Süßkartoffeln - 10 Gründe für das nährstoffreichste Gemüse
Wir nennen Ihnen 10 Gründe, warum es sich lohnt, mehr Süßkartoffeln zu essen.
Veröffentlichung am
29.03.2011 um
10:31 Uhr / Aktualisierung am
31.10.2011 um
12:29 Uhr
Süßkartoffeln werden gelegentlich auch Batate genannt und sind eigentlich gar keine Kartoffeln. Süßkartoffeln sind zwar Knollen, die in der Erde wachsen, doch haben sich damit die Gemeinsamkeiten mit unseren altbekannten "Erdäpfeln" auch schon nahezu erschöpft. Die üblichen Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, während die Süßkartoffel ein Windengewächs ist und damit zu einer ganz anderen botanischen Familie gehört.
Jedes Kind weiß, dass man von unseren altbekannten Kartoffeln gerade noch die Knollen essen kann, den Rest der Pflanze aber möglichst nicht. Die Blätter der Süßkartoffel hingegen werden in den tropischen Heimatländern der Batate als Nahrungsmittel genutzt und zu spinatähnlichen Gerichten verarbeitet.
Im Gepäck des genuesischen Seefahrers Cristoforo Colombo, bei uns besser bekannt als Christoph Kolumbus, reiste die Süßkartoffel einst von Südamerika nach Europa. In Spanien und Portugal gedieh die rosafarbene Knolle ganz hervorragend und wurde dort alsbald zur Speise der Armen auserkoren. Offenbar beobachtete man infolgedessen, wie feurig und leidenschaftlich die Mitglieder der Unterschicht wurden.
Im Nu hatte die Süßkartoffel den Ruf einer aphrodisierenden und potenzsteigernden Wunderknolle inne und wurde ab sofort auch von den Reichen verspeist. Da wurden die Engländer hellhörig und bestanden ebenfalls darauf, umgehend Süßkartoffeln zu essen. Da sich die wärmeliebende Pflanze nicht dazu überreden ließ, im kühlen Klima Englands zu wachsen, wurde sie daraufhin in großen Mengen ins Vereinigte Königreich importiert.
Heute liegt die Süßkartoffel in der Anbau-Hitliste aller Wurzel-und-Knollengemüse weltweit auf Platz drei - gleich hinter den beiden Spitzenreitern Kartoffel und Maniok. Über 120 Millionen Tonnen Süßkartoffeln werden jedes Jahr rund um den Globus geerntet, davon der Bärenanteil mit 100 Millionen Tonnen in China. Süßkartoffeln, die in Deutschland zum Kauf angeboten werden, stammen zumeist aus Israel oder Südamerika.
Die Süßkartoffel kann im Extremfall bis zu 30 cm lang und mehrere Kilogramm schwer werden. Im Gegensatz zu unserer Kartoffel lässt sich die Süßkartoffel aber aufgrund ihres hohen Wassergehaltes nicht so sehr lange lagern, und wenn, dann keinesfalls im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur.
In den Tropen macht man es so, dass man die Süßkartoffeln immer nur nach Bedarf ausgräbt. Allerdings sind die süßen Knollen nicht nur bei Menschen sehr beliebt. Rehe, (Wild-) Schweine und manche Nagetiere graben die Süßkartoffeln mit Leidenschaft aus, so dass das Batate-Beet bei Eintreffen des Gärtners ohne weiteres bereits abgeerntet sein kann.
In der Süßkartoffel steckt ein Stoff namens Caiapo. Man entdeckte ihn folgendermaßen: In einer Region in Japan (Kagawa) werden besonders viele Süßkartoffeln gegessen. Dort isst man die Süßkartoffel außerdem roh. Gleichzeitig schien die örtliche Bevölkerung Krankheiten wie Blutarmut, Bluthochdruck und Diabetes nicht zu kennen.
Diese Tatsache erweckte die Neugier einiger Forscher, darunter auch der Wissenschaftler des CNR (Consiglio Nazionale delle Ricerche, Nationaler Forschungsrat von Italien in Padua. Diese fanden in Zusammenarbeit mit der Universität Wien die Ursache für die wohltuende Wirkung der Süßkartoffel heraus. Sie identifizierten die Substanz Caiapo. Sie ist hauptsächlich in der Schale der Batate enthalten.
