Gesundheit
Sonnenbaden ist gesund

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 09.06.2017
  • 2 Kommentare
Sonnenbaden ist gesund
© Cara-Foto - Fotolia.com

Sonnenbaden ist gesund, denn wer sich gerne in der Sonne aalt, lebt länger als jene, die die Sonne meiden. Das ist kaum zu glauben. Immerhin soll das Sonnenbaden das Hautkrebsrisiko dramatisch erhöhen – und Hautkrebs kann tödlich sein. Obwohl man also stets vor der angeblich so gefährlichen Sonne warnt, scheinen nun gerade jene länger zu leben, die alle Warnungen in den Wind schlagen und das Sonnenbaden lieben. Ja, das Meiden der Sonne gilt sogar als nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko.

Gesundes Sonnenbaden – die Sonne als Heilerin

Wie kann Sonnenbaden gesund sein, so fragt man sich, gilt es doch als extremes Gesundheitsrisiko, da es zu Hautkrebs führe – so heisst es. Andererseits versorgt die Sonne mit Vitamin D, einem Hormon, das bei den meisten Menschen in nördlichen Gefilden mangelhaft vertreten ist.

Ein Vitamin-D-Mangel aber erhöht wiederum das Risiko für fast jede Krankheit und erschwert – falls bereits eine Krankheit besteht – deren Heilung. Was also tun? Sonnenbaden und Vitamin D tanken? Oder die Sonne besser meiden, um Hautkrebs vorzubeugen?

Eine schwedische Studie, die im März 2016 im Journal of Internal Medicine veröffentlicht wurde, versuchte, auf diese Fragen eine Antwort zu finden. Man untersuchte darin, inwiefern sich das Sonnenbaden auf die Lebenserwartung auswirken könnte.

Dazu analysierten die Forscher der Karolinska Universitätsklinik die Daten von fast 30.000 schwedischen Frauen, die über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg beobachtet und wissenschaftlich begleitet wurden.

Wer die Sonne meidet, lebt ähnlich ungesund wie Raucher!

Es zeigte sich, dass die Sonnenanbeterinnen grundsätzlich länger lebten als jene, die der Sonne lieber aus dem Wege gingen. Die Sonnenfreunde starben viel seltener an Herz-Kreislauferkrankungen. Auch Todesfälle durch andere Krankheiten waren in der Sonnenanbetergruppe seltener.

Ja, man fand sogar heraus, dass Nichtraucherinnen, die die Sonne mieden, keinen Gesundheitsvorteil gegenüber Raucherinnen hatten, wenn letztere häufig in der Sonne waren. Offenbar konnten die Sonnenbäder den schädlichen Faktor des Rauchens in gewisser Weise kompensieren.

Studienleiter Dr. Pelle Lindqvist meinte daher, dass das Meiden der Sonne ein ebenso schweres Gesundheitsrisiko darstelle wie das Rauchen.

Sonne wirkt nicht nur über das Vitamin D

Wie genau nun die Sonnenbäder zu diesem verminderten Sterblichkeitsrisiko führten – ob es das Vitamin D war oder andere Mechanismen in Verbindung mit der UV-Strahlung – konnten die Forscher nicht sagen.

Zwar weiss man, dass Vitamin D das Krebsrisiko und auch die Gefahr, an vielen anderen Krankheiten zu leiden, signifikant mindern kann, doch scheint dies nicht der einzige Vorteil der Sonne zu sein.

Vitamin D3 Kapseln

Sonnenbanken erhöhen Vitamin D – und sind dennoch ungesund

Seit mindestens 2011 ist beispielsweise bekannt, dass herkömmliche Sonnenbanken – obwohl sie den Vitamin-D-Spiegel erhöhen können (wenn sie UVB-Anteile aufweisen) – diesen positiven Effekt der Sonne nicht imitieren können, ja, sie sollen das Risiko, früh zu sterben (an Krebs und anderen Ursachen), gar erhöhen, wie Forscher der University of New Mexico Cancer Center erklärten.

