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Naturkosmetik schützt vor Giftbelastung

Naturkosmetik schützt vor Giftbelastung

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(Zentrum der Gesundheit) – Herkömmliche Kosmetikartikel, wie Make-up, Shampoo und Bodylotionen enthalten meist giftige Chemikalien. Mit der Nahrung, dem Wasser und über die Kleidung aber nehmen wir bereits genügend Schadstoffe auf. Essen und trinken müssen wir in jedem Fall. Die Gifte aus Kosmetika sind dagegen absolut vermeidbar. Es genügt bereits, wenn Sie auf Naturkosmetik ausweichen, um die Giftbelastung Ihres Körpers stark zu reduzieren – wie eine Studie der University of California zeigte. Im Vergleich zu herkömmlicher Kosmetik bewahrt Naturkosmetik somit vor einer weiteren Giftbelastung.

Giftbelastung sinkt bei Umstieg auf Naturkosmetik

Ob Zahncreme, Make-up, Concealer, Lidschatten, Puder, Seife oder Parfum – alle diese Kosmetikartikel können schädliche Chemikalien enthalten. Diese werden meist zur Konservierung, Emulgierung, Aromatisierung oder – bei Seifen – zur Steigerung der Desinfektionswirkung eingesetzt.

Besonders bedenklich sind die sog. endokrinen Disruptoren. Dabei handelt es sich um Chemikalien, die im Körper des Menschen hormonähnliche Wirkungen haben, daher den Hormonhaushalt irritieren und somit zu weitreichenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.

Neben Hormon- und Entwicklungsstörungen können Chemikalien, die über die Haut in den Organismus gelangen, auch Übergewicht, neurologische Verhaltensstörungen, Diabetes und Krebs begünstigen.

Eine Studie, die im März 2016 von Forschern der University of California in Berkeley und der Clinica de Salud del Valle de Salinas veröffentlicht wurde, zeigte, wie sich die Giftbelastung des Körpers schon allein dann merklich reduzieren lässt, wenn man nur wenige Tage lang auf herkömmliche Kosmetika verzichtet und stattdessen chemiefreie Naturkosmetik verwendet.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachjournal Environmental Health Perspectives veröffentlicht.

Giftige Stoffe in Kosmetika führen zu Hormonstörungen

An der Studie – der sog. HERMOSA-Studie – nahmen 100 Teenager teil. HERMOSA steht für Health and Environmental Research on Makeup of Salinas Adolescents (Gesundheits- und Umweltstudie zu Make-up bei Jugendlichen aus Salinas (ein Ort südlich von San Francisco/Kalifornien)). Es handelt sich um ein Projekt, das jungen Menschen aus der Region Gesundheits- und Umweltthemen nahebringen möchte.

Die Wissenschaftler versorgten die jungen Probandinnen nun mit Kosmetika, die frei von Chemikalien waren. Die Produkte enthielten somit weder Phthalate noch Parabene und auch kein Triclosan oder Oxybenzon. Alle diese Chemikalien sind in den herkömmlichen Körperpflegeprodukten ganz normale Zutaten – ob es sich nun um Parfum, Shampoos, Haarspülungen, Seifen oder Sonnenschutzmittel handelt.

Bekannt ist aber, dass genau diese Chemikalien das hormonelle Gleichgewicht des Menschen stören.

Da Frauen eindeutig mehr Kosmetik- und Körperpflegeartikel nutzen als Männer (Frauen durchschnittlich 12, Männer nur 6), sind auch sie viel stärker den genannten Schadstoffen ausgesetzt

erklärte Studienleiterin Dr. Kim Harley.

Junge Frauen im Teenager-Alter aber nutzen noch mehr Kosmetika als die durchschnittliche erwachsene Frau – und gerade Mädchen befinden sich noch in der körperlichen Entwicklung. Die hormonell wirksamen Chemikalien können jetzt die gesunde Entwicklung der Geschlechtsorgane verhindern und später zu Fruchtbarkeitsproblemen oder Beschwerden infolge von Hormonstörungen führen.

Nach drei Tagen Naturkosmetik: Stark reduzierte Giftbelastung des Körpers

Nachdem die jungen Studienteilnehmerinnen drei Tage lang nur noch chemiefreie Kosmetikprodukte verwendet hatten, untersuchte man ihren Urin. Man stellte fest, dass dieser – im Vergleich zur Urinprobe vor der Umstellung auf Naturkosmetika – nun eine sehr viel geringere Giftbelastung aufwies.

Rückstände aus Diethylphthalat (einer Chemikalie, die häufig in Parfums und Duftstoffen eingesetzt wird), nahmen mengenmässig um 27 Prozent ab.

Die Methyl- und Propylparabenrückstände im Urin gingen um etwa 45 Prozent zurück. Parabene werden in herkömmlichen Kosmetikartikeln zur Konservierung eingesetzt.

Die Werte von Triclosan (einem Desinfektionsmittel in Seifen und Zahncreme) und von Benzophenon-3 (auch Oxybenzon genannt, einem UV-Schutz in manchen Sonnenschutzmitteln) fielen um 36 Prozent.

Herkömmliche Kosmetika enthalten nicht deklarierte Chemikalien

Überraschenderweise beobachtete man im Urin der Probanden auch einen Rückgang bei zwei weniger gebräuchlichen Parabenen, die gar nicht auf der Inhaltsstoffliste der zuvor benutzten Kosmetikartikel erschienen sind.

Da sich deren Level im Urin aber nach der Umstellung auf Naturkosmetika reduzierte, gehen die Forscher davon aus, dass die beiden Chemikalien zwar in manchen der üblichen Kosmetikprodukten enthalten sind, aber entweder nicht auf der Zutatenliste erscheinen oder über eine unbeabsichtigte Kontamination ins Produkt gelangt sind.

Sicher ist, dass sie in den chemiefreien Produkten nicht enthalten waren, andernfalls hätten sich die Urinwerte nach nur drei Tagen Abstinenz nicht so deutlich verbessert.

Jugendliche für Chemikalien in Kosmetika sensibilisieren

Für die teilnehmenden Jugendlichen war die Studie etwas ganz Besonderes, erlebten sie doch am eigenen Leib, wie herkömmliche Kosmetikartikel mit Chemikalien belastet sind und wie gut Naturkosmetik den Organismus vor vermeidbaren Schadstoffen schützen kann. Nachdem die Mädchen von den auffallenden Ergebnissen der Studie erfahren hatten, erzählten sie davon ihren Freunden und Bekannten, so dass nicht nur die Teilnehmer von der Studie profitierten, sondern viele Menschen mehr.

Darüber hinaus waren High-School-Studenten an der Leitung und Durchführung der Studie beteiligt. Eine dieser Studentinnen sagte: "Zu unseren Zielen gehörte, die Teilnehmerinnen der Studie für Chemikalien in alltäglichen Kosmetikartikeln zu sensibilisieren, damit sie ihre Körperpflegeprodukte und ihr Make-up künftig bewusster auswählen."

Naturkosmetik lohnt sich: Giftbelastung sinkt

Zwar sind Naturkosmetikprodukte oft teurer als Billigprodukte aus dem Supermarkt. Doch lohnt es sich durchaus – wie die Studie zeigte – lieber weniger Kosmetikartikel zu nutzen und diese dann in höherer Qualität im Naturkosmetiksektor zu kaufen. Die persönliche Giftbelastung sinkt mit Naturkosmetika in jedem Fall.

Manche Körperpflegeprodukte kann man auch mit wenig Aufwand und einigen wenigen Zutaten selbst herstellen, z. B. Salben, Sonnenöl, Shampoo, Gesichtsmasken, Gesichtsreinigung, Muskelsalbe und vieles mehr.

Weitere interessante Details zu Schadstoffen in alltäglichen Kosmetikartikeln finden Sie hier: Schadstoffe im Shampoo

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Quellen:



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