Gesundheit

Darmsanierung: Ein wichtiger Schritt zu mehr Wohlbefinden

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 10.10.2018
  • 26 Kommentare
Darmsanierung: Ein wichtiger Schritt zu mehr Wohlbefinden
© istockphoto.com/nd3000

Ein gesunder Darm schützt vor Allergien und Autoimmunerkrankungen. Er schützt vor Infektionen und vor Übergewicht und sorgt ausserdem für eine gute Nährstoffverwertung. Mit einem gesunden Darm fühlt man sich rundum wohl, fit und leistungsfähig. Eine Darmsanierung gehört daher zu den wichtigsten Vorsorgemassnahmen. Sie kann sehr einfach zu Hause durchgeführt werden. Wir beantworten nachfolgend alle Fragen zur Darmsanierung. Woraus besteht eine Darmsanierung? Wie ernährt man sich dabei? Wie baut man die Darmflora auf? Muss man Einläufe durchführen? Und viele weitere Fragen mehr!

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Darmsanierung?

Eine Darmsanierung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gesundheit. Eine Darmsanierung gehört daher zu jedem präventiven Programm, hilft also dabei, langfristig fit und gesund zu bleiben, denn es gilt: Je gesünder der Darm, umso gesünder der Mensch! Liegen bereits chronische Krankheiten vor, ist es fast noch wichtiger, sich umfassend der Darmgesundheit zu widmen, denn ohne einen gesunden Darm ist eine Heilung kaum möglich.

Bei einer Darmsanierung können viele verschiedene Massnahmen zugleich zum Einsatz kommen. Meist nimmt man bestimmte Präparate ein (einen Ballaststoff, eine absorbierende Mineralerde und ein Probiotikum), trinkt dazu viel Wasser, sorgt für regelmässige Bewegung und Entspannung, ernährt sich gesund und lässt schädliche Faktoren weg (Alkohol, Rauchen, Süssigkeiten etc.). Auch Massagen, bestimmte Säfte, Mineralstoffpräparate und gezielt entgiftende oder leberstärkende Präparate können begleitend zum Einsatz kommen.

Wie aber läuft eine Darmsanierung nun konkret ab? Wie ernährt man sich dabei? Welche Präparate nimmt man ein? Welche Nahrungsergänzungsmittel? Muss man Einläufe machen? Wie lange dauert eine Darmsanierung? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir nachfolgend.

Was bewirkt eine Darmsanierung?

Eine Darmsanierung saniert - wie der Name sagt - den Darm. Das bedeutet:

  1. mögliche Ablagerungen an den Darmwänden werden entfernt,
  2. mögliche Entzündungsprozesse der Darmschleimhaut werden gelindert oder behoben, so dass sich die Darmschleimhaut regenerieren kann und
  3. die Darmflora wird neu aufgebaut bzw. so beeinflusst, dass die nützlichen Bakterien ab sofort wieder überwiegen und die schädlichen ausgeschieden werden können.

Diese Veränderungen führen zu gravierenden Verbesserungen des Gesundheitszustandes, denn schon allein eine Verbesserung der Verdauung führt zu einem erheblichen Wohlgefühl. Je besser die Verdauung verläuft, umso umfassender können ferner Nähr- und Vitalstoffe aufgenommen werden. Der Körper ist somit viel besser mit essentiellen Stoffen versorgt und kann diese für gesunde Funktionen und Heilprozesse nutzen.

Gleichzeitig können Stoffwechselabfallstoffe schneller und vollständig ausgeleitet werden, so dass sie den Körper nicht mehr belasten.

Auch die körpereigene Abwehrkraft wird stärker, da ein Grossteil des Immunsystems im Darm lokalisiert ist. Man ist daher nicht mehr so anfällig für akute, aber auch für chronische Erkrankungen und kann den Alltag mit mehr Kraft bewältigen.

Sie finden hier (gleich am Anfang) einen Fragenkatalog, der Ihnen dabei hilft, herauszufinden, ob eine Darmreinigung auch für Sie das Richtige wäre.

Welche Ernährung wäre bei einer Darmsanierung optimal?

Die Ernährung während einer Darmsanierung sollte basenüberschüssig sein. Wenn Sie staubsaugen und Ihnen läuft ständig jemand hinter her und wirft fröhlich neue Staubflusen in die Lüfte, dann werden Sie mit Ihrer Arbeit vermutlich ewig brauchen – und sauber wird es nicht, so sehr Sie sich auch anstrengen mögen.

