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Die natürliche Hocksitzhaltung

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(Zentrum der Gesundheit) – Die üblichen Sitztoiletten sind für die Darmentleerung zwar äusserst bequem – doch gesund sind sie nicht. Denn die Sitzhaltung auf unseren gewohnten Toiletten ist weder natürlich noch gesund. Ob Hämorrhoiden, Verstopfung, Inkontinenz, Darmkrebs oder Herzinfarkt: Die Liste der möglichen Folgeschäden ist lang. Von der Natur vorgesehen ist hingegen die sog. Hocksitzhaltung, also jene Haltung, die wir nutzen, wenn wir in Wald und Flur unsere Notdurft verrichten. Mit der Hocksitzhaltung könnten wir zahlreiche Leiden vermeiden. Doch warum ist die Hocksitzhaltung gesünder? Weshalb ermöglicht sie eine vernünftige Entleerung des Darms? Und benötigt man unbedingt eine Hocktoilette, um sich in der Hocksitzhaltung zu erleichtern?

Die richtige Sitzhaltung auf der Toilette

Haben Sie sich jemals Gedanken darüber gemacht, ob die Art, wie Sie auf der Toilette sitzen, nun gesund oder ungesund ist? Ob sie richtig oder falsch ist? Vermutlich nicht, denn das Sitzen auf der Toilette ist für die meisten Menschen genauso normal wie das Sitzen auf einem Stuhl.

Dabei hat der Mensch zur Darmentleerung vom Beginn der Geschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die natürliche Hocksitzhaltung eingenommen. Es hat zwar schon vorher sogenannte Leibstühle gegeben – worauf das Wort Stuhlgang zurückzuführen ist – diese waren aber ausschliesslich dem Adel vorbehalten.

Das allererste Wasserklosett (WC) wurde von Sir John Harrington im Jahr 1596 in England gebaut, fand jedoch wenig Anerkennung und wurde für einen Scherz gehalten. Als Erfinder des modernen WCs gilt der Londoner Alexander Cumming, der die Idee erneut aufgriff und dafür 1775 das Patent erhielt. Und so kam es, dass die Sitztoilette mit Wasserspülung ihren Siegeszug antrat und in immer mehr Häusern Einzug hielt. Die Folge war, dass sich in Europa und Nordamerika immer mehr Menschen beim Stuhlgang hinsetzten und die natürliche Hocksitzhaltung allmählich in Vergessenheit geriet.

Die Sitztoilette mit Wasserspülung brachte zwar einen entscheidenden Vorteil, nämlich die Verbesserung der Hygiene und damit eine geringere Infektionsgefahr, führte aber auch dazu, dass sich vermehrt gesundheitliche Probleme ganz anderer Art einstellten, da die Ergonomie des menschlichen Körpers unberücksichtigt blieb. Durch die neue Sitzposition liess sich die Entleerung viel schwerer und zudem unvollständig gestalten. Durch das Anspannen und Pressen wurden alle möglichen Beschwerden ausgelöst, auf die wir gleich noch im Detail eingehen werden.

Mittlerweile konnte durch zahlreiche wissenschaftliche Studien untermauert werden, dass Menschen, die eine Hocktoilette nutzen – und somit beim Toilettengang die natürliche Hocksitzhaltung einnehmen – gesünder leben.

Die Mehrheit aller Menschen praktiziert die Hocksitzhaltung

Hocktoiletten werden auch als Stehklos bezeichnet und sind dadurch gekennzeichnet, dass man sich nicht hinsetzen kann, sondern hinhockt. Wer schon einmal mit dem Auto oder Bus in Italien oder Spanien unterwegs war, ist in den Autobahnraststätten sicher auf eine Hocktoilette gestossen und hat sich gefragt, wie man auf einer derart fremdartigen Toilette wohl sein Geschäft verrichten soll. Ganz ähnlich erging es den Lesern der Salzburger Nachrichten, als dort im Mai 2015 über ein sanitäres Pilotprojekt am Salzburger Hauptbahnhof berichtet wurde.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben nämlich entschieden, auf dem Salzburger Hauptbahnhof für Damen und Herren jeweils eine Hocktoilette zu installieren, um allen Fahrgästen eine für sie adäquate Toilette zu bieten. Denn so wie wir mit den Stehklos wenig anzufangen wissen, kommen Menschen aus Afrika, Arabien oder der Türkei nicht mit den bei uns üblichen Sitztoiletten zurecht. Aus diesem Grund kommt es immer wieder vor, dass Menschen, die es gewohnt sind, die Hocksitzhaltung einzunehmen, ihre Notdurft stehend auf der Klobrille verrichten. Dabei sind peinliche Unfälle vorprogrammiert.

