Krankheiten verhindern – Das können Sie tun!
Unsere Lebensweise beeinflusst das Risiko für viele der heute häufigsten Erkrankungen deutlich stärker, als lange angenommen wurde.
In den letzten Jahren haben große Beobachtungsstudien und Meta-Analysen gezeigt, dass chronische Krankheiten in einem erheblichen Ausmaß durch alltägliche Gewohnheiten entstehen oder gefördert werden. Dazu gehören vor allem Gewohnheiten aus den Bereichen Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressverarbeitung sowie der Umgang mit Genussmitteln.
Besonders das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten sowie chronisch-entzündliche Krankheiten und Stoffwechselerkrankungen lässt sich mit Hilfe einer optimalen Lebens- und Ernährungsweise merklich reduzieren. Oft lassen sich viele Krankheiten auch ganz verhindern.
Der Einfluss der Erbanlagen wird überschätzt!
Bei den genannten Krankheiten wird der Einfluss der Erbanlagen oft stark überschätzt. Dieser liegt bei 10-30 %. Lebensstil und Umweltfaktoren hingegen machen mit 70-90 % den größten Anteil aus.
Das ist die beste Nachricht des Tages – bedeutet sie doch, dass wir tatsächlich viele Krankheiten verhindern können oder zumindest das Risiko, krank zu werden, doch deutlich verringern können.
Analysieren Sie daher ganz objektiv Ihre Lebens- und Ernährungsweise. Finden Sie Faktoren, die für Ihren Körper und Ihre Gesundheit ungünstig sind – und finden Sie dann Wege und Möglichkeiten, wie Sie diese Faktoren ändern können.
Der Test - 30 Fragen, die helfen, Krankheiten zu verhindern
Beantworten Sie die folgenden Fragen mit "Ja" oder mit "Nein" und markieren Sie die Ja-Fragen entsprechend:
Naschen Sie gerne? Rauchen Sie? Essen Sie gerne frittierte und gebratene Lebensmittel? Essen Sie Gemüse lieber gekocht als roh? Essen Sie viel Fleisch, Wurst und Käse? Essen Sie Weißmehlprodukte (Brötchen, Brot, Pasta) und mögen keine Vollkornprodukte?
Trinken Sie Alkohol? Trinken Sie viel Kaffee? (mehr als 3 Tassen à 200 ml pro Tag) Trinken Sie ungefiltertes Leitungswasser oder Wasser aus Plastikflaschen? Verwenden Sie Plastikfolie oder andere Kunststoffbehälter, um Nahrungsmittel zu lagern?
Sind Sie eine typische Couchpotato? Gehören Sie zur Gruppe derjenigen, die glauben, keine Nahrungsergänzungsmittel zu benötigen?
Sind Sie selten an der frischen Luft und in der Sonne? Sind Sie übergewichtig? Sind Sie schnell erschöpft? Leiden Sie öfters unter Erkältungen und anderen Infekten?
Leiden Sie unter Stress? Haben Sie früher ein Trauma erlebt? Leiden Sie unter Depressionen? Gehen Sie oft spät zu Bett? (Nach Mitternacht?)
Wurden Sie in Ihrem bisherigen Leben häufiger Strahlung oder Röntgenstrahlung ausgesetzt? Haben Sie sich einer Hormonbehandlung unterzogen, z. B. einer Hormonersatztherapie? Nehmen Sie immer wieder Antibiotika oder andere Medikamente ein?
Verwenden Sie herkömmliche Shampoos, Körperpflegeprodukte, Deodorants und Zahnpasta? Haben Sie häufig Verstopfung, Durchfall oder andere Verdauungsbeschwerden? Leiden Sie an chronischem Husten/trockenem Husten? Haben Sie oft geschwollene Lymphknoten? Haben Sie Hautprobleme? Dauert es länger, bis Wunden abheilen? Haben Sie Schmerzen, die nicht abklingen?
Wie Sie den Test deuten
Wenn Sie auch nur eine Frage mit "Ja" beantwortet haben, wissen Sie bereits, in welchem Bereich Sie für Ihre Gesundheit aktiv werden können. Je mehr Fragen Sie mit "Ja" beantwortet haben, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie erfolgreich Krankheiten verhindern können - WENN Sie nichts unternehmen.