Genau so verhält es sich mit Ihrem Darm. Wie soll er sich selbst reinigen, wenn sich ständig neuer Schmutz absetzt? Deshalb: Je mehr frische Früchte, je mehr Salate, grüne Smoothies und je mehr frisch zubereitete Mahlzeiten aus basischen Lebensmitteln (anstatt stark verarbeiteter Fertigprodukte) Sie in dieser Zeit essen, umso schneller schreitet die Sanierung des Darms voran und umso besser wird es Ihnen bald gehen.

Einen beispielhaften Ernährungsplan zur Ernährung während einer Darmsanierung finden Sie hier: Ernährungsplan während einer Darmreinigung.

Helfen frisch gepresste Säfte bei einer Darmsanierung?

Frisch gepresste Gemüsesäfte sowie Gras- und Kräutersäfte (oder natürlich auch grüne Smoothies) stellen dem Körper ein wahres Füllhorn an Nährstoffen zur Verfügung.

Sie stehen ihm bei allen Stoffwechselprozessen unterstützend zur Seite. Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, der besonders in allen grünen Pflanzenteilen vorkommt, ist bis auf ein einziges Atom fast genauso aufgebaut wie das Hämoglobin, der rote Farbstoff unseres Blutes. Während Hämoglobin Eisen enthält, befindet sich im grünen Pflanzensaft stattdessen Magnesium.

Chlorophyll versorgt die Zellen mit Sauerstoff und ist in der Lage das im Übermass vorhandene tödliche Kohlendioxid unter anderem in Sauerstoff aufzuspalten.

Es leitet Schadstoffe und Stoffwechselendprodukte aus, regeneriert unser Blut und harmonisiert den pH-Wert im Körper.

Grüne Säfte bieten darüber hinaus eine geradezu verschwenderische Fülle an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Und wenn Sie sich das Gras oder andere Wildpflanzen frisch aus Ihrem Garten pflücken oder es auf Ihrer Fensterbank ziehen, dann gelangt die im grünen Blatt gespeicherte Lichtenergie geradewegs in Ihren Körper.

Der Power-Drink

Ersetzen Sie während einer Darmsanierung (und auch danach!) so oft wie möglich eine Mahlzeit durch einen Power-Drink aus beispielsweise folgenden Zutaten:

  • 100 Gramm Dinkelgras, Weizengras oder Gerstengras
  • 150 Gramm andere verfügbare Wildpflanzen (Giersch, Löwenzahn, Wilde Melde)
  • ½ Bio-Zitrone mit Schale
  • 400 Gramm Äpfel
  • 1 Scheibchen frischer Ingwer

Lassen Sie erst das Grünzeug durch den Entsafter, anschliessend die Zitrone und den Ingwer. Dann geben Sie die Äpfel in den Entsafter. Verdünnen Sie mit Wasser, bis Sie etwa 1/2 Liter Saft haben. Am wirkungsvollsten sind solche Säfte auf leeren Magen. Bitte trinken Sie den Saft sehr langsam, speicheln Sie ihn gut ein und geniessen Sie ihn.

Wenn das Entsaften für Sie ein zu grosser Aufwand darstellt, dann mixen Sie Früchte mit Wasser und verschiedenen Grünpulvern einfach zu einem Smoothie. Sie können als Grünpulver Gerstengraspulver oder Weizengraspulver verwenden und dazu Brennnessel- und Löwenzahnpulver kombinieren.

Wieviel Wasser sollte man bei einer Darmsanierung trinken?

Trinken Sie während der Darmsanierung reines kohlensäurefreies Wasser. Je mehr Sie trinken, umso besser kann Ihr Organismus entgiften, umso schneller kann er also die durch all die anderen Massnahmen mobilisierten Gifte hinausbefördern.

Zwei Liter Wasser pro Tag wäre zusätzlich zu den Säften perfekt. Das Wasser sollte von höchster Qualität sein (z. B. St. Leonhard oder in der Schweiz das Valser Wasser). Wenn Sie kein Wasser kaufen möchten, verwenden Sie einen guten Wasserfilter, der wohlschmeckendes und leicht basisches Wasser bereitet, z. B. den IVY BIO-Wasserfilter.

Wie baue ich eine gesunde Darmflora während der Darmsanierung auf?

Probiotika, also Präparate, die nützliche Darmbakterien enthalten, gehören zu den meisten Darmsanierungsprogrammen dazu. Sie werden in Form von Kapseln oder Flüssigkeiten (z. B. Combi Flora Kapseln und Combi Flora fluid) eingenommen.

