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Desmodium adscendens – Die Heilpflanze für Leber und Atemwege

Desmodium adscendens – Die Heilpflanze für Leber und Atemwege

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(Zentrum der Gesundheit) – Desmodium (Desmodium adscendens) – auch Bettlerkraut genannt – ist eine Pflanze, die in Afrika und Südamerika heimisch ist. In der dortigen Volksheilkunde wird sie seit vielen Jahren bei den unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass die Pflanze insbesondere in Sachen Leberschutz aktiv ist. Desmodium kann also die Leber vor Schäden durch Chemikalien oder Alkohol schützen. Da Desmodium ferner eine entspannende Wirkung auf die Bronchien hat, kann die Heilpflanze auch bei Asthma und Bronchitis eingesetzt werden.

Desmodium adscendens schützt die Leber und hilft bei Asthma

Desmodium adscendens ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Sie gedeiht bevorzugt in den tropischen Regionen Afrikas, Südamerikas, Asiens, Australiens und Ozeaniens. Als Heilpflanze wird Desmodium seit Jahrhunderten insbesondere in Westafrika (der Elfenbeinküste, im Kongo, im Senegal und in Ghana) sowie im Regenwald Perus und Brasiliens eingesetzt. Dort ist die Pflanze noch heute ein fester Bestandteil der Volksheilkunde – vor allem für jene Menschen, die keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung haben.

Besonders schätzt man Desmodiums hepatoprotektive Wirkung, was bedeutet, dass die Pflanze die Leber schützt. Aber auch bei Asthma und Bronchitis ist Desmodium eine gute Wahl – wie Forscher im Juni 2011 im Journal of Ethnopharmacology schrieben.

Desmodium adscendens in der Volksheilkunde

Ein Dekokt (Abkochung) aus den Blättern und Stängeln wurde und wird in der traditionellen Medizin Afrikas und Südamerikas bei ganz unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt – von Asthma, Bronchitis und verstopften Nasennebenhöhlen über Gonorrhoe (Tripper), Hepatitis, Muskelkrämpfen, Gelenk- und Rückenschmerzen bis hin zu allergischen Symptomen und Ekzemen.

In Belize wird Desmodium adscendens sogar Strong Back (starker Rücken) genannt, was auf ihre Wirkung bei Rückenschmerzen hinweisen könnte.

Desmodium adscendens: Die Wirkungen

Studien liegen aus Afrika und Südamerika, aber auch aus Frankreich, England und Canada vor. Man bescheinigt der Pflanze
 

  • eine die Bronchien erweiternde Wirkung,
  • die Fähigkeit, erhöhte Leberwerte zu normalisieren,
  • eine Anti-Histamin-Wirkung (was besonders für Allergiker hilfreich ist) und
  • eine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur.
     

Die glatte Muskulatur kleidet insbesondere die Hohlorgane aus, wie Magen, Darm, Blase, Gebärmutter, Bronchien, ja sogar die Blutgefässe. Krampft sich die Muskulatur in diesen Organen nun zusammen, kann es zu Schmerzen kommen, etwa zu Magenkrämpfen, Bauchschmerzen oder Unterleibskrämpfen während der Menstruation. Krampft sich die Muskulatur in den Bronchien zusammen, dann fördert dies eine Asthmaattacke.

Mittel wie Desmodium adscendens, die sich zur Entspannung dieser Muskulatur eignen, wirken somit krampflösend und schmerzlindernd. Kein Wunder werden Desmodiumblätter in der traditionellen Medizin Brasiliens bei Durchfallerkrankungen gegeben, generell bei Schmerzen sowie bei übermässigem Harndrang z. B. bei Blasenentzündungen, wenn sich die Blase verkrampft.

Wirkstoffe in Desmodium

In Desmodium adscendens finden sich – wie in jeder hochkarätigen Heilpflanze – viele unterschiedliche Wirkstoffe. Der Hauptwirkstoff soll D-Pinitol sein. Anhand der üblichen Leberwerte, die man zur Einschätzung von Leberschäden gewöhnlich heranzieht (AST (früher GOT), ALT (früher GPT) und AP (Alkalische Phosphatase)), untersuchte man sowohl die leberschützende Wirkung von isoliertem D-Pinitol als auch von einem Desmodium-Pflanzenauszug. Es zeigte sich, dass D-Pinitol in jedem Fall einer jener Stoffe ist, die auf die Leber eine so positive Wirkung haben.

