Zentrum der Gesundheit
  •  Eier in einer Legebatterie
25 September 2022
14 min

Warum Sie keine Eier - und schon gar keine XL-Eier kaufen sollten

Legebatterien sind in Deutschland verboten. Stattdessen gibt es Eier aus Bodenhaltung. Da geht es den Hühnern gut, denken viele Menschen. Das aber ist falsch. Den Tieren geht es keineswegs besser als vorher in den engen Käfigen der Legebatterien. Besonders schlimm ist die Produktion von XL-Eiern!

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Eier aus Bodenhaltung – alles andere als artgerecht

Bodenhaltung klingt nach artgerechter Hühnerhaltung. Weit gefehlt. Bodenhaltung bedeutet: neun Tiere pro Quadratmeter. Es muss auch nicht unbedingt ein fester Boden sein. Es können auch Gitterroste sein, auf denen die Tiere leben müssen. Von diesen Gitterrosten darf man drei übereinander stapeln, so dass man auf drei Stockwerken Legehennen halten kann, was sich natürlich deutlich besser rechnet. Schliesslich verdreifacht sich so der Gewinn.

Die Tiere sehen nie Tageslicht und haben nie Auslauf. In den Anlagen (wie man die „Ställe“ nennt) stinkt es bestialisch nach Ammoniak. In diesem Gestank ihrer eigenen Exkremente müssen die Tiere leben. Frischluft kennen sie nicht. Futter und Wasser erhalten sie automatisch. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es keine.

Auch ist es den Tieren unter diesen Bedingungen nicht möglich, ihre natürliche Rangordnung herzustellen und in einem sozialen Gefüge zu leben. Sie haben keinerlei Rückzugs- oder Versteckmöglichkeiten und leben somit in jeder Minute ihres Lebens unter hochgradigem psychischem Stress. Es kommt zu gegenseitigem Mobbing, zu Verletzungen bis hin zu Kannibalismus.

Bodenhaltung ist nicht besser als die Legebatterie

Sehr viel besser als in den einstigen Legebatterien, die in Deutschland im Jahr 2010 abgeschafft wurden, ist die Bodenhaltung also keineswegs. Dennoch müssen über 60 Prozent der 51 Millionen deutschen Legehennen genau so leben. Weil der Mensch einen unstillbaren Appetit auf Eier hat und für ein Ei nur wenige Cent bezahlen will.

Manche Hennen müssen sogar noch in Käfigen leben, zwar nicht in der Legebatterie, aber in der sog. Kleingruppenhaltung, die aktuell noch erlaubte Form der Käfighaltung. In der Käfig-Kleingruppenhaltung hat jede Henne eine Bewegungsfläche von etwa anderthalb DIN-A4-Blättern. Die „Kleingruppe“ besteht aus 20 bis 60 Hennen.

Wenn Sie ein solches Leben einmal testen möchten, dann laden Sie einfach 70 Leute in Ihre 70-qm-Wohnung ein – und zwar nicht nur an einem Party-Abend, sondern fünf Jahre lang. Natürlich darf keiner von Ihnen die Wohnung je verlassen. (Hinweis: Die Hennen leben in der industriellen Eierproduktion natürlich keine fünf Jahre. Die angegebenen fünf Jahre sind auf ein Menschenleben umgerechnet).

Der Eiercode – so erkennt man die Herkunft von Eiern

Im deutschen Einzelhandel bekommt man keine Eier aus Käfighaltung mehr. Die Nachfrage fehlt. Das nützt den Hennen aber nichts. Denn die Käfig-Eier werden exportiert oder aber an die Gastronomie, Bäckereien oder die verarbeitende Lebensmittelindustrie verkauft.

Sie erkennen die Haltungsform von Eiern an der ersten Zahl im Erzeugercode (die Zahl vor dem DE, das für Deutschland steht). Welche Eier in Fertigprodukten (Gebäck, Süsswaren, Dressings, Saucen, Nudeln etc.) verarbeitet wurden, erfährt man natürlich meist nicht.

