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Gentechnik
Legaler Wahnsinn des Gentech-Marktes

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 03.08.2016
Legaler Wahnsinn des Gentech-Marktes
© Marcin Balcerzak - Shutterstock.com

Nein, nichts über Monsanto. Darüber gibt es schon genügend Berichte auf dieser Website. Aber bei Gen-Technik wird auch der Novartis-Konzern genannt, der 1996 aus der Fusion von Ciba und Sandoz entstand. Noch bei Ciba begann in den frühen 1980er Jahren eine unglaubliche Geschichte. Sie begann so hoffnungsfroh, entwickelte sich dann aber zu einem Drama - bis jetzt ohne Happyend.

Bessere Erträge ohne Gen-Manipulation!

Es ist das Drama von zwei Ciba-Forschern, die eine sensationelle Entdeckung machten, die 1988 das Schweizer Fernsehen und 2007 das deutsche Fernsehen und den Buchmarkt erreichte, aber bis heute nicht die zuständigen Wissenschaftler und schon gar nicht den Agrarmarkt, den diese Entdeckung revolutionieren könnte: Kräftigere Pflanzen, höhere Erträge, größere Fische. Alles ohne Gift- und Gentechnik.

Selbst ein Nobelpreisträger hat sich für die Sache eingesetzt. Bisher vergebens. Ein Drama in vier Akten.

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I. Akt: Die Entdeckung

Elektronisches Feld (c) wikipedia.de

Der Physikochemiker Dr. Guido Ebner und sein Mitarbeiter Heinz Schürch bauten bei Ciba in Basel ein einfaches elektrostatisches Feld auf. Das ist ein elektrisches Feld mit hoher Spannung, in dem aber kein Strom fließt. In dieses Feld legten sie Sporen, Samen oder Keime.

Nach einer bestimmten Zeit wurden diese wieder ihrer natürlichen Lebensumgebung zugeführt - wo man sie gedeihen ließ. In zahlreichen Fällen erhielten die beiden Forscher auf diese Weise eine Art "Urform" der ursprünglichen Pflanzen.

Auch Keimung und Wachstum hatten sich im elektrostatischen Feld verstärkt. Getreide bildete neue Eiweiße aus und produzierte viel größere Wurzeln als die Kontrollpflanzen.

Auch Mais reagierte im Elektrofeld: Für die Versuche überschichtete man 20 Maiskörner in einer Petrischale mit 15 Milliliter Wasser. Die Schale wurde verschlossen und zur Keimung acht Tage im Elektrofeld belassen.

Anschließend wurden die Keimlinge in sterile Ackererde eingepflanzt und im Gewächshaus normal weiter kultiviert. Nach 14 Wochen zeigten die Maiskeimlinge deutliche Abweichungen von den Kontrollpflanzen:

  • drei bis sechs statt ein bis drei Kolben pro Pflanze
  • breitere Blätter und dickere Stängel
  • Kolben am oberen Ende der Stängel statt in der Blattachse
  • Ausbildung mehrerer Stängel: Im Maximum bot eine Maispflanze zwölf Kolben wie der "Ur-Mais", den es heute noch in Peru als Wildform gibt
  • In zahlreichen Fällen erhielten die beiden Forscher eine Art "Urform" der Pflanzen zurück
  • Auch Tierisches reagierte. Aus Eiern normaler Zuchtforellen entstand eine fast ausgestorbene, um ein Drittel größere Forellenart

Die Vorteile dieser Entdeckungen sahen die beiden Forscher vor allem in der Entwicklung von verbessertem Saatgut bei wesentlich besseren Erträgen ohne den Einsatz von Pestizid-Dünger.

II. Akt: Die Vertuschung

Der Ciba-Konzern prüfte die Entdeckungen seiner Wissenschaftler, patentierte das Verfahren - und unterband unverzüglich die weitere Forschung. Mais und Getreide aus dem Elektrofeld ist resistenter gegenüber Schädlingen als moderne Saatgut-Züchtungen und benötigt weniger Pestizide.

Damit aber machte Ciba damals große Umsätze. Und nur diesen Umsätzen sollte die Entdeckung aus der eigenen Forschung geopfert werden.

Schürch und Ebner setzten trotzdem alles daran, ihre Forschungsergebnisse zu publizieren. Ohne Erfolg. Keine wissenschaftliche Fachzeitschrift war zur Veröffentlichung bereit. Schließlich nutzen die beiden Forscher eine Fernseh-Talkshow als letzte Möglichkeit, ihre Entdeckung öffentlich zu machen.

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III. Akt: Die Sendung

Am 17. Dezember 1988 war im Schweizer Fernsehen wieder die beliebte Familienshow "Supertreffer" dran. Und drin und dabei waren die beiden Wissenschaftler Ebner und Schürch mit allen nötigen Beweismitteln.

"Wir möchten Ihnen an dieser Stelle nun eine Superleistung zeigen", eröffnete Showmaster Kurt Felix dem Publikum.

"Eine Superleistung auf dem Gebiet der Wissenschaft. Es handelt sich hierbei wirklich um eine wissenschaftliche Sensation. Das darf man getrost sagen. Eine Sensation, die bislang unter Verschluss geblieben ist."

Vier Tage nach der TV-Sendung berichtet auch die Basler Zeitung erstmals über die "Suche nach den verlorenen Genen".

Die Resonanz in der Bevölkerung war groß, nicht aber die Reaktion der Wissenschaft. Die meisten Fachkollegen ignorierten die Ergebnisse weiterhin oder machten sie lächerlich.

Die Entdeckung geriet schließlich in Vergessenheit, ohne dass die weltweite Wissenschaftsgemeinde von ihr Notiz genommen hatte und ohne dass die beiden Forscher die Früchte ihrer Entdeckung erlebt hätten.

IV. Akt: Die Wendung

Der Journalist Luc Bürgin, der die inzwischen verstorbenen Forscher Ebner und Schüch persönlich gekannt und ihre Arbeiten begleitet hatte, brachte die Entdeckungen in dem Buch "der Urzeit-Code" 2007 wieder an die Öffentlichkeit.

Bei seinen Recherchen hatte er auch herausgefunden, dass die Entdeckungen von Ebner und Schürch mittlerweile an zwei deutschen Universitäten, in Mainz und Freiburg, reproduziert und bestätigt worden sind und dass drei Professoren dahinter stehen, darunter der Schweizer Nobelpreisträger Prof. Dr. Werner Arber.

Auch das Patent wurde von den Söhnen von Schürch und Ebner zurückgekauft. Sie stellen es kostenlos zur Verfügung. Im Rahmen eines Hilfsprojekts soll die Elektrofeld-Technologie nun nach Afrika exportiert werden, um sie den dortigen Bauern kostenlos zur Verfügung zu stellen - als ökologische Alternative zum Gentech-Saatgut der internationalen Agro-Multis.

Dem Anbau der "Urzeit-Pflanzen" steht prinzipiell nichts mehr im Weg. Ob das die Gen- und Gift-Multis auch reell so sehen, bleibt offen.

Stimmen

"Ich konnte die Versuchsreihen damals in der Ciba persönlich in Augenschein nehmen und war wirklich beeindruckt. Seither lässt mich der Gedanke daran nicht mehr los. Ich bin sicher: Irgendwann wird das jemand neu entdecken..." (Prof. Dr. Werner Arber, Nobelpreisträger)

"Als mir Guido Ebner und Heinz Schürch von Ciba-Geigy ihre Forschungsergebnisse erklärten, war ich zunächst skeptisch, dann überrascht und später nach Rücksprache mit anderen Naturwissenschaftlern überzeugt, dass hier eine Alternative zur Genforschung entdeckt worden war." (Dr. Franz Alt, Ökologe und Journalist)

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Quellen

  • "Service Aktuell Natur" vom 30.9.07 auf ARD 1 Plus mit Ausschnitten aus der Schweizer Fernsehsendung von 1988 und Ausschnitten aus einer "Monitor"-Sendung von 1992
  • Luc Bürgin; "Der Urzeit-Code. Die ökologische Alternative zur umstrittenen Gentechnologie", München 2007,ISBN-10: 3776625341
  • www.urzeit-code.com(Webseite als PDF)