Dazu sei gesagt, dass Hocktoiletten auch in Südostasien, China, Indien und Japan gang und gäbe sind und somit von zwei Dritteln der Menschheit genutzt werden. Es handelt sich hierbei also keineswegs um eine Ausnahmeerscheinung, sondern um eine weltweit sehr verbreitete Toilettenart. Ja, in Wirklichkeit sind unsere Sitztoiletten in der Minderheit.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Sitztoilette

Wer nun Sitztoiletten von Kindesbeinen an gewohnt ist, wird die Sitzhaltung natürlich als vollkommen normal und auch weitaus bequemer empfinden als ein Steh- oder Hockklo. Man kann sich auf dem stillen Örtchen Zeit lassen, gemütlich in der Zeitung blättern, lesen und muss sich – mal abgesehen vom Vorgang selbst – überhaupt nicht anstrengen. Doch diese Form der Bequemlichkeit kann durchaus auch ihren Preis haben. Zu den möglichen gesundheitlichen Folgen der Sitztoiletten können die folgenden gehören:

Nun stellt sich selbstverständlich die Frage, was die Sitztoilette anstellt, um derart ungesund zu sein und wie die Hocksitzhaltung alle diese Leiden verhindern können soll.

Warum ist die Hocksitzhaltung gesünder?

Die Hocksitzhaltung unterscheidet sich von der Sitzstellung insofern, dass der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel spitzer verläuft. Dadurch ist der Beckenboden in der Hocke viel entspannter. Da der Darm in dieser Position gerade ist, wird die Entleerung erleichtert. Im Umkehrschluss wird in der Sitzstellung der Beckenbodenmuskel abgeknickt. Dies führt dazu, dass die Entleerung des Darms erschwert wird.

Der iranische Forscher Dr. Saeed Rad von der Tabriz University of Medical Sciences hat wissenschaftlich untersucht, weshalb die natürliche Hocksitzhaltung gesundheitliche Vorteile bringt. An der Studie nahmen 30 Probanden zwischen 11 und 75 Jahren teil. Dabei wurde der Darmentleerungsvorgang mit Hilfe von Röntgenaufnahmen aufgezeichnet – und zwar sowohl in der herkömmlichen Sitzposition als auch in der natürlichen Hocksitzhaltung.

Dabei wurde jener Stelle, wo der Enddarm auf den Analkanal trifft, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Denn hier befindet sich der sogenannte Puborektalmuskel, der – wenn wir nicht gerade beim Stuhlgang sind – einen Knick bildet. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass wir beim Sitzen auf einen Stuhl oder Sessel eben nicht plötzlich den Darm entleeren.

Messungen dieses Knicks haben ergeben, dass der Winkel in der Sitzposition im Durchschnitt 92 Grad beträgt, wodurch sich die Studienteilnehmer bei der Entleerung mehr anstrengen und pressen mussten. In der Hocksitzhaltung öffnete sich der Winkel jedoch durchschnittlich auf 132 bis 180 Grad, sodass der Austrittskanal eine Gerade bildete. Sämtliche Probanden hatten in der Hocksitzhaltung das Gefühl, dass sie ihren Darm komplett entleeren konnten, während sich die Darmentleerung in der Sitzposition unvollständig anfühlte.

Dr. Rad kam somit zum Schluss, dass Hocksitztoiletten eine weitaus effizientere Darmentleerung gewährleisten als Sitztoiletten.

