Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika und die Darmflora

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 21.06.2019
Antibiotika und die Darmflora
©gettyimages.de/Sezeryadigar

Bei vielen Erkrankungen ist die Gabe von Antibiotika eine medizinische Notwendigkeit. Doch leider sind Antibiotika nicht immer auch gut verträglich. Eine Studie aus den USA zeigt, dass über eine halbe Million Kinder dort pro Jahr heftige Nebenwirkungen auf diese Arzneimittel zeigen. Fünf Prozent der Kinder müssen aufgrund der Symptome, die sich während oder nach der Medikamenteneinnahme entwickeln, ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kleinkinder unter fünf Jahren sind von dieser Problematik am stärksten betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Antibiotika töten wichtige Darmbakterien

Nach der Einnahme von Antibiotika können folgende Probleme auftreten: Hautausschläge, Magenschmerzen und Durchfälle. Antibiotika sind deshalb so problematisch, da sie nicht nur die kranken Bakterien, sondern auch die gesunden Bakterien im Darm abtöten. Sobald jedoch die gesunden Darmbakterien zerstört sind, kommt es zu einem Ungleichgewicht (Dysbakterie oder Dysbiose) der Darmflora, das zahlreiche Probleme verursachen kann. Am häufigsten kommt es zu einer Candidaüberbesiedelung, also einer Pilzinfektion, die ihrerseits die Ursache für zahlreiche andere gesundheitliche Störungen sein kann.

Dem Antibiotikum folgt die Verpilzung

Eine Candidaüberbesiedelung kann Kopfschmerzen, Akne, Ekzeme, PMS, Fusspilz, Neurodermitis, Allergien, Depressionen, chronische Müdigkeit, Sehstörungen, Probleme mit den Nebenhöhlen, hormonelle Störungen, Pilzinfektionen, Migräne, Stimmungsschwankungen, Verstopfung, schlechtes Gedächtnis, chronische Schmerzen oder Säurereflux auslösen. Die Probleme variieren jedoch von Mensch zu Mensch und können sich in ganz unterschiedlichen Körperregionen bemerkbar machen.

Zucker fördert die Pilzbesiedelung

Werden bei der Ernährung viel raffinierter Zucker und einfache Kohlenhydrate konsumiert, so fördern diese die Überbesiedelung der Pilze, bis zum Entstehen der oben genannten Problematiken. Diese Symptome können übrigens auch noch Jahre oder gar Jahrzehnte nach der Antibiotikaeinnahme auftreten.

Viele Menschen, die der Schulmedizin vertrauen, müssen dann in fortgeschrittenem Alter diverse Medikamente einnehmen, da sie ihre Immunabwehr durch die Einnahme von Antibiotika zerstört oder geschwächt haben.

Antibiotika als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Antibiotika gehören weltweit zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten und stellen einen grossen Wirtschaftsfaktor für das medizinische System dar. Sie zerstören jedoch die Grundlagen des menschlichen Immunsystems und schaffen so neue gesundheitliche Probleme. Für die medizinische Wirtschaft ist dies natürlich kein Nachteil.

Oft können auch naturheilkundliche Massnahmen oder natürliche antibiotisch wirksame Lebensmittel helfen, das Immunsystem zu stärken und bakterielle Infektionen zu bekämpfen. Gleichzeitig fördern diese Massnahmen auch das gesunde Gleichgewicht der Darmbakterien:

  • Drei Esslöffel Kokosöl zweimal pro Tag und über mehrere Tage eingenommen, können antibakteriell wirken.
  • Roher Knoblauch wirkt ebenfalls antibakteriell. Zerdrückt und für einige Minuten der Luft ausgesetzt kann er am besten wirken. Verzehren Sie pro Tag fünf bis sechs rohe Knoblauchzehen (jedoch besser nicht im beruflichen Alltag).
  • Kolloidales Silber hat sich bei manchen Beschwerden als nebenwirkungsarmes Antibiotikum bewährt, z. B. bei Nasennebenhöhlenentzündungen oder auch äusserlich bei Hautproblemen.
  • Vorbeugend kann das unten aufgeführte natürliche Antibiotikum kurweise eingenommen werden.

Bei Antibiotika-Einnahme immer auch Probiotika einnehmen

Wenn sich eine Antibiotika-Therapie nicht vermeiden lässt, nehmen Sie parallel dazu ein hochwertiges Probiotikum ein. Dieses Präparat aus nützlichen Darmbakterien hilft dabei, antibiotikabedingtem Durchfall vorzubeugen.

Daher nimmt man Probiotika auch schon während der Antibiotika-Therapie und nicht nur anschliessend. Beginnen Sie also zeitgleich mit der Antibiotika-Einnahme mit Ihrer Probiotika-Kur und nehmen Sie die Probiotika noch 4 bis 12 Wochen nach der Antibiotika-Therapie.

Auf diese Weise verhindern Sie eine Darmflorastörung (Dysbiose) und auch eine Pilzinfektion (die häufig nach Antibiotika-Therapien auftritt) und helfen ausserdem Ihrer Darmflora, schneller wieder ihr gesundes Gleichgewicht zu finden. Sie finden hier eine Anleitung zur richtigen Probiotika-Einnahme.

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