Eine Kur mit Schwefel hilft dabei, dass sich die schlechten Bakterien wieder aus dem Darm verflüchtigen und Platz für ein Milieu geschaffen wird, in dem sich die guten Darmbakterien (u. a. die Laktobakterien und Bifidobakterien) wohl fühlen.

Denn in Wirklichkeit können wir gute Darmbakterien in grossen Mengen einnehmen, sie verlassen uns so schnell wieder, wie sie hereingekommen sind, solange ihnen das Milieu im Darm nicht zusagt – und das tut es nie, solange die Darmwände mit Schleimschichten verklebt sind und solange eine herkömmliche Ernährung praktiziert wird.

Mehr Informationen zu den Folgen einer aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora finden Sie in den Artikeln Dysbakterie und Die Darmflora aufbauen.

Helfen Flohsamenschalen und Bentonit/Zeolith?

Beide Produkte - Flohsamenschalenpulver und eine Mineralerde - sind gewöhnlich Bestandteile von hochwertigen Darmsanierungsprogrammen. Aber auch unabhängig von einem kompletten Darmsanierungsprogramm sind diese beiden Produkte in einzelner Anwendung sehr wirkungsvoll und lassen sich problemlos in den Alltag integrieren.

Flohsamenschalen sorgen nicht nur für eine schnelle, sondern auch für eine gründliche Ausscheidung von verhärtetem Kot, abgelagerten Schleimschichten und Stoffwechselendprodukten (Schlacken).

Flohsamenschalen quellen im Verdauungssystem zu einem Vielfachen ihres ursprünglichen Volumens auf und arbeiten sich daraufhin – ähnlich wie eine Kehrmaschine – intensiv, aber dennoch sehr sanft durch den Darm.

Pro Teelöffel Flohsamenschalen (verwenden Sie das Flohsamenschalenpulver, nicht die ganzen Schalen) sollten Sie mindestens 1/4 Liter oder mehr Wasser trinken – keinesfalls Milch, da diese den Quellvorgang blockiert.

Bentonit und auch Zeolith sind Mineralerden mit einer aussergewöhnlich starken Bindefähigkeit für Schadstoffe und andere Stoffwechselendprodukte. Sie stellen eine optimale Ergänzung zum Flohsamen dar, da sie die vom Flohsamenschalenpulver gelösten Ablagerungen an sich binden und mit dem Stuhl ausleiten.

Nehmen Sie Bitterstoffe für die Leber

Kümmern Sie sich um Ihre Leber! Sie ist Ihr Hauptentgiftungsorgan und muss in dieser harten Zeit der Reinigung unterstützt werden. Sie ist ein solches Powerorgan, dass sie sich selbst dann noch vollständig regenerieren kann, wenn sie aufgrund schlechter Ernährung, Alkohol, Stress und Sorgen, Medikamente etc. nur noch zu 10 Prozent funktioniert hatte.

Die Leber liebt Bitterstoffe. Essen Sie also während Ihrer Darmsanierung besonders viele Wildpflanzen wie Löwenzahn oder trinken Sie den Saft daraus.

Auch Artischocken, Chicoree und Endiviensalat enthalten Bitterstoffe und sollten während einer Darmsanierung reichhaltig in den Speiseplan integriert werden. Genauso können regelmässig hochwertige Kräuterbitter (mit oder ohne Alkohol erhältlich) oder bittere Kräuterpulver (z. B. Bitterbasenpulver von Sonnentor) eingenommen werden, um die Leber und ihre gesunden Funktionen zu unterstützen.

Wie oft muss ich einen Darmeinlauf machen?

Obwohl das Wort "Darmeinlauf" bei den wenigsten Menschen grosse Begeisterung hervorruft, wird derjenige, der sich einmal mit dieser Methode der inneren Reinigung auseinander gesetzt und sie getestet hat, seine Meinung zu Darmspülungen grundlegend revidieren.

Nach kurzer Zeit entwickelt man eine gewisse Einlauf-Routine und erkennt erst dann die unglaubliche Wirkung von Einläufen. Vor allem, wenn Ablagerungen und Stoffwechselgifte mit Hilfe des Flohsamenschalenpulvers bereits gelöst und in Mineralerde verpackt im Darm liegen, sorgen Einläufe für einen deutlich schnelleren Abtransport der Schlacken.