Hocksitzhaltung beugt Verstopfung und Darmkrebs vor

Verstopfung zählt in den Industrieländern zu den häufigsten Beschwerden und gilt demnach auch als Zivilisationskrankheit – bis zu 27 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Verstopfung kann z. B. durch Medikamente, Stress, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel ausgelöst werden, aber eben auch auf die Stuhlentleerung im Sitzen zurückgeführt werden.

Die Hocksitzhaltung hingegen kann einer Verstopfung entgegengewirken – und zwar folgendermassen:

  • Wer die Hocksitzstellung einnimmt, muss nicht pressen, sondern überlässt die "Arbeit" einfach der Schwerkraft. Der Rumpf wird sanft gegen die Oberschenkel gedrückt, wodurch der Darm komprimiert wird.
  • In der Hocksitzhaltung ist die Ileozäkalklappe (Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm) – anders als in der Sitzposition – vollständig verschlossen, wodurch der notwendige Druck aufgebaut wird. Die Hocksitzhaltung fungiert also gewissermassen als natürliches "Abführmittel".
  • Durch die Hocksitzhaltung kann der Puborektalmuskel entspannen, während in der Sitzposition der Enddarm eingeschnürt wird, um die Darmkontinenz zu gewährleisten.

Viele Menschen greifen bei Verstopfung auf Abführmittel zurück, wissen aber nicht, dass durch den langfristigen Einsatz der Darm gereizt wird. Aus diesem Grund treten vermehrt Dickdarmpolypen auf, die zu Darmkrebs führen können. Auf die krebsbedingte Sterblichkeit bezogen, stellt Darmkrebs in den Industrieländern die vierthäufigste Todesursache dar, währenddessen in den Entwicklungsländern nur wenige Menschen davon betroffen sind. Immer mehr Wissenschaftler führen dieses Phänomen inzwischen darauf zurück, dass in den Entwicklungsländern die natürliche Hocksitzhaltung gepflegt wird.

Hocksitzhaltung verhindert Hämorrhoiden

Der Proktologe Michael Freilich war der Erste, der sich zum Tabuthema "Hämorrhoiden" öffentlich geäussert hat. In einem Interview mit dem Time Magazine erklärte er ungeniert, dass der US-Präsident Jimmy Carter diesbezüglich bei ihm in Behandlung war. Dabei stellte er eine für die damalige Zeit unerhörte These auf, wie diese Erkrankung überhaupt entsteht:

"Unser Körper ist nicht gemacht, um auf der Toilette zu sitzen, sondern um auf dem Feld zu hocken."

Dies könnte auch erklären, warum Hämorrhoiden gerade in den westlichen Ländern, in denen ja fast ausschliesslich Sitztoiletten anzutreffen sind, schon zur Volkskrankheit mutiert sind: Allein in Deutschland werden deshalb jährlich rund 3,5 Millionen Menschen behandelt und 50.000 Operationen durchgeführt.

Der israelische Arzt Dr. Berko Sikirov beschäftigt sich nun schon seit mehr als 20 Jahren mit den Auswirkungen der Sitztoilette. So untersuchte er auch, inwiefern sich die natürliche Hocksitzhaltung auf Hämorrhoiden-Patienten auswirkt. An einer in der Fachzeitschrift Israel Journal of Medical Sciences veröffentlichten Studie nahmen 20 Probanden teil, bei denen alle konventionellen Behandlungsmethoden erfolglos verlaufen waren.

Alle Patienten wurden angewiesen, ihre Toilettengewohnheiten wie folgt zu verändern: Zum einen sollten sie sich erst bei ausreichend starkem Druck entleeren, um das Pressen zu vermeiden, und zum anderen sollten sie bei der Darmentleerung die Hocksitzhaltung einnehmen.

Das Ergebnis war erstaunlich: Bei 18 von 20 Patienten stellte sich innerhalb von ein paar Tagen bzw. einigen Monaten eine deutliche Verbesserung oder sogar ein Ausbleiben der Symptome ein. Nach 12 bis 30 Monaten wurden diese Patienten noch einmal untersucht. Dabei ergab sich, dass sie immer noch symptomfrei waren. Dr. Sikirov wies darauf hin, dass Hämorrhoiden-Leiden insbesondere auf die Sitzposition bei der Darmentleerung zurückzuführen seien, die ein exzessives Pressen zur Folge habe.

