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Rotalgen - Lithothamnium calcareum mit viel Calcium

Die Rotalge namens Lithothamnium calcareum enthält besonders viel bioverfügbares Calcium und eignet sich daher sehr gut als natürliches Calciumpräparat. Wir stellen die gesundheitlichen Wirkungen der Alge vor, erklären, worauf beim Kauf zu achten ist und vergleichen die Alge mit der Sango Meeres Koralle. Welches ist das bessere Präparat für die Calciumversorgung?

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 10 Mai 2026
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L. calcareum - Rotalgen als Calciumquelle

  1. Rotalgen umfassen viele verschiedene Arten; Lithothamnium calcareum ist vor allem als natürliche Calciumquelle bekannt.
  2. Die Calcium-Alge liefert neben viel Calcium auch kleinere Mengen Magnesium, Jod, Silicium und weitere Mineralstoffe.
  3. Lithothamnium calcareum wird in Nahrungsergänzungen und zur Calcium-Anreicherung pflanzlicher Drinks eingesetzt.
  4. Beim Kauf sind Herkunft, Bio-Qualität sowie aktuelle Analysen zu Aluminium, Schwermetallen und Jodgehalt wichtig.
  5. Im Vergleich zur Sango Meeres Koralle liefert die Rotalge vor allem Calcium, aber deutlich weniger Magnesium.

Rotalgen - welche gibt es?

Es gibt sehr viele verschiedene Rotalgen - sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser, z. B. den roten Horntang, das Korallenmoos, den Schnurtang und die in diesem Artikel im Mittelpunkt stehende Rotalge Lithothamnium calcareum.

Auch Agar Agar, das pflanzliche Geliermittel, das gerne für Sülze, Puddings, Tortenguss und Grützen verwendet wird, ist ein Pulver, das aus Rotalgen hergestellt wird. Genauso sind Dulse (wird in * Flockenform zum Würzen verwendet), Kelp und Nori Rotalgen.

Lithothamnium calcareum ist also nur eine von vielen Rotalgenarten, auch wenn sie manchmal einfach nur als "Rotalge" bezeichnet wird und man glauben könnte, es gäbe nur diese eine.

Die Rotalge mit viel Calcium

Lithothamnium calcareum (auch Phymatolithon calcareum genannt) ist eine Rotalge, die auch als Kalkalge, Rotkalkalge oder Calcium-Alge bekannt ist. Sie gehört zu den Meeresalgen und wurde wegen ihrer rot-violetten Farbe lange Zeit für eine Koralle gehalten.

Sie gilt als hochwertige natürliche Calciumquelle, denn neben Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Zink und Jod reichert sie hohe Mengen Calcium aus dem Meer in sich an. Die Rotalge wird deshalb auch für Nahrungsergänzungen verwendet oder pflanzlicher Milch zugesetzt (z. B. Soja-, Hafer- oder Reisdrinks), um deren Calciumgehalt so zu erhöhen, dass er mit zumeist 120 mg Calcium pro 100 g genauso hoch ist wie in Kuhmilch.

Bio-Pflanzendrinks durften dann aber nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im April 2021 nicht mehr mit L.ithothamnium calcareum angereichert werden (23), denn die Rotalge war nicht in Bio-Qualität erhältlich.

Das hat sich nun aber wieder geändert, wie uns Natumi, Hersteller hochwertiger Pflanzendrinks, auf Anfrage mitteilte (Stand 2. Juni 2022). Denn mittlerweile gibt es bio-zertifizierte Varianten dieser Alge, so dass es auch bald wieder mit Calcium angereicherte Bio-Pflanzendrinks geben wird oder teilweise schon gibt.

Ernte und Verarbeitung der Rotalge

Lithothamnium calcareum wächst 20 bis 50 Meter tief an den Küsten des Atlantiks sowie im Mittelmeer. Stirbt die Alge, sinkt sie auf den Meeresgrund und lagert sich dort in Gräben ab, von wo sie dann innerhalb eines Vierteljahres geerntet bzw. mit speziellen Vorrichtungen abgesaugt wird.

Eine solch umweltschonende Ernte ist notwendig, denn die Rotalge zeichnet sich durch ihr besonders langsames Wachstum aus – sie wächst nur wenige Zentimeter pro Jahr. Nach der Ernte wird die Meeresrotalge schonend getrocknet, zerkleinert und schließlich zu Pulver zermahlen.

