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Ausleitung von Aluminium

Aluminium steckt in Lebensmitteln, im Trinkwasser, im Koch- und Backzubehör und vielem mehr. Das Metall kann zu zahlreichen Beschwerden beitragen, etwa zu Gedächtnisproblemen, Reizbarkeit, Müdigkeit sowie Nieren- und Knochenerkrankungen. Auch werden Zusammenhänge mit Autismus und der Alzheimer Krankheit diskutiert. Mit gezielten Maßnahmen kann man jedoch verhindern, dass sich Aluminium im Körper anreichert.

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel
Stand: 03 Mai 2026
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So können Sie Aluminium ausleiten

Wir nehmen Aluminium tagtäglich zu uns, hauptsächlich über die Nahrung und das Trinkwasser. Auch Hygieneartikel (z. B. Deos) oder die Verwendung von Alu-Schalen und Alufolie sowie manche Medikamente können die Aluminiumbelastung erhöhen.

Wird Aluminium verzehrt, kann ein großer Teil über den Darm oder die Nieren direkt wieder ausgeschieden werden – vorausgesetzt, man verfügt über eine gute Nierenleistung.

Ein Teil des Aluminiums jedoch verbleibt im Körper und reichert sich dort über die Jahre hinweg an.

Mit bestimmten Maßnahmen kann man nun aber verhindern, dass sich Aluminium im Körper einlagert - und man kann den Organismus dabei unterstützen, das bereits eingelagerte Aluminium langsam wieder abzubauen.

Ganz unten finden Sie ein konkretes Einnahme-Protokoll für die Ausleitung von Aluminium. Scrollen Sie also gleich nach unten, wenn Sie die Detail-Informationen erst später lesen möchten.

Aluminiumbelastung im Körper nachweisen

Aluminium oder auch andere Toxine lassen sich jedoch – wenn sie sich im Gewebe oder im Gehirn aufhalten – nicht mit den üblichen Blutuntersuchungen aufspüren. Daher ist es gar nicht so leicht, eine Aluminiumbelastung im Körper eindeutig nachzuweisen.

Provokationstest mit Chelatbildnern

Ein Provokationstest mit einer einmaligen Gabe sogenannter DMSA-Kapseln (Chelatbildner), bei dem Metalle gebunden und danach ausgeschieden werden können, scheinen sich für einen Aluminiumnachweis nicht immer zu eignen.

Das liegt wohl daran, dass der Körper die Metalle oft in einer bestimmten Reihenfolge ausscheidet und Aluminium – so heißt es – erst aus dem Körper gelöst werde, wenn zuvor andere Metalle wie Quecksilber oder Blei ausgeleitet wurden (sofern mit diesen Metallen eine Belastung vorliegt).

Aluminium im Urin nachweisen

Eine Urinuntersuchung wiederum ist nur im akuten Fall aufschlussreich. Das heißt, Aluminium wird nur dann über den Urin ausgeschieden, wenn Sie kurz zuvor Aluminium zu sich genommen haben. Hat sich Aluminium bereits im Gewebe eingelagert, findet es sich im Urin oder im Blut praktisch gar nicht mehr – es sei denn, es könnte zuvor aus dem Gewebe mobilisiert werden.

Möglichkeiten zur Mobilisierung von Aluminium aus dem Gewebe finden Sie weiter unten bei den Ausleitverfahren für Aluminium.

Aluminium im Blutbild nachweisen

Manche Parameter im Blutbild können einen Hinweis auf eine Aluminiumbelastung liefern (1). Sind beispielsweise Eisen, Ferritin, Phosphor, Selen und Zink zu niedrig, ist in jedem Fall auch an eine Aluminiumbelastung zu denken.

Aluminium im Haar nachweisen

In der Naturheilkunde wird oft eine Haaranalyse herangezogen, um chronische Aluminiumbelastungen nachzuweisen und auch um die Erfolge der Ausleitung langfristig zu überprüfen.

