Zentrum der Gesundheit
  • Fluoride Babys und Kleinkinder
23 September 2022
5 min

Fluorid - Eine Gefahr für Babys

Fluoride werden schon Säuglingen vom Tage der Geburt an zur Kariesprophylaxe verabreicht – und das, obwohl sich Wissenschaftler nicht einig sind, ob dieses Vorgehen wirklich nützlich oder eher schädlich ist. Dennoch werden fast überall Fluoridtabletten und bei älteren Kindern fluoridierte Zahncremes oder fluoridiertes Speisesalz empfohlen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner

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Fluorosegefahr bei Fluoridüberdosierung

Fluoride können bei Überdosierung die Zähne angreifen und zu Fluorose führen. Besonders Babys und Heranwachsende sind gefährdet – insbesondere wenn diese verschiedene fluoridhaltige Produkte erhalten, also z. B. Fluoridtabletten schlucken, fluoridierte Zahncremes verwenden und fluoridreiches Wasser trinken.

Fluorose äussert sich in einer Verfärbung des Zahnschmelzes, beginnt mit hellen Flecken auf den Zähnen und endet mit tiefen braunen Löchern in den Zähnen, was meist automatisch Karies mit sich bringt. Doch beschränkt sich diese Auswirkung einer lang anhaltenden Fluoridüberdosierung nicht nur auf die Zähne, sondern kann auch im Knochen zur sog. Knochenfluorose führen, was vorzeitig brüchige Knochen mit sich bringen soll.

Dr. Steven M. Levy, D.D.S. und sein Team entdeckten während ihrer Studie ( 1 ), dass die Aufnahme von Fluoriden während der ersten vier Lebensjahre (bei einem Kind) signifikant in Verbindung mit einer Fluorose der Schneidezähne im Oberkiefers stehe, wobei besonders die Fluoridaufnahme während des ersten Lebensjahres ausschlaggebend sei.

In diesem Zusammenhang warnten die Forscher davor, Babynahrung mit fluoridreichem Wasser zuzubereiten. Während in Muttermilch Fluoridkonzentrationen von etwa 0,01 mg vorliegen, dürfen Mineralwässer nämlich noch mit "Für Babys geeignet" deklariert werden, wenn sie bereits 0,7 mg Fluoride pro Liter enthalten.

Weitere unerwünschte Folgen der Kariesprophylaxe mit Fluoriden

Doch ist Fluorose nicht die einzige negative Auswirkung, die eine zu hohe Fluoridaufnahme mit sich bringen kann. Während diese Krankheit bevorzugt in Ländern zu beobachten ist, in denen die Fluoridierung des Trinkwassers gang und gäbe ist (Irland, USA, Australien, Chile etc.) und von einer ausserordentlich gravierenden Fluoridüberdosierung zeugt, verursachen Fluoride schon bei weitaus geringeren Dosen Symptome, die kaum jemand mit der Kariesprophylaxe in Verbindung bringt.

Fluoride reichern sich im Körper an

Babys, die sechs Monate alt oder jünger sind, verfügen noch nicht über eine voll ausgebildete Blut-Hirn-Schranke, so dass sich die verabreichten Fluoride nicht nur in den Zähnen, sondern auch im Gehirn (oder anderen Organen) ablagern können. Dabei ist vor allem jene Tatsache zu beachten, dass die verabreichten Fluorideinzeldosen nicht einmal besonders hoch sein müssen.

Bei Fluorverbindungen handelt es sich um sog. Kumulationsgifte, was bedeutet, dass sie vom Organismus nicht ausgeschieden werden, sondern sich im Körper anreichern. Irgendwann ist die individuelle Toleranzgrenze überschritten und es kommt zu gesundheitlichen Beschwerden – beispielsweise im Nervensystem oder an den Nieren.

(Hier erklären wir, wie Curcumin vor Fluoriden schützen kann).

Weniger intelligent durch Fluoride?

Der Nationale Forschungsrat (NRC, National Research Council) schrieb 2006 (2), es sei "offensichtlich, dass Fluoride dazu in der Lage sind, die Gehirn- und Körperfunktionen direkt und indirekt zu stören."

Im selben Jahr wurde im Journal of Dental Medicine eine Studie veröffentlicht, in der sich erneut ein Zusammenhang zwischen Fluoriden und einer verminderten Intelligenz zeigte ( 6 ). Man hatte dazu 41 Kinder aus einer Region mit hohem Fluoridgehalt (2,5 mg/l) im Trinkwasser mit 85 Kindern aus einer Region mit niedrigem Fluoridgehalt (0,4 mg/l) im Trinkwasser verglichen. Bei den Kinder in der fluoridreichen Region lag der IQ bei durchschnittlich etwa 88, bei den Kindern aus der fluoridarmen Region lag er bei 99.

In ihrer Schlussfolgerung schrieben die Autoren der Tehran University of Medical Sciences, dass für Kinder, die hohen Fluoridwerten ausgesetzt seien, das Risiko bestehe, in ihrer Intelligenzentwicklung beeinträchtigt zu werden.

Ein Jahr später (2007) wurde die Studie von Wissenschaftlern der Universidad Autónoma de San Luis Potosí, México veröffentlicht ( 5 ). Darin hatte man die Intelligenz von insgesamt 132 Kindern (6 bis 10 Jahre alt) in drei ländlichen Regionen Mexikos und die dortige Arsen- und Fluoridbelastung des Trinkwassers überprüft. Auch hier zeigte sich, dass Kinder, die einer Fluorid- oder Arsenbelastung ausgesetzt waren, eher das Risiko für einen niedrigeren Intelligenzquotienten hatten.

Knochenkrebs durch Fluoride

An der Harvard University ( 3 ) entdeckten Forscher einen Zusammenhang zwischen Fluoriden und Knochenkrebs. Diejenigen Männer, die in ihrer Kindheit besonders hohe Fluoridmengen (über das Trinkwasser) zu sich nahmen, zeigten laut dieser Studie auch die höchsten Erkrankungsraten an Osteosarkomen, einer bösartigen Form von Knochenkrebs. (Für Frauen konnte ein solcher Zusammenhang nicht beobachtet werden).

Nierenschäden durch Fluoride

Die unnatürlich hohe Fluoridaufnahme durch Tabletten, Mineralwässer, Zahncremes und Speisesalz kann ausserdem zu Nierenschäden führen – und zwar bereits ab jenen in der Öffentlichkeit als gering betitelten Mengen. Eine chinesische Studie ( 4 ) stellte Vergleichbares fest. Kinder mit einer leicht erhöhten Fluoridbelastung wiesen gleichzeitig krankhafte Nierenwerte auf.

Nicht nur zu Nierenschäden, sondern auch zu einer schlechteren Leberfunktion können Fluoride führen, wie eine Studie von 2019 ergab. Wir stellen sie in unserem Artikel Fluoride: Leber- und Nierenwerte verschlechtern sich vor.

Fluoride schwächen die Schilddrüse

Der National Research Council NRC fand ausserdem heraus, dass Fluoride die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen und das Hormonsystem schwächen könnten (2). Allzu schwer war es nicht, zu dieser Erkenntnis zu gelangen, da Fluoride in Europa noch bis in die 1970er Jahre zur Standardrezeptur von Medikamenten gegen Schilddrüsenüberfunktion gehörten – einfach deshalb, weil Fluoride die Aktivitäten der Schilddrüse drosseln. So sind mittlerweile einige Experten der Meinung, dass die weit verbreitete Schilddrüsenunterfunktion das Resultat der übermässigen Belastung mit Fluoriden sein könnte.

Lesen Sie auch, warum Fluoride die Schilddrüse blockieren.

Verschiedene Ärzte – verschiedene Meinungen

Wer mit seinem Baby nun einen Kinder- oder Zahnarzt aufsucht und sich kompetente Antworten zum Thema "Kariesprophylaxe mit oder ohne Fluorid" erhofft, muss leider enttäuscht werden.

Es ist fast einerlei wie viele Ärzte man aufsucht, sicher ist hingegen, dass jeder mit einer anderen Information aufwarten wird. Schon allein diese Uneinigkeit in Expertenkreisen sollte Eltern misstrauisch machen und zu eigenen Nachforschungen motivieren.

Eine von uns durchgeführte Umfrage bei fünf verschiedenen Kinder- und Zahnärzten, ergab ganz genau fünf unterschiedliche Aussagen.

  1. Der erste befragte Kinderarzt empfahl, Fluoridtabletten vom Tage der Geburt an durchgehend bis zum fünften Lebensjahr zu geben. Von fluoridierter Zahncreme für Kinder riet er ab.
  2. Der zweite Arzt befürwortete Fluoridtabletten erst ab einem Alter von 1 Monat, weil Neugeborene auf Fluoridtabletten nicht selten mit Bauchschmerzen reagieren würden. Bei Erscheinen des ersten Zahnes sollten sie aber abgesetzt werden. Daraufhin müsse man den Zahn/die Zähne mit fluoridierter Zahncreme putzen.
  3. Der dritte Arzt riet von Tabletten ab und empfahl ausschliesslich zum Einsatz von fluoridierter Zahncreme. Er meinte, letztere sei für Kinder gemacht und daher sei es vollkommen unbedenklich, wenn sie geschluckt würde.
  4. Der vierte Arzt erklärte, es sei unverantwortlich, bei Babys, die eine Zahncreme noch nicht wieder ausspucken könnten, fluoridierte Zahnpasten zu verwenden, weil das zu einer Überdosis führen könne. Er war ansonsten für Tabletten, aber nur im ersten Jahr.
  5. Der fünfte Arzt war der Meinung, Karies sei keine Fluoridmangelerkrankung und könne am allerbesten und vor allem ohne negative Nebenwirkungen mit einer gesunden, zuckerfreien und vollwertigen Ernährung vorgebeugt werden. So, jetzt sind Sie dran: Wer hat Recht?

Doch so wie in Deutschland einst erkannt wurde, dass die Fluoridierung des Trinkwassers schleunigst verboten werden muss, so wie derzeit in den USA Bürger, Zahnärzte und Interessengemeinschaften gegen die grossflächige Fluoridierung ihres Trinkwassers kämpfen und teilweise die ersten Erfolge erzielen, so wird sich eines Tages unweigerlich der Gedanke durchsetzen, dass eine wirkungsvolle Kariesprophylaxe auch ohne umstrittene Gifte möglich sein muss.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen

(1) Levy SM, et al, Associations between fluorosis of permanent incisors and fluoride intake from infant formula, other dietary sources and dentifrice during early childhood, Journal of the American Dental Association, 2010 Oct; 141(10): 1190–1201.

(2) National Research Council. 2006. Fluoride in Drinking Water: A Scientific Review of EPA's Standards. Washington, DC: The National Academies Press.

(3) Age-specific fluoride exposure in drinking water and osteosarcoma (United States), Cancer Causes & Control, 2006 May;17(4):421-8

(4) Liu JL, et al, The dose-effect relationship of water fluoride levels and renal damage in children, Journal of Hygiene Research, 2005 May;34(3):287-8.

(5) Rocha-Amador D, et al, Decreased intelligence in children and exposure to fluoride and arsenic in drinking water, Cadernos de Saúde Pública, 23 (suppl 4) 2007

(6) Seraj B, et al, Effect of high fluoride concentration in drinking water on children’s intelligence, Journal of Dental Medicine, Volume 19, Issue 2 (4 2006)