Selbstheilung

Krank: Was tun? Wie sich selber helfen?

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 25.06.2018
  • 2 Kommentare
Krank: Was tun? Wie sich selber helfen?
© istockphoto.com/Kirbyphoto

Sie sind krank. Sie würden gerne selbst etwas dafür tun, um möglichst schnell wieder gesund zu werden. Sie möchten nicht einfach nur Medikamente schlucken und auch nicht nur der Schulmedizin vertrauen. Sie möchten auf die Selbstheilkräfte Ihres Körpers setzen. Ganzheitliche Massnahmen helfen Ihnen dabei! Ganz egal, worunter Sie leiden, es gibt immer etwas, das Sie tun können, damit es Ihnen besser geht. Wir erklären Ihnen, wie Sie vorgehen können, wenn Sie krank sind. Sie werden sehen: Bald geht es wieder aufwärts!

Krank – und was man dagegen tun kann

Wir erhalten häufig Emails mit der Bitte um Hilfe, was man denn bei dieser oder jener Krankheit am besten tun könnte. Manchmal sind es Krankheiten, die häufig auftreten, manchmal auch sehr seltene.

Zu vielen Krankheiten haben wir bereits Artikel mit einem entsprechenden Massnahmenkatalog verfasst. Hier einige Beispiele:

Doch bei der Fülle an existierenden Krankheiten wird es immer die eine oder andere Erkrankung geben, zu der wir keine Informationen veröffentlicht haben.

Dann schreiben unsere LeserInnen: „Bitte bringt doch einen Artikel zu Warzen, zu Xanthelasmen, zu Speiseröhrenkrebs, zur Lungenfibrose und so weiter und so fort. Dabei wird ganz vergessen, worum es in unserem Portal geht: Um die ganzheitliche Sicht der Dinge!

Es ist die Schulmedizin, die jeder Krankheit einen eigenen Namen gibt und dann ihre einzelnen Symptome behandelt. Für Krankheit x gibt es dieses Medikament, für Krankheit y jenes und für Krankheit z wieder ein anderes.

Krankheit: Das verlorene Gleichgewicht

Aus ganzheitlicher Sicht betrachtet, ist Krankheit jedoch der Zustand, der eintritt, wenn der Körper sein gesundes Gleichgewicht verloren hat, wenn er sich nicht mehr selbst vor Erregern schützen kann und/oder aufgrund jahrelanger Überlastung seine Ausleit- und Entgiftungsfähigkeiten nicht mehr kompensieren können. Und genau dieses Gleichgewicht gilt es wieder zu finden – ganz gleich welchen Namen die Krankheit trägt.

Daher sind es auch immer dieselben ganzheitlichen Massnahmen, die das ganzheitliche Basiskonzept bei Krankheiten bilden. Diese Massnahmen gehören zu einem der beiden folgenden Bereiche:

  • Man meidet das, was dem Körper schadet.
  • Man gibt dem Körper das, was ihm bisher fehlte und was er benötigt, um ungestört den Heilprozess einleiten zu können.

Diese Massnahmen wirken folgendermassen:

  • Sie hemmen und lindern chronische Entzündungsprozesse, die mit wohl jeder Krankheit einhergehen.
  • Sie liefern Antioxidantien und reduzieren oxidativen Stress.
  • Sie versorgen mit den zur Heilung und Regeneration benötigten Nähr- und Vitalstoffen.
  • Sie unterstützen die körpereigene Entgiftung und Schlackenausleitung.
  • Sie sanieren die Darmflora und regenerieren die Darmschleimhaut.
  • Sie regulieren und stärken das Immunsystem.
  • Sie sorgen für ein gesundes Fettsäureverhältnis (Omega 3 erhöhen, Omega 6 reduzieren).
  • Sie führen zu einem gesunden Körpergewicht.

Es geht also darum, den Körper so zu unterstützen, dass er sich selbst heilen kann. Die ganzheitliche Vorgehensweise konzentriert sich daher auf die Mobilisierung der Selbstheilkräfte.

Spezifische Therapien werden individuell ausgewählt

Wenn Sie hingegen auf der Suche nach konkreten sog. komplementärmedizinischen Therapieformen sind, ist ein entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker die richtige Ansprechperson. Denn aus der Ferne – ohne den Patienten, seinen Zustand, seine Werte etc. zu kennen – ist es nicht möglich, zu einer ganz bestimmten Therapie zu raten.

