Kann Kohlensäure in Getränken der Gesundheit schaden?

Kohlensäure ist eine Säure, also müsste sie den Säure-Basen-Haushalt irritieren und zu einer Übersäuerung beitragen, könnte man meinen. Stimmt es daher, dass Kohlensäure in Getränken schädlich ist? Oder kann man kohlensäurehaltige Getränke bedenkenlos zu sich nehmen. Könnte die Kohlensäure möglicherweise sogar gesundheitliche Vorteile haben?

Wie die Kohlensäure den pH-Wert eines Wassers verändert

Zweifelsohne ist die Kohlensäure sauer, denn während stilles Mineralwasser meist einen eher neutralen pH-Wert hat (um 7), weisen Mineralwässer mit Kohlensäure einen niedrigeren (also sauren) pH-Wert auf (zwischen 5 und 6,5). Nachfolgend vier Beispiele:

  • Perrier (pH 5,5)
  • San Pellegrino (pH 6)
  • Gerolsteiner (pH 5,9 bis 6,7)
  • Christinenbrunnen (pH 6) (14, 15)

Beim Mineralwasser Selters sieht man schön, wie die Kohlensäure den pH-Wert senkt, denn Selters Naturell (ohne Kohlensäure) liegt bei einem pH-Wert von 7,33, bei Selters Classic und Selters Medium hingegen liegt er bei 5,7 bis 6,3 (15).

Ist kohlensäurehaltiges Wasser natürlich?

Manch einer mag nun denken, dass es daher keinesfalls gesund sein kann, dauerhaft ein saures Wasser zu trinken, schliesslich soll man doch den Säure-Basen-Haushalt im Auge behalten und daher besser auf eine basische oder basenüberschüssige Ernährung achten.

Auch sind kohlensäurehaltige Mineralwässer alles andere als natürlich, könnte man meinen, da in Feld und Wald keine Sodamaker zu finden sind. Die meisten Quellen sind auch tatsächlich kohlensäurefrei, dennoch gibt es auch in der Natur zumindest leicht kohlensäurehaltiges Wasser, etwa in vulkanischen Regionen wie der Eifel (Gerolsteiner). Ganz so unnatürlich ist ein solches Wasser also nicht.

Die üblichen Argumente gegen kohlensäurehaltige Getränke

Wie aber sind nun die Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn man Mineralwasser mit Kohlensäure trinkt? Meist werden die folgenden Anti-Argumente aufgeführt:

  1. Kohlensäure bzw. damit versetzte Getränke sollen übersäuern und insbesondere dem Magen und der Speiseröhre schaden.
  2. Kohlensäure bzw. damit versetzte Getränke sollen den Zahnschmelz schädigen.
  3. Kohlensäure soll Calcium aus den Knochen ziehen, also die Knochendichte mindern.
  4. Kohlensäurehaltige Getränke sollen überdies dick machen.

Bevor wir auf die einzelnen Punkte eingehen, zunächst einmal, was ist Kohlensäure überhaupt und wie gelangt sie in Wasser und andere Getränke?

Was ist Kohlensäure und wie gelangt sie in Getränke?

Kohlensäure ist ein Reaktionsprodukt aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser, leitet man Kohlendioxid also unter Druck in Wasser, entsteht dort Kohlensäure.

Es war Jacob Schweppe, der Ende des 18. Jahrhunderts (um 1780) zum ersten Mal ein Verfahren entwickelte, mit dem man Wasser mit Kohlensäure bzw. eigentlich Kohlendioxid versetzen konnte. Zunächst war dies nur für medizinische Zwecke gedacht. Da sein Produkt (das heutige Schweppes) aber ein echter Renner wurde, gründete er 1790 zusammen mit zwei Kompagnons eine Sodawasserfabrik.

Im natürlichen Prozess entsteht Kohlensäure auch in Regionen mit vulkanischer Tätigkeit. Beim Abkühlen des Magmas wird das Kohlendioxid tief in der Erde freigesetzt und verbindet sich mit dem dortigen Mineralwasser. Beispiel: Gerolsteiner aus Gerolstein in der Vulkaneifel.

Macht Mineralwasser mit Kohlensäure sauer?

Obwohl kohlensäurehaltige Getränke definitiv sauer sind, machen sie jedoch langfristig nicht sauer. Denn die enthaltene Kohlensäure ist recht instabil und zerfällt schnell wieder in ihre Bestandteile CO2 und Wasser. Jeder kennt das: Man öffnet die Flasche und Kohlensäure entweicht zischend (in Form von CO2). Der übrige Teil zerfällt im Magen, was dafür sorgt, dass man aufstossen muss.

Der Körper nimmt die Kohlensäure daher gar nicht erst auf. Eine Übersäuerung ist also nicht zu befürchten. Dafür sorgt indirekt die Salzsäure im Magen. Diese hat einen pH-Wert von 1,5 bis 2. Kommt nun die Kohlensäure bzw. das kohlensäurehaltige Mineralwasser hinzu, das ja einen deutlich höheren pH-Wert hat, steigt der Gesamt-pH-Wert im Magen sogar noch an.

Kohlensäure bei empfindlichem Magen

Nun gibt es aber Menschen, die auf kohlensäurehaltige Getränke mit Magenbeschwerden reagieren, meist Menschen, die ohnehin an einem nervösen Magen mit gelegentlichem Sodbrennen leiden. Sie reagieren jedoch nicht auf die Kohlensäure im Sprudel, sondern auf die Bläschen des CO2, welche Speiseröhre und Magen reizen können.

Zudem gelangt durch ein eventuelles Aufstossen Magensaft in Richtung Speiseröhre, das Kohlendioxid fördert bei entsprechend empfindlichen Menschen also ein Sodbrennen. Diese Personen sollten tatsächlich dann stilles Wasser trinken. Wenn sie ausserdem darauf achten, ein Wasser mit einem hohen Hydrogencarbonatgehalt zu trinken, dann neutralisiert dieses überschüssige Säuren, auch jene, die im normalen Stoffwechsel entstehen.

Doch Achtung: Wässer mit sehr hohem Hydrogencarbonatgehalt sind oft auch reich an Natrium, das die Kochsalzbelastung des Körpers erhöhen kann, was besonders bei den sog. Heilquellen der Fall ist. Hier drei Beispiele für einen kleinen Überblick (mg pro Liter) (16, 17):

  • Adelheidquelle: 2937 mg Hydrogencarbonat und 966 mg Natrium
  • Gerolsteiner naturell: 577 mg Hydrogencarbonat und 17 mg Natrium
  • Volvic: 74 mg Hydrogencarbonat und 12 mg Natrium

Achten Sie also nicht nur auf einen hohen Hydrogencarbonatgehalt, sondern wählen Sie besser einen mittleren (wie z. B. bei Gerolsteiner naturell) und dafür einen niedrigen Natriumgehalt.

Wie Kohlensäure im Wasser dem Magen sogar nutzen könnte

Hintergrund der folgenden Studien war, dass im Allgemeinen bei Reflux von kohlensäurehaltigem Mineralwasser abgeraten wird, schliesslich liefere es Säuren und Kohlendioxid, das beides die Refluxkrankheit verschlimmern könnte – so dachte man immer, schliesslich war es bei manchen Menschen ja auch tatsächlich der Fall.

In einer italienischen doppelblinden Studie von 2002 zeigte sich jedoch, dass Sprudelwasser bei Reizmagen und Verstopfung sogar regelrecht hilfreich sein kann (4). Die 21 Teilnehmer litten unter Dyspepsie (nervösen Magenbeschwerden) und Verstopfung. 10 Teilnehmer tranken knapp zwei Wochen lang kohlensäurehaltiges Wasser, die Kontrollgruppe mit 11 Probanden trank Leitungswasser.

In der Kohlensäure-Gruppe besserten sich die Magenbeschwerden signifikant, in der Leitungswasser-Gruppe blieb alles beim alten. Die Kohlensäure verbesserte ausserdem die Gallenblasenentleerung, was die Verdauung förderte, also der Verstopfung entgegenwirkte.

Nun war die Teilnehmerzahl mit 21 bei dieser Untersuchung natürlich gering. Doch ergab im Februar 2010 ein Review (Auswertung der bislang zu diesem Thema erschienenen Studien), dass kohlensäurehaltiges Wasser immerhin keine negativen Auswirkungen auf die Refluxkrankheit habe. Es könne einen Reflux also weder verursachen noch verschlimmern (5).

Zwar soll durch die Einnahme von kohlesäurehaltigen Getränken der pH-Wert in der Speiseröhre erst einmal abfallen, dies sei aber nur sehr kurz der Fall, so dass es für eine direkte Schädigung der Speiseröhre oder gar ein erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrebs – so die beteiligten Forscher – bislang keine Hinweise gäbe.

Kohlensäure bei Verstopfung

Bei Verstopfung könnte kohlensäurehaltiges Wasser empfehlenswerter sein als stilles Wasser, besonders bei Menschen mit starken Handicaps – wie eine Studie von 2011 zeigte (6). Man gab 40 älteren Patienten, die nach einem Schlaganfall bettlägerig waren und daher an Verstopfung litten, entweder Sprudelwasser (kohlensäurehaltiges Wasser) oder stilles Wasser.

In der Kohlensäuregruppe erhöhte sich die Stuhlganghäufigkeit signifikant, was die Verstopfung somit deutlich besserte. In der Leitungswassergruppe bemerkte man keine Veränderung; die Verstopfung blieb hier also eher bestehen.

Kann Kohlensäure den Zähnen schaden?

Die meisten Studien zu diesem Thema wurden durchgeführt, indem man gezogene Zähne in verschiedene Flüssigkeiten legte, so dass sich die Ergebnisse nicht in jedem Fall auf den lebenden Zahn im Menschen übertragen lassen, der zudem seine Getränke nicht minutenlang im Mund behält.

In einer Studie von 2001 etwa wurden gezogene Zähne in verschiedene Mineralwässer gelegt. Doch selbst hier konnte eine nur geringe bis gar keine Schädigung der Zähne beobachtet werden.

Das geringe Risiko einer Schädigung war jedoch da, bei stillem Wasser hingegen gar nicht. Bei kohlensäurehaltigen Softdrinks war das Schadpotenzial – wenig überraschend – um das Hundertfache höher als bei kohlensäurehaltigem Mineralwasser (1).

Es seien insbesondere die Mineralien im Mineralwasser (Calcium und Magnesium), die den Zahnschmelz vor Auflösung schützen, hiess es in der genannten Studie, so dass bei einem mineralienreichen kohlensäurehaltigen Wasser die Mineralien einen möglichen Schadeffekt der Kohlensäure kompensieren können.

Dieser Effekt kommt bei aromatisiertem Wasser nicht mehr zum Tragen, da dieses meist Zucker und Zitronensäure enthält, die beide bekanntermassen stark zahnschädlich sind. Die Zitronensäure schadet dabei nicht nur aufgrund ihres sauren Charakters, sondern auch weil sie zusätzlich Calcium an sich binden kann, das sodann dem Zahn verloren geht.

Daher zeigte sich auch in einer Studie von 2007, dass der negative Einfluss von aromatisiertem Wasser vergleichbar mit dem von reinem Orangensaft war (der als zahnschädlich bekannt ist), ja teilweise sogar stärker, was daran lag, das die Limonaden dank der Zitronensäurebeigabe einen sehr niedrigen pH-Wert (2,74–3,34) aufwiesen (2).

Aus dem Jahr 2004 stammt jedoch wiederum eine schwedische Studie, in der es heisst: Ob kohlensäurehaltige Getränke die Zähne schädigen, hänge nicht nur von ihren Inhaltsstoffen ab, sondern auch davon, wie man das Getränk trinke (3). Je länger das Getränk im Mund behalten werde, desto schädlicher sei es für die Zähne. Für die Zähne sei es laut dieser Untersuchung daher ideal, wenn man Getränke mit niedrigem pH-Wert so schnell wie möglich schlucke.

Im Falle von kohlensäurehaltigem Wasser würden wir (ZDG-Redaktion) jedoch nicht raten, dieses übermässig schnell in sich hinein zu schütten. Langsames Trinken ist genau wie langsames Essen immer ratsam.

Kohlensäurehaltige Getränke, die als deutlich zahnschädlich gelten, wie gesüsste Softdrinks, aromatisierte Mineralwässer oder Saftschorlen, sollte man selbstverständlich nicht gerade minutenlang im Mund behalten bzw. im Falle der gesüssten und mit Zitronensäure versetzten Getränke gar nicht erst zu sich nehmen.

Schadet Kohlensäure den Knochen?

Auch auf die Knochendichte hat die Kohlensäure laut einer Studie von 2006 keine negativen Auswirkungen (7). Im Zuge der Framingham-Osteoporosestudie wurde die Knochendichte der Wirbelsäule und Hüftknochen bei 1413 Frauen und 1125 Männern gemessen. Natürlich wurden auch andere Faktoren wie BMI, Grösse, Alter, Energieaufnahme, körperliche Aktivität, Rauchen, Alkoholkonsum sowie Aufnahme von Calcium, Vitamin C und Koffein und bei Frauen der Menopausenstatus und mögliche Östrogenanwendungen berücksichtigt.

Während sich Cola bei den Frauen (nicht bei den Männern) deutlich negativ auf die Knochendichte auswirkte, zeigten sich bei dem Konsum von anderen kohlensäurehaltigen Getränken keine negativen Auswirkungen auf die Knochendichte. Die regelmässig Cola trinkenden Frauen hatten eine um 3,7 bis 5,4 Prozent niedrigere Knochendichte als jene, die dieses Getränk kaum oder nie tranken. Dabei war es fast einerlei, ob es sich um normales Cola, um Diätcola oder um koffeinfreie Cola handelte.

In einer weiteren Studie zu diesem Thema hatte sich schon ein Jahr zuvor ergeben, dass Mineralwasser mit Kohlensäure keine negativen Auswirkungen auf die Knochengesundheit hat (9). Bei dieser Untersuchung hatten gesunde Frauen nach der Menopause 8 Wochen lang täglich 1 Liter eines kohlensäurehaltigen Mineralwassers getrunken.

Ja, Kohlensäure im Wasser könnte die Knochengesundheit sogar stärker, was man in den 1990er Jahren in den USA an Legehennen festgestellt hatte. Damals hatte man den Tieren statt normales Leitungswasser kohlensäurehaltiges Wasser gegeben, was nach 6 Wochen zu einem besseren Schutz vor Knochenbrüchen geführt hatte.

Macht kohlensäurehaltiges Wasser dick?

Kohlensäure Wasser könnte unter Umständen die Gewichtszunahme fördern, zumindest gemäss einer Studie von 2017 (12). Forscher hatten an Ratten beobachtet, dass diese – wenn sie kohlensäurehaltige Getränke erhielten – schneller zunahmen als Ratten, die dieselben Getränke jedoch ohne Kohlensäure erhalten hatten. Offenbar hob die Kohlensäure den Ghrelinspiegel. Ghrelin ist ein Hormon mit appetitanregender Wirkung.

Bestätigt wurde das Ergebnis von einem ähnlichen Versuch an 20 Männern. Auch bei diesen konnte ein Ghrelinanstieg nach dem Konsum kohlensäurehaltiger Getränke beobachtet werden.