Versuche mit Caiapo zeigten daraufhin, dass Personen, die an Diabetes mellitus vom Typ II litten, eine Senkung ihres Nüchternblutzuckerspiegels erlebten. Außerdem sanken die Cholesterinwerte und das Blut verbesserte sich. Insgesamt führte all das zu einer deutlichen Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der freiwilligen Studienteilnehmer. Die Ergebnisse der Studie wurden in Diabetes Care, der offiziellen Zeitschrift der Amerikanischen Diabetes Vereinigung (American Diabetes Association), veröffentlicht.
In Süßkartoffeln sind außerdem viele Nähr- und Vitalstoffe enthalten. Ihre rosarote bis gelborange oder sogar violette Färbung verdankt die Süßkartoffel bestimmten sekundären Pflanzenstoffen wie etwa den Carotinoiden und Anthocyanen. Anthocyane sind hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale entlarven und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen.
Ja, sie sind in dieser Hinsicht sogar dem Vitamin C und dem Vitamin E überlegen. Auch Carotinoide gehören in die Gruppe der Antioxidantien und können Krebs, Arteriosklerose, Rheuma, Alzheimer, Parkinson, Grauen Star, Alterung etc. vorbeugen helfen.
Süßkartoffeln sind außerdem eine gute Quelle für Mineralstoffe und Vitamine. Mangan, Folat, Kupfer und Eisen sind reichlich in der rosa Knolle enthalten. Dazu die Vitamine C, B2, B6 und E sowie Biotin (Vitamin H), das Ganze geschmückt mit hochwertigen Ballaststoffen - und schon ist ein großartiges Lebensmittel geschaffen.
Süßkartoffeln sind ungewöhnlich reich an Antioxidantien. Sie wirken im Körper vorbeugend gegen Entzündungen und damit auch gegen Probleme, die auf Entzündungen zurück zu führen sind, wie z. B. Asthma, Arthritis, Gicht und viele weitere Leiden.
Süßkartoffeln sind eine exzellente Quelle für Kohlenhydrate insbesondere für Menschen, die Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben. Dieses saftige Wurzelgemüse kann den Blutzuckerspiegel regulieren und auf diese Weise der Entstehung einer Insulinresistenz vorbeugen.
Ganz besonders ballaststoffreich sind Süßkartoffeln, wenn sie mit der Pelle gegessen werden. Süßkartoffeln beheben daher nicht nur Verstopfung und fördern eine gesunde Verdauung, sondern beugen außerdem auch Darmkrebs vor.
Die Süßkartoffel ist ein wunderbares Lebensmittel für Schwangere oder auch für Frauen, die sich ein Kind wünschen. Süßkartoffeln enthalten nämlich sehr viel Folat (natürliche Folsäure), welches für die gesunde Entwicklung von Embryozellen und Embryonalgewebe unverzichtbar ist.
Die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe in der Süßkartoffel stärken ganz nebenbei das Immunsystem.
Süßkartoffeln sind hilfreich bei der Vermeidung von Herzerkrankungen. Da sie viel Kalium enthalten, können Süßkartoffeln das Auftreten von Herzinfarkten oder Schlaganfällen präventiv bekämpfen.
Kalium sorgt außerdem für eine gesunde Regulierung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes des Körpers. Auf diese Weise wird der Blutdruck stabilisiert und die Herzfunktionen werden reguliert.
Süßkartoffeln sind auch zur Linderung von Muskelkrämpfen zu empfehlen. Kaliummangel ist - gemeinsam mit Magnesiummangel - einer der Hauptgründe für Krämpfe und Muskelverletzungen.
Wenn Sie regelmäßig Süßkartoffeln essen (und natürlich ausreichend Sport treiben), werden Sie einen Anstieg Ihres Leistungsvermögens beobachten. Sie werden außerdem viel seltener an Muskelkrämpfen und anderen muskulären Problemen leiden.
Süßkartoffeln sind ziemlich hilfreich, wenn Sie stressbezogene Symptome behandeln wollen. Unser Körper neigt dazu, große Mengen an Kalium und anderer sehr wichtiger Mineralstoffe aufzubrauchen, wenn er unter Stress steht.
Süßkartoffeln füllen diese Körpervorräte wieder mit aktiven und bioverfügbaren Anti-Stress-Mineralstoffen auf, so dass der Organismus in der nächsten Stress-Situation wieder aus dem Vollen schöpfen und jedes Problem gelassen angehen kann.
