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Gesundheit
Kontrastmittel der Kernspintomographie sind gefährlich

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 26.06.2017
Kontrastmittel der Kernspintomographie sind gefährlich
© Bergringfoto - Fotolia.com

Kontrastmittel müssen aufgrund ihrer möglichen Gefährlichkeit in den USA jetzt Warnhinweise tragen. Patienten, die sich einer Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) unterziehen müssen, bekommen oft Kontrastmittel verabreicht, die bislang als sicher galten.

Amerikanische Behörden warnen

Kürzlich jedoch verkündete die amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA, dass diese Medikamente jetzt einen Warnhinweis tragen müssten, da sie eine seltene und manchmal tödlich endende Erkrankung namens Nephrogene Systemische Fibrose (NSF) auslösen könnten.

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Kontrastmittel enthalten Lebergift

Die betreffenden Kontrastmittel enthalten eine Chemikalie namens Gadolinium, die zur Verbesserung der Bildqualität verabreicht wird und sich zu diesem Zweck im Körper ausbreitet.

Gadolinium ist nebenbei ein bekanntes Lebergift, das sich besonders negativ bei bereits vorgeschädigten Nieren auswirkt. In den USA ist die Substanz bei medizinischen Bildgebungsverfahren seit 1988 erlaubt. Jetzt beginnt man an der damaligen Zulassung langsam aber sicher zu zweifeln.

Kontrastmittel können schwere Krankheit verursachen

Sieben Kontrastmittel, die bei Kernspintomographien eingesetzt werden und Gadolinium enthalten, sind allesamt einst von der FDA zugelassen worden und können – nach aktuellen Erkenntnissen – bei Patienten mit schwachen Nieren die bis zum Jahre 2000 nie zuvor in Erscheinung getretene Erkrankung namens Nephrogene Systemische Fibrose NSF hervorrufen.

Dabei handelt es sich um eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes von Haut, Muskulatur und den inneren Organen wie Leber, Herz, Lungen und Zwerchfell. Die Krankheit kann zu schweren Behinderungen und zum Tode führen. Mittlerweile ist man sogar schon so weit gediehen, dass man die sieben Mittel in unterschiedliche Gefahrenkategorien einteilen kann.

So seien drei der Mittel laut FDA „chemisch instabiler“ als die übrigen. Das bedeutet, dass bei ihnen Leberschäden wahrscheinlicher sind als bei den restlichen vier. Falls Sie demnächst eine Kernspintomographie brauchen sollten, hier die drei besonders bedenklichen Kontrastmittel plus ein Viertes, zu dem sich die FDA noch nicht geäußert hat: OptiMARK (nur in den USA zugelassen), Magnevist® von Bayer, Omniscan® von Covidiens sowie MultiHance® von Diagnostics Inc. Bracco

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Umsatz gesichert, Patient tot

Nun könnte man ja annehmen, dass die Medikamente sicherlich bald aus dem Verkehr gezogen werden. Stattdessen erhalten die Mittel Warnhinweise, damit die Ärzte diese künftig nur Patienten mit gesunden Nieren verabreichen. Vorab müssen daher alle Patienten auf Nierenerkrankungen untersucht werden.

Das ist prima, weil dadurch gleich drei Vorteile entstehen (natürlich nicht für die Patienten, aber um diese geht es so gut wie nie):

  • Erstens können eigentlich schädliche Medikamente weiter verkauft werden (es kommt also zu keinen Umsatzeinbußen für die Hersteller),
  • zweitens bringen zusätzliche Untersuchungen (auf Nierenerkrankungen) deutlich mehr Umsatz und
  • drittens führt der Einsatz nierenschädlicher Medikamente bei Patienten mit noch gesunden Nieren möglicherweise zu Patienten mit bald nicht mehr gesunden Nieren, was folglich die Erschließung neuer Absatzmärkte verspricht.

Jahrelange Anwendung ohne Warnhinweis

Ganz am Rande erfahren wir, dass die FDA schon seit 2006 von den Gefahren des Gadoliniums wusste. Der Behörde lagen nach eigenen Aussagen Berichte über 90 Patienten mit NSF vor, die alle zuvor im Rahmen einer Kernspintomographie Gadolinium als Kontrastmittel erhalten hatten. Die Erkrankung trat in einem Zeitraum von zwei Tagen bis 18 Monaten nach der Gabe von Gadolinium auf.

Warum dann aber erst jetzt die Forderung nach Warnhinweisen auf den Produkten laut wird, bleibt wohl das Geheimnis der FDA. Ähnlich schwer nachvollziehbar ist, warum die FDA die zwei vorhandenen gadoliniumfreien Kontrastmittel nur für die Verwendung bei Leber-Scans freigegeben hat, für andere Untersuchungen jedoch nicht.

Immer häufiger: Unbedenkliche Kontrastmittel

Inzwischen werden jedoch – wo immer möglich – unbedenkliche Kontrastmittel verwendet, wie z. B. Kochsalzlösung (z. B. bei Wirbelsäulenbehandlungen/-untersuchungen) oder Zuckerlösung (z. B. um Hirntumore sichtbar zu machen). Erkundigen Sie sich daher vor einer entsprechenden Untersuchung, wie man bei Ihnen vorgehen möchte und welches Kontrastmittel zum Einsatz kommt.

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Anonym schrieb am 18.03.2017

Es war ja nur ein ca-Wert, bin auf REHA, Freund hat Angst mfg.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Auch ein Ca-Wert ist nicht möglich anzugeben, da es ja auf sehr viele verschiedene Aspekte ankommt:

Was untersucht wird und ob das Mittel injiziert, oral eingenommen oder rektal verabreicht wird, welches Kontrastmittel der Arzt ausgewählt hat, welche Untersuchung ansteht, wie die vorherigen Nierenwerte ausfielen usw. usf.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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