Die in den Fragen angedeuteten Risikofaktoren können alle zur Entstehung von Krankheiten beitragen. Werden Sie besser gleich heute aktiv und ändern Sie etwas. Denn wenn eine Krankheit erst da ist, wird es deutlich schwieriger, sie zu überwinden - als ihr vorzubeugen, solange man noch gesund ist.
Gewohnheiten ändern - Krankheiten verhindern
Ändern Sie ungünstige Gewohnheiten und verhindern Sie auf diese Weise viele Krankheiten. Arbeiten Sie an sich, damit Sie in einiger Zeit viele der oben aufgelisteten Fragen mit "Nein" beantworten können.
Dies bedeutet keinesfalls Verzicht auf Genuss. Wer seinen Körper wertschätzt und sich gerne wohl fühlt, hat Freude an einem gesunden Lebensstil. Denn wie kann etwas Genuss sein, mit dem man sich selbst schadet?
Ernährung umstellen
Eine Ernährung aus zu wenig Obst und Gemüse, zu wenig Vollkornprodukten, zu viel Salz und zu vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln ist zu einem großen Teil für die weltweiten Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle verantwortlich (3).
Ernährt man sich hingegen gesund, kann man das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einen vorzeitigen Tod reduzieren (4).
Ein gesunder Lebensstil beginnt daher meist mit einer Ernährungsumstellung. Starten Sie mit einem ersten, aber schon sehr entscheidenden Schritt: Kaufen Sie keine Fertigprodukte mehr und gehen Sie seltener auswärts essen. Bereiten Sie stattdessen Ihre Mahlzeiten stets selbst und aus frischen Zutaten zu.
Das ist auch möglich, wenn man wenig Zeit hat - man muss nur wissen wie. Unsere online-Kochschule hilft Ihnen dabei. Schon ein oder zwei Kochkurse genügen und Sie können ab sofort gesund kochen, vegan genießen, vollwertig schlemmen und Ihre Familie mit köstlichem Essen verwöhnen.
Auch unsere mehr als 2000 Rezepte in unserer Rubrik "Gesunde Rezepte" unterstützen Sie bei Ihrer Ernährungsumstellung. Zusätzlich gibt es 7-tägige Ernährungspläne für bestimmte Zwecke und Ziele. Schauen Sie sich gerne unter folgendem Link alle unsere Ernährungspläne an.
* Hier geht es zu den Kochkursen
* Hier geht es zu den Ernährungsplänen.
Entgiften und Altlasten loslassen
Schadstoffe sind überall - in der Luft, im Wasser, in der Nahrung. Viele kann man mit regelmäßigen Entgiftungskuren ausleiten.
Dabei geht es nicht um Wunderkuren, sondern insbesondere um Maßnahmen, die die körpereigene Entgiftung fördern und den Organismus gleichzeitig entlasten, so dass er sich der Schadstoffausleitung widmen kann.
Zwar kann die Unterstützung der körpereigenen Entgiftung jederzeit stattfinden. In manchen Fällen kann es aber auch sinnvoll sein, erst zu prüfen, ob eine Schwermetallbelastung vorliegt und wenn ja, welches Schwermetall. Mit einer einfachen Haar- oder Fingernagelprobe (z. B. mit dem * Mineral-Check-Test) ist dies ganz unkompliziert machbar.
Die Anleitung zum Entgiften finden Sie in unserem gleichnamigen Artikel, den Sie unten bei den weiterführenden Artikeln finden (unterhalb der Kommentare).
Stress abbauen und Schlaf verbessern
Stress ist ein weit unterschätzter Risikofaktor für Erkrankungen fast aller Art. Stresshormone wirken auf Dauer entzündungsfördernd und unterstützen daher die Entstehung chronisch entzündlicher Krankheiten.
Kommen Schlafstörungen und Schlafmangel hinzu, fehlt dem Organismus dann auch noch die Möglichkeit zur Regeneration.
Achten Sie daher auf ein gutes Stressmanagement und sorgen Sie für mehr Ausgeglichenheit und Zufriedenheit im Alltag.
Lesen Sie dazu unseren Artikel Stress reduzieren - 14 Tipps für ein entspanntes Leben. Sehr entspannend wirken überdies Maßnahmen, die den Vagusnerv aktivieren. Diese stellen wir in unserem Artikel Vagusnerv aktivieren - Der Schlüssel zur Entspannung vor.
Alle diese Maßnahmen machen Sie nicht nur stressfrei, sondern sorgen auch für einen erholsamen Schlaf!
Immunsystem stärken
Ein starkes Immunsystem ist ein echter Joker. Es schützt nicht nur vor Infekten, sondern auch vor Autoimmunerkrankungen, Krebs und Allergien. In unserem Artikel Das Immunsystem stärken stellen wir zahlreiche ganzheitliche Möglichkeiten vor, die Ihr Immunsystem auf Vordermann bringen und Ihnen helfen, Krankheiten erfolgreich zu verhindern.
Darm sanieren
Ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems ist eine gesunde und ausgeglichene Darmflora. Eine gestörte Darmflora hingegen steht mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung - ob Depressionen, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, PCOS, Erschöpfungssyndrom, Krebs, Augenerkrankungen, Arteriosklerose bis hin zu Demenz.
Wenn Sie in unsere Suche "Darmflora" eingeben, finden Sie zu jedem dieser Stichworte einen eigenen Artikel. Auch haben wir Artikel zu den Themen Ernährung für eine gesunde Darmflora, Diese Medikamente schaden der Darmflora, Neun Dinge, die Ihrer Darmflora schaden sowie Darmflora aufbauen - Anleitung und Tipps.
Nährstoffversorgung optimieren
Eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist unerlässlich. Ein Mangel beim einen oder anderen Vitalstoff ist gar nicht so selten. Besonders häufig sind Mängel im Bereich Vitamin D, Vitamin B12, Zink, Eisen und Selen.
Jeder Arzt kann einen Vitamin- und Mineralstoffcheck durchführen, damit Sie genau wissen, welchen Nährstoff Sie u. U. als Nahrungsergänzung zu sich nehmen sollten.
Lesen Sie dazu gerne unsere Artikel Vitaminmangel - Diagnose und Tipps sowie Mineralstoffmangel erkennen - Diagnose und Prävention.
Auch die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sollte überprüft werden. Diese Fettsäuren wirken entzündungshemmend und sind wichtig für das Herz-Kreislauf-System und ganz besonders fürs Gehirn.
* Hier erhalten Sie ein hochwertiges veganes Omega-3-Präparat in einer optimalen Dosis (nicht zu hoch, nicht zu niedrig).
Mehr Bewegung
Je mehr Sie Ihren Tag sitzend verbringen, umso mehr sollten Sie sich um Kompensation bemühen! Wer täglich 5 Stunden und länger sitzt, hat ein rund 30 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich steigt das Risiko pro weiterer „Sitzstunde“ täglich um etwa 5 % (1).
Kurzum, Bewegungsmangel trägt zu einem großen Teil zur globalen Krankheitslast bei (2).
Wenn Sie nun aber tatsächlich gesund, kräftig und leistungsfähig bleiben und chronische Krankheiten verhindern möchten, genügt es nicht, die üblichen Tipps für mehr Bewegung im Alltag umzusetzen (Treppe statt Fahrstuhl, Rad statt Auto für Kurzstrecken etc.).
Entscheidend ist ein gezieltes Training (mit Anleitung/Trainingsplan/Trainer), das regelmäßig durchgeführt wird und echte Fortschritte ermöglicht – ganz gleich, ob es Fitnesskurse im Gym sind, Kurse im Pilatesstudio, Krafttraining, Spinning, Laufen, Tanzen oder Nordic Walking.
Man hat feste Termine und ein Trainer achtet darauf, dass die Übungen korrekt ausgeführt werden. Dadurch lassen sich deutliche Erfolge erzielen – sei es mehr Kraft, stärkere Muskulatur, zunehmende Ausdauer, ein stabilerer Rücken oder ein besseres Körpergefühl.
Schon nach wenigen Wochen werden Sie messbare Unterschiede feststellen, zum Beispiel weniger Verspannungen, bessere Schlafqualität oder mehr Energie im Alltag. Das Minimum besteht aus 3-mal wöchentlich 30-60 Minuten.
Fazit: Krankheiten verhindern - jeden Tag!
Krankheiten verhindert man also nicht heute oder morgen, sondern mit einem Lifestyle, den man jeden Tag lebt und liebt. Zugegeben, es dauert ein paar Wochen, bis man sich umstellt und an den neuen Rhythmus und die neuen Aktivitäten, die anderen Lebensmittel etc. gewöhnt hat.
Aber an das darauf folgende Wohlgefühl gewöhnen Sie sich schnell - und wollen es nicht mehr missen!