Impfungen

Keuchhustenimpfung nutzlos?

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 07.05.2018
  • 2 Kommentare
Keuchhustenimpfung nutzlos?
© istockphoto.com/Jovanmandic

Die Keuchhustenimpfung wird Kindern schon im ersten Lebensjahr bis zu vier Mal verabreicht – selbstverständlich mit den umstrittenen Aluminiumverbindungen als Impfstoff-Adjuvantien. Nach einer aktuellen Studie darf die bisher angenommene langjährige Wirkung der Keuchhustenimpfung nun jedoch in Frage gestellt werden. Forscher der Universität von Oxford stellten fest, dass Keuchhusten bei geimpften Kindern etwa genauso häufig auftritt wie bei ungeimpften Kindern und vermuten, dass die Impfung gegen Keuchhusten nur unter bestimmten Umständen nützlich sein kann.

Inhaltsverzeichnis

Zeolith Kapseln

Keuchhustenimpfung – Vier Mal im ersten Lebensjahr

Gegen Keuchhusten wird routinemässig geimpft. Schon ab der 8. Lebenswoche erhalten Säuglinge ihre erste Keuchhustenimpfung. Ab der 12. Woche gibt es die nächste Keuchhustenimpfung, vier Wochen später die dritte und mit etwa einem Jahr die vierte. Dann – so heisst es – sei die Grundimmunisierung abgeschlossen.

In Grossbritannien ist es ganz ähnlich. Allerdings kommt man dort mit drei Impfungen aus, bis dann die Auffrischimpfung im Vorschulalter folgt – die natürlich auch in Deutschland und der Schweiz zum Impfplan gehört.

Selbstverständlich wird nicht allein gegen Keuchhusten geimpft. Stattdessen erhält der Säugling die Keuchhustenimpfung meist im Zuge einer Fünffach- oder Dreifachimpfung, die auch die umstrittenen Aluminiumverbindungen als Adjuvantien enthält.

Alles zur Ausleitung von Impfstoffen oder auch zur Ausleitung von Aluminium lesen Sie hier: Ausleitung von Impfstoffen; Ausleitung von Aluminium

Auch ist bekannt, dass die Keuchhustenimpfung zu jenen Impfungen gehört, nach denen Babys scheinbar grundlos, aber stundenlang in den schrillsten Tönen schreien und die Eltern damit zur Verzweiflung bringen können.

Keuchhusten – Zahlreiche Auffrischimpfungen sollen nötig sein

Da in den letzten Jahren jedoch die Zahlen der Keuchhusteninfizierten im Teenager- und Erwachsenenalter immer weiter stiegen, wird in Deutschland und der Schweiz derzeit empfohlen, eine weitere Auffrischimpfung gegen Keuchhusten im Teenageralter zu verabreichen.

Auch sollte man sich ab 18 Jahren – so die offiziellen Empfehlungen – am besten gemeinsam mit der Tetanus-Diphtherie-Impfung alle zehn Jahre gegen Keuchhusten impfen lassen.

Ob dies wirklich erforderlich und auch für Grossbritannien sinnvoll sein könnte, wollten britische Wissenschaftler mit einer im Juni 2014 im British Medical Journal veröffentlichten Studie herausfinden.

Dr. Kay Wang, Forscherin, des University of Oxford`s Nuffield Department of Primary Care Health Sciences und Kollegen überprüften zunächst, ob Keuchhusten noch immer so häufig auftritt wie vor zehn Jahren.

Vor Einführung der Keuchhusten-Impfung bei Vorschulkindern im Jahr 2001 waren etwa 40 Prozent jener Schulkinder, die an hartnäckigem Husten litten, mit dem für Keuchhusten zuständigen Bakterium (Bordetella pertussis) infiziert.

Um festzustellen, wie diesbezüglich die heutige Situation aussieht, wurden 279 Kinder zwischen fünf und fünfzehn Jahren untersucht (zwischen November 2010 und Dezember 2012). Alle diese Kinder waren ihrem Hausarzt wegen eines hartnäckigen Hustens vorgestellt worden, der bereits zwischen zwei und acht Wochen andauerte.

Jedem dieser Kinder entnahm man einen Nasenrachenabstrich, um diesen auf das Keuchhustenbakterium hin zu untersuchen.

