungspflichtig und kann ungünstige Nebenwirkungen haben. Nebenwirkungen sind jedoch offenbar nur dann zu beobachten, wenn das Mittel eingesetzt wird, wenn gar keine Schwermetallbelastung vorliegt. Folglich sollte von einer Anwendung bei einer nur vermuteten Quecksilberbelastung abgesehen werden.

DMPS kann oral eingenommen oder aber (einmal pro Monat) in eine Vene injiziert werden. Man geht von 3 bis 7 Injektionen aus, um das Quecksilber aus dem Körper zu entfernen. Allerdings ist DMPS nicht in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren und kann daher das Quecksilber im Gehirn nicht erreichen. 

Übersicht der zur Ausleitung empfohlenen Mittel:

  • Chlorella-Alge: Mobilisiert und bindet Schwermetalle
  • Bärlauch: Mobilisiert und bindet Schwermetalle (mobilisiert jedoch deutlich schwächer als DMPS und bindet nicht annähernd so gut wie Chlorella)
  • Koriander: Mobilisiert Schwermetalle aus dem Gehirn
  • DMPS: Mobilisiert Schwermetalle aus dem Körpergewebe (nicht aus dem Gehirn) und bindet sie

Auch die Ernährung entgiftet

Welche Ausleitungsmethode auch immer gewählt wird, eine vitalstoffreiche und gesunde Ernährung ist zwingend nötig, um den Organismus mit den für eine starke Entgiftungsarbeit nötigen Mikronährstoffen, Antioxidantien und Enzymen zu versorgen.

Darüber hinaus wird oft völlig unterschätzt, dass auch über die Ernährung eine bedeutende Entgiftung von Quecksilber und anderen Schwermetallen erfolgen kann. Die Richtlinien einer Ernährung, welche die Entgiftung fördert, entsprechen der von uns empfohlenen naturbelassenen vitalstoffreichen und basenüberschüssigen Ernährungsweise auf Grundlage von frischem Gemüse, Früchten, Nüssen, Ölsaaten, Sprossen, naturbelassenen Ölen, Algen etc.

Unterstützende Massnahmen der Quecksilber-Ausleitung

Die Quecksilber-Ausleitung kann durch die folgenden Massnahmen beschleunigt bzw. für den Körper verträglicher gestaltet werden:

Aufbau der Darmflora:

Bekannt ist, dass mit einer gesunden Darmflora mehr Quecksilber ausgeschieden werden kann als mit einer von Keimen oder Pilzen belasteten Darmflora. Eine Darmsanierung mit u. a. Probiotika ist also eine grundlegende Voraussetzung dafür, die Amalgamsanierung so effizient wie möglich zu gestalten.

Mineralstoffe:

Hochwertige, also ganzheitliche Mineralstoffpräparate können den bei der Entgiftung erhöhten Mineralstoffbedarf decken helfen, z. B. die Sango Meereskoralle.

MSM:

MSM (organischer Schwefel, Methyl-Sulfonyl-Methan) kann die Entgiftung in vielerlei Hinsicht unterstützen: Schwefel ist natürlicher Bestandteil unseres Körpers und befindet sich z. B. im Bindegewebe und im Knorpelgewebe.

Quecksilber wird im Organismus an Schwefel gebunden und kann in dieser Verbindung besser ausgeschieden werden. Bei einer Quecksilberbelastung wird folglich sehr viel Schwefel verbraucht, so dass eine Zufuhr mit MSM sehr hilfreich sein kann. MSM wirkt ausserdem als Antioxidans, kann also freie Radikale fangen und inaktivieren. Ferner verstärkt MSM die Wirksamkeit von Vitaminen.

Glutathion:

Glutathion ist eines der stärksten körpereigenen Antioxidantien, das an sämtlichen Heil- und Entgiftungsprozessen beteiligt ist. Mit Hilfe von Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel kann der Glutathion-Spiegel des Körpers erhöht und die Ausleitung der Schwermetalle unterstützt werden.

OPC:

OPC (Oligomere Proanthocyanidine) sind sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls zu den äusserst leistungsfähigen Antioxidantien gehören und - da sie die Blut-Hirn-Schranke passieren können - insbesondere die Zellen im Gehirn vor dem Einfluss des Quecksilbers schützen können.

