Heidelbeeren
Heidelbeeren können die Gefäße frei und sauber halten. Bekannt ist, dass eine gesunde Ernährung, das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose senken kann.
Veröffentlichung am
10.11.2010 um
09:43 Uhr / Aktualisierung am
31.01.2011 um
15:43 Uhr
Die Folgeerscheinungen der Arteriosklerose sind die Haupttodesursachen in den Industrienationen, so dass Informationen über vorbeugende Maßnahmen dringend erforderlich sind.
Bei Arteriosklerose kommt es zu Ablagerungen an den Innenwänden der Blutgefäße. Diese Ablagerungen bestehen aus Fettsäuren, Cholesterin, Calcium, Kollagen und anderen Substanzen. Mit der Zeit verhärten sich diese Ablagerungen und nehmen eine zementähnliche Konsistenz an.
Gleichzeitig verengen sie die Blutgefäße, so dass die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr optimal gewährleistet werden kann. Im ungünstigsten Fall führt eine Arteriosklerose zu Thrombosen, Angina Pectoris, Schlaganfällen oder Herzattacken.
Eine cholesterinarme Ernährung allein führt bekanntlich nicht unbedingt zum Erfolg wovon viele Patienten, die konsequent Butter, Eier und Mayonnaise meiden und deren Cholesterinwerte dennoch nicht sinken, ein Lied singen können.
Neben den schulmedizinischen Arteriosklerose-Entstehungs-Theorien gibt es daher noch einige andere. So zum Beispiel jene, die erklärt, dass die Cholesterinwerte nicht deshalb steigen, weil zu viel Cholesterin gegessen wird, sondern weil die mit tierischen Eiweißen überlastete Leber entweder versehentlich zu viel Cholesterin produziert oder das vorhandene Cholesterin einfach nicht mehr abbaut. Hier wäre die Lösung, nicht die Fette, sondern die tierischen Eiweiße aus dem Speiseplan zu streichen (und natürlich ungesunde Fette durch hochwertige zu ersetzen).
Eine andere Theorie geht davon aus, dass Cholesterin deshalb von der Leber gebildet wird, weil es zum Kitten kleinster Risse in den Blutgefäßen benötigt wird. Die Risse in den Blutgefäßen erscheinen natürlich auch nicht einfach so, sondern so lautet die Erklärung aufgrund eines deutlichen Mangels an Vitalstoffen, ganz besonders an Vitamin C.
Jetzt entdeckten Wissenschaftler zum ersten Mal den direkten Beweis dafür, dass eine natürliche Substanz existiert, die der Bildung von Ablagerungen an den Blutgefäßwänden entgegen wirken und die das Wachstum dieser Ablagerungen sowie die Verengung der Blutgefäße verhindern kann: Die Heidelbeere.
Leiter der Studie, die kürzlich im Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, war Dr. Xianli Wu vom USDA Arkansas Children's Nutrition Center der University of Arkansas for Medical Sciences. Dr. Wus Forschungsteam arbeitete mit 30 sog. Knock-Out-Mäusen, die genetisch so manipuliert waren, dass sie an einem Apolipoprotein-E-Mangel litten, weshalb sie für Arteriosklerose ganz besonders anfällig waren. (Das Apolipoprotein E ist normalerweise an der Regulation des Fetthaushaltes beteiligt.)
Die Hälfte der Nagetiere erhielt 20 Wochen lang gefriergetrocknetes Heidelbeer-Pulver (die Menge entsprach einer halben Tasse frischer Heidelbeeren) über ihre Mahlzeiten gestreut. Die andere Hälfte der Mäusepopulation diente als Kontrollgruppe und erhielt kein Beerenpulver.
Am Ende der Untersuchung wurden in beiden Gruppen die in den Blutgefäßen gebildeten Ablagerungen gemessen. Dabei stellte sich heraus, dass die Heidelbeergruppe deutlich weniger Ablagerungen hatte, als die Gruppe, die keine Heidelbeeren erhalten hatte. Die Ablagerungen an den Wänden der absteigenden Hauptschlagader waren bei den Heidelbeermäusen um 58 Prozent, die Ablagerungen in jenen Arterien, die zu den Herzkranzgefäßen führen, um 39 Prozent geringer als das bei der Kontrollgruppe der Fall war.
Frühere Studien deuteten bereits darauf hin, dass der Verzehr von Heidelbeeren kardiovaskuläre Erkrankungen vorbeugen könnte. Doch war nicht bekannt, wie diese präventive Wirkung zustande kam. Die vorliegende Studie zeigt nun, dass Heidelbeeren eine Substanz enthalten, die konkret die Ablagerungen in den Arterien zurückbildet.
Das Forscherteam um Dr. Wu plant nun weitere Untersuchungen, um dem Wirkmechanismus der Heidelbeersubstanz auf die Spur zu kommen. So könnte es etwa sein, dass Heidelbeeren den oxidativen Stress(1) verringern (ein bekannter Risikofaktor für Arteriosklerose) und die Aktivität von antioxidativen Enzymen steigern. Man darf also gespannt sein.
Da die typische cholesterinreduzierte Diät eher unzuverlässig dabei hilft, Cholesterinwerte zu senken, böte sich viel eher an, tierische Eiweiße zu meiden und sich mit Hilfe von Obst und Gemüse rundum mit allen wichtigen Vitalstoffen einzudecken.
Die Wissenschaftler der hier vorgestellten Studie preisen zwar die Heidelbeere, doch ist anzunehmen, dass auch in anderen Früchten und Gemüsearten, insbesondere in allen Wildbeerenarten hervorragende Substanzen enthalten sind, die in ihrer Gesamtheit nicht nur die Blutgefäße sauber halten können, sondern allgemein sämtliche Körperfunktionen so ankurbeln, dass ein insgesamt einwandfreier Gesundheitszustand die automatische Konsequenz sein wird.
Wer jedoch bereits mit arteriosklerotischen Problemen zu kämpfen hat, macht sicher keinen Fehler, wenn er seine Frischkost so oft wie möglich (in der entsprechenden Saison) mit Heidelbeeren ergänzt.
(1)Oxidativer Stress: Bei Arthrose soll das Cholesterin (LDL) erst durch Oxidation zur sog. Plaque (Ablagerungen) bzw. zu einer Vorstufe derselben verwandelt werden.
Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.
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r.gründl
Zentrum der Gesundheit:
Hallo J. D.,
danke für Ihre Mail.
Da in der Studie die für die vor arteriosklerotischen Ablagerungen schützende Substanz in Heidelbeeren nicht genannt wurde, können wir nur vermuten, dass es sich um einen oder mehrere der antioxidativ wirksamen sekundären Pflanzenstoffe der Heidelbeere handelte. Diese reagieren jedoch nicht alle einheitlich auf Hitze. Manche sind höchst hitzeempfindlich, andere wiederum überhaupt nicht. Folglich ist es sicherer, Heidelbeeren unerhitzt zu genießen. Als Konservierungsmethode käme das Einfrieren in Frage.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
freue mich schon auf die nächszern newsletter.
mit freundlichen Grüßen
S..Reinsberg-Erdmann
können Heidelbeeren aus der Tiefkühltruhe des Supermarktes mit Eiern des Fuchsbandwurms verseucht sein? Wie groß ist diese Gefahr bei selbst im Wald gepflückten Heidelbeeren?
Mit freundlichen Grüßen
E. D.
Zentrum der Gesundheit:
Sehr geehrter Herr D.,
vielen Dank für Ihre Mail. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen aufgrund des Fuchsbandwurmes betragen 13 bis 23 (lt. Robert-Koch-Institut). Im Fachblatt "Münchner Medizinische Wochenschrift" (2007, Nr. 2930, S. 18) war zu lesen, dass es keinerlei Belege dafür gäbe, sich beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren (lt. Infektionsmediziner Peter Kern vom Uniklinikum Ulm). Als Hauptinfektionsquelle der wenigen jährlichen Fälle gelten bislang enge Kontakte zu Haus - bzw. Nutztieren.
Kulturheidelbeeren wachsen außerdem auf Sträuchern, die bis zu 2 Meter (und höher) werden können. In diese Höhe gelangt Fuchskot auch dann nicht, wenn ein Fuchs durch die Heidelbeerfelder streunen sollte. Das Pflücken von Wildheidelbeeren wäre da schon riskanter, da diese Büsche nur bis 60 cm hoch werden. Wenn Sie jedoch hier die unteren Beeren meiden und außerdem die oben erwähnten Fakten in Betracht ziehen, dann besteht auch hier kaum ein reelles Ansteckungsrisiko.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
nicht . Vielen Dank für diese Nachricht.
Grüsse on Ebsi
Wenn Ablagerungen wirklich abgebaut werden können.
Danke für die Nachricht.
Ab jetzt steht täglich (soweit es möglich ist) Heidelbeere auf dem Speiseplan.
Beste Grüsse
Angelika Lang
Zentrum der Gesundheit:
Vielen Dank
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit