Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika und die Darmflora

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 13.07.2018
  • 2 Kommentare
Antibiotika und die Darmflora
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Bei vielen Erkrankungen ist die Gabe von Antibiotika eine medizinische Notwendigkeit. Doch leider sind Antibiotika nicht immer auch gut verträglich. Eine Studie aus den USA zeigt, dass über eine halbe Million Kinder dort pro Jahr heftige Nebenwirkungen auf diese Arzneimittel zeigen. Fünf Prozent der Kinder müssen aufgrund der Symptome, die sich während oder nach der Medikamenteneinnahme entwickeln, ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kleinkinder unter fünf Jahren sind von dieser Problematik am stärksten betroffen.

Antibiotika töten wichtige Darmbakterien

Nach der Einnahme von Antibiotika können folgende Probleme auftreten: Hautausschläge, Magenschmerzen und Durchfälle. Antibiotika sind deshalb so problematisch, da sie nicht nur die kranken Bakterien, sondern auch die gesunden Bakterien im Darm abtöten. Sobald jedoch die gesunden Darmbakterien zerstört sind, kommt es zu einem Ungleichgewicht (Dysbakterie oder Dysbiose) der Darmflora, das zahlreiche Probleme verursachen kann. Am häufigsten kommt es zu einer Candidaüberbesiedelung, also einer Pilzinfektion, die ihrerseits die Ursache für zahlreiche andere gesundheitliche Störungen sein kann.

Grapefruitkernextrakt

Dem Antibiotikum folgt die Verpilzung

Eine Candidaüberbesiedelung kann Kopfschmerzen, Akne, Ekzeme, PMS, Fusspilz, Neurodermitis, Allergien, Depressionen, chronische Müdigkeit, Sehstörungen, Probleme mit den Nebenhöhlen, hormonelle Störungen, Pilzinfektionen, Migräne, Stimmungsschwankungen, Verstopfung, schlechtes Gedächtnis, chronische Schmerzen oder Säurereflux auslösen. Die Probleme variieren jedoch von Mensch zu Mensch und können sich in ganz unterschiedlichen Körperregionen bemerkbar machen.

Zucker fördert die Pilzbesiedelung

Werden bei der Ernährung viel raffinierter Zucker und einfache Kohlenhydrate konsumiert, so fördern diese die Überbesiedelung der Pilze, bis zum Entstehen der oben genannten Problematiken. Diese Symptome können übrigens auch noch Jahre oder gar Jahrzehnte nach der Antibiotikaeinnahme auftreten.

Viele Menschen, die der Schulmedizin vertrauen, müssen dann in fortgeschrittenem Alter diverse Medikamente einnehmen, da sie ihre Immunabwehr durch die Einnahme von Antibiotika zerstört oder geschwächt haben.

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Antibiotika als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Antibiotika gehören weltweit zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten und stellen einen grossen Wirtschaftsfaktor für das medizinische System dar. Sie zerstören jedoch die Grundlagen des menschlichen Immunsystems und schaffen so neue gesundheitliche Probleme. Für die medizinische Wirtschaft ist dies natürlich kein Nachteil.

Oft können auch naturheilkundliche Massnahmen oder natürliche antibiotisch wirksame Lebensmittel helfen, das Immunsystem zu stärken und bakterielle Infektionen zu bekämpfen. Gleichzeitig fördern diese Massnahmen auch das gesunde Gleichgewicht der Darmbakterien:

  • Drei Esslöffel Kokosöl zweimal pro Tag und über mehrere Tage eingenommen, können antibakteriell wirken.
  • Roher Knoblauch wirkt ebenfalls antibakteriell. Zerdrückt und für einige Minuten der Luft ausgesetzt kann er am besten wirken. Verzehren Sie pro Tag fünf bis sechs rohe Knoblauchzehen (jedoch besser nicht im beruflichen Alltag).
  • Kolloidales Silber hat sich bei manchen Beschwerden als nebenwirkungsarmes Antibiotikum bewährt, z. B. bei Nasennebenhöhlenentzündungen oder auch äusserlich bei Hautproblemen.
  • Vorbeugend kann das unten aufgeführte natürliche Antibiotikum kurweise eingenommen werden.

Bei Antibiotika-Einnahme immer auch Probiotika einnehmen

Wenn sich eine Antibiotika-Therapie nicht vermeiden lässt, nehmen Sie parallel dazu ein hochwertiges Probiotikum ein. Dieses Präparat aus nützlichen Darmbakterien hilft dabei, antibiotikabedingtem Durchfall vorzubeugen.