Das CSPI Center for Science in the Public Interest (1) benannte die Süßkartoffel als das nährstoffreichste Gemüse überhaupt. Die Süßkartoffel erhielt bei der Bewertung durch das CSPI 184 Punkte für ihren ausgewogenen Nähr- und Vitalstoffreichtum. Damit führt die Süßkartoffel die Liste der gesündesten Gemüse mit deutlichem Abstand an. So erhielt das zweitgesündeste Gemüse (Kartoffel) nur 83 Punkte.
Süßkartoffeln lassen sich sehr gut roh essen. Im Gegensatz zu "normalen" Kartoffeln schmecken Süßkartoffeln in roher Form köstlich süß, saftig und knackig - fast wie eine perfekte Möhre, nur noch ein bisschen besser.
Die Süßkartoffel kann die Grundlage einer unendlichen Anzahl der verschiedensten Gerichte sein. Sie können Süßkartoffeln in Stücke geschnitten als lecker saftiges Rohkost-Fingerfood genießen oder fein gerieben als Salat zubereiten (ähnlich wie Möhrensalat).
Darüber hinaus eignen sich für die Süßkartoffel alle Rezepturen, die wir von der "normalen" Kartoffel her kennen. So kann die Süßkartoffel (mit der Schale) gekocht werden, sie kann gebacken, überbacken, frittiert, gebraten, püriert und auch in Süßspeisen verwandelt werden.
Besonders lecker schmeckt sie in Suppen, aber auch Pommes lassen sich aus Süßkartoffeln machen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nichts wie ran an die Süßkartoffeln!
(1)Das CSPI ist eine US-amerikanische unabhängige Non-Profit-Organisation, die mit Informationen rund um die Ernährung die öffentliche Gesundheit zu verbessern versucht.
Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3
Quelle 4
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Hallo ZDG-Team, ich bin auf ihre Seite gestoßen, da ein Familienmitglied Arthrose hat. Über Arthrose habe ich auf ihrer Seite schon sehr viel nachgelesen und konnte diese Tipps weitergeben. Nun bin ich auf die Süßkartoffel aufmerksam geworden und wollte fragen, ob sie bei einer Arthrose Erkrankung gegessen werden kann? Ich habe bedenken, wegen des hohen Stärkegehaltes. Dann habe ich noch eine Frage zur Süßkartoffel. Die kcal. sind höher als bei Kartoffeln. Heißt das, dass bei einer Diät Kartoffeln geeigneter sind? Vielen Dank für ihre Antwort Liebe Grüße Sabine
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Bine,
vielen Dank für Ihre Mail.
Süsskartoffeln können auch bei Arthrose sehr gut in den Speiseplan integriert werden. "Integriert" bedeutet nicht, dass man Süsskartoffeln als neues Grundnahrungsmittel betrachten und ab sofort in riesigen Mengen gekocht verzehren sollte, sondern dass man sie gelegentlich als Beilage essen kann.
Süsskartoffeln mögen zwar mehr Kalorien als gewöhnliche Kartoffeln haben, dafür ist ihr Vitalstoffgehalt deutlich höher. Süsskartoffeln (bitte bevorzugen Sie jene, die ein orangefarbenes Fruchtfleisch haben) enthalten sehr viel mehr Calcium, Eisen, Vitamin E, Vitamin C und insbesondere Vitamin A als die "normale" Kartoffel. Dazu kommt, dass die Süsskartoffel sehr gut roh gegessen werden kann, so dass man in den vollständigen Genuss aller Vitalstoffe gelangt.
Bei einer Diät, die der Gewichtsreduktion dient, sollte weniger der Kaloriengehalt eines Lebensmittels im Vordergrund stehen, sondern vielmehr dessen Qualität. Ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel - das heisst ein naturbelassenes, vitalstoffreiches Lebensmittel mit reichlich sekundären Pflanzenstoffen - wirkt sich (auch wenn es kalorienreicher ist) deutlich vorteilhafter auf den Stoffwechsel und damit langfristig auf das Gewicht aus als ein industriell verarbeitetes kalorienreduziertes Nahrungsmittel.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Vielen Dank für die ausführliche Information zum Thema (vernachlässigbare Menge bzw. nicht mehr enthaltene) Blausäure bei den heutigen Süßkartoffeln. Nun las ich über den heilenden Effekt bei Bluthochdruck und Diabetes des Caiapo aus der Haut einer japanischen Süßkartoffel.