  1. 0 – Bioeier
  2. 1 – Freilandhaltung
  3. 2 – Bodenhaltung
  4. 3 – Käfig- bzw. Kleingruppenhaltung.

Eierproduktion und Eierkonsum: maximale Tier-Ausbeutung

Den Hennen in unserer modernen Agrarindustrie ist es nicht mehr vergönnt, ihre angeborenen Bedürfnisse auszuleben. Sie können nicht auf Futtersuche gehen, dürfen nicht in der Erde scharren, wissen nicht, wie Insekten oder Kräuter schmecken oder wie sich die wärmende Sonne anfühlt. Das für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden so wichtige Sandbad dürfen Hennen, die für Menschen Tag für Tag Eier legen, nicht nehmen.

Stattdessen werden die hoch- und qualgezüchteten Tiere über ausgeklügelte Fütterungs- und Lichtprogramme dazu veranlasst, jeden Tag ein Ei zu legen, ein Ei, das zwischen 50 und 70 g wiegt, was bei einer 1 bis 1,5-kg-Legehenne 6 Prozent ihres Eigengewichtes ausmacht. Das ist, als würde ein 70-kg-Mensch täglich ein nährstoffreiches 4,2-kg-Produkt von sich geben müssen (was fast 1 kg mehr ist als das Geburtsgewicht eines durchschnittlichen Säuglings). Innerhalb kürzester Zeit wäre bei einem solchen täglichen Output ein Nährstoffmangel vorprogrammiert - von inneren Verletzungen ganz zu schweigen.

Wir empfehlen diese beiden Dokus: Endlich frei: Ein zweites Leben für Hühner und Das erste Mal den Himmel sehen

Nach 1 Jahr sind die Tiere krank und am Ende ihrer Kraft

Die Hennen sind folglich nach etwa einem Jahr am Ende ihrer Kraft – nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Viele haben kaum noch Federn am Leib, viele sind verletzt, teilweise schwer, manche sind vor Erschöpfung bereits gestorben. Jetzt sind diese Hennen ein Abfallprodukt. Jetzt nützen sie dem Menschen nicht mehr. Sie legen nicht mehr regelmässig Eier.

Am Tag der sog. Ausstallung werden sie daher in enge Transportkäfige gequetscht, was abgesehen von Todesangst nicht selten auch noch Knochen- und Wirbelbrüche verursacht, und in den Schlachthof gebracht. Noch nicht einmal ein Danke haben sie in ihrem kurzen Leben gehört, kein Quäntchen Mitgefühl erfahren – und das vom Menschen, der Krone der Schöpfung, die sich doch so gerne als menschlich und empathisch bezeichnet.

Nach 1 Jahr werden die Tiere ausgetauscht

Die Anlagen werden jetzt gereinigt und desinfiziert, bevor neue Lastwägen anrollen, beladen mit jungen hübschen und auf das Leben neugierigen Hennen, nicht ahnend, dass sie alsbald – nach nur einem weiteren Jahr – ausgemergelt, erschöpft und schwer krank auf den Abtransport in den Schlachthof warten werden.

Auf der Seite eines „innovativen Vermehrungsbetriebes für Legehennen“ erfährt man, dass diese Jungtiere gerade einmal 17 bis 18 Wochen alt sind, was von der Lebenserwartung aus gerechnet 3-jährigen Kindern entspricht. Noch nicht einmal ausgewachsen werden sie in die „Produktionsställe umgesetzt“.

Liest man weiter, ereilt einen das Gefühl, als sei hier von Gegenständen die Rede, aber nicht von fühlenden Lebewesen. Die Abhandlung über Legeleistung, Legeperiode, Legemonat und Lebendmasse endet mit dem Satz: „Zumeist werden die Legehennen nur über eine Legeperiode von 12 – 14 Legemonaten genutzt und dann durch eine neue Herde im Produktionsstall ersetzt.“( 2 )

Das gilt übrigens auch für Bio-Hennen in der Freilandhaltung. Auch sie werden im Alter von 1 bis 1,5 Jahren geschlachtet und gegen besser legende Jungtiere ausgetauscht.

Welche Hühner legen M, L und XL Eier?

Doch ist dieses Leid noch nicht genug. Es gibt auch noch „Leid XL“. Immer mehr Verbraucher wünschen nämlich XL Eier, also die grössten Eier, die der Markt zu bieten hat. Eier in Grösse M, L oder gar S sind immer weniger gefragt. Wie entstehen XL Eier?

Grundsätzlich gilt: Je jünger eine Henne ist, desto kleiner sind die Eier, die sie legt. Im Laufe des ersten Legejahres nimmt die Grösse zu, und so sind es am Ende der Legeperiode dann mindestens M oder L Eier, die diese kleinen und inzwischen völlig ausgemergelten Tiere legen müssen. Denn nach 12 Monaten im Legebetrieb besteht die Henne nur noch aus Haut und Knochen. Dennoch produziert ihr überzüchteter Körper fast täglich ein 70 g schweres Ei.

Das zusätzliche Leid durch XL Eier

Der nachfolgende Text stammt von der Seite des Vereins Rettet das Huhn e. V. ( 1 ): „XL Eier, also Eier mit einem Gewicht von mindestens 73 - 83 g, legt eine Henne, nachdem sie das erste Mal in der Mauser war. Die erste Mauser würde bei einem Huhn unter natürlichen Bedingungen mit 15 - 18 Monaten einsetzen.

Daher werden in vielen Betrieben die Hennen nicht wie üblich nach 12 Monaten geschlachtet, sondern ihre “Nutzungsdauer” wird verlängert. Die Legehennen kommen durch ihre Überzüchtung und die unnatürlichen Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung jedoch nur teilweise und zeitlich sehr unterschiedlich in eine natürliche Mauser.

Dies hat zur Folge, dass Mobbing, Unruhe und Kannibalismus in den Gruppen noch stärker zunehmen, da mausernde Hennen geschwächt sind und vermehrt von nicht mausernden Hennen angegriffen werden. Doch auch hierfür hat das tiermissbrauchende Qual-System natürlich eine Lösung: Die Hennen werden synchron in eine Zwangsmauser gebracht.

Zwangsmauser durch Dunkelheit und Futterentzug

Dafür wird ihnen für mehrere Wochen Futter und Licht entzogen. Sie bekommen nur 4 Stunden pro Tag Licht und in dieser Zeit nur Hafer und Kalk zu fressen, bleiben 20 Stunden in Dunkelheit und ohne Futter. Durch diesen Stress schalten die Körper der Tiere in einen Notfallmodus, die Eierproduktion wird unterbrochen und die Hennen verlieren ihre Federn. Nachdem keine Eier mehr gelegt werden, werden sie noch 4 weitere Wochen in diesem „Programm“ gehalten. Dann wird Licht und Futter wieder hochgefahren, die Hennen bekommen neue Federn und beginnen wieder zu legen: XL Eier.

Nach dieser Tortur, die viele Tiere nicht überleben, bleiben die Hennen noch weitere 6 bis 8 Monate im Betrieb und produzieren XL Eier. Es sind zarte, kleine Wesen, die bereits die längste Zeit über alle Maßen ausgebeutet wurden und nun diese riesigen Eier legen! Insbesondere die weissen Hennen neigen zu besonders grossen Eiern, und gerade die weissen Hennen sind meist deutlich zarter und kleiner als die braunen.

Wenn dann schliesslich aus ihren 24 - 28 Monate alten kleinen Körpern wirklich alles herausgepresst wurde, was irgendwie möglich war, dürfen sie endlich gehen, auf den Weg ins Schlachthaus, in eine Erlösung nach einem Leben in einer Hölle auf Erden.

Eier bedeuten grösste Tierqualen

Wir wissen von dieser grausamen Praktik, weil einer der Betriebe, dessen Hennen wir übernehmen, diese Zwangsmauser praktiziert. Der Zustand der Tiere, wenn wir sie abholen, ist desaströs, und es ist unerträglich, darüber nachzudenken, welches Leid sie hinter sich haben und welch entsetzlich lange Zeit in diesen qualvoll engen, dunklen, dreckigen Ställen. Die üblichen 12 Monate sind schon so furchtbar furchtbar lang.

Aber DIESE Hennen haben 20 - 23 Monate hinter sich! Die weissen Hennen haben reihenweise Bauchdeckenbrüche, Kloakenvorfälle, ihre Körper sind bis aufs letzte ausgelaugt, die Legeorgane sind oft geschädigt, der Legedarm porös und durchlöchert, Legedarm und Bauchraum voller Entzündungen, Eiter und Schichteier.

Ein weiterer Betreiber, der seine Hennen seit Jahren immer pünktlich nach 12 Monaten an uns abgegeben hat, hat uns nun auch angekündigt, dass er seine Gruppen zukünftig länger behalten will bzw. muss, weil seine Kunden nach XL Eiern verlangen und er darauf angewiesen ist, den Markt entsprechend zu bedienen.

Offensichtlich gibt es eine steigende Nachfrage nach grossen Eiern und offensichtlich denken die Verbraucher nicht darüber nach oder wissen nicht, dass sie mit ihrer Kaufentscheidung das Leid der Tiere noch vergrössern.

Wie viele der Milliarden Legehennen auf der ganzen Welt in jeder Minute unseres Lebens derartig schwerst krank und schwerst verletzt ohne jegliche tierärztliche Versorgung, sich selbst überlassen einen grausamen, qualvollen, langsamen Tod hinter den dicken Mauern der Legehennenbetriebe sterben, übersteigt die Vorstellungskraft eines empathischen Menschens.

Kauft keine Eier! Schon gar keine XL Eier!

Eier zu kaufen bedeutet ohnehin schon so unvorstellbar grosses Leid. In XL Eiern jedoch potenziert sich dieses Leid noch einmal unermesslich! Daher unsere dringende Bitte: Kauft keine Eier! Schon gar keine XL Eier!

Klärt andere Verbraucher darüber auf, unter welchen Umständen und von welchen ärmsten Geschöpfen die Eier stammen, die sie sich gedankenlos in den Einkaufswagen legen! Jeder von uns hat die Entscheidung, ob er mit seinem Kauf und mit seinem Geld Tierleid unterstützen und in Auftrag geben will! Euer Team von Rettet das Huhn e.V.“

Schenken Sie ausgedienten Legehennen ein neues Leben!

Sie können den Tieren noch auf andere Weise helfen. Vielleicht haben Sie einen Garten und Platz für einen gemütlichen Stall, der für drei bis sechs Hennen ein neues Zuhause werden könnte. Dann melden Sie sich bei Rettet das Huhn e. V. Der Verein übernimmt jedes Jahr etwa 12.000 ausgediente Legehennen aus Massentierhaltungsbetrieben und vermittelt sie an tierliebe Menschen, die diesen Tieren ein artgerechtes, erfülltes Hühnerleben schenken möchten.

Sie sollten die Hühner nicht aufnehmen, wenn Sie als Gegenleistung Eier erwarten. Es geht einfach nur darum, den Tieren das zurückzugeben, was ihnen von Anbeginn ihres Lebens genommen wurde. Ein Leben in Frieden.

Sie sollten die Hühner auch dann nicht aufnehmen, wenn in Ihrer Gegend Fuchs, Marder etc. umherstreifen und Sie keinen entsprechend gesicherten Stall/Auslauf bieten können. Schliesslich ist es nicht Sinn der Sache, die Tiere zu retten, nur damit sie nach wenigen Tagen von Raubtieren geholt werden.

Vielleicht denken Sie jetzt, was sind schon 12.000 gerettete Legehennen bei 51 Millionen, die allein in Deutschland alljährlich leiden und sterben. Es stimmt, dass nicht alle Legehennen gerettet werden können – leider. Das Motto des Vereins aber lautet:

Wir können die Welt mit ein paar geretteten Hühnern nicht ändern, aber für die paar geretteten Hühner verändert sich die ganze Welt!

Falls Sie noch nie Hühner kennen lernen durften, werden Sie erstaunt sein, wie verschieden sie sind. Denn so wie jeder Hund, jede Katze und wie jeder Mensch, so ist auch jedes einzelne Huhn ein Individuum mit ganz eigenen Vorlieben und Abneigungen. Es gibt ängstliche Hühner und mutige, schüchterne und vorwitzige, neugierige und vorsichtige, gelassene und nervöse – und sie alle möchten ihr Leben geniessen.

Einen sehr schönen Film über Menschen, die gerettete Legehennen bei sich aufnahmen, sehen Sie hier: Vom Glück, ein Huhn zu retten

Aktuelle Termine für anstehende Hühnerrettungen!

Die Termine für die nächsten Rettungen sind die folgenden:

7. Januar 2023: 1300 Hennen aus Bodenhaltung in NRW (braun und weiss)

Mitte Januar 2023: 800 Hennen aus Freilandhaltung in Niedersachsen (braun und weiß)

Wie Sie sehen, werden auch Freilandhennen "ausrangiert" (in engste Kisten gepackt und zum Schlachthof transportiert), sobald sie nach 1 bis 1,5 Jahren nicht mehr genügend Eier legen. Dennoch sind Freilandhennen oft in deutlich besserem Zustand, so dass diese auch besser in bestehende Hühnerscharen integriert werden können (nach einer ersten Zeit des getrennten Kennenlernens natürlich).

Werden Hühner aus Bodenhaltung gerettet, so haben die Hühner (je nach Betrieb) zwischen 12 und 18 entbehrungsreiche Monate in den Anlagen verbracht (Ausnahme Junghennen), haben zum Großteil noch nie das Tageslicht gesehen, geschweige denn jemals in der Erde gescharrt, im Sand gebadet oder irgendetwas kennengelernt, was ein Huhn für ein erfülltes und wesensgerechtes Leben bräuchte.

Nach dieser Zeit der Ausbeutung würden sie - wie Jahr für Jahr rund 50 Millionen Legehennen allein in Deutschland - brutal ausgestallt (im Akkord mit viel zu vielen anderen Hennen in kleinste Kisten gesteckt - oft ohne jede Rücksicht, so dass man den Tieren dabei Füsse, Rippen, Flügel oder sogar das Genick bricht), zum Schlachthof transportiert und getötet werden. Um dieses Schicksal für diese Hennen abzuwenden und sie retten zu können, braucht Rettet das Huhn e. V. Ihre Hilfe!

Bitte melden Sie sich bei Rettet das Huhn e. V.

Monatliche Junghennenrettung: Monatlich nimmt Rettet das Huhn e. V. circa 100 braune Junghennen aus einer Bodenhaltung in Norddeutschland auf, die bereits beim "Einstallen" so schwer verletzt werden, dass sie nicht einmal die ersten Wochen in der Massentierhaltung überleben würden. Der Landwirt ist so freundlich und übergibt den Tierschützern regelmässig diese Tiere. Wenn Sie zwei oder mehreren dieser Hennen ein Zuhause schenken möchten, melden Sie sich bei Rettet das Huhn e. V. Wenn Sie sich mit Hühnern etwas auskennen und Pflegestelle für einige dieser verletzten und geschwächten Hennen werden möchten, melden Sie sich! (Sie sollten in Norddeutschland leben, um die Fahrtzeit für die Tiere kürzestmöglich zu halten).

Kontakt: team-hamburg@rettetdashuhn.de (Raum HH und SwH) und julia@rettetdashuhn.de (Raum Hannover). Informationen zur Junghennenrettung finden Sie hier: Junghennen Rettungsschleuse

Hähne: Es gibt immer auch Hähne aus Bodenhaltung (die versehentlich dorthin gelangten, weil man sie als Küken nicht als männlich erkannte), die aber nur gerettet werden können, wenn sich Menschen melden, die auch einen Hahn aufnehmen können (und dies vorab mit der Nachbarschaft besprochen haben bzw. entsprechend ausserhalb wohnen). Für die Hähne ist die Massentierhaltung ein Horror, da sie natürlich weder eine eigene Hennenschar aufbauen noch auf ihre Hennen aufpassen können - wie es ihrer Natur entsprechen würde. Im Gegenteil, sie werden von den ebenfalls gestressten und kranken Hennen oft schwer gemobbt und verletzt.

Wenn Sie immer über aktuelle Rettungen informiert sein möchten, melden Sie sich für den Newsletter bei Rettet das Huhn an.

Überzeugen Sie Einkaufsmärkte: Keine XL Eier mehr!

Ein EDEKA-Markt im Bergischen Land (NRW) hat aufgrund der entsetzlichen Tierqual, die mit der XL-Eier-Produktion in Verbindung steht, bereits die XL Eier aus seinem Sortiment genommen! Wenn auch Sie versuchen möchten, Ihren Einkaufsmarkt davon zu überzeugen, keine XL Eier mehr zu verkaufen, dann finden Sie auf der Seite von Rettet das Huhn e. V. ein PDF mit Info und Aushang für Einkaufsmärkte zum Download. Damit können Sie zum Marktleiter Ihres Supermarktes gehen und ihn bitten, die VerbraucherInnen aufzuklären und XL Eier aus dem Sortiment zu nehmen.

Ohne Eier kochen

Niemand braucht übrigens Eier, um sich ausgewogen, gesund und lecker zu ernähren. Wir stellen hier einen unkomplizierten Ei-Ersatz vor, mit dem Sie hervorragend Nudeln, Spätzle, Gnocchi, Bratlinge und vieles mehr herstellen können. Nicht einmal für Omelett oder Rührei sind noch Eier nötig.

Sollten Sie einmal keine Zeit haben und ein schnelles Fertigomelette zubereiten wollen, dann empfehlen wir Ihnen die vegane Bio-Alternative zu Omelette und Rührei von Soyana, die Sie evtl. in Ihrem Bio-Supermarkt erhalten oder online im Soyana-Shop oder vielen anderen Bio-Lebensmittel-Shops bestellen können. Das Produkt (aus dem Kühlregal) besteht zu knapp 90 Prozent aus Tofu; die restlichen Zutaten sind Sonnenblumenöl, Kichererbsenmehl und Gewürze. Es wird einfach nur in Scheiben geschnitten und gebraten. Diese können nun genau wie Omelette oder Rührei serviert werden.

Inzwischen gibt es auch vegane Omelette-Alternativen in Pulverform (z. B. von Greenforce). Das Pulver wird mit Wasser oder Pflanzendrink angerührt und dann ganz normal in der Pfanne gebraten. Das Pulver besteht zu 25 Prozent aus Ackerbohnenprotein plus Maismehl, Kichererbsenmehl, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Carrageen, Gellan; natürliche Aromen, Zucker, Flohsamenschalen, Speisesalz, Säureregulator: Natriumcitrat, Kurkuma​. Diese Zusammensetzung ist aus unserer Sicht aufgrund der zahlreichen Zusatzstoffe (Verdickungsmittel, nicht näher definierter Aromen, Zucker) nicht optimal, weshalb wir es selbst auch nicht probiert haben und bei Lust auf Omelette dieses entweder selbst machen oder zur Soyana-Variante greifen.

In unserer Rezepte-Rubrik oder auch in unserem Kochstudio bei Youtube finden Sie ausschliesslich eifreie und rein pflanzliche Rezepte. Wir wünschen einen guten eifreien und tierfreundlichen Appetit!

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Lieben Dank, Ihre Redaktion vom Zentrum der Gesundheit

Quellen
  1. (1) Rettet das Huhn e. V., Kampagne: Kein Leid in XL, Horstmann Kohlenweihe, 
  2. (2) Innovativer Vermehrungsbetrieb für Legehennen abgerufen am 9.11.2020
  3. (3) Das deutsche Ei – ein starkes Stück, Die Haltungsformen, Link wurde gelöscht Hier die Archive-Version10.11.2020