Denn wer zum Beispiel vor seinem 30. Lebensjahr die Sonnenbank nutzt – so weiss man – soll ein um 75 Prozent höheres Risiko haben, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Der schwarze Hautkrebs aber ist die gefährlichste Hautkrebsform, die schnell Metastasen in inneren Organen bilden und daher tödlich sein kann.

Trotz Hautkrebsrisiko ist sonnenbaden gesund und empfehlenswert

Natürlich gilt auch die Sonne als Risikofaktor für Hautkrebs. Und tatsächlich erkranken mehr Menschen an Hautkrebs, wenn sie sehr viel an der Sonne waren und häufiger einen Sonnenbrand erlitten hatten.

Doch überwiegen die Vorteile des Sonnenbadens bei weitem, denn die Zahl der dadurch verhinderten anderen Krankheiten (z. B. des Herz-Kreislauf-Systems) übertrifft die Hautkrebszahlen bei weitem.

Ausserdem kann man auch gesund sonnenbaden, ohne sich gleich stundenlang in der Mittagshitze zu braten und vor allem, ohne einen Sonnenbrandzu riskieren.

Gesunde Sonnenschutzmassnahmen von innen und aussen haben wir bereits hier erklärt: Sonnencreme selbst gemacht und Natürlicher Sonnenschutz

Sonne schützt vor Pankreaskrebs

In einer australischen Studie aus dem Jahr 2012 stellte man überdies fest, dass Menschen, die viel in der Sonne sind (besonders jene mit sonnenempfindlicher, also heller Haut), seltener Pankreaskrebs (Krebs der Bauchspeicheldrüse) bekommen als Menschen, die die Sonne meiden.

Gleichzeitig aber gibt es einige Studien, die einen hohen Vitamin-D-Spiegel mit einem erhöhten Pankreaskrebsrisiko in Verbindung bringen. Es scheint also nicht in jedem Fall sinnvoll zu sein, den Vitamin-D-Spiegel mit aller Gewalt zu stark zu erhöhen.

Besser ist es nur jene Dosen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen, die man auch wirklich benötigt, wie wir hier beschrieben haben: Vitamin-D-Spiegel – Was Sie wissen müssen. Von einer Hochdosistherapie ohne Grund raten wir hingegen ab.

Gerade auch die in manchen Ländern gängigen Vitamin-D-Zusätze in Fertigprodukten (Getränken, Müslis etc.) können hier einen weiteren fast unkontrollierbaren Risikofaktor darstellen, während die Sonne, die ja auch den Vitamin-D-Spiegel erhöht, diese Gefahr nicht mit sich bringt und im Gegenteil das Krebsrisiko senkt.

Sonnenbaden ist gesund!

Sonnenbaden ist also definitiv gesund. Denn die Sonne hat offenbar noch ganz andere Kräfte (als allein die Vitamin-D-Bildung), die sich bis jetzt noch nicht messen lassen. Vielleicht ist es "ganz einfach" ihre allumfassende Lebensenergie, die sie uns schenkt und die jeder spürt, der sich von ihren belebenden Strahlen bescheinen und wärmen lässt?

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Wir würden uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen!

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Alle 2 Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar

Um einen Kommentar abzugeben müssen Sie angemeldet sein.

Anmelden Registrieren

Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 03.06.2017

Hallo, 1. leider haben Sie keinen Artikel über natürliche und unschädliche Selbstbräuner. Es wäre super, wenn Sie mir erzählen könnten, wie man ein wirklich sehr starken und natürlichen Selbstbräuner selber machen kann ohne Sonnenzwang. Leider finde ich im Internet nichts nützliches, außer pflanzliche Mittel, die die Bräune unter der Sonne beschleunigen und unterstützen, jedoch die Sonne voraussetzt :/. Ich habe bisher *** Selbstbräuner benutzt, und bin mit der Natürlichkeit der Bräune sehr zufrieden, aber habe nun große Bedenken wegen den Inhaltsstoffen, obwohl ich keine gesundheitliche Nachteile gespürt habe, oder halten Sie das für ein gefährliches Spiel mit dem Feuer? Die Menge macht den Gift, ist das bereits hier der Fall?