Man entscheidet also höchst individuell, ob eine Vitamin-C-Hochdosis-Therapie im jeweiligen Fall erfolgversprechend sein könnte, eine Hyperthermie, eine Therapie mit DMSO, eine Misteltherapie, eine Heil-Hypnose, das Schröpfen, die Neuraltherapie, eine Fastenkur, Akupunktur, Bestrahlung mit Infrarotlicht oder was auch immer.

Die ganzheitlichen Basismassnahmen hingegen bilden die Grundlage, die unabhängig von den Beschwerden umgesetzt werden können. Sie werden weniger zur Bekämpfung einer Krankheit praktiziert, als vielmehr zur Stärkung des Körpers, damit dieser aus eigener Kraft bestmöglich die Krankheit bekämpfen kann oder auch Nebenwirkungen schulmedizinischer Therapien besser verkraftet.

Entsäuerungskur

Das ganzheitliche Basiskonzept bei Krankheiten

Das ganzheitliche Basiskonzept bei Krankheiten besteht aus den folgenden Massnahmen:

1. Ernährungsumstellung/Optimierung der Ernährung

Die Optimierung der Ernährung ist einer der wichtigsten Schritte, wenn man krank ist und sich selbst helfen möchte, schnell wieder gesund zu werden. Sicher haben Sie schon gelesen oder gehört, es gäbe keine bestimmten Diäten, die diese oder jene Krankheit heilen könnten. Das stimmt. Eine Diät gibt es dazu auch tatsächlich nicht. Diäten sind jedoch Ernährungsformen, die nur kurzfristig über einige Tagen oder Wochen praktiziert werden.

Will man jedoch wieder gesund werden, dann geht es nicht darum, mal eben eine Vier-Wochen-Diät zu machen und schon ist man wieder fit. Stattdessen stellt man die Ernährung dauerhaft um. Dies tut man deshalb, weil man verstanden hat, dass die bisherige Ernährung mehr Schaden anrichtete, als Nutzen mit sich brachte. Warum also sollte man irgendwann wieder zu dieser problematischen Ernährungsform zurückkehren wollen?

Ideal für eine dauerhafte Ernährungsform ist die basenüberschüssige pflanzenbasierte und vitalstoffreiche Vollwerternährung aus möglichst frisch zubereiteten Mahlzeiten aus regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Die Grundnahrungsmittel sind Obst, Gemüse, Salate, Kräuter, Sprossen, Nüsse, Saaten, Kartoffeln, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte. Ergänzt wird durch hochwertige Öle und ggf. pflanzliche Proteine (z. B. Tempeh, Tofu, Proteinpulver).

Das optimale Getränk ist Wasser. Ab und zu kann eine Tasse Kräuter-, Rinden- oder Grüntee getrunken werden.

Sollten Sie an einem Übergewicht leiden, dann wird die oben beschriebene Ernährungsform automatisch über kurz oder lang zu einer Regulierung des Gewichts führen.

Wenn Sie sich mit der Ernährungsumstellung überfordert fühlen, können Sie einen ganzheitlichen Ernährungsberater konsultieren oder die 4-Wochen-Entschlackungskur durchführen. Im Laufe dieser vier Wochen lernen Sie viele Tipps und Kniffe für das vollwertige Kochen kennen und sind im Anschluss fast schon ein Profi im gesunden Zubereiten Ihrer Speisen.

Vorschläge für Ernährungspläne mit Rezepten finden Sie überdies auf unserer Seite. Selbstverständlich können Sie sich in unserer Rezepterubrik auch täglich ihren Speiseplan zusammenstellen.

Viele Menschen wählen für sich ganz spezielle Ernährungsformen aus, z. B. die Rohkosternährung oder die Ernährung nach Budwig, weil sie von deren Heilpotential überzeugt sind. Wenn Sie sich ebenfalls zu einer ganz bestimmten Ernährungsform hingezogen fühlen – mag sie von der Aussenwelt als noch so „extrem“ bezeichnet werden – ziehen Sie Ihr Ding durch! Hat man sich erst einmal auf den Weg einer neuen Lebensweise begeben und verspürt den dringenden Wunsch, für sich und seinen Körper das Allerbeste anzustreben, dann fühlt man, welche Ernährung für einen selbst das Nonplusultra ist.

