Warum entstehen Falten?
Ob feine Linien an der Oberfläche oder tiefen Furchen – unwillkommen sind sie alle. Die Regionen, die gewöhnlich am stärksten betroffen sind, sind die sensiblen Hautpartien nahe der Augen und der Lippen sowie der Hals. Wenn das Kollagen und das Elastin im Bindegewebe unserer Haut geschwächt sind, oder wenn deren Konzentration abnimmt, können Falten auftreten.
Haut, die auf diese Weise geschädigt ist, erscheint dünner und verliert ihren Fettgehalt, ihre Elastizität und ihre Geschmeidigkeit. Außerdem spielt die Schwerkraft eine Rolle, da durch sie das schlaffe Gewebe nach unten gezogen wird.
Welche Ursachen kommen in Frage?
Verschiedene Ursachen lassen die Haut altern und Falten entstehen. Dazu zählen die folgenden:
- Trockenheit bzw. Mangel an Feuchtigkeit
- Übermäßiger Aufenthalt im Freien (besonders wenn ohne Sonnenschutz)
- Solarienbesuche
- Genetisch bedingte Neigung, Falten auszubilden
- Verletzungen oder Operationen der Haut
- Akne und verschiedenste andere Hautkrankheiten, die eine Tendenz zur Narbenbildung haben
- Rauchen treibt den Alterungsprozess voran, so dass Zigarettenrauch einer der größten Schuldigen für frühzeitige Faltenbildung darstellt - siehe auch weiter unten unter "Nicht rauchen"
- Schadstoffbelastung wie zum Beispiel Luftverschmutzung, Staub und Chemikalien
- Muskelbewegungen oder wiederholte Bewegungen wie das Zusammenkneifen der Augen, Lächeln, oder Stirnrunzeln
- Drogenmissbrauch
- Stress und Sorgen
- Gewichtsabnahme, denn dadurch wird das Volumen der Fettzellen drastisch reduziert
- Vitamin-E-Mangel bzw. generell ein Mangel an Antioxidantien kann eine Verschlechterung der Hautqualität zur Folge haben
Anti-Falten-Cremes – aber natürlich!
Anti-Falten-Mittel und -Cremes enthalten oft schädliche Giftstoffe wie Parabene, Paraffine und Vaseline, synthetische Farbstoffe, Natriumlaurylsulfat, synthetische Duftstoffe, chemische Emulgatoren und vieles andere mehr. Achten Sie daher beim Kauf auf hochwertige Naturkosmetik, die diese Stoffe nicht enthält.
Die Haut ist dünn und leicht durchlässig. Alles, was auf die Haut aufgetragen wird, kann durch sie häufig sehr schnell in den Blutkreislauf eindringen und die unterschiedlichsten Körperfunktionen irritieren.
Natürliche Anti-Falten-Tipps
Nachfolgend stellen wir Ihnen einige natürlich Tipps gegen Falten vor:
Nur natürliche Hautpflege-Produkte verwenden
Reinigen Sie Ihre Haut zweimal täglich. Benutzen Sie dazu eine natürliche Reinigungsmilch und vermeiden Sie beim Waschen heißes Wasser. Die Hitze verursacht einen Anstieg der chemischen Reaktionen mit dem Chlor in Ihrem Leitungswasser. Tupfen Sie die Haut trocken anstatt sie mit einem Handtuch zu reiben und zu schrubben.
Tragen Sie ein natürliches feuchtigkeitsspendendes Mittel auf. Es erfrischt und stimuliert die Haut und sorgt zusätzlich für eine tiefreichende Vitalisierung. Außerdem verbessert es die Fähigkeit der Haut, Wasser zu speichern und fördert so ihre Spannkraft.
Anschließend versorgen Sie Ihre Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Tagescreme. Sie mindert bestehende Linien und Falten, glättet die Haut und regeneriert sie bis in tiefe Hautschichten. Für besonders feuchtigkeitsbedürftige Haut ist am Morgen eine ganz spezielle Feuchtigkeitspflege.
Benutzen Sie eine natürliche Augencreme für die empfindliche Partie um die Augen und benutzen sie den Mittelfinger zum Auftragen, da dieser Finger den geringsten Druck ausübt.
Rizinusöl für die Nacht
Für die Nacht tragen Sie Rizinusöl auf. Letzteres macht die Haut sehr zart und feinporig. Lesen Sie dazu unseren Artikel Rizinusöl - Die Wirkungen auf Darm, Haut und Haare.
Gesichtspflege mit Bakuchiol
Wenn Sie Altersflecken oder Pickelmale haben, nutzen Sie eine Gesichtspflege mit Bakuchiol, dem Pflanzenstoff für straffe Haut, der auch Altersflecken und Pickelmale aufhellen kann. Details lesen Sie in unserem Artikel Bakuchiol gegen Falten, Akne und Altersflecken.
Rotlicht nutzen
Nutzen Sie Rotlicht für ein jugendliches Aussehen und lesen Sie dazu in unserem Artikel Rotlicht für die Haut - weniger Falten, mehr Ausstrahlung, wie konkret die Rotlicht-Therapie helfen kann.
Für die Anwendung perfekt ist diese * Rotlicht-Gesichtsmaske mit den beiden effektivsten Wellenlängen für die Haut (630 und 830 nm).
Auf dem Rücken schlafen
Schlafen Sie auf dem Rücken um die Auswirkung der Schwerkraft auf Ihre Gesichtshaut zu reduzieren. Damit vermeiden Sie außerdem geschwollene Hautpartien am Morgen.
Wasser trinken
Trinken Sie mindestens acht Gläser (à 0,25 Liter) reines, möglichst warmes, Wasser am Tag. Die Haut ist das erste Organ, das leidet, wenn Sie dehydriert sind.
Gesund essen
Nehmen Sie gesunde Nahrungsmittel zu sich, wie zum Beispiel viel frisches Obst und Gemüse. Blaubeeren sind besonders reich an Antioxidantien, welche die hautschädigenden freien Radikale bekämpfen.
* Hier finden Sie unseren rohköstlichen Kochkurs, in dem Sie Zubereitungen lernen, die besonders viele Vitalstoffe und Antioxidantien enthalten.
Nicht rauchen
Rauchen Sie nicht. Denn Zigarettenrauch schadet der Haut gleich über mehrere Mechanismen. Der wichtigste betrifft dabei die Strukturproteine der Haut: Kollagen und Elastin. Diese sorgen für Festigkeit und Elastizität.
Durch Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs werden Enzyme aktiviert, die Kollagen abbauen, während gleichzeitig die Neubildung von Kollagen gehemmt wird. Die Folge ist, dass die Haut an Spannkraft verliert, dünner wird und sich früher Linien und Vertiefungen bilden.
Ein zweiter zentraler Faktor ist die verminderte Durchblutung. Nikotin führt zu einer Verengung der Blutgefäße, wodurch die Haut schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Das beeinträchtigt die Regeneration und den Stoffwechsel der Hautzellen. Typische Folgen sind ein fahler, grauer Teint und eine insgesamt „müder“ wirkende Haut, die schneller altert.
Hinzu kommt starker oxidativer Stress. Zigarettenrauch enthält zahlreiche freie Radikale, die Zellstrukturen, Proteine und auch die DNA schädigen können. Gleichzeitig werden körpereigene Antioxidantien wie Vitamin C vermehrt verbraucht, sodass die Haut weniger gut gegen diese Schäden geschützt ist. Auch dies beschleunigt den Abbau von Kollagen und fördert die Alterung.
Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt ist die mechanische Belastung der Haut. Durch das wiederholte Zusammenziehen der Lippen beim Rauchen entstehen typische feine, vertikale Linien um den Mund, die sogenannten „Raucherfältchen“.
Schließlich wirkt sich Rauchen negativ auf die Hauterneuerung und Wundheilung aus. Zellteilungsprozesse laufen langsamer ab, Reparaturmechanismen sind beeinträchtigt, und kleine Schäden in der Haut bleiben länger bestehen. Insgesamt summieren sich diese Effekte zu einer deutlich beschleunigten Hautalterung.
RaucherInnen zeigen daher im Durchschnitt früher und stärker ausgeprägte Falten als Nichtraucher – oft in Kombination mit verminderter Elastizität und einem insgesamt weniger vitalen Hautbild.
Faceforming statt Botox
Die Anwendung von Hyaluronfillern oder Botox ist heute keine Seltenheit mehr. Sie könnten es zuvor aber auch mit „Faceforming“ von Benita Cantieni probieren. Dabei handelt es sich um eine Art Gesichtsmuskeltraining, mit dem sich die Haut bis zu einem gewissen Maß glätten lassen kann.
Allerdings ist dazu Disziplin nötig, da die Übungen wirklich täglich durchgeführt werden müssen. Die ersten Erfolge sollen sich schon nach drei Wochen bemerkbar machen.
Fazit: Natürliche Mittel können die Entstehung von Falten verzögern
Obwohl Falten also ein Teil des Alterungsprozesses sind, kann man ihr Auftreten durchaus beeinflussen. Meiden Sie daher entsprechend falsches Verhalten und falsche Pflege - und konzentrieren Sie sich auf einen gesunden Lebensstil und eine natürliche Hautpflege.
*Hier z. B. erhalten Sie eine Tagescreme mit Bakuchiol und hier eine Nachtcreme.
*Hier finden Sie ein straffendes Serum, eine Maske mit dem Pflanzenstoff oder eine Augenpflege.