Patienten, welche die natürliche Hocksitzhaltung einnehmen, können somit Hämorrhoiden verhindern oder aber einen völlig natürlichen und nachhaltigen Heilungsprozess in die Wege leiten. Eine weitere Untersuchung des Experten hat gezeigt, dass die beim Toilettengang unnatürliche Sitzhaltung zudem das Herz belastet.

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Hocksitzhaltung schützt das kranke Herz

Im Jahre 1990 hat Dr. Sikirov einen Artikel veröffentlicht, in dem die Frage aufgeworfen wird, ob Herzkreislaufanfälle während der Darmentleerung unvermeidlich sind. Notfallmediziner werden nämlich immer wieder damit konfrontiert, dass Herzpatienten auf der Toilette versterben.

Herzkranke Menschen werden durch das starke Pressen auf der Sitztoilette nämlich besonders belastet. Dies ist übrigens auch der Grund, warum auf kardiologischen Stationen so häufig Abführmittel oder Stuhlaufweicher verabreicht werden. Ziel ist es, die extreme Belastung zu minimieren, die mit der Darmentleerung einhergeht.

Laut Dr. Sikirov könnten Herz-Kreislaufanfälle während des Stuhlgangs oft vermieden werden, wenn die Patienten die Hocksitzhaltung bevorzugen würden. Denn während das Herz-Kreislaufsystem eines gesunden Menschen der intensiven Belastung durch die Darmentleerung gewachsen sein mag, kann ein angegriffenes Herz-Kreislaufsystem dabei versagen. Es kann zu Ohnmachtsanfällen, einem Kollaps bis hin zum Herzinfarkt und Tod kommen. Da das Herz durch die Darmentleerung in der natürlichen Hocksitzhaltung nicht belastet wird, könnten dadurch viele dieser tragischen Vorfälle vermieden werden.

Ausserdem hat eine ganze Reihe von Studien gezeigt, dass sich die Hocksitzhaltung auf die Blase positiv auswirkt.

Harninkontinenz: Hocksitzhaltung als Präventivmassnahme

Wissenschaftler haben im asiatischen Raum folgende Beobachtung gemacht: Je mehr Menschen in den Grossstädten die traditionellen Hocktoiletten und somit die Hocksitzhaltung aufgaben, desto mehr litten unter Harninkontinenz. Schätzungen zufolge leiden daran weltweit 50 bis 200 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Dabei sollte bedacht werden, dass die Dunkelziffer extrem hoch ist, da viele Menschen aus Scham den Arztbesuch meiden.

Professor Ajay Rane von der James Cook University in Australien verweist auf eine Studie in Hongkong. Diese ergab, dass Frauen, die auf dem Land lebten und beim Toilettengang die natürliche Hocksitzhaltung einnahmen, viel seltener Probleme mit Harninkontinenz hatten:

"Der grundsätzliche Unterschied zwischen diesen Frauen war nicht ihr Körpergewicht oder wie viele Kinder sie hatten, sondern ihre Gewohnheiten bei der Toilettenbenutzung."

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass das Becken bei der Hocksitzhaltung viel entspannter war und auf diese Weise ein höherer Druck erzeugt wurde.

Dr. Stuart Stanton vom St George’s Hospital in London teilt diese Auffassung. Er liess verlauten, dass Frauen durch die Hocksitzhaltung ihren Damm und die Muskeln des Beckenbodens trainieren und somit der Harninkontinenz vorbeugen können.

Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass der Beckenbodenmuskel wie eine Art Hängematte fungiert, wodurch der Darm, die Blase und die Gebärmutter gestützt werden. Wird nun beim Stuhlgang immer wieder gepresst, wird der Beckenbodenmuskel extrem belastet. In Folge wird der Pudendusnerv, durch den die Harnblase kontrolliert werden kann, ständig überdehnt und geschwächt, was zu einer Harninkontinenz führen kann.

Abgesehen davon, dass die Hocksitzhaltung eine herausragende Vorbeugemassnahme ist und die unterschiedlichsten Leiden lindern oder heilen kann, wird dadurch auch die Knie- und Beinmuskulatur trainiert sowie die Konzentrationsfähigkeit gestärkt. Doch wie alles im Leben, kann auch die Hocktoilette mit Nachteilen einhergehen.

Die Hocksitzhaltung ist nicht jedermanns Sache

Je früher man sich mit der Hocksitzhaltung vertraut macht, desto besser. Gewisse Gebrechen können das Erlernen dieser Position nämlich erschweren oder gar unmöglich machen.

  • Menschen, die nicht ausreichend beweglich sind, z. B. aufgrund des Alters oder Übergewichts, können sich nicht tief genug hinhocken und müssen deshalb die sogenannte Skifahrerhocke oder eine halb stehende Position einnehmen. Auf diese Weise ist keine entspannte Haltung möglich.
  • Wer an Gleichgewichtsstörungen leidet, riskiert auszurutschen und hinzufallen. Es gibt jedoch auch Hocktoiletten, die eine Möglichkeit zum Festhalten bieten, z. B. die Japanische Stehtoilette.
  • Menschen mit Hüftgelenks- oder Kniearthrose tun sich sehr schwer eine Hocktoilette zu benutzen.
  • Hocktoiletten sind nicht für Menschen geeignet, die eine körperliche Behinderung haben und z. B. auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen sind.
  • Ungeübte tendieren dazu den Stuhlgang zu beschleunigen, indem gepresst wird, was – natürlich auch in diesem Zusammenhang – zu gesundheitlichen Schäden führen kann.
  • Für Menschen, die an einer Durchfallerkrankung oder an einer Blasenentleerungsstörung leiden, kann es nachteilig sein, wenn sie sich zu tief bücken müssen. Andernfalls könnte es passieren, dass die Entleerung plötzlich und unkontrolliert vonstattengeht.

In jedem Fall sollte bedacht werden, dass es schon eine kleine Weile dauert, bis man sich an die Hocksitzhaltung gewöhnt hat. Doch mit ein wenig Übung wird die neue Position bald zum alltäglichen Ritual. Was ist aber, wenn man keine Hocktoilette zu Hause hat und auch nicht vorhat, sein Badezimmer umzubauen?

So wird der Porzellanthron zur Hocktoilette

Wer sich für die Vorteile der Hocksitzhaltung interessiert und ausprobieren möchte, ob sich diese Position positiv auf gewisse Beschwerden auswirkt, benötigt nicht zwingend eine Stehtoilette. Es ist nämlich möglich, eine Sitztoilette mit Hilfe von speziellen Plattformen im Handumdrehen in eine Hocktoilette umzuwandeln.

Derartige Plattformen können im Fachhandel oder im Internet erworben werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die jeweilige Konstruktion es wirklich erlaubt, das gesamte Körpergewicht auf die Füsse zu verlagern. Es reicht also nicht aus, einfach einen kleinen Hocker vor das Klosett zu stellen, der zudem eine Verletzungsgefahr darstellt. Um die Hocksitzhaltung korrekt auszuführen, dürfen die Füsse nicht vor dem Klosett stehen, sondern seitlich. Der Aufbau und die Installation der Plattformen sind in der Regel einfach zu handhaben. Googeln Sie nach "Naturplattform Toilette", um sich über Preise etc. zu informieren.

Die meisten Menschen sind sich dessen bewusst, wie negativ sich die sitzende Lebensweise auf die Gesundheit auswirkt. Damit sind aber nicht nur der Bürostuhl und das Sofa gemeint, sondern auch der Toilettensitz. Schliesslich verbringen wir dort etwa 3 Jahre unseres Lebens. Diese Zeit könnte deutlich verkürzt und besser genutzt werden, wenn wir nicht sitzen, sondern in die Hocke gehen würden! Die natürliche Hocksitzhaltung mag zwar anfangs ungewohnt und unbequem erscheinen, doch die Umstellung macht sich in vielfacher Hinsicht bezahlt.

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Quellen:



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