Die Süßkartoffeln, die ich hier bekomme, stammen aus China. Man weiß, daß dort vermehrt Pestizide zum Einsatz kommen. Sollte man die Haut dann nicht lieber abschälen? Außerdem interessiert mich noch, ob das hochgelobte Anthocyanin sich in der lila-roten Schicht direkt unter der Haut der Süßkartoffel befindet. Man sollte in dem Fall die äußere Haut der Batate ganz dünn abschälen, da das lilafarbene darunterliegende Fruchtfleisch ja äußerst gesund ist (Anthocyanin-haltig), stimmt`s?
Liebe Grüße Doris Goldmann
Zentrum der Gesundheit:
Liebe Frau Goldmann,
vielen Dank für Ihr freundliches Feedback.
Offenbar kaufen Sie meist die weisse Süsskartoffel, die unter der Schale violett ist. Gehen Sie beim Schälen so vor, wie Sie vorgeschlagen haben: Sehr dünn schälen, so dass vom violetten Fruchtfleisch noch etwas vorhanden ist. Darüber hinaus gibt es jedoch auch oft die orangerote Süsskartoffel. Sie ist komplett orangerot (also nicht nur die Schale) und schmeckt deutlich besser als die weisse Sorte.
Falls in Ihrer Nähe ein Naturkostgeschäft sein sollte, dann erhalten Sie dort auch biologische Süsskartoffeln, die nicht mit Chemikalien behandelt wurden.
Herzliche Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo ZDG-Team, gestern aß ich zum ersten Mal Süßkartoffeln. Was für ein Genuß! Nun las ich gerade, diese schmackhafte, gesunde Knolle enthalte "Blausäure, die mengenmäßig toxikologisch relevant ist". Welche Menge bzw. Gewicht an Süßkartoffeln sind verträglich, und ab wann wird es bedenklich? Liebe Grüße Doris
Zentrum der Gesundheit:
Liebe Frau Goldmann,
vielen Dank für Ihre Mail.
Der von Ihnen zitierte Satz erscheint leider auf mehreren Webseiten - ohne dass Details mitgeteilt würden, so dass letztendlich niemand etwas damit anfangen kann. In Wirklichkeit kann die Süsskartoffel zwar theoretisch tatsächlich Blausäure enthalten, allerdings eben NICHT mehr in toxikologisch relevanten Mengen. Einst gab es Süsskartoffeln, die erwähnenswerte Blausäuregehalte enthielten. Sie hatten einen bitteren Geschmack. Jene Süßkartoffelsorten, die es bei uns zu kaufen gibt, schmecken nicht mehr bitter und enthalten keine nennenswerten Blausäuremengen mehr.
Maniok, Zitronenkerne, Limabohnen (auch hier gibt es blausäurearme Sorten) und Bittermandeln, die allesamt deutlich bitter schmecken, enthalten in der Tat bedenkliche Blausäuremengen. Süßkartoffeln jedoch wenn überhaupt so nur wenig Blausäure (Heiss, 2004, Lebensmitteltechnologie: Biotechnologische, chemische, mechanische und thermische Verfahren der Lebensmittelverarbeitung). Ja sie enthalten offenbar so wenig, dass in der Literatur keine Angaben zum konkreten Blausäuregehalt auffindbar sind.
Darüber hinaus kann der menschliche Organismus Blausäure in gewissen Mengen abbauen (20 bis 30 mg pro Tag), das heisst, er verfügt über einen Entgiftungsmechanismus für Blausäure - und zwar aus dem einfachen Grund: Blausäure bzw. deren Vorläuferverbindung (sog. cyanogene Glucoside) ist in vielen unserer täglichen Lebensmittel enthalten, z. B. in Erbsen, in Getreide, in Bohnen, in Leinsamen, in Kirschsaft, sogar im Bier, ja im Grunde in nahezu allen pflanzlichen Lebensmitteln - siehe hierzu: Blausäure in Lebensmitteln. Bei Blausäure geht es also um die Dosis. Diese jedoch kann durch den "normalen" Verzehr von heutigen Süßkartoffeln keine bedenklichen Ausmasse annehmen.
