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Die 6 besten Nahrungsergänzungsmittel fürs Immunsystem

Das Immunsystem lässt sich mit zahlreichen Maßnahmen beeinflussen – unter anderem mit einer gezielten Nahrungsergänzung. Wir stellen Ihnen jene sechs Nahrungsergänzungsmittel vor, die Ihr Immunsystem nachweislich aktivieren – und zwar auf sechs ganz unterschiedlichen Wegen. Miteinander kombiniert ergibt sich eine wirksame Immunbooster-Kur, die ein- bis zweimal jährlich durchgeführt werden kann.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 21 Mai 2026
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Nahrungsergänzungsmittel fürs Immunsystem – Die beste Kombination

Meist werden Vitamin C, Zink und Vitamin D als empfehlenswerte Nahrungsergänzungsmittel fürs Immunsystem genannt. Diese drei sind auch wirklich wichtig – und Sie sollten jederzeit gut damit versorgt sein. Das heißt:

Nehmen Sie – je nach Ernährung – täglich 200-500 mg Vitamin C und erhöhen die Dosis kurweise (wenn Sie merken, eine Erkältung naht) auf bis zu 3000-4000 mg pro Tag. Lassen Sie außerdem regelmäßig Ihren Zink- und Vitamin-D-Spiegel überprüfen und passen das entsprechende Einnahmeprotokoll Ihrem Status an.

In diesem Artikel geht es jedoch um andere Nahrungsergänzungsmittel – und zwar um eine ganz bestimmte Kombination:

Beta-Glucan, Probiotika, NAC, Quercetin, Echinacea und Kalmegh.

Es handelt sich um 6 Wirkstoffe oder Mittel, die sich synergistisch ergänzen. Das bedeutet:

Sie wirken zwar auch einzeln sehr gut auf das Immunsystem. Nimmt man sie jedoch kombiniert, dann ergänzen sie sich nicht nur intelligent, weil jedes über einen anderen Wirkmechanismus das Immunsystem beeinflusst, sie verstärken sich außerdem gegenseitig in ihrer Wirkung.

Wie die 6 Mittel Ihr Immunsystem aktivieren, stärken und schützen

Das Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel vieler Zellen und Botenstoffe. Es gibt im Immunsystem also nicht nur einen einzigen Mechanismus, den man stärken könnte, sondern sehr viele. Da es kein einzelnes Mittel gibt, dass alle diese Mechanismen gleichzeitig aktivieren kann, haben wir gezielt die hier vorgestellte Mittel-Kombination ausgewählt.

Jeder der sechs Stoffe wirkt über einen anderen Mechanismus:

Beta-Glucane trainieren die Abwehrzellen, damit sie im Akutfall schneller und besser aktiv sind. Probiotika stärken die Schleimhautbarriere. NAC sorgt für antioxidativen Schutz. Quercetin wirkt entzündungshemmend und antiviral. Echinacea mobilisiert Killerzellen und Kalmegh aktiviert zelleigene Schutzprogramme, die dafür sorgen, dass die Zellen nicht mehr so leicht infizierbar sind.

Aus allem zusammen wird ein umfassendes Schutzsystem, das Krankheiten und Infekte abmildern oder im besten Fall verhindern kann. In manchen Bereichen überschneiden sich die Wirkungen natürlich auch, so haben z. B. fast alle der genannten Mittel antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

1. Beta-Glucan – der Trainer für die Abwehrzellen

Beta-Glucane sind besondere Ballaststoffe aus Pilzen wie dem Austernpilz, dem Reishi oder aus Hefe. Sie docken an bestimmte Rezeptoren der Immunzellen an und „trainieren“ so Fresszellen und natürliche Killerzellen. Das Immunsystem wird dadurch schneller und gezielter aktiv, wenn Viren oder Bakterien auftauchen.

In einer systematischen Übersichtsarbeit von 2021 wurden 34 randomisierte kontrollierte Studien analysiert. Darin zeigte sich, dass die Einnahme von Beta-Glucanen aus verschiedenen Pilzen die Immunabwehr beim Menschen stärkt (1).