Sonnenlicht:

Untersuchungen zeigten, dass die Schwermetallausleitung um 30 Prozent höher ist, wenn man sich möglichst häufig unter freiem Himmel bzw. unter dem Licht  von Vollspektrumlampen aufhält, anstatt unter Kunstlicht den Alltag zu verbringen.

Unterstützung der Leber:

Als Entgiftungsorgan Nr. 1 ist die Leber bei der Ausleitung von Schwermetallen natürlich ganz vorn an der Front. Folglich sollten während einer Entgiftung auch solche Massnahmen berücksichtigt werden, die die Leber entlasten und unterstützen können. Dazu gehören:

  • Kein Alkohol
  • Keine unnötigen Medikamente
  • Kein Zucker in Form von Haushaltszucker und damit gesüssten Produkten
  • Möglichst giftfreie Körperpflegeprodukte und biologische Haushaltsreiniger
  • Keine Fertig-Lebensmittel (kein Fast Food / keine Softdrinks)
  • Gesunde basenüberschüssige Ernährungsweise aus frischen Lebensmitteln
  • Erhöhte Wasserzufuhr (2 bis 3 Liter kohlensäurefreies Wasser pro Tag)
  • Darmsanierung und/oder Einläufe (je gesünder und reiner der Darm ist, um so weniger Giftstoffe gelangen in die Leber)
  • Unterstützung der Entgiftung mit Hilfe einer absorbierenden Mineralerde z. B. Bentonit, das ein- oder zweimal täglich eingenommen wird (jeweils 1 Teelöffel mit einem grossem Glas Wasser)
  • Bitterstoffe unterstützen die Verdauungskraft und lindern die Gier nach Süssigkeiten
  • Kurkuma als Gewürz oder als Tee fördert die Regenerationsfähigkeit der Leber
  • Die Samen der Mariendistel enthalten Wirkstoffe, die der Leber nicht nur bei der Entgiftung helfen, sondern auch ganz enorm die Regeneration von beschädigtem Lebergewebe fördern.

Ausleitung und Schwangerschaft?

Laut Dr. med. Max Daunderer gibt die Mutter während der Schwangerschaft 40 Prozent der in ihrem Gewebe eingelagerten Quecksilbermenge an das ungeborene Baby weiter. Weitere 5 Prozent des Quecksilbers der Mutter bekommt das Kind während der Stillzeit mit der Muttermilch. Eine Schwangerschaft ist für die Mutter also eine hervorragende Entgiftungskur - zu Lasten des Kindes.

Eine Amalgamsanierung sollte folglich lange VOR einer Schwangerschaft durchgeführt werden, um das Kind nicht zu belasten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es gut drei Jahre dauern kann, bis das Quecksilber mit Hilfe eines gründlichen Ausleitungsprogrammes grösstenteils den Körper verlassen hat. Erst dann sollte eine Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden.

Während einer Schwangerschaft, während der Stillzeit oder unmittelbar vor einer geplanten Schwangerschaft sollten Amalgamfüllungen folglich weder entfernt werden noch sollten Massnahmen ergriffen werden, die Quecksilber aus den Zellen mobilisieren können (DMPS, Bärlauch, Koriander), da das Quecksilber in die Plazenta bzw. die Muttermilch gelangen würde. Koriander kann überdies - in den bei einer Ausleitung eingenommenen Dosen - in der Gebärmutter Kontraktionen auslösen, was Fehlgeburten begünstigen könnte.

Um Schwermetalle - wenigstens zu einem gewissen Teil - im Verdauungstrakt zu binden, kann während der Schwangerschaft Bentonit eingenommen werden.

Die Wahl des richtigen Zahnarztes

Herkömmliche Zahnärzte, die womöglich noch selbst Amalgamfüllungen legen und dieses als harmlos bezeichnen, eignen sich für eine ordnungsgemässe Amalgamsanierung nicht. Nur ein diesbezüglich interessierter und ausgebildeter Zahnarzt hat die entsprechende Ausrüstung und Motivation, um Amalgamfüllungen mit einem geringstmöglichen Risiko für den Patienten zu entfernen. Begeben Sie sich daher auf die Suche nach einem naturheilkundlich tätigen Zahnarzt (z. B. bei dem Bundesverband der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte e.V.). Ein solcher sollte mindestens die nachfolgenden Kriterien erfüllen:

  • Er versucht bei Behandlungen die Belastung für den Körper (durch Medikamente, Spritzen etc.) möglichst gering zu halten.
  • Er lehnt Amalgam und andere toxische Zahnmaterialien als Füllstoff grundsätzlich ab
  • Er bietet eine fachmännische Entfernung von Amalgamfüllungen.
  • Er kann über Massnahmen zur Ausleitung des Quecksilbers beraten.
  • Er kann über verträgliche Füllmaterialien beraten.
  • Er kann mögliche Zahnherde aufspüren bzw. dem Patienten helfen, im Kieferbereich nach möglichen Ursachen für chronische Gesundheitsbeschwerden zu fahnden.

Beachten Sie, dass sich die ganzheitliche Zahnheilkunde und die „normale“ Zahnheilkunde im Hinblick auf die Grundausbildung der Zahnärzte nicht unterscheiden. Der ganzheitliche Zahnmediziner hat lediglich darüber hinaus noch eine Zusatzausbildung, die eine dringend nötige Ergänzung zur herkömmlichen Zahnmedizin darstellt.

Quellen

  • Dr. Joachim Mutter „Amalgam - Risiko für die Menschheit“ Natura Viva; Auflage: 3. Aufl. (18. Januar 2011)
  • Dr. med. Max Daunderer „Amalgam“ecomed Medizin; Auflage: 6. Auflage (7. Juli 2000)


Sehen Sie diesen Vortrag über Amalgam




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(2)

Boude
geschrieben am: Dienstag, 17. April 2012, 18:05
eMail-Adresse hinterlegt

Liebes ZDG-Team, ich war gestern seit längerem mal wieder bei einem Zahnarzt und hatte doch tatsächlich Karies. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, da ich mich doch seit geraumer Zeit vornehmlich von naturbelassenen Lebensmitteln ernähre. Seit einem Monat mach ich die befreite Ernährung nach Christian Opitz. Aber anscheinend hab ich doch noch zuviel \"mindere\" Nahrung zu mir genommen.

Jedenfalls hat der Arzt gebort (hab leider euren Artikel "Zähne mit Beinwell natürlich reparieren" erst heute gelesen) und auch noch ohne mich zu fragen eine Amalgamfüllung eingesetzt. Jetzt möchte ich sie natürlich wieder raus machen lassen. Unter eurer Liste: Bundesverband der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte e.V. habe ich auch schon einen Arzt in meiner Nähe ausfindig gemacht. Ganz ohne neue Füllung werde ich wohl nicht auskommen, oder? Auch nicht durch die Beinwell-Therapie? Wenn nicht, welche Art von Füllung könnt ihr empfehlen? Haben alle Kunststofffüllungen Bisphenol A?
Vielen Dank und herzliche Grüße Boude




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Boude,
vielen Dank auch für diese Mail.
Nicht alle Kompositfüllungen enthalten Bisphenol A. Weisen Sie Ihren Zahnarzt darauf hin, dass Sie ein Material ohne Bisphenol A wünschen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass ein ganzheitlich tätiger Zahnarzt Füllungen mit Problemstoffen generell nicht verwendet bzw. Sie ausführlich darüber aufklären kann - auch darüber, welches Material für Ihr Problem und Ihren Geldbeutel passend ist. Sprechen Sie vorsichtshalber dennoch das Thema und Ihre diesbezüglichen Wünsche am besten bereits am Telefon im Vorfeld an, damit man sich in der Praxis vorbereiten kann.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Dora_R
geschrieben am: Freitag, 23. März 2012, 08:52
eMail-Adresse hinterlegt

Liebes ZdG-Team, ich hab noch einige Amalgamfüllungen übrig, die \"dank\" meiner schlechten Zähne zwar nach und nach entfernt werden, aber sicher werden es nicht so bald alle sein. Eine komplette Entfernung kann ich mir leider nicht leisten und traue ich mir auch nicht zu, mir geht es bereits nach der Entfernung ein/zweier Füllungen für einige Tage sehr schlecht (Migräne, Übelkeit etc.). Ich habe diese Füllungen seit meiner Kindheit, habe erst seit einem dreiviertel Jahr eine Schiene und früher auf nicht viel geachtett (wie die richtige Zahnpasta/bürste, Ernährung, Säure usw), sprich: Die Ablagerungen vom Amalgam in meinem Körper müssen immens sein.