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

70 Prozent der Keuchhusten-Kinder waren voll durchgeimpft

Nach Auswertung der Zahlen zeigte sich, dass die Keuchhusteninfektionsrate bei den Schulkindern um die Hälfte gesunken war. Nur 56 der Kinder (20 Prozent) bekamen eine Keuchhusten-Diagnose, was natürlich wenig war – im Vergleich zu den 40 Prozent aus 2001.

Von diesen 56 Keuchhustenbetroffenen waren jedoch 39 (das sind 70 Prozent) voll durchgeimpft. Sie hatten also die dreimalige Grundimmunisierung erhalten sowie die Vorschulimpfung – und waren dennoch krank geworden.

Von 55 Kindern, die keine Vorschulimpfung bekommen hatten, die also höchstens im Babyalter zuletzt gegen Keuchhusten geimpft worden waren, erkrankten nur 15 Kinder.

Wie konnte es nun sein, dass die Geimpften krank wurden?

Das, so hiess es, liege häufig daran, dass die Vorschulimpfung der Kranken sieben Jahre und länger zurück liege. Dann nämlich verdreifache sich das Risiko, Keuchhusten im Schulkindalter zu bekommen.

Was bedeutet das für Eltern und Kinder?

Ganz einfach: Man will, dass die Keuchhustenimpfung in noch kürzeren Abständen verabreicht wird. Nur dann wirke sie, so heisst es.

Studienleiterin Dr. Wang sagte zu den Ergebnissen:

"Keuchhustenbakterien können bei einem Fünftel der Schulkinder mit anhaltendem Husten gefunden werden und können auch bei voll durchgeimpften Kindern klinisch auffälligen Keuchhusten verursachen.“

Ein Mal Keuchhusten – und dann nie wieder!

Wenn also Menschen nicht in regelmässigen Abständen von weniger als sieben Jahren die Keuchhustenimpfung bekommen, dann werden sie anfällig für eine Keuchhusteninfektion – zumindest den Impfexperten zufolge.

Abgesehen davon, dass es auch Menschen gibt, die nie ein Keuchhusten ereilt (je nach Zustand des Immunsystems), gilt: Wer einmal eine Keuchhusteninfektion durchmachte – was zugegebenermassen keinesfalls angenehm ist und auch nicht im Säuglingsalter erfolgen sollte – ist laut Studienergebnissen bis zu mindestens 20 Jahre lang gegen die Krankheit immun, wenn nicht gar ein Leben lang und erspart sich damit lästige und nicht immer harmlose Impfungen.

Quelle:

Anzeige:

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Mehr zu diesem Artikel

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Liebe Leserinnen und liebe Leser

Wir haben uns immer sehr über Ihre Kommentare gefreut. Da uns die Ressourcen fehlen, um auf alle Ihre Fragen und Anmerkungen gebührend einzugehen, haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion zu deaktivieren.

Lieben Dank für Ihr Verständnis,
Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Zuletzt kommentiert

MelK schrieb am 19.06.2018

Ihre hier angegebenen Informationen sind vollkommen irreführend und sogar gefährlich! Die von Ihnen angegebene Quelle Ihrer Ausführungen (Studie der Oxford Universität zum Thema Keuchhusten) ist direkt als erster Eintrag bei Google nachzulesen, wenn man eingibt "Oxford University" und "Pertussis" (Fachbegriff für Keuchhusten). Darin steht klar und deutlich (aber auf Englisch), dass ein Schutz vor Keuchhusten nur dann besteht, wenn man geimpft ist. Selbige Quelle einer Schwangeren, damit auch das Ungeborene Antikörper gegen den Keuchhustenerreger ausbilden kann.
Darüber hinaus sind auf der Seite des Robert-Koch-Instituts in Deutschland mögliche Komplikationen nachzulesen, die sich bei unzureichender Behandlung einstellen können. Dazu gehört beispielsweise eine Lungenentzündung, die auch zum Tod führen kann. Sie setzen also mit Ihren Falschinformationen das Leben vieler Kinder aufs Spiel!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo MelK

Unsere Quelle muss man nicht googeln. Wir geben sie im Quellverzeichnis an, das Sie - wie bei nahezu allen unseren Artikeln - unterhalb des Artikels finden. Wie in unserem Artikel erklärt und auch in jener Studie nachlesbar, schützt die Keuchhustenimpfung eben nicht in jedem Fall vor Keuchhusten. Wer aber gerne impfen möchte, erfährt in unserem Artikel sogar, worauf er bei seinem persönlichen Impfprogramm achten kann (auf welche Zeitabstände).

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Alle 2 Kommentare anzeigen