Darüber hinaus würde die Blausäure - wenn vorhanden - beim Kochvorgang (Dauer wie bei Kartoffeln) entfernt werden. Dazu muss jedoch ein Rezept gewählt werden, bei dessen Zubereitung das Kochwasser weggeschüttet werden kann.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Ich bin auf Ihre Seite gestossen, da meine Tochter (7 Monate) alles liebt wo ich Süßkartoffel untermische und ich wissen wollte ob ich ihr denn damit überhaupt etwas Gutes tue. Jetzt bin ich beruhigt. Ich dämpfe die Süßkartoffel und püriere sie, dazu gibt's dann immer div. andere Gemüsesorten, Fisch oder Fleisch. Ist es ok, die Süßkartoffel als Breibasis zu verwenden oder wird das dann doch zu viel?
Überraschend finde ich, dass man die Süßkartoffel mit Schale essen kann.... Sollte ich die Schale dranlassen wenn ich für die Kleine koche oder doch lieber abmachen? Bio-Süßkartoffeln hab ich bei uns noch nicht bekommen, da ist die Schale wohl nicht so empfehlenswert, oder?
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Tati,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die Süßkartoffel können Sie sehr gut für die Mahlzeiten Ihrer Tochter verwenden. Sie sollte jedoch in diesem Fall geschält werden.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Liebes ZDG-Team, ich muss sagen, dass ich ganz begeistert von Ihrem Wissen bin, was die Gesundheit betrifft. Man merkt richtig, was für kompetente Leute bei ZDG arbeiten und ich verfolge schon länger die Inhalte Ihrer Seite. Allein wenn man sich mal umhört wie viel Ernährungsunwahrheiten für die Wahrheit gehalten werden, dass sogar Brot als Grundnahrungsmittel zur Tagesordnung hört, finde ich das echt traurig. Besonders weil ein Großteil der Menschheit echt nur allesmögliche isst, was eben schnell, praktisch und natürlich ungesund zu essen ist. Allein das Wort "Abendbrot" ist für mich total unsympathisch geworden, wo ich mich immer mehr für gesunde Ernährung interessiere.
Natürlich ist es auch alles lecker, was ungesund ist bzw. die meisten Sachen, aber mir ist die Gesundheit total wichtig. Ich wollte diese Worte nur loswerden, weil ich mich irgendwie echt freuen würde, wenn es sich mehr durchsetzen würde, was hier alles von Ihnen verfasst wird. Dass sozusagen das Thema Gesundheit direkt mit ZDG verbunden wäre und jeder wüsste, was gemeint ist.
Weil ich mich auch echt frage, wie wir Menschen in den nächsten Jahrzehnten degenieren würden, wenn es immer weitergehen würde, dass bereits Kinder so ernährt werden, dass sie keine Möglichkeit haben, anders aufzuwachsen als mit Schnitzel, Pommes, Pizza, usw. Und am Ende noch eine Frage. Würden Sie die Süßkartoffel denn nun wirklich als Gemüse anpreisen oder auch irgendwie als Getreide in dem Sinne, ob man sie z.B. oft in den täglichen Speiseplan z.B. einbeziehen könnte? Oder sollte man da umgehen wie mit der Hirse?
Liebe Grüße, Alex
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Alex,
vielen Dank für Ihre freundliche Mail :-)
Die Süsskartoffel ist zwar sehr zucker- und auch sehr stärkereich, doch soll ihr glykämischer Index, also ihr Einfluss auf den Blutzuckerspiegel niedriger als der von "normalen" Kartoffeln und auch als der von Hirse sein. Da sie im Gegensatz zu Getreide keine die Verdauung hemmenden Substanzen wie Lektine oder Phytinsäure enthält, kann sie sehr gut als (gelegentliche) Beilage statt Getreide verwendet werden. Doch auch hier sollten in der Mahlzeit mengenmässig andere Gemüse überwiegen.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Wie ist es mit der Süßkartoffel und der normalen Kartoffel, gehen diie Nährstoffe beim erhitzen (Kochen, Backen, Frittieren,...) nicht verloren? Ebenso auch Reis. Apropo Reis, ist der geschälte Reis überhaupt gesund?
Zentrum der Gesundheit:
Liebe Olga,
vielen Dank für Ihre Mail.
Jedes Lebensmittel verliert einen Teil seiner Inhaltsstoffe bei der Zubereitung mit Hitze. Bei der Süßkartoffel ist es daher sehr praktisch, dass man diese auch sehr gut roh essen kann und man so in den Genuss all ihrer Vitalstoffe gelangt.
Zum Thema Reis möchten wir Sie auf diesen Artikel aufmerksam machen: Phytinsäure
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit