Vitamin D3 und DHA bei kognitiver Beeinträchtigung
Die leichte kognitive Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment, MCI) ist eine Vergesslichkeit, die über das normale, altersübliche Maß hinausgeht. Sie liegt also in einer Art Graubereich. Die geistigen Defizite sind zwar bereits messbar, aber noch nicht so schwerwiegend, dass man von einer Demenz spricht oder den Alltag nicht mehr bewältigen kann.
Bei einer MCI zeigen sich zunächst Gedächtnisschwächen und eine nachlassende Denkleistung. Man braucht für manche Aufgaben länger und lässt sich leicht ablenken, weil man sich einfach nicht gut auf eine bestimmte Sache konzentrieren kann.
In einem neuen Umfeld fällt die Orientierung schwerer, man leidet an Wortfindungsstörungen und wird immer reizbarer oder sogar depressiv.
Da es kaum Medikamente in diesem frühen Stadium gibt, wird immer auch im Bereich der Nahrungsergänzung geforscht, z. B. in einer Studie, die im August 2026 im Fachjournal Nutrients erschien.
Darin untersuchte man über 12 Monate hinweg, wie sich die kombinierte Supplementierung von Vitamin D3 und der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) auf die kognitive Leistung sowie auf manche Entzündungswerte auswirkt.
Welche Dosierung könnte bei MCI helfen?
An der Untersuchung nahmen 355 ältere Patienten mit diagnostizierter MCI teil. Die Teilnehmer wurden in 4 Gruppen aufgeteilt:
- Reine Supplementierung von Vitamin D3 (800 IE/Tag)
- Reine Supplementierung von DHA (1 g/Tag)
- Kombinierte Einnahme (800 IE Vitamin D3 + 1 g DHA/Tag)
- Kontrollgruppe (Placebo)
Die kognitiven Funktionen wurden zu Beginn sowie nach sechs und zwölf Monaten überprüft und zwar mit Hilfe einem standardisierten Intelligenztests, dem Wechsler Adult Intelligence Scale (WAIS).
Die Kombination wirkt am besten
Bei allen drei ersten Gruppen zeigten sich statistisch signifikante Verbesserungen der kognitiven Funktionen im Vergleich zur Placebo-Gruppe.
Die Kombinationstherapie hatte dabei die beste Wirkung. Die Patienten, die beides nahmen – Vitamin D3 und DHA – hatten einen höheren Gesamt-IQ, eine bessere Merkfähigkeit und eine bessere Konzentration.
* Hier erhalten Sie ein Algenöl mit hohem DHA-Gehalt. Um 1000 mg DHA zu erreichen, benötigt man ca. 3,6 ml bzw. 71 Tropfen. Wollten Sie lieber Kapseln nehmen, dann würden Sie von diesen Kapseln 4 Stück pro Tag benötigen.
Wie genau wirken Vitamin D3 und DHA auf die Kognition?
Man geht davon aus, dass die Kombination der beiden Mikronährstoffe eine entzündliche Form des programmierten Zelltods, die sogenannte Pyroptose blockieren kann – und zwar über folgenden Mechanismus:
Bei Menschen mit MCI wird der Entzündungssensor NLRP3 im Körper aktiviert. NLRP3 sitzt auf der Zelloberfläche und merkt, wenn es der Zelle nicht gut geht.
Der Sensor spaltet daraufhin das Protein GSDMD auf. Dieses nun wiederum bohrt winzige Poren in die Zellwände, bringt dadurch die Zellen zum Platzen und befeuert auf diese Weise chronische Entzündungen im gesamten Organismus und im Gehirn – mit dem Ergebnis, dass immer mehr Nervenzellen untergehen.
Vitamin D3 und DHA beruhigen das überaktive NLRP3, bremsen die Zerstörungskraft von GSDMD und schützen auf diese Weise die Nervenzellen.
* Hier erhalten sie hochwertige Vitamin-D3-Tropfen (kombiniert mit Vitamin K2 für eine bessere Wirkung). 1 Tropfen liefert 1000 IE Vitamin D3. Das ist etwas mehr, als in der Studie verwendet wurde.
Doch würden wir ohnehin empfehlen, erst den Vitamin-D-Spiegel testen zu lassen. Denn viele Menschen haben unwissentlich einen Mangel, den man mit nur 800 IE nicht beheben könnte, so dass der Effekt dann auch nicht so deutlich wäre.
Alle Informationen zur richtigen Einnahme von Vitamin D3 lesen Sie im Artikel Optimieren Sie Ihre Vitamin-D-Versorgung – 15 Tipps.
Fazit: Vitamin D3 und DHA bei kognitiven Beschwerden
Die Kombination von Vitamin D3 und DHA ist somit bei Patienten mit beginnendem kognitivem Abbau eine gute Idee. Die Einnahme ist außerdem sicher und kostengünstig.