Egal welches Symptom Sie plagt, probieren Sie als erstes einen Einlauf! Und Sie werden erleben, wie ihr Kopf leichter wird, Ihr Unwohlsein sich zu verflüchtigen beginnt und Ihre Haut reiner wird. Ein Einlaufset (auch Irrigator genannt) besteht aus einem Gefäss mit Schlauch und Röhrchen und ist für wenige Euro in Ihrem Online-Shop oder der Apotheke/Drogerie erhältlich.

Es gibt keine konkrete Zahl an Einläufen, die man unbedingt während einer Darmsanierung durchführen müsste. Manche Menschen machen nur einmal wöchentlich einen Einlauf, andere in den ersten drei Tagen der Darmsanierung täglich einen bis zwei Einläufe und wieder andere machen keine Einläufe und erleben dennoch eine erfolgreiche Darmsanierung. Gehen Sie einfach so vor, wie es sich für Sie am besten anfühlt.

Sollten Sie während der Darmsanierung an Verstopfung leiden, sind Einläufe in jedem Fall eine sehr grosse Hilfe, da sie dem Stuhlgang unmittelbar auf die Sprünge helfen und auf diese Weise sehr rasch zu einem angenehmen Gefühl der Leichtigkeit beitragen.

Der Einlaufeffekt

Einläufe haben nicht nur reinigende Wirkung. Wird nämlich eine Flüssigkeit anal eingeführt, dann übt diese auf die Reflexzonen des Dickdarmes einen Druck aus – ähnlich dem einer Massage.

Diese Stimulierung sorgt für kräftige Impulse zur Selbstheilung des Körpers, was möglicherweise noch wichtiger ist als die Ausspülung von verhärtetem Kot und anderen Ablagerungen.

Die Reflexpunkte des Darms

Das Prinzip des Einlaufeffektes lässt sich mit dem der Akupunktur vergleichen. Hier geht man davon aus, dass die Anregung bestimmter Körperpunkte durch Nadeln den Gesundheitszustand eines weiter entfernt liegenden Organs oder Körperteils günstig beeinflussen kann.

Die Fussreflexzonenmassage ist ein Beispiel dafür, dass auf gewissen Körperteilen der ganze Körper "abgebildet" ist – nämlich in Form der erwähnten Reflexzonen oder -punkte.

Zu diesen gewissen Körperteilen gehört neben den Ohren, der Zunge und den Händen auch der Verdauungskanal. Jeder Punkt im Darm hat eine Verbindung zu einem bestimmten Körperbereich.

Also können Probleme in jedem beliebigen anderen Körperorgan auftreten oder begünstigt werden, wenn ihre zugehörige Reflexzone im Darm von Kotablagerungen, Parasiten oder giftigen Stoffwechselendprodukten belastet ist.

Wohnt beispielsweise eine Spulwurmfamilie im unteren Drittel des aufsteigenden Dickdarms, so kann es ohne weiteres sein, dass die Bauchspeicheldrüse davon irritiert wird, weil in diesem Bereich ihre zugehörige Reflexzone ansässig ist.

Wird diese Reflexzone nun gereinigt - sprich die Spulwurmfamilie zum Auszug überredet - dann kann sich das positiv auf die Bauchspeicheldrüse, ihre Leistungsfähigkeit und Funktionen auswirken.

Kann ich zur Darmsanierung eine Colon-Hydro-Therapie durchführen?

Eine Alternative zu Darmspülungen, die man gemütlich zu Hause mit dem Irrigator durchführt, stellt die sog. Colon-Hydro-Therapie (CHT) dar, die von einem Therapeuten – meist einem Heilpraktiker – angeboten wird. Normalerweise sind mindestens 6 bis 10 Sitzungen nötig, bis Erfolge erzielt werden.

Die Colon-Hydro-Therapie kann unserer Ansicht nach eine Darmsanierung auf der Basis von reinigenden Kräutern, Flohsamen, Bentonit und Darmbakterien nicht ersetzen, da durch die Colon-Hydro-Therapie nur der Dickdarm gereinigt wird, zwar sehr gründlich, aber der Dünndarm bleibt von dieser Reinigungsmethode unberührt.

Man kann jedoch eine Darmsanierung problemlos mit einigen CHT- Sitzungen kombinieren, wenn man dies möchte.

Zerstören Darmspülungen die Darmflora?

Natürlich hat die CHT wie viele naturheilkundliche Therapieformen ihre Kritiker. Sie beanstanden u. a., dass durch diese Methoden (CHT oder auch Einläufe) all die guten Darmbakterien fortgespült würden. Wer jedoch eine Darmsanierung nötig hat, der mag viele Dinge haben, eine gesunde Darmflora aber gehört nicht dazu. Also kann eine solche auch nicht "fortgespült" werden. Auch wird mit einer Darmspülung natürlich nicht die gesamte Darmflora entfernt.

Darmbakterien leben auch angeheftet an der Darmwand und lassen sich so leicht nicht entfernen. Die im Darm verbliebenen können sich nun jedoch im jetzt sauberen Milieu viel leichter und schneller vermehren, so dass Darmspülungen in Wirklichkeit dabei helfen, eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Begleitend nimmt man probiotische und vielleicht auch präbiotische Präparate (z. B. Inulin), die einerseits konkret nützliche Darmbakterien liefern und andererseits Nahrung für die nützlichen Darmbakterien, damit sich diese auch heimisch fühlen und im Darm niederlassen können.

Benötigt man Mineralstoffe während einer Darmsanierung?

Gutbürgerliche Kost, Fast Food, Alkohol, Überessen, Medikamente, falsche Atmung sowie Stress und negative Gedanken führen dazu, dass im Körper Säuren entstehen. Da mit der üblichen Ernährungsweise oft nur unzureichende Mengen hochwertiger Mineralstoffe eintreffen, müssen diese Säuren vom Organismus mit Hilfe seiner Mineralstoffvorräte neutralisiert werden.

Sehr viele Menschen entwickeln so einen leider unbemerkten Mineralstoffmangel (Magnesium, Zink, Kalium, Eisen o. ä.), der zu chronischen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Mineralien werden für jeden Vorgang im Körper gebraucht. Alle Zell-, Hormon-, Enzym-, Gehirn- und Herzfunktionen benötigen zum ordnungsgemässen Ablauf Mineralien. Wenn also auch nur ein einziger Stoff in unzureichender Menge vorhanden ist, dann kommt es zu Funktionsstörungen, ob nun körperlicher oder auch seelischer/psychischer Natur.

Erste Mangelsymptome sind im Allgemeinen von verhältnismässig harmloser Natur wie Haarausfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsstörungen oder unreine Haut. Je länger ein Mangel jedoch andauert, desto gravierender sind die Folgen, die sich dann – besonders wenn gleichzeitig eine bewegungsarme und stressreiche Lebensweise praktiziert wird – in den heute so weit verbreiteten chronischen Zivilisationserkrankungen zeigen können (Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme etc.).

Mineralstoffvorräte auffüllen!

Nun ist jedoch auch jede innere Reinigung für den Körper eine grosse Aufgabe, die er nur dann optimal erfüllen kann, wenn all seine "Vorratsschränke" gefüllt sind. Wenn Sie daher vermuten, einen zu niedrigen Mineralstoffpegel zu haben, sollten Sie hier für Nachschub sorgen und die passenden Mineralstoffe einnehmen. Wie man einen Mineralstoffmangel feststellen kann, haben wir hier erklärt: Mineralstoffmangel feststellen.

Welche Produkte brauche ich für eine Darmsanierung?

Für eine effektive Darmsanierung benötigt man im Grunde nur drei Produkte: Flohsamenschalenpulver, eine Mineralerde (Bentonit oder Zeolith) und ein Probiotikum (nützliche Darmbakterien).

Natürlich gibt es unendlich viele Darmreinigungsprodukte im Handel. Manche liegen in Pulverform vor, andere in Kapselform. Zusätzlich gibt es kombinierte Präparate, so dass man nur eine einzige Kapsel nimmt und nicht mehrere Kapseln verschiedener Präparate.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Kapseln sind generell leichter einzunehmen, etwa auch am Arbeitsplatz, während man Pulver immer zu einem Shake anrühren muss. Pulver lassen sich hingegen flexibler und und auch höher dosieren.

Kombinierte Präparate enthalten viele verschiedene Zutaten, so dass es sein kann, dass manche Wirkstoffe zu gering dosiert vorliegen und daher auch nicht wirken können, oder auch dass Zutaten enthalten sind, die man gar nicht unbedingt für eine Darmsanierung bräuchte.

Wie Sie die Qualität der angebotenen Darmreinigungskuren einschätzen können, haben wir hier beschrieben: Darmreinigung: Die Qualität

Einen Link zu hochwertigen Darmreinigungsprodukten finden Sie am Ende.

Welche Nahrungsergänzungsmittel können eine Darmsanierung begleiten?

Neben den drei Basis-Präparaten für die Darmsanierung kann man noch weitere Nahrungsergänzungen einnehmen, die der Darmgesundheit nützen und bei der Reinigung des Darmes tatkräftig mithelfen.

Frisch gepresste Säfte oder frisch gemixte Smoothies sind mit die besten "Nahrungsergänzungen", die man zu sich nehmen kann, allerdings sollten sie weniger aus Früchten als vielmehr aus Gräsern, Wildkräutern und Gemüse bestehen.

In Sachen Saft gehört zu den schmackhaftesten Kombinationen diese: Karotten, Staudensellerie, Petersilie und Spinat. Hinzu kommen zwei Hände voll Wildpflanzen (z. B Giersch, Brennnesseln (vor dem Pressen mit Wellholz bearbeiten)). Zur Geschmacksverbesserung werden Äpfel oder Ananas und etwas Zitronensaft hinzugefügt. Wenn Sie von dieser Rezeptur (siehe unten) täglich einen Liter trinken und säurebildende Nahrungsmittel meiden, benötigen Sie zur Mineralstoffversorgung Ihres Körpers kaum weitere Massnahmen. Denn der "Elektrolyt-Cocktail" versorgt sie mit einer Vielzahl an Vitalstoffen:

  • 500 g Karotten
  • 2 Stängel Staudensellerie
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 600 g Spinat
  • 2 Hand voll Wildpflanzen
  • 1/2 Zitrone und
  • 1/2 Ananas oder 600 g Äpfel

Trinken Sie den Saft statt einer Mahlzeit oder mindestens eine 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten. Eigenhändig zubereitete Säfte oder Frischkost sind höchst lebendige Lebensmittel, die in der Lage sind, dem Körper grösstmögliche Energie zu schenken, ihn bei Reinigungsreaktionen zu unterstützen und ihn basisch zu machen.

Die darin enthaltenen Vitamine und Mineralien liegen in idealer natürlicher und leicht verwertbarer Form vor.

Die tägliche Herstellung von Säften oder Smoothies aus frischen (teilweise frisch gepflückten) Zutaten, erfordert Zeit und ist daher nicht jedem möglich – zumindest nicht jeden Tag. Ihr Organismus aber erwartet dennoch jeden Tag ausreichend Vital- und Mikronährstoffe.

Greifen Sie in diesem Fall zu natürlichen Nahrungsergänzungen zurück, z. B. auf Moringa, Gerstengras, Brennnesselpulver, Chlorella oder Spirulina, Petersilienblattpulver, Grünkohlpulver, Brokkolipulver etc. und ergänzen Sie gezielt mit jenen Mineralstoffen oder Vitaminen, die Ihnen konkret fehlen. Denken Sie dabei z. B. an Vitamin D und K, an Magnesium, Silicium, Zink oder auch an einen hochwertigen Vitamin-B-Komplex.

Muss man während der Darmsanierung Sport machen?

Vergessen Sie nicht, sich ausgiebig zu bewegen - und zwar ganz gleich, ob Sie eine Darmsanierung machen oder nicht. Bewegungsmangel ist einer der grössten Feinde Ihres Darmes. Wenn Sie eher zur Kategorie der Sportmuffel gehören, dann empfiehlt sich ein Mini-Trampolin, das in jedes Wohnzimmer passt.

Wippen Sie zweimal täglich je 10 bis 15 Minuten darauf. Trampolinhüpfen macht Spass und ist vermutlich eine der besten Allround-Trainingsmethoden, die es gibt:

Alle Muskeln werden gleichzeitig gestärkt. Mit keinem anderen Training erreichen Sie mit so wenig Anstrengung eine so umfassende Lymphzirkulation, was wiederum heisst, dass giftige Stoffwechselendprodukte rasch ausgeschieden werden können – und das mit minimalem Aufwand.

Selbstverständlich sind auch andere Sport- und Bewegungsarten willkommen, Hauptsache Sie bewegen sich regelmässig, sei es durch Radfahren, Joggen, Tennis, Wandern, Aerobic, Krafttraining, Rudern oder was auch immer.

Braucht man Massagen während einer Darmsanierung?

Massagen kennt man von der Wellnesskur oder dem Physiotherapeuten. Massagen kann man sich jedoch auch wunderbar selbst angedeihen lassen, ganz besonders während einer Darmsanierung, z. B. Bauchmassagen oder Trockenbürstenmassagen.

Bürstenmassagen

Mit Hilfe einer Bürstenmassage kann man das Lymphsystem wieder in Schwung bringen. Da das Lymphsystem im Körper alle möglichen Giftstoffe aufsammelt (die von den Körperzellen ausgeschieden wurden) und sie in den Dickdarm zur Ausscheidung weiterleitet, ist es dringend nötig, dass wir ihm mehr Beachtung schenken.

Denn wenn der Lymphfluss ins Stocken gerät, dann verbleiben viele Giftstoffe im Körper und können dort zu Unwohlsein und chronischen Erkrankungen beitragen.

Eine Bürstenmassage kann so wirken, als ziehe man einen Stöpsel und der in den Lymphgefässen angestaute Schleim kann endlich abfliessen. Auch manche Probleme mit den Atmungsorganen können rasch behoben werden, wenn man regelmässig Bürstenmassagen durchführt.

Bauchmassagen

Bauchmassagen sind sehr einfach und gleichzeitig unglaublich wirkungsvoll: Massieren Sie Ihren Bauch mit kreisenden, mal sanften, mal knetenden Bewegungen im Uhrzeigersinn. Auch das hilft, die Peristaltik Ihres Darms zu aktivieren und Ablagerungen im Darm zu lösen. Je länger Sie massieren desto besser. Empfehlenswert sind 15 Minuten am Morgen, am besten, bevor Sie aufstehen!

Das ist eine lange Zeit, aber Sie werden bereits nach wenigen Sekunden über das Wohlgefühl in Ihrem Inneren erstaunt sein. Besonders wichtig ist solch eine Bauchmassage auch während eines Einlaufes. Hier finden Sie eine Anleitung zur Bauchselbstmassage.

Wie lange dauert eine Darmsanierung?

Eine Darmsanierung wird meist vier Wochen lang durchgeführt, kann aber auch bis zu drei Monate lang dauern. Besonders die Einnahme der probiotischen Präparate sollte länger erfolgen (4 bis 12 Wochen), ja, kann sogar dauerhaft erfolgen.

Aber auch schon die ein- oder zweiwöchige Einnahme von Flohsamenschalenpulver und einer Mineralerde wird einen Effekt erzielen.

Wie oft sollte man eine Darmreinigung durchführen?

Dies hängt davon ab, wie man isst und lebt und wie der Gesundheitszustand ist. Wer noch gesund ist und sich ab sofort gesund ernährt, kommt oft mit einer einzigen Darmsanierung zu Beginn der Ernährungsumstellung zurecht. Wer bereits an einer chronischen Erkrankung leidet und immer wieder in alte (ungesunde) Ernährungsgewohnheiten zurückfällt, benötigt möglicherweise jährlich ein bis zwei Darmsanierungen.

Kann eine Darmsanierung Krankheiten heilen?

Eine Darmsanierung kann keine Krankheiten heilen. Der Heilprozess geht immer vom jeweiligen Menschen bzw. Körper aus. Eine Darmsanierung kann jedoch dabei helfen, die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Heilprozesse wieder einsetzen können.

Dazu gehören jedoch auch noch andere Massnahmen, wie etwa eine gesunde Ernährung, eine rundum gute Vitalstoffversorgung, Bewegung, ausreichend Schlaf und vor allem eine positive Einstellung mit viel Freude an einem gesunden Lebensstil etc.

Wie lange dauert es, bis man den Effekt einer Darmsanierung spürt oder sieht?

Ein neuer Körper wird nicht am Stück geliefert, da die Lieferzeiten für die einzelnen Körperbestandteile unterschiedlich lang sind – aber geliefert wird er, das steht fest. Wann? Das hängt von Ihrem bisherigen Lebensstil ab und davon, inwiefern Sie diesen künftig zu ändern bereit sind. Jeden Tag werden im menschlichen Organismus etwa 500 Milliarden Zellen abgebaut und wieder neu gebildet.

Je nach Zellart leben Zellen mehr oder weniger lange. Die roten Blutkörperchen werden höchstens 120 Tage alt, das heisst, vom heutigen Tage an gerechnet, haben Sie in spätestens vier Monaten wieder ein völlig neues Blut!

Würden Sie sich also ab sofort plötzlich nur noch von bester Frischkost ernähren, dann wäre Ihr Blut in vier Monaten oder sagen wir fünf (da die Reinigungsphase am Anfang noch dazu führt, dass das Blut in dieser Zeit erst einmal durch frei werdende Gifte ziemlich verunreinigt wird) in phänomenaler Verfassung.

Genauso haben sich nach fünf Wochen all Ihre Hautzellen komplett erneuert. Ein Jahr dauert es, bis die Leber sich vollkommen erneuert hat. Sogar 10 Prozent des Skeletts wird alljährlich gegen neue Knochenzellen ausgetauscht, so dass man nach zehn Jahren ein ganz neues Skelett hat.

Doch nicht immer verläuft diese Rundumerneuerung reibungslos. Denken Sie an Menschen, die jahrzehntelang Medikamente, Alkohol, Zucker, Salz und schlechte Nahrung zu sich genommen haben, die geraucht und Koffein konsumiert haben, sich wenig Schlaf gönnten und sich kaum bewegten oder auch an Menschen, die bereits seit Jahren chronisch krank sind. Selbstverständlich benötigt deren geschwächter Organismus länger, um alle Altlasten wieder hinaus zu befördern und sich anschliessend wieder völlig neu aufzubauen.

Auch will nicht jeder seinen Lebensstil umkrempeln. In diesem Fall verläuft die Regeneration nicht so umfassend. Es lässt sich daher leider kein pauschaler Zeitraum angeben, in dessen Verlauf man die Wirkung einer Darmsanierung spürt. In den allermeisten Fällen aber merkt man schon nach wenigen Tagen, dass sich etwas bewegt und ändert.

Welche Arten von Darmsanierung gibt es?

Darmsanierungsprogramme gibt es in verschiedenen Ausführungen und Qualitäten. Darunter finden Sie auch solche, die problemlos in den Alltag integriert werden können, also auch dann, wenn man berufstätig ist oder einen anderweitig stressigen Alltag hat. Genauso gibt es Kuren, die aus vielen Präparaten bestehen und einen etwas höheren Aufwand erfordern. Sie finden hier finden Sie eine Anleitung für die von uns empfohlene Darmsanierung.

Falls Sie gerne zunächst lesen möchten, ob es für die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit einer Darmsanierung auch wissenschaftliche Belege gibt, dann finden Sie diese u. a. hier: Darmreinigung aus wissenschaftlicher Sicht

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Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 23.09.2018

Ich weiß ihre Absicht zu schätzen, die Leute aufklaeren und gut beraten zu wollen. Allerdings würde ich an ihrer Stelle, das Thema "Darmsanierung" rauslassen, wenn sie kompetent sein wollen, denn es führt in zahlreichen Studien zu:

-Übelkeit
-Erbrechen
-Herzrythmusstörrungen
-Verletzungen der Darmwand
-Entzündliche Reaktionen
-Dauerhafte Blähungen und Blähbauch
-Zerstörung der Darmflora und daraus entstehende Unverträglichkeiten, Allergien etc
-Zerstörung der Darmmukosa und Darmzotten

Hilfreich für einen gesunden Darm ist:

Viel trinken, vor allem Wasser.
Ausreichend Omega 3
Ballaststoffe
Viel fermentierte Produkte.
Milchprodukte.
Nach Antibiotika ein gut dosiertes Probiotika nehmen.
800g Gemüse und Obst am Tag.
Bevorzugt Gemüse.

Meine Hilfe hab ich ihnen hiermit gegeben, weil ich es nicht gerne sehe, wenn im Internet Propaganda über "Darmsanierungen" betrieben wird. Da es der Gesundheit mehr schadet als hilft. Irgendwelche Einläufe oder sonstiges sind unnoetig und sie sollten den Artikel von ihrer Website nehmen, da dieser ihre Glaubwürdigkeit beschädigt und sie die Gesundheit der Leute aufs Spiel setzen wenn sie denen so etwas erzaehlen.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Lieben Dank für Ihren "gut gemeinten Rat". Gerne erhalten wir die Ihnen vorliegenden Studien/Quellen, die eine Schädlichkeit von Darmsanierungen belegen. Dabei geben wir jedoch zu bedenken, dass es zahllose unterschiedliche Formen der Darmsanierung gibt und es aus Ihrer Mail nicht hervorgeht, auf welche Sie sich konkret beziehen.

Uns liegen hingegen - siehe Quellen unserer entsprechenden Artikel - wissenschaftliche Studien/Quellen vor, die zeigen, dass die bei uns vorgestellte Form der Darmsanierung bevorzugt äusserst positive Auswirkungen hat.

Alles Gute.

Ihr ZDG-Team

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Quellen

  • Zentrum der Gesundheit