Ich würde gerne jetzt schon etwas tun um den Schaden zu verringern. Koriander wure mir empfohlen, aber scheinbar lehnen Sie das ab? Auch in Verbindung mit Chlorella? Ist Bärlauch als einziges möglich und wie genau sieht so ein Präparat aus, wenn ich sie richtig verstehe esse ich einfach viel frisches Bärlauch jeden Tag? Ist Chlorella zusätzlich dennoch in Ordnung? Könnte ich Betonit, Kurkuma oder Mariendistel auch jetzt schon in erhöhten Mengen nehmen? Wie sieht es mit der Zinkaufnahme aus? Und ist Brennesseltee (oder die Samen) nicht auch reinigend, wenn auch ich glaube eher für die Nieren?

Insbesondere die Folgen nach Amalgamentfernungen machen mir Sorgen und ich bin Ihnen da für jede Hilfe sehr dankbar. vielleicht gibt es auch anderes, das ich tun kann? Ich möchte vor allem auf Medikamente, chemische Substanzen uä verzichten und es durch natürliche Dinge unterstützen.
Mit Grüßen Dora R.




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Dora,
vielen Dank für Ihre Mail.

Koriander kommt während einer Ausleitungstherapie erst sehr spät zum Einsatz, da es Quecksilber im Gehirn mobilisieren können soll. Wenn jedoch das Bindegewebe noch nicht von Quecksilber befreit ist, dann kann das Gehirnquecksilber nicht ausgeleitet werden, sondern kursiert im Körper und richtet dort u. U. Schäden an. Also gilt es, zunächst das Bindegewebe zu entgiften - was einige Monate lang dauern kann - und erst dann den Koriander einzunehmen.
 
Dies jedoch gilt NUR für Menschen, die alle Amalgamfüllungen entfernen liessen. Wenn noch Amalgam im Mund ist, sollte keinesfalls Koriander genommen werden, sondern ausschliesslich Bärlauch in Kombination mit Chlorella sowie zusätzlich Bentonit.
 
Bärlauch kann jetzt in der Saison natürlich auch frisch und roh verzehrt werden. Sie können daraus Bärlauchpesto bereiten und dieses löffelweise einnehmen. Besonders leicht zu dosieren sind Bärlauchkapseln. Chlorella kann als Pulver oder als Tabletten eingenommen werden. Das Pulver soll jedoch eine bessere Wirkung haben.
 
Die im Text erwähnten Massnahmen für die Leber (Kurkuma, Bitterstoffe, Mariendistel) können und sollten natürlich in jedem Fall wahrgenommen werden, da die Leber als unser Entgiftungsorgan im Falle einer Schwermetallausleitung Höchstleistungen vollbringen muss.
 
Wenn Sie Ihren Zinkspiegel verbessern möchten, so sind gute Zinkquellen z. B. Hülsenfrüchte (vor dem Kochen über Nacht einweichen), Nüsse (vor allem Paranüsse), Kürbiskerne, Avocados, Trockenfrüchte, Pilze (vor allem Steinpilze) und - wer möchte - tierische Lebensmittel (hier besonders die Innereien und Meeresfrüchte), aber auch Eier.
 
Zink sollte übrigens nie als alleiniges Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, da es die Kupferaufnahme hemmen würde und auf diese Weise dem glücklich behobenen Zinkmangel ein Kupfermangel folgen würde. Aus diesem Grunde gibt es Zinkpräparate, die mit Kupfer kombiniert sind.
 
Brennnesselsamen können das Immunsystem stärken, so dass dieses mit der Schwermetallbelastung besser fertig wird. Auf diese Weise unterstützen Brennnesselsamen indirekt die Ausleitung.
 
Wie im Text beschrieben sollte darüber hinaus die Darmgesundheit im Mittelpunkt stehen, da eine Ausleitung umso erfolgreicher verlaufen kann, je leistungsfähiger das Verdauungssystem und je besser der Zustand der Darmflora ist. Informationen dazu finden Sie hier:

Wie eine Darmreinigung funktioniert
 
In Kombination mit einer basischen und vitalstoffreichen Ernährung sollten Sie es zunächst bei diesen Massnahmen belassen und diese konsequent durchführen, bevor Sie noch weitere Präparate in Ihr Programm integrieren.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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