2. Schädliche Gewohnheiten ablegen

Zu den schädlichen Gewohnheiten, den Drogen und Aufputschmitteln, die den Körper belasten, seine Entgiftungskapazitäten strapazieren und ihn von wichtigen Regenerationsprozessen abhalten, gehören Rauchen, Dampfen, Alkohol, Koffein, Zucker, Süssigkeiten, Joints und härtere Drogen.

Gehen Sie ein Laster nach dem anderen an und suchen Sie sich stattdessen gesunde Alternativen, die ebenfalls das Belohnungszentrum im Gehirn stimulieren (Sport, Meditation, Tanzen, Musik, Beschäftigung mit Ihren Kindern und/oder Haustieren, gemütlich ein Buch lesen, eine Reise planen etc.).

Wichtig ist hier zunächst ein ganz anderer Denkansatz: Glaube ich wirklich, dass es sich um Genuss handelt, wenn ich etwas tue, was meinem eigenen Körper schadet? Bin ich schon so abhängig und schwach, dass ich Drogen (Koffein, Nikotin etc.) benötige, um den Alltag zu stemmen? Schaffe ich es nicht mehr, ohne künstliche Aufputschmittel Glücksmomente zu erleben?

Sobald Sie es geschafft haben, diese lästigen und meist auch kostspieligen Angewohnheiten abzuschütteln, werden Sie es spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr glauben können, dass Sie einst tatsächlich all diese „Dinge“ konsumiert haben und auch noch davon überzeugt waren, es bereite Ihnen Genuss.

3. Optimierung der Vitalstoffversorgung/Behebung von Vitalstoffmängeln

Zu den Vitalstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und in gewisser Weise auch sekundäre Pflanzenstoffe (Carotinoide, Flavonoide etc.), die ganz unterschiedliche Eigenschaften haben können. Obwohl die Existenz von Vitalstoffmängeln in den Industrienationen von offizieller Seite aus konsequent bestritten wird, haben wir bereits in unserem Artikel über die weite Verbreitung von Vitalstoffmängeln gezeigt, dass Vitamin- und Mineralstoffmängel auch bei uns keineswegs eine Seltenheit sind.

Liegt eine Krankheit vor, so sollte der aktuelle Vitalstoffstatus überprüft werden. Informationen dazu finden Sie hier: Vitaminmangel – Die Diagnose und Mineralstoffmangel – Die Diagnose. Je nach Befund, kann sodann entweder die Ernährung entsprechend verändert werden oder man wählt die passenden Nahrungsergänzungsmittel aus, um die bestehenden Mängel zu beheben.

Dabei sollte man auch an eine mögliche KPU (Kryptopyrrolurie) denken – eine Stoffwechselstörung, die den Betroffenen selbst oft gar nicht bewusst ist. Gerade Menschen, die an einer chronischen Erkrankung (oder mehreren) leiden, sind häufig von einer KPU betroffen.

Wird die KPU sodann behoben, kann erst jetzt der Heilprozess einsetzen. Details zu KPU, ihrer Diagnose und Therapie, finden Sie hier: KPU – Ursache vieler Beschwerden

4. Nahrungsmittelintoleranzen abklären lassen

Viele Menschen leiden unwissentlich an Nahrungsmittelintoleranzen und/oder Unverträglichkeiten. Sie essen daraufhin regelmässig Dinge, die sie gar nicht vertragen und die sie daher auch krank machen bzw. ihre Abwehrkräfte immer weiter schwächen, so zu einer Anfälligkeit für zahlreiche Krankheiten beitragen können und Heilprozesse verhindern.

Weiss man hingegen, welche Lebensmittel man nicht verträgt, meidet man diese und entlastet auf diese Weise ganz enorm seinen Körper.

Weit verbreitete Unverträglichkeiten sind die Lactoseintoleranz, die Histaminintoleranz, die Fructoseintoleranz und die Glutenintoleranz sowie die Milcheiweissunverträglichkeit.

Lassen Sie abklären, ob Sie an einer Unverträglichkeit leiden und ergreifen Sie ggf. die passenden Massnahmen, die Sie unter den jeweiligen Links finden, wobei die beste Massnahme bei der Milcheiweissunverträglichkeit ganz einfach die Milchproduktekarenz darstellt, also das Meiden von Milchprodukten aller Art.