Daher nimmt man Probiotika auch schon während der Antibiotika-Therapie und nicht nur anschliessend. Beginnen Sie also zeitgleich mit der Antibiotika-Einnahme mit Ihrer Probiotika-Kur und nehmen Sie die Probiotika noch 4 bis 12 Wochen nach der Antibiotika-Therapie.

Auf diese Weise verhindern Sie eine Darmflorastörung (Dysbiose) und auch eine Pilzinfektion (die häufig nach Antibiotika-Therapien auftritt) und helfen ausserdem Ihrer Darmflora, schneller wieder ihr gesundes Gleichgewicht zu finden. Sie finden hier eine Anleitung zur richtigen Probiotika-Einnahme.

Lesen Sie auch: Antibiotika zerstören die Darmbakterien

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Zentrum der Gesundheit

Veröffentlicht 15. Dezember 2016


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Djalla_123 schrieb am 15.06.2018

Liebes ZDG-Team,

ich habe seid 8 Monaten Probleme nach dem Essen (Bauchweh, Blähungen).

Kurz bevor es anfing, hatte ich im Urlaub (Indonesien) wegen einer Blasenentzündung Antibiotikum genommen und dort das China-Restaurant-Syndrom (zu große Mengen Glutamat im Essen) bekommen.

Zu Hause fingen die Probleme an und es wurde bisher folgendes unternommen:

- Magenspiegelung (Heliobacter: NEIN; leichte Magenschleimhautentzündung: JA)

- Behandlung der Gastritis: 20mg Pantoprazol (5-6Wochen)

- Besserung, aber Beschwerden noch da

- Lactose-Test: positiv

- Fructose-Test: positiv

- Candida-Speichel-Test (zu Hause): positiv

- Allergie-Test: Einklar, Milcheiweiß, Dorsch, Weizenmehl, Erdnuss, Sojabohnen: NEIN

IgE total: 5,12KIU/l (keine Anzeichen auf Allergien)

=>(leichte) Beschwerden trotz Essen von lactosefreier und fructosefreier bzw. armer Nahrung

Ich habe nun einige Ihrer Artikel gelesen, die mir sehr viele Infos gegeben habe und mich ermutigt haben, mich nicht mit den zwei Intoleranzen und meinen Beschwerde ab zu finden.

Ich vermute, dass durch das Antibiotikum auch die guten Darmbakterien bekämpft wurden; zu dem habe ich auch davor schon einige Male Antibiotikum genommen ohne anschließend eine Darmkur zumachen (da mir das nicht bewusst war).

Nun bin ich mir unsicher wie ich am besten vorgehen soll.

(1) Candida bekämpfen:

- Kokosöl, Grapefruitextrakt (Fructose?) für 3Wochen?

- Weiteres zu mir nehmen wie Granatapfelextrakt (Fructose?), Gerstengrassaft (Fructose?), Knobluach (Fructose?)...?

- Basisches und zuckerfreies Essen?

- Zusätzlich nach der Einnahme von Kokosöl und Grapefruitextrakt Heilerde xxx (Markennamen bitte vermeiden, da Werbung in den Kommentaren nicht gestattet ist - Ihre ZDG-Redaktion) nehmen um die Gifte von dem Candida-Pilz zu binden?

(2) Aufbau der Darmflora:

- mit einer Kombi aus Kapseln und Flüssigkeit (lebenden Bakterien)

3Monate (3Monate-Kur aus Ihrem Artikel)?

- Ist Darmkur und Darmsanierung das gleiche?

Was meinen Sie zu der Vorgehensweise?

Viiielen Dank im Voraus.

Viele Grüße

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Djalla_123

Ja, Darmkur, Darmsanierung, Darmreinigung... ist im Grunde dasselbe. Doch gibt es natürlich endlos viele unterschiedliche Darmkuren.

Zu Ihren übrigen Fragen:

(1) Candida bekämpfen:

Warum testen Sie nicht die hier beschriebene Kokosöl-Oregano-Massnahme? Auf diese Weise erübrigt sich die Fructosefrage. Begleitend nimmt man Bentonit oder Zeolith. Beides sind Mineralerden, die das Darmmilieu verbessern, Gifte binden und abgestorbene Pilze ausleiten.

Selbstverständlich ist eine gesunde Ernährung - ob basisch oder basenüberschüssig, jedoch immer zuckerfrei - die Voraussetzung für eine erfolgreiche Darmreinigung.

(2) Aufbau der Darmflora:

Ja, Sie können die hier beschriebene Vorgehensweise umsetzen: Darmfloraaufbau - Die Anleitung, gerne zunächst die 4-Wochen-Kur und dann schauen, wie es Ihnen geht. Bei Bedarf kann man dann immer noch verlängern.

Alles Gute und viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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