Heidelbeeren


Heidelbeeren können die Gefäße frei und sauber halten. Bekannt ist, dass eine gesunde Ernährung, das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose senken kann.

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Heidelbeeren stoppen Arteriosklerose

Veröffentlichung am 10.11.2010 / Aktualisierung am 08.06.2014  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

(Zentrum der Gesundheit) - Heidelbeeren halten Blutgefässe frei und sauber. Bekannt ist, dass eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose senken kann. Praktisch wäre es nun aber, wenn man genau wüsste, welche Früchte oder welche Gemüse denn in dieser Hinsicht besonders wirkungsvoll sind. Ein amerikanisches Forscher-Team hat sich dieser Thematik angenommen und hat als erstes die Heidelbeere (auch Blaubeere genannt) als Anti-Arteriosklerose-Frucht entdeckt.

heidelbeeren

Arteriosklerose – Haupttodesursache in den Industrieländern

Die Folgeerscheinungen der Arteriosklerose sind die Haupttodesursachen in den Industrienationen, so dass Informationen über vorbeugende Massnahmen dringend erforderlich sind.

Bei Arteriosklerose kommt es zu Ablagerungen an den Innenwänden der Blutgefässe. Diese Ablagerungen bestehen aus Fettsäuren, Cholesterin, Calcium, Kollagen und anderen Substanzen. Mit der Zeit verhärten sich diese Ablagerungen und nehmen eine zementähnliche Konsistenz an.

Gleichzeitig verengen sie die Blutgefässe, so dass die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr optimal gewährleistet werden kann. Im ungünstigsten Fall führt eine Arteriosklerose zu Thrombosen, Angina Pectoris, Schlaganfällen oder Herzattacken.

Nicht Cholesterin ist das Problem, sondern...

Eine cholesterinarme Ernährung allein führt bekanntlich nicht unbedingt zum Erfolg – wovon viele Patienten, die konsequent Butter, Eier und Mayonnaise meiden und deren Cholesterinwerte dennoch nicht sinken, ein Lied singen können.

Neben den schulmedizinischen Arteriosklerose-Entstehungs-Theorien gibt es daher noch einige andere. So zum Beispiel jene, die erklärt, dass die Cholesterinwerte nicht deshalb steigen, weil zu viel Cholesterin gegessen wird, sondern weil die mit tierischen Eiweissen überlastete Leber entweder versehentlich zu viel Cholesterin produziert oder das vorhandene Cholesterin einfach nicht mehr abbaut. Hier wäre die Lösung, nicht die Fette, sondern die tierischen Eiweisse aus dem Speiseplan zu streichen (und natürlich ungesunde Fette durch hochwertige zu ersetzen).

Eine andere Theorie geht davon aus, dass Cholesterin deshalb von der Leber gebildet wird, weil es zum Kitten kleinster Risse in den Blutgefässen benötigt wird. Die Risse in den Blutgefässen erscheinen natürlich auch nicht einfach so, sondern – so lautet die Erklärung – aufgrund eines deutlichen Mangels an Vitalstoffen, ganz besonders an Vitamin C.

Studie: Heidelbeeren verhindern Ablagerungen in den Blutgefässen

Jetzt entdeckten Wissenschaftler zum ersten Mal den direkten Beweis dafür, dass eine natürliche Substanz existiert, die der Bildung von Ablagerungen an den Blutgefässwänden entgegen wirken und die das Wachstum dieser Ablagerungen sowie die Verengung der Blutgefässe verhindern kann: Die Heidelbeere.

Leiter der Studie, die kürzlich im Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, war Dr. Xianli Wu vom USDA Arkansas Children`s Nutrition Center der University of Arkansas for Medical Sciences. Dr. Wus Forschungsteam arbeitete mit 30 sog. Knock-Out-Mäusen, die genetisch so manipuliert waren, dass sie an einem Apolipoprotein-E-Mangel litten, weshalb sie für Arteriosklerose ganz besonders anfällig waren. (Das Apolipoprotein E ist normalerweise an der Regulation des Fetthaushaltes beteiligt.)

Die Hälfte der Nagetiere erhielt 20 Wochen lang gefriergetrocknetes Heidelbeer-Pulver (die Menge entsprach einer halben Tasse frischer Heidelbeeren) über ihre Mahlzeiten gestreut. Die andere Hälfte der Mäusepopulation diente als Kontrollgruppe und erhielt kein Beerenpulver.

Am Ende der Untersuchung wurden in beiden Gruppen die in den Blutgefässen gebildeten Ablagerungen gemessen. Dabei stellte sich heraus, dass die Heidelbeergruppe deutlich weniger Ablagerungen hatte, als die Gruppe, die keine Heidelbeeren erhalten hatte. Die Ablagerungen an den Wänden der absteigenden Hauptschlagader waren bei den Heidelbeermäusen um 58 Prozent, die Ablagerungen in jenen Arterien, die zu den Herzkranzgefässen führen, um 39 Prozent geringer als das bei der Kontrollgruppe der Fall war.

Frühere Studien deuteten bereits darauf hin, dass der Verzehr von Heidelbeeren kardiovaskuläre Erkrankungen vorbeugen könnte. Doch war nicht bekannt, wie diese präventive Wirkung zustande kam. Die vorliegende Studie zeigt nun, dass Heidelbeeren eine Substanz enthalten, die konkret die Ablagerungen in den Arterien zurückbildet.

Das Forscherteam um Dr. Wu plant nun weitere Untersuchungen, um dem Wirkmechanismus der Heidelbeersubstanz auf die Spur zu kommen. So könnte es etwa sein, dass Heidelbeeren den oxidativen Stress(1) verringern (ein bekannter Risikofaktor für Arteriosklerose) und die Aktivität von antioxidativen Enzymen steigern. Man darf also gespannt sein.

Was bedeutet das für die tägliche Arteriosklerose-Prophylaxe?

Da die typische cholesterinreduzierte Diät eher unzuverlässig dabei hilft, Cholesterinwerte zu senken, böte sich viel eher an, tierische Eiweisse zu meiden und sich mit Hilfe von Obst und Gemüse rundum mit allen wichtigen Vitalstoffen einzudecken.

Die Wissenschaftler der hier vorgestellten Studie preisen zwar die Heidelbeere, doch ist anzunehmen, dass auch in anderen Früchten und Gemüsearten, insbesondere in allen Wildbeerenarten hervorragende Substanzen enthalten sind, die in ihrer Gesamtheit nicht nur die Blutgefässe sauber halten können, sondern allgemein sämtliche Körperfunktionen so ankurbeln, dass ein insgesamt einwandfreier Gesundheitszustand die automatische Konsequenz sein wird.

Wer jedoch bereits mit arteriosklerotischen Problemen zu kämpfen hat, macht sicher keinen Fehler, wenn er seine Frischkost so oft wie möglich (in der entsprechenden Saison) mit Heidelbeeren ergänzt.

Quellen und weitere Infos:

Fussnote

(1)Oxidativer Stress: Bei Arthrose soll das Cholesterin (LDL) erst durch Oxidation zur sog. Plaque (Ablagerungen) bzw. zu einer Vorstufe derselben verwandelt werden.


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Endlich: Es wird Sommer...

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Bald stehen wir wieder zur Verfügung.

(7)

gründl renate
geschrieben am: donnerstag, 04. august 2011, 09:33
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ich finde diese seiten super gut ,vor allen weil mal jemand schreibt das man tierische fette meiden soll,ich meide sie schon lange mir fehlt es an nichts,für b12 vitamine nehme ich spirulina ein man kann viel gesünder ohne tierische produkte leben,aber die wenigsten glauben es.

r.gründl
J. D.
geschrieben am: mittwoch, 03. august 2011, 11:33
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Interessant wäre noch, ob die Wirkung bei erhitzten Heidelbeeren auch besteht.

Zentrum der Gesundheit:

Hallo J. D.,
danke für Ihre Mail.
Da in der Studie die für die vor arteriosklerotischen Ablagerungen schützende Substanz in Heidelbeeren nicht genannt wurde, können wir nur vermuten, dass es sich um einen oder mehrere der antioxidativ wirksamen sekundären Pflanzenstoffe der Heidelbeere handelte. Diese reagieren jedoch nicht alle einheitlich auf Hitze. Manche sind höchst hitzeempfindlich, andere wiederum überhaupt nicht. Folglich ist es sicherer, Heidelbeeren unerhitzt zu genießen. Als Konservierungsmethode käme das Einfrieren in Frage.

Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
sigrid reinsberg
geschrieben am: donnerstag, 14. april 2011, 22:06
eMail-Adresse hinterlegt
Ihre artikel sind sehr empfehlenswert.
freue mich schon auf die nächszern newsletter.

mit freundlichen Grüßen

S..Reinsberg-Erdmann
E.D.
geschrieben am: dienstag, 01. februar 2011, 17:57
eMail-Adresse hinterlegt
Sehr geehrte Damen und Herren,
können Heidelbeeren aus der Tiefkühltruhe des Supermarktes mit Eiern des Fuchsbandwurms verseucht sein? Wie groß ist diese Gefahr bei selbst im Wald gepflückten Heidelbeeren?
Mit freundlichen Grüßen
E. D.

Zentrum der Gesundheit:

Sehr geehrter Herr D.,
vielen Dank für Ihre Mail. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen aufgrund des Fuchsbandwurmes betragen 13 bis 23 (lt. Robert-Koch-Institut). Im Fachblatt "Münchner Medizinische Wochenschrift" (2007, Nr. 29–30, S. 18) war zu lesen, dass es keinerlei Belege dafür gäbe, sich beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren (lt. Infektionsmediziner Peter Kern vom Uniklinikum Ulm). Als Hauptinfektionsquelle der wenigen jährlichen Fälle gelten bislang enge Kontakte zu Haus - bzw. Nutztieren.
Kulturheidelbeeren wachsen außerdem auf Sträuchern, die bis zu 2 Meter (und höher) werden können. In diese Höhe gelangt Fuchskot auch dann nicht, wenn ein Fuchs durch die Heidelbeerfelder streunen sollte. Das Pflücken von Wildheidelbeeren wäre da schon riskanter, da diese Büsche nur bis 60 cm hoch werden. Wenn Sie jedoch hier die unteren Beeren meiden und außerdem die oben erwähnten Fakten in Betracht ziehen, dann besteht auch hier kaum ein reelles Ansteckungsrisiko.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Eberhard Gaitzsch
geschrieben am: dienstag, 01. februar 2011, 10:19
eMail-Adresse hinterlegt
Das Heidelberen gesund ist ja bekannt,daß sie aber die Adern frei putzen wußte ich noch
nicht . Vielen Dank für diese Nachricht.

Grüsse on Ebsi
Angelika Lang
geschrieben am: montag, 31. januar 2011, 22:39
eMail-Adresse hinterlegt
Sensationell !!!
Wenn Ablagerungen wirklich abgebaut werden können.
Danke für die Nachricht.

Ab jetzt steht täglich (soweit es möglich ist) Heidelbeere auf dem Speiseplan.

Beste Grüsse
Angelika Lang
Elena
geschrieben am: montag, 31. januar 2011, 20:01
eMail-Adresse hinterlegt
Vielen DANK für die tolle Info. Zentrum der Gesundheit finde ich einfach TOLL!!! Alles was da zum lesen ist, hat Hand und Füss... BRAVO mit brio!!!

Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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