5. Erhöhung der Antioxidantienzufuhr

Wohl jede chronische Erkrankung geht mit einer massiven Erhöhung des oxidativen Stresses einher. Oxidativer Stress schadet jeder einzelnen Zelle, führt somit zu Gewebeschäden, kann zu Mutationen beitragen und fördert chronische Entzündungsprozesse. Letztere sind bei Krankheit meist sowieso bereits vorhanden und werden nun weiter angeheizt. Oxidativer Stress beschleunigt überdies den Alterungsprozess, ist also nichts Erstrebenswertes.

Antioxidantien reduzieren den oxidativen Stresspegel und schützen vor seinen negativen Auswirkungen. Also erhöht man spätestens bei einer vorliegenden Krankheit die Zufuhr antioxidativ wirksamer Lebensmittel (Obst, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Nüsse) oder nimmt entsprechende Nahrungsergänzungsmittel ein (Vitamin C (Acerolapulver, Sanddornsaft o. ä.), Vitamin E (Moringa, Weizenkeimöl o. ä.), Astaxanthin, OPC, Curcumin, Sulforaphan, Aronia etc.).

6. Fettsäurenzufuhr ausgleichen

Die heutige Ernährungsweise liefert im Allgemeinen ein ungünstiges Omega-3-Omega-6-Verhältnis. Sowohl Omega-3-Fettsäuren als auch Omega-6-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit unterschiedlichen Eigenschaften. Im richtigen Verhältnis von etwa 5 : 1 (Omega 6 zu Omega 3) sind beide Fettsäuren sehr wichtig und gesund.

Meist aber überwiegen die Omega-6-Fettsäuren zu Lasten der Omega-3-Fettsäuren, was zu einer Verschlimmerung chronischer Entzündungen führen kann. Da diese aber – wie mehrfach erwähnt – zu den Hauptursachen chronischer Erkrankungen zählen, sind entzündungsfördernde Verhaltensweisen konsequent zu meiden.

Omega-6-Fettsäuren finden sich in tierischen Fetten, in Getreideprodukten und insbesondere in den meisten pflanzlichen Ölen (Distelöl, Sonnenblumenöl u. ä.). Omega-3-Fettsäurenreiche Öle sind hingegen das Leinöl und das Hanföl. Worauf Sie bei der Versorgung mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren achten sollten, finden Sie hier erklärt: Omega-3-Bedarf decken

7. Bewegung

Der Mensch ist für Bewegung geschaffen und kann daher nur gesund bleiben, wenn er sich regelmässig (täglich!) kräftig bewegt. Andernfalls kommt es zu Muskelabbau, zu Verspannungen der verbliebenen Muskeln, zu Verhärtungen im Weichteilgewebe (Stichwort Faszien) sowie zu Funktionsstörungen der Organe. Kreislauf und Lymphsystem geraten ins Stocken, was zu einer mangelhaften Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff führt sowie zu einer nur noch eingeschränkten Gift- und Schlackenausleitung. Mangelnde Bewegung schafft somit die allerbesten Voraussetzungen dafür, um möglichst schnell krank zu werden.

Bewegen Sie sich also. Achten Sie auch hier auf Ausgeglichenheit. Konzentrieren Sie sich nicht ausschliesslich auf Krafttraining oder nur auf ein Ausdauertraining. Wechseln Sie ab – und vergessen Sie darüber hinaus die ganzheitlichen Bewegungsformen wie Yoga und Tai Chi nicht, die sich nicht nur auf den Körper, sondern auf die Einheit aus Körper, Geist und Atem konzentrieren.

Aber auch tägliche Wanderungen oder das Minitrampolin helfen dabei, auf einfache Weise den Körper in Schwung zu halten.

8. Mobilisierung des Lymphsystems

Wie unter 6. bereits erwähnt, ist ein leistungsfähiges Lymphsystem für das Gesundwerden äusserst wichtig. Das Lymphsystem ist praktisch die „Kläranlage“ unseres Körpers. In den Lymphknoten werden Krankheitserreger und Krebszellen ausgeschaltet und zur Ausleitung an den Darm weitergegeben. Auch alte Zellen, Schlacken und Gifte können von einem starken Lymphsystem problemlos aus dem Blutkreislauf entfernt werden.