* Hier können Sie ganz einfach eine Haaranalyse auf Aluminium und noch weitere Giftstoffe durchführen lassen, etwa Quecksilber, Blei, Arsen u. a.: Mineral-Check Toxic

Möglichkeiten zur Ausleitung von Aluminium

Da viele Möglichkeiten zur Ausleitung von Aluminium keinen großen Aufwand bedeuten und auch keine Nebenwirkungen haben, kann man diese Maßnahmen einfach in den Alltag integrieren.

Diese verhindern insbesondere, dass sich ab sofort weiteres Aluminium im Körper anreichert und einlagert.

1. Silizium zur Aluminium-Ausleitung

Die einfachste und sicherste Methode, Aluminium nicht nur auszuleiten, sondern auch dessen künftige Aufnahme, Ablagerung und Anreicherung im Körper zu verhindern, ist die Einnahme von Silizium.

Schon im Jahr 1998 waren die möglichen Zusammenhänge zwischen Aluminium und der Alzheimerkrankheit bekannt (4). Auch wusste man bereits damals, dass hohe Siliziumspiegel im Trinkwasser die schädliche Aluminiumwirkung reduzierten (7).

Eine daraufhin durchgeführte Studie zeigte dann auch, dass Silizium als Nahrungsergänzung eine Ablagerung von Aluminium im Gewebe verhindern kann.

Ratten, die Aluminium und Silizium bekommen hatten, wiesen im Gehirn, in der Leber, in der Milz, den Knochen und den Nieren deutlich weniger Aluminium auf (3) als jene Ratten, die mit ihrem Futter nur Aluminium, aber kein Silizium bekommen hatten.

Silizium ist ein natürliches Gegenmittel für Aluminium

Im Jahr 2007 zeigte eine Studie – diesmal am Menschen – dass Aluminium im Trinkwasser ganz offensichtlich eine schädliche Wirkung hatte und es das Risiko für eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten der Konsumenten erhöhte, aber nur, wenn das Trinkwasser gleichzeitig arm an Silizium war (6).

Je höher daher die tägliche Siliziumaufnahme war, umso mehr sank das Alzheimerrisiko der Studienteilnehmer.

"Silizium ist ein natürliches Gegenmittel für Aluminium", verkündeten daraufhin die an dieser Studie beteiligten Forscher.

Silicium verhindert Aluminiumanhäufung im Gehirn

Vier Jahre später erschien eine Übersichtsarbeit (Review) mit dem Ziel herauszufinden, ob Silizium tatsächlich die Resorption und Ablagerung von Aluminium im Körper von Säugetieren verhindern kann.

Die beteiligten Wissenschaftler schrieben:

"Die Ergebnisse einer Reihe von Studien lassen vermuten, dass eine Nahrungsergänzung mit Silizium eine chronische Aluminiumanhäufung im Gehirn verhindern kann und daher eine mögliche Therapie der Alzheimer Krankheit darstellt (5) […]."

Silicium erhöht Aluminiumausleitung im Urin

Eine weitere Studie ergab (2017), dass das Trinken eines siliziumreichen Mineralwassers das Ausscheiden von Aluminium über den Urin erhöhte (13).

Die 15 Teilnehmer mit Multipler Sklerose tranken täglich während 12 Wochen 1,5 Liter siliziumreiches Mineralwasser (keine Silizium-Angabe in der Studie genannt). Die Aluminium-Ausscheidung stieg signifikant – bei Frauen stärker als bei Männern. Eine Kontrollgruppe gab es nicht.

Silicium senkt Aluminiumwerte im Haar

Brasilianische Forscher testeten 2018 in einer Studie, wie sich die Einnahme von Silizium auf die Haut und die Haare auswirkt. Sie stellten fest, dass Silizium die Aluminium-Werte im Haar senkt (14).

Die Teilnehmerinnen (insgesamt 51 Frauen) erhielten 5 Monate lang täglich 10 mg Silizium (5 mg alle 12 Stunden) - und zwar in genau jenen zwei Formen, die wir in unserem Einnahme-Protokoll weiter unten vorstellen: Monomethylsilantriol und SAM-Silicium.

Was tun?

Der Siliziumgehalt von Lebensmitteln ist recht unsicher. Besser geeignet sind siliziumreiche Mineralwässer, z. B. Gerolsteiner Heilwasser (42 mg Silizium/Liter) oder Volvic Naturelle (31 mg).

Eine Alternative sind Nahrungsergänzungsmittel, die Silizium mit hoher Bioverfügbarkeit enthalten, z. B. organisches Silizium (Monomethylsilantriol) oder Silizium-Tropfen mit SAM-Silizium von effective nature - siehe weiter unten beim Einnahme-Protokoll.

Die Tagesdosis würden wir auf zwei Dosen aufteilen. Auf diese Weise ist immer ausreichend Silizium im Darm, um gleich dort das eintreffende Aluminium zu binden.

Durch die hohe Bioverfügbarkeit gelangt aber auch Silizium ins Blut, so dass auch das im Kreislauf befindliche Aluminium gebunden werden kann.

2. Zeolith bindet Aluminium

Die Mineralerde Zeolith hilft dabei, Aluminium auszuleiten. Im Jahr 2022 zeigte eine europäische Langzeitstudie bei Osteoporose-Patienten, dass die Einnahme von PMA-Zeolith zu einem niedrigeren Aluminiumspiegel im Blut führte (18).

Die Teilnehmer (insgesamt 100) nahmen 1 Jahr lang täglich 9 g PMA-Zeolith in Pulverform mit Wasser ein (verteilt auf 3-mal pro Tag). Die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo.

Danach erhielten alle Teilnehmer 2-5 Jahre lang PMA-Zeolith. (Die Forscher wollten eigentlich herausfinden, wie sich das Zeolith auf die Knochendichte auswirkt.)

Gemessen wurde aber auch der Aluminiumspiegel im Blutserum. Dieser war nach 4 Jahren signifikant niedriger.

Was tun?

Integrieren Sie Zeolith kurweise in Ihr Einnahme-Protokoll - siehe weiter unten. Details über Zeolith und seine Wirkungen lesen Sie in unserem Artikel Zeolith - Wirkungen und Nebenwirkungen.

3. Magnesium verhindert Aluminiumaufnahme

Da man ferner weiß, dass Aluminium besonders leicht aus dem Darm aufgenommen werden kann, wenn gleichzeitig zu wenig Magnesium in der Ernährung ist, gehört auch Magnesium zu einem Konzept zur Aluminiumausleitung.

Schon in einer Studie aus dem Jahr 1992 zeigte sich, dass Aluminium - auch wenn es in der Nahrung oder dem Wasser ist - nicht resorbiert wird, wenn in der Nahrung (oder dem Wasser) genügend Magnesium enthalten ist. Denn beide konkurrieren um dieselben Transportwege, was bedeutet, Magnesium verdrängt Aluminium.

Wenn jedoch das Calcium-Magnesium-Verhältnis im Gewebe gestört ist, dann beobachteten die Wissenschaftler dort auch eine beschleunigte Aufnahme von Aluminium ins Gehirn (11).

Das Calcium-Magnesium-Verhältnis ist heute jedoch häufig gestört. Denn es werden zu viele Milchprodukte verzehrt (Käse, Joghurt, Milch), die im Verhältnis zu Magnesium sehr viel mehr Calcium liefern.

Gleichzeitig werden die typischen Magnesiumquellen oft nicht so gerne gegessen (grüne Blattgemüse, Nüsse, Saaten, Hülsenfrüchte, Vollkorn und Pseudogetreide).

Stattdessen werden magnesiumarme Lebensmittel bevorzugt, wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Fleischprodukte und die genannten Milchprodukte, so dass letztendlich ein deutlicher Calciumüberschuss vorliegt.

Ein solch gestörtes Ca-Mg-Verhältnis wird u. a. mit einem erhöhten Risiko an Darmkrebs und Diabetes Typ 2 in Verbindung gebracht und insgesamt mit einer stärkeren Neigung für entzündliche Prozesse (12).

Was tun?

Für die Aluminium-Ausleitung bedeutet das also:

Optimieren Sie Ihre Magnesiumversorgung! Überprüfen Sie dazu Ihre Ernährung: Reduzieren Sie u. U. Milchprodukte und erhöhen Sie den Verzehr magnesiumreicher Lebensmittel. Das ideale Calcium-Magnesium-Verhältnis liegt bei etwa 2:1.

Meist ist es hilfreich, zusätzlich Magnesium als Nahrungsergänzung einzunehmen, z. B. über einen Magnesiumkomplex - siehe weiter unten beim Einnahme-Protokoll.

4. Folsäure zur Aluminium-Ausleitung

Im Jahr 2005 veröffentlichte das Fachmagazin Nutrition eine Studie mit dem Ergebnis, dass Folsäure nützlich sein kann, um eine bereits vorhandene Aluminiumakkumulation in den Hauptzielorganen des Aluminiums (Knochen, Nieren, Gehirn) zu reduzieren (2).

Was tun?

Achten Sie daher auf eine folsäurereiche Ernährung. Folsäure ist besonders in grünem Blattgemüse, Kohlgemüse, Kräutern, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten.

Wenn Sie der Meinung sind, nicht genügend dieser Lebensmittel zu sich zu nehmen, kann auch vorübergehend ein Vitamin-B-Komplex mit reichlich Folsäure helfen – bis Sie Ihre Ernährung entsprechend umgestellt haben - siehe weiter unten beim Einnahme-Protokoll.

5. Zink zur Aluminium-Ausleitung

Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das weder in zu niedriger noch in zu hoher Konzentration im Körper vorhanden sein sollte.

In einer Querschnittsstudie von 2021 zeigte sich, dass bei Arbeitern in einer Aluminiumfabrik niedrige Zinkwerte mit hohen Aluminiumwerten einhergehen (16). Dies führte zu kognitiven Beeinträchtigungen. Eine gute Zinkversorgung scheint also in gewisser Weise vor einer Aluminiumeinlagerung zu schützen.

Forscher aus Taiwan fanden 2013 heraus, dass bei Dialyse-Patienten die Einnahme von Zink zu einem reduzierten Aluminiumspiegel führte (15). Der Selen-Spiegel verbesserte sich und der oxidative Stress nahm ab.

Die Teilnehmer (insgesamt 69) nahmen 2 Monate lang täglich 11 mg Zink (in Form von Zinkgluconat) jeweils nach dem Abendessen. Nach den 2 Monaten war der Aluminiumspiegel im Blutplasma signifikant reduziert.

Was tun?

Lassen Sie daher am besten Ihren Zinkspiegel bestimmen, wenn Sie eine Aluminiumbelastung vermuten. Sollte Ihr Zink-Wert zu niedrig sein, dann ist Zeit für ein hochwertiges Zinkpräparat - siehe weiter unten beim Einnahme-Protokoll.

6. Selen und Vitamin E zur Aluminium-Ausleitung

Aluminium hat viele giftige Auswirkungen auf den Körper. Eine weniger bekannte Aluminium-Schadwirkung ist jene auf das körpereigene Immunsystem. So reduziert Aluminium beispielsweise in der Milz die Zahl und die Qualität einer Gruppe bestimmter Abwehrzellen, den sog. T-Lymphozyten.

Selen in Kombination mit Vitamin E konnte diese Auswirkung in einer ersten Studie an Tieren zwar nicht vollständig verhindern, jedoch deutlich reduzieren (8).

In einer Untersuchung an Ratten zeigte sich, dass eine Vitamin-E-reiche Diät die Aluminium-Akkumulation im Gehirn verringerte (19).

Achten Sie also auch auf einen gesunden Selen- und Vitamin-E-Status.

Wie genau Selen bei der Entgiftung unterstützt, beschreiben wir in unserem Artikel Selen entgiftet Umweltgifte und Schwermetalle.

Was tun?

Selen ist heutzutage nur noch in Paranüssen in nennenswerten Dosen enthalten, kann aber auch vorübergehend leicht mit Hilfe von organischem Selen eingenommen werden, z. B. mit Selenmethionin.

Wie sich ein Selenmangel auf den Körper auswirkt, lesen Sie in unserem Artikel Selen: Selenmangel als Ursache vieler Beschwerden (Sie finden ihn ganz unten bei den weiterführenden Artikeln).

Vitamin E hingegen findet sich reichlich in Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen und Fetten. Allerdings unterscheiden sich die Werte in den einzelnen Nuss-, Saaten- bzw. Ölsorten enorm.

Sonnenblumenkerne liefern pro 30 g etwa 10 mg Vitamin E, Mandeln 7,5 mg und Haselnüsse 4,5 mg

Spitzenreiter in Sachen Vitamin-E-Gehalt ist bei den Ölen mit Abstand das Weizenkeimöl. Es enthält ca. 30 mg Vitamin E pro 10 g (1 EL). Der Bedarf an Vitamin E liegt für Erwachsene bei etwa 14 mg pro Tag.

7. Apfelpektin zur Aluminium-Ausleitung

Seit 2002 stellt das weißrussische Institut "Belrad" ein Präparat aus Apfelpektin zur Verfügung. Untersuchungen an strahlenbelasteten Kindern ergaben, dass Apfelpektin die bestehende Belastung des Körpers mit radioaktiven Stoffen wie Caesium 137 abbaut – und zwar auch dann, wenn nach wie vor radioaktiv belastete Nahrung aufgenommen wird (10).

Auch andere Schwermetalle sowie Aluminium sollen von Apfelpektin im Körper gebunden und daraufhin leichter ausgeschieden werden können (17).

Apfelpektin wird üblicherweise als Geliermittel benutzt und ist im Handel frei erhältlich. Reich an Pektinen sind auch Rote Rüben, Radieschen, Karotten, Paprika, Kürbis, Auberginen, Äpfel, Aprikosen, Quitten, Kirschen, Pflaumen, Birnen, Sanddorn und die Schalen von Zitrusfrüchten.

Was tun?

In einer Vorlesung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich empfahl Dr. Klinghardt einen gehäuften Teelöffel Apfelpektin pro Tag zu sich zu nehmen, um das mit der Nahrung oder dem Wasser aufgenommene Aluminium gleich wieder auszuscheiden.

Denken Sie hier jedoch daran, mit jeder Pektineinnahme sehr viel Wasser zu trinken (pro TL Pektin mindestens zwei große Gläser, was 600 ml Wasser entspricht).

Auch weiß man, dass nicht jedes Pektin zuverlässig Metalle bindet. Dazu sind spezielle Pektinpräparate nötig, die aber unverhältnismäßig teuer sind.

Welche Pektine dies sind, wie sie wirken und dosiert werden, erklären wir in unserem Artikel Apfelpektin - Der gesunde Ballaststoff.

8. Vitamin C zur Ausleitung von Aluminium

Vitamin C ist einer der wichtigsten Radiakalfänger, macht also aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen unschädlich und regt das körpereigene Entgiftungssystem an. Auch die schädlichen Eigenschaften von Aluminium können von Vitamin C abgemildert werden.

Was tun?

Gestalten Sie Ihre Ernährung Vitamin-C-reich und nehmen Sie ggf. ganzheitliche Vitamin-C-Präparate ein (z. B. Camu-Camu).

Wenn Sie einen höheren Vitamin-C-Bedarf haben können Sie auch zu höher dosierten Präparaten greifen, z. B. um leichter auf 1 bis 3 g zu kommen, eine Dosis, die z. B. von Dr. Burgerstein in seinem Protokoll zur Aluminium-Ausleitung genannt wird.

Hinweis:Bitte beachten Sie, dass Vitamin C nicht gleichzeitig mit anorganischem(!) Selen (Natriumselenit) eingenommen werden sollte, da sich beide gegenseitig beeinträchtigen bzw. in ihrer Wirkung behindern. Dies gilt jedoch nicht für organisches, also chelatiertes Selen (Selenmethionin, Selenhefe).

9. Apfelsäure zur Aluminium-Ausleitung

Apfelsäure ist natürlicherweise in Äpfeln enthalten, aber auch in vielen anderen Früchten - und dabei in höheren Mengen als in Äpfeln, z. B. in Aprikosen, Brombeeren, Pflaumen, Heidelbeeren und Süßkirschen.

Im Apfelessig ist ebenfalls Apfelsäure enthalten, doch überwiegt hier die Essigsäure, während Apfelsäure nur in verhältnismäßig geringen Mengen vorhanden ist.

Außerdem entsteht die Apfelsäure auch im menschlichen Körper während mancher Stoffwechselprozesse.

Schon seit mindestens Ende der 1980er Jahre ist nun bekannt, dass Apfelsäure (idealerweise in Kombination mit Magnesium) Aluminium ausleiten kann (9).

Damals verglichen Wissenschaftler die Fähigkeit verschiedener organischer Säuren, Aluminium auszuleiten. Sie untersuchten u. a. die Zitronensäure, Malonsäure, Oxalsäure, Bernsteinsäure und auch die Apfelsäure sowie ein Medikament, das bei Eisenüberschuss zur Ausleitung dieses übermäßig vorhandenen Eisens eingesetzt wird (Deferoxamin DFOA).

Es zeigte sich, dass die Apfelsäure und DFOA am effektivsten waren. Sie erhöhten die mit dem Urin ausgeleitete Aluminiummenge am stärksten, während Malonsäure und Oxalsäure keine diesbezüglichen Auswirkungen zeigten.

Bei der Studie handelte es sich jedoch um eine Tierstudie, bei der den Mäusen die Säuren intraperitoneal verabreicht wurden (umgerechnet auf den Menschen 5 g Apfelsäure).

Was tun?

Da Menschen die Apfelsäure oral aufnehmen, kann man nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass die 5 g ausreichen.

Mit den o. g. Früchten nimmt man dennoch bereits recht viel von der Apfelsäure zu sich, so dass auch Obstverzehr zur Aluminiumausleitung beitragen kann, z. B. liefern 2 Äpfel, 3 Aprikosen und 100 g Kirschen zusammen ca. 3 g Apfelsäure.

Zusätzlich kann man kurweise einige Gramm Apfelsäurepulver einnehmen, z. B. dreimal täglich je 1,5 g in 250 ml Saft gerührt. Pur in Wasser ist die Säure deutlich sauer.

* Hier erhalten Sie Apfelsäure als Pulver.

Begleitende Maßnahmen der Aluminiumausleitung

Denken Sie bei der Aluminiumausleitung auch an die folgenden Maßnahmen:

Mineralstoffspeicher auffüllen

Eine Ausleitung – ganz gleich von welchem Gift – erfordert immer einen ausgeglichenen Mineralstoffhaushalt.

Erstens sind viele Mineralstoffe und Spurenelemente direkt an der Entgiftung und Ausleitung beteiligt.

Zweitens ermöglichen sie erst die ordnungsgemäße Arbeit der Entgiftungs- und Ausleitorgane.

Und drittens verhindert eine gute Mineralstoffversorgung die Aufnahme und Einlagerung neuer Schadmetalle im Körper.

Da ferner bei einer Ausleitung der Verschleiß an Mineralstoffen besonders hoch ist, sollten die körpereigenen Mineralstoff- und Spurenelemente-Depots schon vor der Ausleitung gut gefüllt werden.

Zu einigen Mineralstoffen haben wir bereits weiter oben Details in Bezug auf die Aluminiumausleitung genannt (Silicium, Magnesium, Zink und Selen). Doch sollten natürlich auch alle anderen essenziellen Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge vorhanden sein.

Wenn Sie befürchten, mit der Nahrung nicht genügend Mineralien zu sich zu nehmen, könnten Sie kurweise ein All-in-One-Präparat nehmen - siehe weiter unten beim Einnahme-Protokoll.

Beachten Sie jedoch, dass das Präparat nun ebenfalls Zink, Selen und Magnesium enthält, so dass Sie diese Mineralstoffe nun nicht auch noch separat nehmen müssen oder - wenn die Dosis im genannten Präparat nicht ausreicht - nur noch in geringeren Dosierungen.

Viel trinken

Achten Sie bei einer Ausleitung von Aluminium unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, idealerweise in Form von Wasser - mit oder ohne Kohlensäure.

Somit können Sie die Gefahr für mögliche Entgiftungserscheinungen wie zum Beispiel Übelkeit oder Kopfschmerzen gering halten. Die Giftstoffe können gut ausgespült werden und belasten weniger die Nieren.

Alkoholische Getränke und gesüßte Getränke sollten Sie vollständig meiden - nicht nur während einer Entgiftung.

Nieren und Leber stärken

Damit die Ausleitorgane gut ihre Arbeit erledigen können, sollten sie entsprechend unterstützt werden:

Für die Nieren eignen sich zu diesem Zweck spezielle Nieren-Blasen-Tees, z. B. mit Birkenblättern, Löwenzahn und Goldrute - nicht mehr als 1 Tasse pro Tag (150 ml).

Für die Leber bietet sich die Mariendistel an, die wie keine andere Heilpflanze die Leber stärkt und ihre Regeneration fördert. Ein Tee nützt hier jedoch nichts, da sich die Wirkstoffe kaum in Wasser lösen. Sinnvoller ist ein Extrakt in Kapselform - siehe weiter unten im Einnahme-Protokoll.

Führen Sie diese Maßnahmen kurweise durch - Details dazu weiter unten beim Einnahmeprotokoll.

Verdauung unterstützen

Während der Ausleitung wäre eine Verstopfung kontraproduktiv. Denn auch mit dem Stuhl werden Gifte ausgeleitet. Bleibt er zu lange im Darm, können diese leichter wieder über die Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen.

Unterstützen Sie daher in jedem Fall Ihre Verdauung mit einer gesunden ballaststoff- und vitalstoffreichen Ernährung (Salate, Gemüse, Obst). Bahnt sich eine Verstopfung an, können sie mit eingeweichten Leinsamen (immer mit viel Wasser nehmen), eingeweichten Dörrpflaumen oder Pflaumensaft entgegenwirken.

Darmflora aufbauen

Eine gesunde Darmflora ist bei der Entgiftung wichtig. Denn manche probiotischen Darmbakterien helfen direkt bei der Ausleitung von Schwermetallen, wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Sie binden die Gifte an sich, wandeln sie in ungiftigere Formen um oder entgiften indirekt, indem sie kurzkettige Fettsäuren bilden, die nun ihrerseits wieder die Schwermetalle binden können.

Für die Ausleitung von Aluminium ist hier die Datenlage nicht ganz so gut, aber Bifido- und Milchsäurebakterien scheinen in einem gewissen Maß auch Aluminium binden und über den Stuhl ausleiten zu können (insbesondere der probiotische Bakterienstamm L. plantarum).

L. plantarum und viele weitere Milchsäure- aber auch Bifidobakterien sind z. B. in Combi Flora enthalten - siehe weiter unten im Einnahme-Protokoll.

Das Einnahme-Protokoll

Sie könnten nun die oben genannten Maßnahmen folgendermaßen umsetzen (wobei wir Apfelsäure und Apfelpektin weglassen, denn es gibt kaum geeignete Produkte; auch müssen nicht zwangsläufig ALLE Maßnahmen umgesetzt werden):

Silicium

Nehmen Sie regelmäßig Silicium ein, z. B. * organisches Silizium (Monomethylsilantriol) oder Silizium-Tropfen mit SAM-Silizium.

Die Tagesdosis würden wir auf zwei Dosen aufteilen (zweimal je 30 ml (organisches Si) oder zweimal je 2,5 ml (SAM-Si)), damit immer ausreichend Silicium im Körper ist. Einfach in ein Glas Wasser mischen und eine Dosis am Vormittag trinken, die andere am Nachmittag - außerhalb der Mahlzeiten.

Mineralstoffe

Kümmern Sie sich um eine gute Mineralstoffversorgung (Magnesium, Zink, Selen) - z. B. über einen * All-in-one-Mineralstoffkomplex (zum Essen).

Wenn Sie gezielt die drei Mineralstoffe benötigen, dann wählen Sie diesen hochwertigen * Magnesiumkomplex. Er lässt sich sehr gut individuell dosieren.

Hier erhalten Sie * Kapseln mit gut bioverfügbarem Zink (Zinkbisglycinat) und hier * organisches Selenmethionin.

Nehmen Sie Zink morgens, Selen mittags und Magnesium abends. Wenn Sie die Mineralstoffe nüchtern, also vor dem Essen vertragen, dann nehmen Sie sie nüchtern, ansonsten zu den Mahlzeiten.

Vitamine

Achten Sie auf eine gute Vitaminversorgung (Vitamin C, Vitamin E und Folsäure (bzw. der komplette Vitamin-B-Komplex). Alle Vitamine können zu den Mahlzeiten genommen werden.

Ideal ist dieser * Vitamin-B-Komplex, da er neben vielen anderen B-Vitaminen auch die benötigte Folsäuremenge enthält.

Eine natürliche Vitamin-C-Quelle ist * Camu-Camu - schon 2 g liefern 240 mg Vitamin C. Wenn Sie mehr benötigen, erhalten Sie hier ein hochdosiertes * Vitamin-C-Präparat mit 1000 mg pro Kapsel.

Vitamin E kann leicht über * diese Tropfen aufgenommen werden - schon 1 Tropfen liefert 34 mg (der Tagesbedarf liegt bei 14 mg, allerdings die sichere Maximalmenge bei 300 mg).

Wasser trinken

Trinken Sie viel Wasser und essen Sie viel Gemüse, Obst und Salate (die ebenfalls viel Flüssigkeit enthalten und dazu zahlreiche entgiftende Pflanzenstoffe).

Probiotika nehmen

Sorgen Sie für gute Verdauung und nehmen Sie ggf. kurweise ein Probiotikum ein, z. B. * dieses hochwertige Probiotikum. Man nimmt es kurz vor dem Essen oder direkt zum Essen.

Zeolith nehmen

Nehmen Sie kurweise Zeolith - 3-mal jährlich jeweils 4 Wochen lang 1- bis 2-mal täglich 1/2 TL nüchtern mind. 30 Minuten vor dem Frühstück (und ggf. Abendessen) - immer mit mind. 300 ml Wasser.

* Hier finden Sie Zeolith als Pulver, hier in Kapseln (wenn Sie das Pulver nicht mögen).

Mariendistel nehmen

Nehmen Sie kurweise ein Mariendistelpräparat (z. B. 4 Wochen lang, täglich 30 Minuten vor einer Mahlzeit, z. B. mittags - 3-mal jährlich) - hier erhalten Sie einen hochwertigen * Mariendistelextrakt.

Nieren-Blasen-Tee trinken

Trinken Sie Nieren-Blasen-Tees - z. B. 1-mal monatlich eine Woche lang 1 Tasse täglich.

Curcumin

Wenn Sie bereits Präparate mit Curcumin nehmen, können Sie das gerne weiter tun. Zwar gibt es zur Wirkung von Curcumin bei Aluminiumbelastung bislang nur wenige Studien, aber eine Untersuchung an Mäusen ergab, dass der Stoff aus Kurkuma die Aluminiumbelastung im Gehirn reduzieren konnte (20).

Sie erhielten jedoch hohe Dosen, die beim Menschen 500-2000 mg reines Curcumin entsprechen würden. Derart hochdosierte Curcuminpräparate gibt es kaum noch auf dem Markt. (Ausnahme z. B von Warnke). Selbst wenn sie als hochdosiert deklariert sind, ist der Curcuminanteil gering und die Mengenangabe bezieht sich auf den Extrakt, aber nicht auf den Curcuminanteil.

Fazit: Ausleitung von Aluminium

Einfacher als Aluminium auszuleiten, das sich bereits im Körper abgelagert hat, ist es somit, dafür zu sorgen, dass Aluminium gar nicht erst in den Blutkreislauf gelangen kann.

Auf diese Weise stoppt man die Aluminiumaufnahme und das eingelagerte Aluminium kann durch die natürliche Halbwertszeit im Organismus langsam abgebaut bzw. nach und nach ausgeschieden werden.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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