Fünf Jahre zuvor hatte eine japanische Studie mit Frauen das Gegenteil ergeben (13): 19 gesunde junge Frauen hatten zunächst über Nacht gefastet und anschliessend langsam entweder stilles oder kohlensäurehaltiges Wasser getrunken.

Die Frauen, die das Sprudelwasser getrunken hatten, fühlten sich gesättigt, ohne sich unwohl zu fühlen. Das Gas im Wasser führte dazu, dass sich der Magen etwas ausdehnt und damit das Sättigungsgefühl erhöht wird, was in der stillen-Wasser-Gruppe nicht in diesem Ausmass der Fall war.

Beobachten Sie sich selbst, wie Sie auf kohlensäurehaltiges Mineralwasser reagieren, ob Sie anschliessend eher mehr oder weniger Appetit haben und ändern Sie entsprechend Ihr Trinkverhalten bzw. die Wahl Ihres Mineralwasser.

Zusammenfassung: Ist Kohlensäure in Getränken also schädlich oder eher nützlich?

Insgesamt ergab sich aus den bislang vorliegenden Studien eher, dass ein kohlensäurehaltiges Wasser der Gesundheit ganz offensichtlich nicht schadet und in manchen Fällen sogar gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Hier noch einmal die Übersicht der häufig vorgebrachten Anti-Argumente und wie es sich gemäss der derzeitigen Studienlage verhält:

1. Kohlensäure bzw. damit versetzte Getränke sollen übersäuern und insbesondere dem Magen und/oder der Speiseröhre schaden.

Kohlensäure kann bei manchen Menschen den Magen reizen und Sodbrennen verstärken, bei anderen wiederum wirkt sie sich nicht auf den Magen aus und bei wieder anderen könnte sie sogar Magenbeschwerden verbessern. Hier heisst es, sich selbst beobachten und austesten, welches Wasser besser geeignet ist – mit oder ohne Kohlensäure.

2. Kohlensäure bzw. damit versetzte Getränke sollen den Zahnschmelz schädigen.

Das hat sich in der Realität nicht gezeigt. Für Zähne schädlich sind gezuckerte Getränke und Limonaden, die Zitronen- und/oder Phosphorsäure enthalten. Handelt es sich hingegen nur um ein Mineralwasser mit Kohlensäure, schadet dies den Zähnen nicht.

3. Kohlensäure soll Calcium aus den Knochen ziehen.

Auch das trifft nicht zu, da es eher andere Säuren sind, die in kohlensäurehaltigen Limonaden enthalten sind und den Knochen schaden könnten, etwa die Zitronen- und die Phosphorsäure. Die Kohlensäure in Wasser jedoch hat keine negativen Effekte auf die Knochengesundheit.

4. Kohlensäurehaltige Getränke sollen dick machen.

Hierzu gibt es uneinheitliche Studienergebnisse. Handelt es sich um kohlensäurehaltiges Wasser, dann könnte dies im Allgemeinen eher beim Abnehmen helfen, weil es das Sättigungsgefühl erhöht. Kohlensäurehaltige Softdrinks hingegen scheinen das Hungerhormon Ghrelin zu aktivieren und daher zu einer höheren Nahrungsaufnahme zu animieren.

Fazit: Soll man Wasser mit oder ohne Kohlensäure trinken?

Wählen Sie jenes Wasser – mit oder ohne Kohlensäure – das Ihnen persönlich gut tut. Wenn es stilles Wasser ist und Ihnen geht es gut dabei, perfekt, bleiben Sie dabei. Ein Umstieg auf kohlensäurehaltiges Wasser ist nicht erforderlich.

Wenn Sie lieber kohlensäurehaltiges Wasser trinken und Ihnen geht es gut dabei, gibt es ebenfalls keinen Grund, dieses nicht mehr zu trinken. Leiden Sie jedoch nach dem Trinken von Sprudelwasser an Magenbeschwerden, probieren Sie stilles Wasser aus.