Mobilisieren Sie daher Ihr Lymphsystem! Die beste Möglichkeit dazu ist Bewegung (siehe 6.). Weitere Massnahmen sind Selbst-Massagen, wie die Bauchmassage und die Trockenbürstenmassage. Viele Tipps zur Aktivierung Ihres Lymphsystems finden Sie in unserem Artikel zur Reinigung des Lymphsystems.

Bei bestimmten Krebsformen ist in Sachen Aktivierung des Lymphsystems Vorsicht angezeigt. Bewegung ist natürlich dennoch ein Schlüssel zur Heilung, aber mit Lymphdrainagen oder starken Massagen sollte man vorsichtig sein und daher im Krankheitsfalle die Sache mit dem Arzt besprechen.

9. Sanierung der Darmflora/Darmreinigung (ggf. kombiniert mit Leberreinigung)

In den letzten Jahren wurden die Zusammenhänge zwischen dem Zustand des Darms und der Allgemeingesundheit intensiv erforscht. Immer mehr Wissenschaftler widmeten sich beispielsweise dem Einfluss der Darmflora auf die Krankheitsentstehung oder auch dem Leaky Gut Syndrom, das inzwischen als Ursache vieler Beschwerden gilt.

Ganz gleich, ob Depressionen, chronische Müdigkeit, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Arthrose, Augenprobleme oder Übergewicht – Störungen der Darmflora scheinen ganz am Anfang der Entstehungskette dieser Krankheiten zu stehen.

Das Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm) wird mit Multipler Sklerose, Parkinson, Migräne, dem Reizdarmsyndrom, Herzkrankheiten, Psoriasis und Rheuma in Verbindung gebracht, um nur eine Auswahl all der Beschwerden zu nennen, die sich bilden können, wenn die Darmschleimhaut aufgrund jahrelanger ungesunder Lebens- und Ernährungsweise defekt ist.

Wer daher gesund werden will, muss zu allererst für ein gesundes Verdauungssystem sorgen – z. B. über eine Darmreinigung oder (als sanftere Alternative) die Sanierung der Darmflora.

Da die Leber unser wichtigstes Entgiftungsorgan ist, können überdies spezielle Massnahmen zur Vitalisierung und Regeneration der Leber durchgeführt werden. Allerdings profitiert die Leber schon allein ganz enorm von einer Darmreinigung. Denn die Leber erhält über die Pfortader unmittelbar alles, was aus dem Darm resorbiert wird – Nützliches und Nahrhaftes, aber auch Schädliches und Giftiges. Je gesünder und sauberer daher der Darm, umso leistungsfähiger kann die Leber agieren.

10. Regulierung des Säure-Basen-Haushalts

Der Säure-Basen-Haushalt ist bei vielen Menschen infolge der typischen mordernen Lebensweise längst aus dem Gleichgewicht geraten, so dass eine latente Übersäuerung gang und gäbe ist und den Organismus noch weiter schwächt, besonders dann, wenn er bereits erkrankt ist.

Säurebildende Lebensmittel sind Fleisch, Wurst, Käse (und andere Milchprodukte), Süssigkeiten sowie Back- und Teigwaren und damit die Grundnahrungsmittel der Nation. Basisch werden hingegen Gemüse, Früchte, Salate, Kräuter und Sprossen verstoffwechselt, also jene Lebensmittel, die in der konventionellen Küche nur noch eine Nebenrolle spielen.

Stress, Bewegungsmangel und Schlafstörungen wirken zusätzlich säurebildend, so dass ein disharmonischer Säure-Basen-Haushalt kein Wunder mehr ist.

Wenn Sie jedoch Ihre Ernährung auf eine basenüberschüssige Ernährung umstellen, sich mehr bewegen, Ihr Lymphsystem aktivieren, Ihre Vitalstoffversorgung optimieren und dabei auch basische Mineralien einnehmen (z. B. Basencitrate) sowie Ihren Darm sanieren, dann findet schon allein mit diesen Massnahmen eine deutliche Säureausleitung statt.

Sollten nach einem entsprechenden Test zur Feststellung des Zustands Ihres Säure-Basen-Haushalts weitere entsäuernde Schritte eingeleitet werden müssen, kommen verschiedene Entsäuerungsprogramme in Frage, wobei die Entsäuerung mit Basenkonzentraten die einfachste Vorgehensweise ist.

11. Ggf. Entgiftung

Wir sind tagtäglich in Kontakt mit zahlreichen Giften und Schadstoffen, die aus der Luft, der Nahrung und auch Körperpflegeprodukte in unseren Körper strömen.

Bereits eine Darmreinigung, die Sanierung der Darmflora, die Aktivierung der Lymphe und die Regulierung des Säure-Basen-Haushalts führen zu einer starken Entgiftung des Körpers.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann eine mögliche Schwermetallbelastung oder anderweitige Giftbelastung im Labor überprüfen lassen und daraufhin – wenn erforderlich – ein Entgiftungsprogramm durchführen.

Meist kombiniert man dabei Massnahmen, die konkret Gifte binden und ausleiten mit Massnahmen, die die körpereigene Entgiftungsfähigkeiten unterstützen und anregen. Weitere Informationen zur ganzheitlichen Entgiftung finden Sie in unserer dreiteiligen Entgiftungsserie:

1. Die Detox-Kur:

  • Warum entgiften?
  • Welche Gifte wie entgiften?
  • Die drei Phasen der körpereigenen Entgiftung
  • Wie gut entgiften Sie?
  • Die Ziele der ganzheitlichen Entgiftung

2. Die ganzheitliche Entgiftung:

  • Für wen ist eine Entgiftung wichtig?
  • Wie man die körpereigenen Entgiftungsfähigkeiten verbessern kann
  • Welche Vitalstoffe die einzelnen Phasen der körpereigenen Entgiftung stärken und aktivieren

3. Entgiftung – Die Anleitung:

  • Konkrete Anleitung zur Entgiftung mit Zeitplan
  • Ablauf eines Entgiftungsprogramms

12. Ausreichend Schlaf

Im Schlaf regeneriert und erholt sich der Körper am allerbesten. Achten Sie daher auf ausreichend Schlaf! Gehen Sie früh zu Bett und reduzieren Sie gerade am Abend Ihren Medienkonsum, da schlechte Nachrichten oder aufregende Filme die Psyche stressen und den Schlaf beeinträchtigen können.

Achten Sie auf frische Luft beim Schlafen, damit Sie immer gut mit Sauerstoff versorgt sind. Zusätzlich wäre das Schlafen bei Dunkelheit ideal. Insbesondere Krebszellen mögen absolute Dunkelheit offenbar nicht so sehr. Es sollten also keine Lichtquellen Ihr Schlafzimmer in ein Dämmerlicht tauchen.

Sollten Lärmquellen Ihren Schlaf stören, kümmern Sie sich um Ohrstöpsel, die es mittlerweile in vielen Qualitäten und in unterschiedlichen Grössen gibt.

13. Gesunde Körperpflegeprodukte

Viele Körperpflegeprodukte enthalten belastende, wenn nicht gar konkret giftige Inhaltsstoffe, die über die Haut in den Körper gelangen können. Meiden Sie diese völlig überflüssige, aber meist tägliche Belastung Ihres Körpers.

In Sachen Körperpflege ist weniger oft mehr. Statt Körperlotionen kann man beispielsweise auch einfach ein hochwertiges Öl (Kokosöl oder Olivenöl) verwenden. Statt Duschgels eine rückfettende Olivenölseife.

Schauen Sie sich im Bio-Supermarkt oder Reformhaus um. Dort gibt es zahlreiche Körperpflegeprodukte, die nur ein Minimum an Zutaten enthalten und ohne schädliche Inhaltsstoffe auskommen.

14. Medikamente überprüfen

Viele Menschen nehmen seit vielen Monaten oder Jahren Medikamente. Falls Sie dazu gehören und es Ihnen immer schlechter geht, überprüfen Sie, ob es nicht die Medikamente und ihre möglichen Nebenwirkungen sind, die Sie gerade krank machen.

Besprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt in regelmässigen Abständen, ob Sie manche Ihrer Medikamente nicht inzwischen absetzen können. Denn nicht selten vergisst der Arzt, darauf hinzuweisen, dass Sie dieses oder jenes Arzneimittel gar nicht mehr brauchen.

15. Entspannungsmanagement

Stress wird gerne unterschätzt, kann jedoch zu schweren Krankheiten führen und bestehende Krankheiten verschlimmern bzw. deren Heilung verhindern. Kümmern Sie sich daher unbedingt um einen stressfreien Alltag. Gelingt dies nicht, sorgen Sie für ein gutes Entspannungsmanagement, das dazu führt, dass Sie Stress nicht mehr so nah an sich heranlassen.

Dazu gehört einerseits die Einnahme von sog. Adaptogenen, Heilpflanzen, die stressresistenter machen können (z. B. Rhodiola rosea) und andererseits konkrete Stressbewältigungsstrategien:

  • Reduzieren Sie unbedingt die heute übliche Dauerberieselung durch soziale Medien, TV und Radio. Schalten Sie immer öfter Ihr Smartphone aus. Versuchen Sie, es wirklich nur dann zu nutzen, wenn es nicht anders geht, z. B. um im Notfall Hilfe zu rufen oder um Bescheid zu geben, wenn sie zu spät kommen, weil sie gerade im Stau stecken.
  • Planen Sie Ihren Tag gut, besonders dann wenn Sie dazu neigen, vieles gleichzeitig erledigen zu wollen und dann mit nichts wirklich fertig werden.
  • Bitten Sie bei unlösbar scheinenden Konflikten mit Verwandten, Kollegen, engen Freunden oder Geschäftspartnern einen Mediator um Hilfe, um Dauerkonkflikte zu vermeiden und schnell eine zufriedenstellende Lösung zu finden.
  • Suchen Sie bei finanziellen Problemen entsprechende Beratungsstellen auf.
  • Praktizieren Sie eine Entspannungstechnik, wie Tai Chi, Atemübungen, progressive Muskelentspannung, Meditation, The Work o. ä.
  • Auch eine Psychotherapie kann enorm dabei helfen, sich nicht mehr so stressen zu lassen und viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

16. Immunsystem stärken

Alle Punkte – von 1 bis 14 – stärken, unterstützen und entlasten gemeinschaftlich das Immunsystem – und ein starkes ausgeglichenes Immunsystem ist die Grundlage eines jeden Heilprozesses.

Achten Sie – falls Sie an einer Autoimmunerkrankung leiden – auf den Begriff „ausgeglichen“. Das bedeutet für Sie also nicht, dass mit den genannten Massnahmen Ihr falsch gepoltes Immunsystem in seiner falschen Richtung noch bestärkt wird. Es bedeutet stattdessen, dass es wieder in sein Gleichgewicht gebracht wird, damit es eben nicht mehr gegen körpereigene Strukturen vorgeht.

Nicht alles auf einmal!

Bei all den genannten Hinweisen gilt, dass keinesfalls alle Massnahmen auf einmal umgesetzt werden müssen. Es geht vielmehr darum, sich seine bisherige Lebens- und Ernährungsweise genau anzusehen und sich seiner Fehler bewusst zu werden. Denn diese waren es, in deren Gegenwart man überhaupt erst krank werden konnte. Was also ist gut am alten Lebensstil? Und was ist nicht so gut? Was könnte man ändern und besser machen?

Welche Massnahme klingt für Sie sinnvoll und überzeugend? Tun Sie nur das, wozu Sie persönlich eine Affinität verspüren, was Ihnen Freude macht und woran Sie persönlich glauben. Setzen Sie sich mit der Thematik „Gesundheit“ und „Selbstheilung“ auseinander! Haben Sie Spass daran, für sich und Ihren Körper das Allerbeste zu wollen.

Zusätzliche Massnahmen

Zusätzlich zu den genannten Basismassnahmen können Sie sich nun ganz spezifische Massnahmen auswählen, die konkret bei Ihrer Krankheit angezeigt sind. Bei der Wahl dieser spezifischen Massnahmen helfen Ihnen ganzheitlich tätige Ärzte, Heilpraktiker, Gesundheitsberater, Bücher oder auch das Internet.

Sollte Ihre Erkrankung beispielsweise ursächlich auf ein Ungleichgewicht des Hormonsystems zurückzuführen sein, dann können nach einem Hormontest naturidentische Hormonpräparate verordnet werden.

Auch Heilpflanzen können ganz gezielt für die jeweilige Problematik ausgewählt werden – in Form von ätherischen Ölen, Tees oder Extrakten in Kapseln.