Weitere Wirkstoffe sind laut Untersuchungen aus Ghana und Nigeria das Flavonoid Vitexin und seine Derivate Vitexin-2''-Xylosid und Isovitexin, darüber hinaus Triterpene, Saponine, Amine und Indolalkaloide (z. B. Tryptamin).

Desmodium adscendens: Spezialistin für die Leber

Das Spezialeinsatzgebiet von Desmodium adscendens ist in jedem Fall die Leber. Ganz gleich, was der Leber fehlt, Desmodium kann unterstützend eingesetzt werden, um der Leber bei der Regeneration und Heilung zu helfen und schliesslich die Leberwerte zu verbessern. Gerade die beeindruckende Wirkung auf die Leber war es wohl, die dazu führte, dass Desmodium adscendens von der modernen Medizin entdeckt wurde.

Es war im Jahr 1960, als zwei französische Ärzte in Afrika an einem humanitären Projekt mitarbeiteten und angeblich miterlebten, wie Desmodium eine Hepatitis in wenigen Wochen heilen konnte. Daher wird Desmodium auch in Frankreich schon seit vielen Jahren als Nahrungsergänzungsmittel mit leberschützender Wirkung verkauft, während die Heilpflanze erst seit wenigen Jahren auch Einzug in die übrigen Länder Europas hält.

Bei vielen Leberkrankheiten – egal ob von Viren, Chemikalien oder Giftstoffen wie Alkohol oder Drogen bzw. Arzneimittel verursacht – gilt Desmodium somit als Mittel der Wahl. Bei Symptomen einer Hepatitis (Gelbsucht, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Appetitverlust) ist Desmodium eine effektive Begleittherapie, da die Symptome in kurzer Zeit besser werden.  

Studien in England, Frankreich und Kanada zeigten, dass Desmodium nicht nur eine Leberfunktionsstörung behandeln kann, sondern auch die Leber während einer nebenwirkungsreichen Therapie schützen kann, etwa während einer Chemotherapie. Gleichzeitig scheint die Pflanze das Immunsystem zu schützen und stärken.

Für die Leber: Ungesundes meiden und Leber-Heilpflanzen einnehmen

Die Leber ist ein unglaubliches Organ. Sie hilft nicht nur dabei, dass sich unser gesamter Organismus immer wieder erholen und regenerieren kann. Sie selbst verfügt ebenfalls über eine starke Regenerationskraft. Selbst wenn nur noch 25 Prozent des Lebergewebes funktionsfähig sind, kann dieses Wunderorgan den Körper seines Menschen gesund halten und alle erforderlichen Leber-Aufgaben erfüllen.

So ist die Leber etwa gemeinsam mit der Gallenblase an der Verdauung beteiligt. Arbeitet die Leber in diesem Bereich nicht richtig, kommt es zu Völlegefühl und Appetitlosigkeit. Weitere typische Leberaufgaben umfassen u. a. die Entgiftung, die Regulierung des Glucosehaushaltes, die Proteinbildung, die Nähr- und Vitalstoffspeicherung, die Cholesterinproduktion, die Regulierung des Hormonhaushalts und über 500 Aufgaben mehr.

Eine schlechte Ernährung, Alkoholmissbrauch und übermässiger Zuckerverzehr schaden der Leber und hinterlassen sie in einem erbarmungswürdigen Zustand. Aufgrund ihrer grossartigen Regenerationsfähigkeit kann die Leber jedoch mit wenigen Massnahmen so weit unterstützt werden, dass sie sich wieder erholen kann.

Zu diesen Massnahmen gehören aus naturheilkundlicher Sicht in erster Linie zwei Dinge:
 

  1. Leberschädliche Gewohnheiten werden umgehend aufgegeben, damit die Leber ab sofort entlastet wird (kein Alkohol, kein Zucker, keine Fertigprodukte, wenig Fett, weniger Fleisch, Stress reduzieren, stattdessen vitalstoffreich essen, mehr Bitterstoffe einnehmen, Darm sanieren, nur noch die wirklich nötigen Medikamente usw.).
  2. Heilpflanzen werden eingesetzt, die bei der Regeneration der Leberzellen helfen und gleichzeitig die Leber vor weiteren Schäden bewahren. Dazu gehört neben den bekannten Leberpflanzen (Mariendistel, Löwenzahn und Artischockenblätter) auch Desmodium adscendens.
     