Bei Durchfall hat sich gezeigt, dass Kohlensäure diesen verstärken könnte, in diesem Fall also besser auf stilles Wasser oder darmberuhigende Tees ausweichen. (Weitere bei Durchfall zu meidende Lebensmittel haben wir hier beschrieben: Diese Lebensmittel bei Durchfall meiden)

Kohlensäurehaltige Softdrinks jedoch sollten unbedingt gemieden werden, jedoch weniger wegen der Kohlensäure, sondern wegen der enthaltenen übrigen Säuren, der Süssungsmittel und möglicher anderer Zusätze. Welche gesundheitlichen Schäden durch den regelmässigen Genuss von Softdrinks zu erwarten sind, beschreiben wir hier: So schädlich sind Softdrinks

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Quellen

  1. Parry J et al, Investigation of mineral waters and soft drinks in relation to dental erosion., Journal of Oral Rehabilitation, 2001 Aug;28(8):766-72,
  2. Brown CJ et al, The erosive potential of flavoured sparkling water drinks, International Journal of Paediatric Dentistry, 2007; 17: 86–91
  3. Johansson AK et al, Influence of drinking method on tooth-surface pH in relation to dental erosion., European Journal of Oral Sciences, 2004 Dec;112(6):484-9.
  4. Cuomo R et al, Effects of carbonated water on functional dyspepsia and constipation., European Journal of Gastroenterology & Hepatology, 2002 Sep;14(9):991-9.
  5. Johnson T et al, Systematic review: the effects of carbonated beverages on gastro‐oesophageal reflux disease, Alimentary Pharmacology and Therapeutics, 09 February 2010
  6. Mun JH und Jun SS, Effects of carbonated water intake on constipation in elderly patients following a cerebrovascular accident, Journal of Korean Academy of Nursing, 2011 Apr;41(2):269-75
  7. Tucker KL et al, Colas, but not other carbonated beverages, are associated with low bone mineral density in older women: The Framingham Osteoporosis Study., The American Journal of Clinicial Nutrition, 2006 Oct;84(4):936-42.
  8. McGartland C et al, Carbonated soft drink consumption and bone mineral density in adolescence: the Northern Ireland Young Hearts project., Journal of Bone and Mineral Research, 2003 Sep;18(9):1563-9.
  9. Schoppen S et al, Bone remodelling is not affected by consumption of a sodium-rich carbonated mineral water in healthy postmenopausal women., The British Journal of Nutrition, 2005 Mar;93(3):339-44., 
  10. Koelkebeck KW et al, Research note: effect of carbonated drinking water on production performance and bone characteristics of laying hens exposed to high environmental temperatures., Poultry Science, 1993 Sep;72(9):1800-3.
  11. Schoppen S et al, A sodium-rich carbonated mineral water reduces cardiovascular risk in postmenopausal women., The Journal of Nutrition, 2004 May;134(5):1058-63.
  12. Eweis DS et al, Carbon dioxide in carbonated beverages induces ghrelin release and increased food consumption in male rats: Implications on the onset of obesity., Obesity Research & Clinical Practice, 2017 Sep - Oct;11(5):534-543
  13. Wakisaka S et al, The effects of carbonated water upon gastric and cardiac activities and fullness in healthy young women., Journal of Nutritional Science and Vitaminology, 2012;58(5):333-8.
  14. https://www.gerolsteiner.de/de/wasserwissen/mineralwasser-verbraucherfragen/kohlensaeure-in-mineralwasser/kohlensaeure-die-hoehe-des-ph-werts/, Perrier, San Pellegrino, Selters per Mail angefragt
  15. https://www.christinen.de/fileadmin/files/downloads/pdf/zertifikate/17_BMW_Rev_TeutoburgerBielefeld_170925.pdf
  16. Mineralwasservergleich, abgerufen am 6.12.2019
  17. Wassergesamtliste, 100 Mineralwässer im Vergleich, abgerufen am 6.12.2019, https://www.plus-magazin.com/wp-contentnew/uploads/2013/07/Wasser-Liste.pdf