Insbesondere wurde die Inzidenz und Symptomstärke von Erkältungen, Grippe und anderen Atemwegsinfektionen verringert, und allergische Symptome verbesserten sich. Zugleich traten keine immunrelevanten Nebenwirkungen auf.

Meist werden Dosierungen zwischen 200 und 500 mg pro Tag für 8-12 Wochen eingesetzt.

* Hier gibt es Beta-Glucane (125 mg) aus dem Austernpilz und hier ein etwas höher dosiertes Präparat: * Beta-Glucane (180 mg) aus dem Reishi.

2. Probiotika – schützen die Schleimhautbarriere

Bestimmte Milchsäurebakterien wie Lactobacillus rhamnosus oder Bifidobacterium lactis sind echte Immunhelfer. Sie siedeln sich im Darm an, stärken die Schleimhautbarriere und regen die Bildung von Antikörpern an (z. B. Immunglobulin A).

Diese Antikörper werden nicht nur im Darm, sondern auch in den Schleimhäuten der Atemwege ausgeschieden. Auf diese Weise können Probiotika die Schleimhaut im gesamten Verdauungssystem – und so auch im Rachen/Nasenraum – schützen, so dass man besser gegen Erkältungsviren gewappnet ist.

Da ferner rund 70 % unseres Immunsystems im Darm sitzt, ist ein gesundes Mikrobiom (Darmflora) einer der wichtigsten Schutzfaktoren gegen zahlreiche Erkrankungen.

In einer Studie erhielten die Teilnehmer 4 Wochen lang ein Supplement aus Bifidobacterium lactis. Im Vergleich zur Kontrollgruppe stieg in der Probiotika-Gruppe die Produktion von IL-2 (einem Stoff, der Immunzellen stimuliert). Auch die Abwehrkraft der Killerzellen nahm zu. Gleichzeitig hatten diese Probanden weniger Erkältungstage (2).

* Hier erhalten Sie das Probiotikum Combi Flora Symbio.

3. NAC – starkes Antioxidans für belastbare Immunzellen

N-Acetylcystein (kurz NAC) ist eine Vorstufe der Aminosäure Cystein. Im Körper wird daraus Glutathion gebildet – das wichtigste Antioxidans, das unsere Zellen vor oxidativem Stress bewahrt. So bleiben auch Immunzellen stets stark und belastbar. Zusätzlich wirkt NAC schleimlösend in den Atemwegen, was bei Erkältungen ein Vorteil ist.

Der Stoff bindet außerdem Schwermetalle, hemmt Entzündungsprozesse und schützt die Leber – all das entlastet sehr stark das Immunsystem und sorgt dafür, dass dieses an jenen Stellen, wo es nötig ist, wirkungsvoll agieren kann.

* Hier erhalten Sie N-Acetylcystein.

Näheres dazu lesen Sie in unserem Artikel N-Acetylcystein (NAC): Wirkung und Anwendung.

4. Quercetin – das antivirale Pflanzenpigment

Quercetin ist ein Flavonoid, also ein Pflanzenstoff, der in Zwiebeln, Äpfeln und Beeren vorkommt. Dort allerdings nur in geringen Mengen, die therapeutisch keinen Effekt haben. Dazu wäre ein gutes Kilogramm Zwiebeln oder 10 kg Äpfel pro Tag nötig.

Quercetin wirkt antioxidativ, hemmt überschießende Entzündungen und blockiert sogar bestimmte Schritte der Virusvermehrung. In Studien konnte der Pflanzenstoff bei Atemwegsinfekten zu einer Verringerung der Symptomschwere und der Anzahl an Krankheitstagen führen. Auch kann Quercetin die Anfälligkeit für Infekte reduzieren.

In Kombination mit Vitamin C ist Quercetin besonders wirksam (200 mg Vitamin C pro 500 mg Quercetin).

* Hier erhalten Sie Quercetin-Kapseln mit 500 mg pro Kapsel.

Die Quercetin-Kapseln enthalten zusätzlich 24 mg Vitamin C. Mit den 160 mg Vitamin C im unten genannten Kalmegh-Präparat sind Sie fast bei den benötigten 200 mg. Bei einer Vitamin-C-reichen Ernährung benötigen Sie dann nicht zwangsläufig ein extra Vitamin-C-Präparat.

Lesen Sie mehr über Quercetin und die genannten Studien in unserem Artikel Quercetin bei Erkältungen, wo Sie auch eine Liste mit dem Quercetingehalt der quercetinreichsten Lebensmittel finden.

5. Echinacea – aktiviert Killerzellen

Echinacea (Sonnenhut) ist ein bekanntes Immuntonikum. Die Pflanze stärkt verschiedene Abwehrzellen (Fresszellen und natürliche Killerzellen), so dass diese nun Krankheitserreger effizienter abtöten können.

Auch wirkt die Pflanze entzündungshemmend und erhöht die Spiegel jener Botenstoffe, die für ihre antiviralen, immunstimulierenden und antitumoralen Eigenschaften bekannt sind.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Echinacea für das Immunsystem.

Echinacea kann separat eingenommen (z. B. mit diesem * Saft) oder als Kombi-Präparat mit Kalmegh, dem Immunbooster aus dem Ayurveda – siehe nächster Abschnitt.

6. Kalmegh – Immunbooster aus dem Ayurveda

Kalmegh (Andrographis paniculata) ist eine Heilpflanze aus der ayurvedischen Medizin. Ihre Bitterstoffe, die Andrographolide, können überaktive Entzündungswege bremsen und gleichzeitig die antivirale Abwehr verstärken.

Sie fördern zum Beispiel die Bildung von Interferonen und T-Zellen. T-Zellen sind spezialisierte Immunzellen, die virusbefallene Körperzellen aufspüren und zerstören.

Interferone sind Proteine, die von Zellen ausgeschüttet werden, sobald Viren auftauchen. Auf diese Weise werden Nachbarzellen gewarnt. Sie können nun rechtzeitig Schutzprogramme aktivieren, damit sie selbst schwerer infizierbar werden.

Studien zeigen, dass Erkältungen mit Kalmegh oft schneller abklingen. Halsschmerzen, Husten und Fieber treten früher den Rückzug an. In einer randomisierten Doppelblindstudie mit 223 Patienten zeigte sich beispielsweise, dass Kalmeghextrakt (1-mal täglich 200 mg) akute Atemwegsinfekte ab Tag 4 deutlich besserte (3), während die Symptome in der Placebogruppe sogar schlimmer wurden.

* Hier erhalten Sie ein Kalmegh-Präparat (200 mg Kalmegh-Extrakt kombiniert mit 80 mg Echinacea-Extrakt pro Tagesdosis, dazu 5 mg Zink und 160 mg Vitamin C)

Das Einnahme-Protokoll

Eine immunstärkende Kur kann jederzeit durchgeführt werden. Besonders bietet sie sich natürlich präventiv in der infektanfälligen Zeit an (Herbst/Winter). Man kann die Kur aber auch gleichzeitig mit einem bestehenden Infekt beginnen oder auch jederzeit, wenn man sich nicht ganz auf der Höhe fühlt.

Dazu können die sechs Nahrungsergänzungen wie folgt kombiniert und eingenommen werden:

Morgens

Beta-Glucan: 100–200 mg, am besten nüchtern mit Wasser 30 Minuten vor dem Frühstück. Wer Intervallfasten macht, kann es auch abends während der Fastenphase nehmen, etwa 4–5 Stunden nach der letzten Mahlzeit.

NAC (N-Acetylcystein): 600 mg mit Wasser gemeinsam mit Beta-Glucan.

Quercetin: 500 mg zum Essen. Wenn Sie ein Vitamin-C-Präparat einnehmen, dann nehmen Sie es gemeinsam mit Quercetin.

Mittags

Probiotika: Kurz vor dem Essen oder zum Essen

Quercetin: 500 mg zum Essen (auch hier kann Vitamin C dazu genommen werden)

Abends

Kalmegh und Echinacea (Immun-Komplex) zum Essen oder kurz davor.

Wie lange nimmt man die Mittel ein?

Die Kur kann 8 bis 12 Wochen lang durchgeführt werden. Danach kann man eine Pause einlegen von mindestens 3 Wochen und die Kur erneut durchführen. Man kann sie aber natürlich auch einfach z. B. 2-mal jährlich machen.

Was macht man im akuten Fall?

Die Kur ist insbesondere als präventive Maßnahme gedacht. Was aber macht man im akuten Fall, wenn der Infekt/die Krankheit also da ist?

In diesem Fall kann man die Kur folgendermaßen ändern (wenn man mittendrin ist) bzw. starten (wenn man erst damit beginnen möchte):

Quercetin dreimal statt zweimal

Nehmen Sie Quercetin für maximal 7 Tage statt zweimal täglich, nun dreimal täglich à 500 mg (also auch zum Abendessen noch eine 500-mg-Portion). Reduzieren Sie anschließend auf zweimal täglich à 500 mg.

Beta-Glucan verdoppeln

Verdoppeln Sie im selben Zeitraum die Beta-Glucan-Dosis. Dazu nehmen Sie entweder morgens nüchtern statt 100-200 mg nun 200-400 mg oder aber Sie nehmen morgens die übliche Dosis von 100-200 mg und abends mindestens drei Stunden nach der letzten Mahlzeit (vor dem Zubettgehen) eine weitere Dosis von 100-200 mg.

Kalmegh verdoppeln

Verdoppeln Sie während der 7 Tage auch den Kalmegh-Extrakt (Immunkomplex mit Kalmegh und Echinacea). Nehmen Sie nicht nur eine Tagesdosis ein, sondern zwei – eine zum Frühstück oder kurz davor, die zweite zum Abendessen bzw. zu Ihrer letzten Mahlzeit des Tages oder kurz davor.

Vitamin C extra nehmen

Nehmen Sie jetzt zusätzlich ein hochdosiertes Vitamin-C-Präparat – und zwar täglich 1000-3000 mg. Wenn Sie 3000 mg nehmen, dann dreimal täglich je 1000 mg zu den Mahlzeiten.

* Dieses Vitamin-C-Präparat ist ideal für höhere Dosierungen von 1 bis 3 g täglich.

Wer sollte die Nahrungsergänzungsmittel nicht nehmen?

Die oben genannten Nahrungsergänzungsmittel sind überwiegend immunmodulierend, das heißt, das Immunsystem wird nicht um jeden Preis aktiviert, sondern auf ein gesundes Aktivitätslevel gebracht.

Bei chronischen Erkrankungen (auch Autoimmunkrankheiten) sollten die Mittel dennoch nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden – auch wegen möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Für Schwangere, Stillende und Kinder kann unsere Kombination leider nicht empfohlen werden, da es für diese Gruppen noch keine ausreichenden Studien zur Sicherheit gibt. Natürlich sollten auch Personen mit Allergien gegen einzelne Bestandteile der angegebenen Mittel die Kombination nicht nehmen.

Fazit: Die besten Nahrungsergänzungsmittel fürs Immunsystem

Das Immunsystem kann somit allein über Nahrungsergänzungsmittel schon einmal sehr positiv beeinflusst werden. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass andere Maßnahmen vernachlässigt werden dürfen, die für ein starkes Immunsystem ebenfalls entscheidend sind.

Dazu gehören eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung, viel Bewegung und ein gutes Stressmanagement (inkl. erholsamen Schlafs). Wenn Sie diese drei Aspekte um unsere Nahrungsergänzungs-Kombi erweitern, kann sich Ihr Immunsystem optimal entfalten.

* Sollten Sie in Sachen Schlaf Probleme haben, probieren Sie Melatonin (bevor Sie zu nebenwirkungsreichen Schlafmitteln greifen).

Denn chronischer Schlafmangel schwächt das Immunsystem deutlich. Melatonin kann hier als Schlafverbesserer somit indirekt immunstärkend wirken.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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