2. Noch eine anderes Thema: Leider erhalte ich nirgendwo Antworten zu folgendem Thema, ich hoffe Sie können mir helfen. Die Bioverfügbarkeit in AFA Algen ist 97% wenn nicht sogar 100%. Und nun komme ich zu der Frage, wenn grundsätzlich eine tägliche Dosis von 10mg Zink von der deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird oder auch von anderen Institutionen. Wird bereits berücksichtigt, dass der Körper über die Nahrung nicht so viel aufnehmen kann, da die meisten Lebensmittel ein sehr schlechte Bioverfügbarkeit haben?, womit die Zinkangaben in Lebensmittel viel niedriger sind als tatsächlich, aber halt ganz einfach von Menschen nicht so stark resorbiert werden, z.B. haben Sonnenblumenkern ~ 5,1 mg Zink, wenn man aber Enzyme nimmt und weitere Helfer, ist die Zinkaufnahme viel besser, aber um viel viel besser möchte ich gerne wissen. Sind es dann 6mg Zink statt 5,1mg die man effektiv einnimmt? Ich weiß nicht wie die tägliche Aufnahme von Nährstoffen von der deutschen Gesellschaft für Ernährung berechnet wird, aber es wäre hilfreich zu wissen, ob man schon bereits berücksichtigt, dass die meisten Menschen zu wenige Enyzme haben und zu viel Vergiftung(was schon zum Standard Zustand geworden ist), usw. haben, die die Aufnahme behindern und somit automatisch höhere Zink Aufnahmen von 10mg nötig machen, obwohl wenn die Bioverfügbarkeit 100% wie bei der Afa wäre, ob dann auch schon 1mg Afa Alge reicht um den täglichen Bedarf zu decken? Ich möchte das ausrechnen können bei jedem Lebensmittel, wie mach ich das? Ich hoffe Sie können mir erklärlich machen, worüber anscheinend nie gesprochen wird.

3. Bisher weiß ich das kolloidales Silber, Grapefruitkernextrakt und AFA von der Pharmaindustrie stark diffamiert wird und wenn es nach der Pharmaindustrie ginge komplett verboten werden würden, auf welche weitere Wunder der Natur trifft das ebenfalls zu? Bitte nennen Sie mir alle die ihnen bekannt sind.

4. Ich ernähre mich seit vielen Monaten sehr gesund, verzichte seit paar Monaten auf Milch, Zucker, Gluten, kaum Fleisch und nehme die stärksten und mächtigsten Heilpflanzen die Mutter Natur zu bieten hat, das beste Antibiotikum GKE und kolloidales Silber, und Probiotikum von effective nature, mit entsprechender Darmreinigung, und halten mich an die genauen Einnahmeempfehlungen und bin auch gewissenhaft, jedoch ist mein Immunsystem nicht merklich besser geworden, als die Zeit ohne Hilfsmittel, über die ganze Zeit und immer noch leide ich unter starken Schwindel und ich kriege immer noch Hautprobleme, Rötung die nicht verschwinden wollen, und Herpes, was ein geschwächtes Immunsystem signalisiert und begreife nicht, wie das noch möglich sein kann, mir kommt es so vor, als würde nichts helfen und fühle mich verarscht. Was stimmt mit mir nicht? Was mich aber am meisten verärgert, dass ich mein Gehirn nicht vollständig nutzen kann, und der Laune meiner Mitmenschen ausgesetzt bin ohne mich gut genug davor schützen zu können, weil mein Gehirn nicht schnell genug schaltet, ich fühle mich ziemlich unkonzentriert durch den Schwindel, es ist so als ob meine Intelligenz oft ausgeschaltet ist, wie vernebelt, ich bin sehr geräuschempfindlich geworden(ein Artikel dazu wäre sehr wünschenswert), es ist ein komisches Druckgefühl im Kopf und schwer erklärlich aus dem Grund habe ich seit paar Monaten auf Gluten verzichtet, merke seit dem keine wirkliche Veränderung.

Selbst AFA scheint mir nicht zu helfen, falls es an einer Vergiftung liegen sollte, habe ich hier auch schon genug getan. Ich wäre ihnen sehr dankbar wenn Sie mir bitte ihre unverbindliche Einschätzung dazu geben könnten. Kein Arzt war es möglich, jemals die Ursache zu finden und ich habe schon unzählige aufgesucht, selbst Psychologen um auch dies auszuschließen und bin mittlerweile von der Schulmedizin nur noch angewidert. Habe aber auch so zu euch gefunden. Ich finde eure Methoden zur Gesundheit als ein Geschenk Gottes. Nur ihr könnt mir helfen dieses Mysterium zu lösen. Bin für jede These und Austausch mit ihnen sehr dankbar!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Vielen Dank für Ihre Mail und Ihren Themenvorschlag Selbstbräuner, das wir gerne prüfen und ggf. darüber einen Artikel veröffentlichen.

Aus ganzheitlicher Sicht gibt es für Selbstbräuner jedoch keinen Grund. Der Selbstschutz der Haut sollte von innen über eine gesunde Ernährung gestärkt und kann bei empfindlicher Haut durch die Einnahme von Antioxidantien (z. B. Astxanthin) erhöht werden.

Produktbeurteilungen nehmen wir nicht vor. Überprüfen Sie anhand der Zutatenliste und entsprechender Eintragungen/Lexika zu Kosmetikinhaltsstoffen im Netz, ob das von Ihnen gewählte Produkt unbedenklich ist. Bei selbstgemachten Selbstbräunern ist die Gefahr einer unschönen Bräuneverteilung sehr hoch. Rezepte dazu gibt es im Netz jedoch sehr viele.

2. Bei der Angabe des Nähr- und Vitalstoffbedarfs wird die Resorptionsfähigkeit des Körpers/die Bioverfügbarkeit der einzelnen Stoffe berücksichtigt. Es handelt sich also um einen sehr viel höheren Wert und nicht um den tatsächlichen Bedarf, der viel geringer ist. Die Nähr- und Vitalstoffgehalte von Lebensmitteln entsprechen hingegen der Realität.

Da Afa-Algen unseren Infos zufolge 1 mg Zink pro 100 mg Alge enthalten, müssten Sie – um den Tagesbedarf eines männlichen Erwachsenen von 10 mg zu decken – täglich 1 Kilogramm Afa-Algen zu sich nehmen.

3. Wir beantworten gerne konkrete Fragen unserer LeserInnen zu unseren Artikeln, übernehmen jedoch keine umfangreichen Recherchen zur Einschätzung der Pharmaindustrie in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel.

4. Wenig empfehlenswert ist es, zu viele Produkte auf einmal einzusetzen. Suchen Sie einen ganzheitlichen Therapeuten auf (Heilpraktiker, naturheilkundlich orientierter Arzt, Umweltmediziner o. ä.), lassen Sie zunächst einen Ist-Zustand feststellen, setzen Sie daraufhin ein Ziel fest und stellen dann gemeinsam mit dem Therapeuten ein Programm zusammen (inkl. Ernährungsplan), das dieses Ziel erreicht – und zwar ohne den Organismus mit endlos vielen Mitteln zu belasten.

Die Afa-Alge versorgt zwar mit einigen interessanten Stoffen, kann jedoch – falls eine toxische Belastung vorliegen sollte – keine umfassende Entgiftung in die Wege leiten. Wir haben über die Entgiftung hier geschrieben.

Selbstverständlich gibt es für Ihre Symptome auch noch andere Ursachen als Gluten. Daher der Rat, einen Therapeuten aufzusuchen, der Ihnen hilft, mögliche Ursachen herauszufinden. Erst dann kann man gezielt tätig werden.

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Alle 2 Kommentare anzeigen

Quellen