Gefährliche Kontrastmittel in der Kernspintomographie
Gesundheit

Kontrastmittel der Kernspintomographie sind gefährlich

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 04.03.2018
  • 6 Kommentare
Kontrastmittel der Kernspintomographie sind gefährlich
© Bergringfoto - Fotolia.com

Kontrastmittel müssen aufgrund ihrer möglichen Gefährlichkeit in den USA jetzt Warnhinweise tragen. Patienten, die sich einer Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) unterziehen müssen, bekommen oft Kontrastmittel verabreicht, die bislang als sicher galten.

Amerikanische Behörden warnen

Im Jahre 2009 teilte die amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA mit, dass gewisse Kontrastmittel einen Warnhinweis tragen müssen, da sie eine seltene und manchmal tödlich endende Erkrankung namens Nephrogene Systemische Fibrose (NSF) auslösen könnten. Die europäischen Behörden warnten erstmals 2017 vor Kontrastmitteln, die Schwermetalle enthalten, die sich wiederum im Gehirn anreichern können.

Kontrastmittel enthalten Lebergift

Die betreffenden Kontrastmittel enthalten eine Chemikalie namens Gadolinium, ein Stoff, der die Bildqualität verbessert und sich zu diesem Zweck im Körper ausbreitet.

Gadolinium ist nebenbei ein bekanntes Lebergift, das sich ausserdem besonders negativ bei bereits vorgeschädigten Nieren auswirkt. In den USA ist die Substanz bei medizinischen Bildgebungsverfahren seit 1988 erlaubt. Jahre später beginnt man an der damaligen Zulassung zu zweifeln.

Kontrastmittel können eine schwere Krankheit verursachen

Sieben Kontrastmittel, die bei Kernspintomographien eingesetzt werden und Gadolinium enthalten, sind allesamt einst von der FDA zugelassen worden und können – nach aktuellen Erkenntnissen – bei Patienten mit schwachen Nieren die bis zum Jahre 2000 nie zuvor in Erscheinung getretene Erkrankung namens Nephrogene Systemische Fibrose NSF hervorrufen.

Dabei handelt es sich um eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes der Haut, Muskulatur und der inneren Organe wie Leber, Herz, Lungen und Zwerchfell. Die Krankheit kann zu schweren Behinderungen und zum Tode führen. Mittlerweile ist man sogar schon so weit gediehen, dass man die sieben Mittel in unterschiedliche Gefahrenkategorien einteilen kann.

So seien drei der Mittel laut FDA „chemisch instabiler“ als die übrigen. Das bedeutet, dass bei ihnen Leberschäden wahrscheinlicher sind als bei den restlichen vier. Falls Sie demnächst eine Kernspintomographie benötigen sollten, hier die drei besonders bedenklichen Kontrastmittel plus ein Viertes, zu dem sich die FDA noch nicht geäußert hat:

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Warnhinweise genügen

Auch wenn die Mittel die beschriebenen Nebenwirkungen haben können, treten diese offenbar zu selten auf, um zu einem Entzug der Zulassung zu führen. Denn die Behörden entschieden, dass Warnhinweise auf den Medikamenten ausreichen. Ärzte dürfen besagte Kontrastmittel somit nur Patienten mit gesunden Nieren verabreichen. Vorab müssen daher alle Patienten auf Nierenerkrankungen untersucht werden.

Jahrelange Anwendung ohne Warnhinweis

Ganz am Rande erfährt man, dass die FDA schon seit 2006 von den Gefahren des Gadoliniums wusste. Der Behörde lagen nach eigenen Aussagen Berichte über 90 Patienten mit NSF vor, die alle zuvor im Rahmen einer Kernspintomographie Gadolinium als Kontrastmittel erhalten hatten. Die Erkrankung trat in einem Zeitraum von zwei Tagen bis 18 Monaten nach der Gabe von Gadolinium auf.

Warum dann aber erst jetzt die Forderung nach Warnhinweisen auf den Produkten laut wird, bleibt wohl das Geheimnis der FDA. Ähnlich schwer nachvollziehbar ist, warum die FDA die zwei vorhandenen gadoliniumfreien Kontrastmittel nur für die Verwendung bei Leber-Scans freigegeben hat, für andere Untersuchungen jedoch nicht.

Immer häufiger: Unbedenkliche Kontrastmittel

Inzwischen werden jedoch – wo immer möglich – unbedenkliche Kontrastmittel verwendet, wie z. B. Kochsalzlösung (z. B. bei Wirbelsäulenbehandlungen/-untersuchungen) oder Zuckerlösung (z. B. um Hirntumore sichtbar zu machen). Erkundigen Sie sich daher vor einer entsprechenden Untersuchung, wie man bei Ihnen vorgehen möchte und welches Kontrastmittel zum Einsatz kommt. Oft gibt es verträglichere Alternativen, die aber erst dann angeboten werden, wenn man auch konkret danach fragt!

Kontrastmittel ausleiten

Wenn nun eine Kontrastmittelgabe unumgänglich ist oder sogar schon hinter einem liegt, was könnte man tun, um den Körper bestmöglich zu schützen? Natürlich kommt es zunächst auf die Art des Kontrastmittels an und auch auf die individuelle Entgiftungsfähigkeit des Körpers.

Im Falle gadoliniumhaltiger Kontrastmittel können gesunde Nieren das Metall im Laufe der Tage normalerweise wieder ausleiten. Daher sind nierenunterstützende Massnahmen ideal. Liegt die Untersuchung schon weiter zurück, soll eine Chelattherapie (mit EDTA, jedoch intravenös, also nicht oral) hilfreich sein können. Kontaktieren Sie dazu bitte am besten Ihren Heilpraktiker, ganzheitlichen Arzt oder Umweltmediziner. Gleichzeitig helfen zahlreiche Massnahmen, die die Entgiftungsfähigkeiten des Organismus unterstützen, wie wir hier beschrieben haben. Diese sind natürlich bei jedem Kontrastmittel empfehlenswert.

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 18.03.2017

Es war ja nur ein ca-Wert, bin auf REHA, Freund hat Angst mfg.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Auch ein Ca-Wert ist nicht möglich anzugeben, da es ja auf sehr viele verschiedene Aspekte ankommt:

Was untersucht wird und ob das Mittel injiziert, oral eingenommen oder rektal verabreicht wird, welches Kontrastmittel der Arzt ausgewählt hat, welche Untersuchung ansteht, wie die vorherigen Nierenwerte ausfielen usw. usf.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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