Genauso gibt es einzelne Nahrungsergänzungen mit spezifischer Wirkung auf ganz bestimmte Krankheiten. So ist etwa der Shiitakepilz-Extrakt bei Gebärmutterhalskrebs angezeigt, CBD-Öl bei chronischen Schmerzzuständen, Massnahmen zur Hebung des Serotoninspiegels bei Depressionen und Fibromyalgie, Sulforaphan bei Arthritis und Resveratrol, Curcumin und die Mariendistel bei Darmkrebs.

Von Mitmenschen nicht ablenken lassen!

Bitte lassen Sie sich von Bekannten, Verwandten, Ärzten, Mainstream-Medien, Verbraucherzentralen etc. nicht verunsichern, wenn diese Ihnen einreden möchten, die Lebens- und Ernährungsweise habe sicher nicht zu Ihrem Kranksein beigetragen und eine gesunde Lebensweise sei mit viel zu viel Verzicht verbunden, um das Leben überhaupt noch geniessen zu können.

Hier stellt sich die Frage, ob wir tatsächlich schon so von unseren Gewohnheiten und Süchten gefangen sind, dass wir lieber krank sind, Schmerzen ertragen und nebenwirkungsreiche Medikamente einnehmen, als auch nur einmal ein halbes Jahr alles anders zu machen und abzuwarten, wie sich der eigene Gesundheitszustand entwickelt.

Wollen wir wirklich der Meinung sein, es sei „Verzicht“, wenn man sich von all den Erfindungen der Lebensmittelindustrie abwendet (meist billige Rohstoffe, die mit zahllosen Zusatzstoffen optisch und geschmacklich attraktiv gemacht werden) und lieber ab sofort auf natürliche und wirklich hochwertige Lebensmittel zurückgreift?

In Wirklichkeit ist das Nicht-Konsumieren von Kuchen, Eiscreme und Currywurst also kein Verzicht, sondern ein Gewinn. Bleiben Sie hingegen im alten Fahrwasser, dann müssen Sie tatsächlich verzichten, nämlich auf Ihre Gesundheit und auf das gute Gefühl, das Ihnen ein leistungsfähiger Körper vermitteln würde.

Bei Krankheit helfen Erfahrungsberichte Betroffener, die sich selbst helfen konnten

Umgeben Sie sich daher mit positiv denkenden und Sie unterstützenden Menschen! Mit Menschen, die Ihnen Mut machen und mit Ihnen an einem Strang ziehen. Nörgler, Miesepeter, Zweifler oder auch Spassvögel, die alle Ihre Bemühungen und Ideen ins Lächerliche ziehen, sind hingegen keine gute Gesellschaft.

Lesen Sie Erfahrungsberichte von Menschen, die sich bei Krankheit selbst geheilt haben. Besorgen Sie sich deren Bücher oder schauen Sie sich auf Youtube Selbstheilungsberichte an. Die Erfolge anderer motivieren sehr und wirken enorm ansteckend.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spass und Freude bei Ihrem neuen und gesunden Lebenskonzept sowie beim Gesundwerden und Gesundsein.

Gute Besserung!

Hinweis: Selbstverständlich sind viele schulmedizinische Eingriffe und Therapien wichtig und hilfreich. Doch gerade chronische Krankheiten sind nicht selten deshalb chronisch, weil die Schulmedizin in diesem Bereich überfordert ist. Ganzheitliche Massnahmen können überdies bei den allermeisten Krankheiten auch begleitend zur Schulmedizin eingesetzt werden. Es ist also nicht erforderlich sich für oder gegen eine Richtung zu entscheiden. Beides lässt sich meist hervorragend kombinieren. Informieren Sie jedoch Ihren Arzt über Ihr Vorhaben.

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Lieben Dank für Ihr Verständnis und bis bald,
Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Zuletzt kommentiert

Konrad K. schrieb am 01.05.2018

Danke für diesen Artikel und für Ihre informationsreiche Seite mit ganzheitlicher Behandlung von Themen! Vielen Dank!!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Konrad

Lieben Dank für Ihr schönes Feedback, das uns sehr gefreut hat. Alles Gute und

viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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Quellen

Die Quellen für diesen Text finden Sie in den jeweils verlinkten weiterführenden und erklärenden Artikeln.