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Yoga senkt Testosteronspiegel beim PCOS

Frauen mit dem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leiden unter einem zu hohen Testosteronspiegel. Meist werden Medikamente verordnet. Dabei kann Yoga – wie eine Studie ergab – den Testosteronspiegel deutlich reduzieren.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 10 April 2026
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Yoga gegen das Polyzystische Ovarialsyndrom

Frauen, die am Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leiden und auf der Suche nach natürlichen Therapiemöglichkeiten sind, könnten sich mit den Körperübungen des Yoga beschäftigen. Denn Yoga (kombiniert mit Achtsamkeitsübungen) trägt zur Linderung der typischen PCOS-Symptome bei (1) und verbessert den Hormonspiegel – so eine Studie, die im Frühjahr 2020 im Journal of the American Osteopathic Association erschienen war.

Symptome beim PCOS

Beim PCOS liegen ein hormonelles Ungleichgewicht mit einem meist zu hohen Testosteronspiegel vor, häufig auch ein Übergewicht, Depressionen, eine Neigung zu Diabetes (Insulinresistenz), unreine Haut (Akne), Haarausfall auf dem Kopf und gleichzeitig stärkeres Haarwuchstum am übrigen Körper – wobei nicht bei jeder Patientin zwingend alle diese Symptome gleichzeitig vorliegen müssen.

Schulmedizin: Oft werden Hormone verordnet

Zur Linderung der PCOS-Symptome versucht man normalerweise mit Hilfe von Hormonpräparaten die Androgenspiegel (Testosteron und DHEA) zu senken. Bei Übergewicht ist auch eine Gewichtsabnahme vielversprechend und kann oft schon zu einer deutlichen Besserung führen.

Naturheilkunde beim PCOS

Oft sind es die mit dem PCOS (manchmal) einhergehenden Empfängnisprobleme (der Eisprung bleibt aus), die Frauen ihren Arzt aufsuchen lassen, wo sie sodann von ihrem PCOS erfahren. Nicht jede Frau möchte daraufhin Medikamente einnehmen, was meist auch nicht nötig ist.

Denn Änderungen der Lebens- und Ernährungsweise können gerade beim PCOS sehr gute Erfolge mit sich bringen. Das sog. Mindful Yoga (Achtsamkeitsübungen kombiniert mit den Körperübungen des Yoga) könnte ein Teil einer solchen naturheilkundlichen Therapie des Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) werden.

Dreimal wöchentlich Yoga harmonisiert Hormonspiegel beim PCOS

Für oben genannte Studie absolvierten PCOS-Patientinnen im Alter zwischen 22 und 43 Jahren zunächst eine Woche lang einen Kurs in Achtsamkeit, bevor sie schliesslich 3 Monate lang dreimal wöchentlich je eine Stunde Mindful Yoga praktizierten. In der Kontrollgruppe gab es weder einen Kurs in Achtsamkeit noch Yoga-Stunden.

In der Yoga-Gruppe sank der Testosteronspiegel im Laufe der 3 Monate um 29 Prozent. Auch die Werte anderer männlicher Hormone (DHEA), die beim PCOS erhöht sein können, sanken. Genauso besserten sich die mit dem PCOS in Verbindung stehenden Depressionen (um 55 Prozent) und Angstzustände (um 21 Prozent).

Einige Teilnehmerinnen berichteten ausserdem von weniger Akne und einem regelmässigeren Zyklus. Alle diese Erfolge traten ein, ohne dass die Frauen bei Übergewicht abnehmen mussten.

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Mindful Yoga als Alternative zur herkömmlichen PCOS-Therapie

„Zwar gibt es beim PCOS einige sehr wirksame medikamentöse Optionen“, sagt Diana Speelman, Professor für Biochemie am Lake Erie College of Osteopathic Medicine und Autorin dieser Studie. „Allerdings können diese Medikamente immer auch deutliche Nebenwirkungen haben. Mindful Yoga hingegen scheint eine vielversprechende Alternative zu sein, gleich mehrere der typischen PCOS-Beschwerden zu verbessern.“

„Yoga hat so viele Vorteile“, sagt Speelman. „Und kann dazu noch fast überall sowie von jeder Altersstufe und auch mit jedem Fitnesslevel praktiziert werden.“

Natürlich gibt es neben Yoga noch viele andere ganzheitliche Massnahmen, die bei einem PCOS hilfreich sein können. Auch ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel können begleitend eingesetzt werden, etwa Inositol. Lesen Sie auf unserer Seite mehr darüber: Inositol gegen das Polyzystische Ovarialsyndrom

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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