Fallbericht: Desmodium adscendens normalisiert zu hohe Leberwerte

In Westafrika erhalten Patienten mit Hepatitis oder Gelbsucht stets Präparate aus Desmodium adscendens. Dortige Ärzte sollen bestätigt haben, dass Desmodium über wenige Wochen bis mehrere Monate hinweg erhöhte Leberwerte normalisieren kann.

Zu den häufig bestimmten drei Leberwerten gehören die folgenden:
 

  • GOT: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, heute: Aspartat-Amino-Transferase AST; Normalwerte unter 50 U/l bei Männern und unter 35 U/l bei Frauen (U/l = Einheit (Unit) pro Liter)
  • GPT: Serum-Glutamat-Pyruvat-Transaminase, heute: Alanin-Amino-Transferase ALT; Normalwerte unter 50 U/l bei Männern und unter 35 U/l bei Frauen
  • GGT: γ-Glutamyltransferase; Normalwerte unter 60 U/l bei Männern und unter 40 U/l bei Frauen (Die Normwerte schwanken – je nach Quelle).
     

Sind diese Werte erhöht, weist dies auf eine Alkoholabhängigkeit und/oder Lebererkrankung hin, z. B. auf eine Hepatitis, Fettleber, Leberzirrhose, primäre biliäre Zirrhose, einem Gallenstau oder auf Entzündungen der Gallenwege. Auch durch manche Medikamente können die Leberwerte erhöht werden.

Bei einem 60jährigen Mann – so wird ein Fallbericht zitiert – waren diese Leberwerte nun folgendermassen:
 

  • GOT: 104
  • GPT: 64
  • GGT: 190
     

Dann nahm der Patient täglich 6 Kapseln mit je 200 mg Desmodium adscendens. Drei Monate später wurden die Werte erneut gemessen und zeigten sich deutlich niedriger:
 

  • GOT: 27
  • GPT: 21
  • GGT: 58
     

Desmodium adscendens gemeinsam mit anderen Leber-Heilpflanzen in der Leberreinigung

Wenn Sie Desmodium im Rahmen einer Leberreinigung einnehmen möchten, also gemeinsam mit weiteren Massnahmen, die der Leber nützen und ihre Regeneration und ihre Leistungsfähigkeit fördern, dann könnten Sie beispielsweise so vorgehen:

Sie können die hier beschriebene Leberreinigung durchführen: Die ganzheitliche Leberreinigung und statt des angegebenen Tees Desmodium-Tee trinken. Wie dieser Tee zubereitet wird, lesen Sie weiter unten unter "Desmodium adscendens: Tee und Kapseln – Die Anwendung".

Wenn Sie Desmodiumextrakt-Kapseln einnehmen möchten, dann können Sie diese z. B. kombiniert mit Mariendistelkapseln und/oder Artischockenextraktkapseln (oder Artischockensaft) über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen einnehmen und so Ihrer Leber kurweise eine Unterstützung zukommen lassen.

Desmodium adscendens: Spezialistin für die Lungen und Atemwege

Studien zeigten, dass Desmodium adscendens auch allergische (histaminbedingte) Reaktionen hemmen kann (zumindest bei Meerschweinchen) und daher für Allergie, z. B. bei allergischem Asthma interessant sein könnte.

In entsprechenden Tests trat die entspannende Wirkung von Desmodium auf die Bronchien sehr schnell – innerhalb von ein bis zwei Minuten – ein, was der traditionellen Anwendung der Pflanze bei Asthma Recht gibt. In Ghana beispielsweise ist die Pflanze eine der ersten Massnahmen, die bei akuten Asthmaattacken verordnet wird. Selbst die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks soll mit Hilfe von Desmodium reduziert werden können.

Auch hilft Desmodium adscendens dabei, die Nasennebenhöhlen frei zu machen und die Atemwege von Verstopfungen zu befreien, hartnäckigen Husten zu beenden, starke Verschleimung zu reduzieren und selbst bei Schnarchen Linderung zu verschaffen, was ja meist erst durch verschleimte Atemwege auftritt.

Aufgrund all dieser positiven Wirkungen auf die Atemwege kann die Heilpflanze nicht nur bei grippalen Infekten mit Schnupfen und Husten, sondern sogar begleitend bei schweren Lungenkrankheiten wie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung und dem Emphysem eingesetzt werden.

Desmodium adscendens: Tee und Kapseln – Die Anwendung

Man kann Desmodium im Internet, in Teeläden oder Kräutershops kaufen, beispielsweise getrocknet (zur Teebereitung), als Tinktur oder als Extrakt in Kapselform. Letzteres vereinfacht die Einnahme enorm, da die Wirkstoffe leicht dosiert und höher konzentriert eingenommen werden können.

Wenn es sich beispielsweise um einen Extrakt mit einem Verhältnis von 2 : 1 handelt, dann wurden für die Herstellung von 100 Gramm Extrakt 200 Gramm Pflanzen verwendet.

Wenn in einer Kapsel mit einem solchen Extrakt 250 mg Desmodiumextrakt enthalten sind, dann nehmen Sie damit pro Kapsel so viele Wirkstoffe zu sich, wie Sie das mit 500 mg der Pflanze tun würden.

Bei Leberkrankheiten – so heisst es – sollten 6 bis 10 Gramm der getrockneten Pflanze (fein pulverisiert oder zerstossen) mit einem Liter heissem Wasser aufgegossen werden. Nach 10 Minuten kann man den Tee abgiessen oder aber auch einfach warten, bis das Pulver zu Boden gesunken ist und die Flüssigkeit dann trinken. Man kann auch einen Teil des Pulvers mittrinken. Diesen Tee trinkt man 2 bis 4 Wochen lang bei akuten Problemen. Bei chronischen Problemen 6 bis 8 Wochen lang.

Vor, während und nach einer schulmedizinischen Therapie kann man stets auch einen Desmodium-Tee trinken (6 g der getrockneten Pflanze pro Liter Wasser), um die Leber zu schützen.

Bei einer Fettleber bereitet man den Tee aus 10 g der getrockneten Pflanze zu und trinkt ihn täglich 1 bis 3 Monate lang. Wer an Allergien leidet, nimmt nur 5 g täglich und bereitet daraus den beschriebenen Tee.

Trinken Sie Ihre Tagesmenge Desmodium-Tee in zwei bis drei Portionen über den Tag verteilt. Wenn Sie sich für Kapseln entscheiden, dann beachten Sie die Einnahmeempfehlungen des Herstellers, die auf der Packung aufgeführt werden.

Desmodium adscendens: Wichtige Hinweise

Um die regenerativen Fähigkeiten Desmodiums auf die Leber zu verstärken, wird von Phytotherapeuten empfohlen, die Pflanze im Rahmen einer Leberregenerationskur (oder auch einer Darmsanierung) mit anderen Heilpflanzen zu kombinieren, wie z. B. mit der Mariendistel oder einem Artischockenextrakt (z. B. wie oben beschrieben unter "Desmodium adscendens gemeinsam mit anderen Leber-Heilpflanzen in der Leberreinigung").

Da Desmodium adscendens leicht abführende Wirkung hat, sollten die empfohlenen Dosen eingehalten werden. Empfindliche Menschen beginnen mit kleinen Dosen und testen so die individuelle Verträglichkeit.

Bei zu hohen Dosen können migräneempfindliche Menschen u. U. Kopfschmerzen bekommen.

Desmodium hat keine Zulassung als Arzneimittel. Es ist lediglich eine in der Volksheilkunde Südamerikas und Afrikas seit Jahrtausenden genutzte Heilpflanze, zu der es einige Tier- und Zellstudien, einzelne Fallberichte und zahlreiche Erfahrungsberichte gibt. Grossangelegte klinische Studien fehlen jedoch noch. Wenn Sie Desmodium-Präparate einnehmen möchten, besprechen Sie dies natürlich am besten – wie immer – mit Ihrem pflanzenheilkundlich bewanderten Arzt oder Heilpraktiker.

Weitere Informationen zu ganzheitlichen Massnahmen für die Leber finden Sie hier:
 

Quellen:


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde

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