Die Nährwerte

Die Nährwerte der Rotalge sehen folgendermaßen aus:

  1. Brennwert 102 kJ/ 24 kcal
  2. Eiweiß 2.5 g
  3. Kohlenhydrate 3.5 g
  4. Fett 0.0 g

Die Mineralstoffe und Spurenelemente

In Lithothamnium calcareum wurden signifikant höhere Gehalte an Calcium gefunden als in Braunalgen, Grünalgen und anderen Rotalgen. Lithothamnium calcareum besteht getrocknet zu ca. 30 % aus Calcium und zu meist 1 bis 2 %, manchmal bis zu 6 % aus Magnesium (9).

Von der Alge werden zur Nahrungsergänzung nur wenige Milligramm oder Gramm pro Tag eingenommen – in der Regel maximal 2.5 g.

Mineralstoffe

Pro 1 g sind folgende Mineralstoffe enthalten. Der Wert in Klammern gibt den Tagesbedarf eines Erwachsenen am jeweiligen Mineralstoff an:

Calcium 303–352 mg (1000 mg), Magnesium 26–31 mg (350 mg), Kalium 1.4 – 5.2 mg (4000 mg), Eisen 0.9– 1.2 mg (12.5 mg), Phosphor 0.3– 0.6 mg (700 mg), Natrium 4.2 mg (1500 mg).

Spurenelemente

An Spurenelementen sind pro Gramm die folgenden Werte erhoben worden:

Zink 0.015 mg (8.5 mg), Selen 0.6 µg (70 µg), Kupfer 0.005– 0.014 mg (1.25 mg), Chlorid 0.9– 3.5 mg (2300 mg), Schwefel 1.6– 5.7 mg (kein Bedarf bekannt), Mangan 0.06 – 0.2 mg (3.5 mg), Fluorid 0.007 mg (3.8 mg), Jod 33– 34 µg (200 µg).

Es gilt jedoch zu beachten, dass die Mineralstoff- und Spurenelementegehalte von Algen stark schwanken können, da diese von den jeweiligen Herkunftsgebieten abhängen und so die Produkte unterschiedlicher Hersteller auch unterschiedliche Gehalte aufweisen können.

Entnommen wurden die Werte unterschiedlichen Studien (6), (7), (8), z. B. einer Analyse von 2015, bei der man das Mineralstoffprofil verschiedener Algen untersuchte (6).

Wirkung von Calcium

Calcium ist ein sehr wichtiger Mineralstoff, so dass Sie in jedem Fall auf eine gute und ausreichende Versorgung achten sollten.

Calcium im Blut messen?

Die Calciumversorgung lässt sich nicht gut mit Blutwerten überprüfen. Denn der Organismus hält den Calciumspiegel im Blut recht konstant. Ist zu viel Calcium da, wird es in die Knochen transportiert, fehlt Calcium, wird es von dort wieder gelöst.

Calcium in der Ernährung überprüfen!

Sinnvoller ist, wenn Sie sich Ihre Ernährung näher ansehen und einfach einmal aufschreiben, was Sie in einer Woche alles essen (und wie viel davon). Dann suchen Sie sich für die Hauptzutaten den Calciumwert aus Nährwerttabellen (z. B. www.naehrwertrechner.de) und überschlagen grob, wie viel Calcium Sie täglich zu sich nehmen. Ideal wären 800 bis 1200 mg.

Vitamin D prüfen!

Wichtig ist auch immer eine gute Vitamin-D-Versorgung. Denn ohne Vitamin D kann Calcium aus der Nahrung vom Darm nicht resorbiert werden, es gelangt bei einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel also nur unzureichend ins Blut. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel Vitamin D - Die richtige Einnahme.

Sollte sich zeigen, dass Sie Ihre Calciumversorgung optimieren müssen, dann können Sie das über die Ernährung tun oder eine Nahrungsergänzung wie die Rotalge einnehmen.

Die Aufgaben von Calcium

Calcium hat im menschlichen Organismus viele Aufgaben, eigentlich an allen Ecken und Enden, was bedeutet, dass calciumreiche Produkte (ob Lebensmittel oder Nahrungsergänzungen) bei der Erledigung dieser Aufgaben helfen:

Aufbau der Knochen und Zähne, Funktion von Muskeln und Nerven, Regulation des Säure-Basen-Haushalts. Beteiligung an der Blutgerinnung, Aktivierung verschiedener Enzyme, Regulation des Hormonhaushalts, Unterstützung der Zellteilung und Zellfunktion, Mitwirkung bei der Signalübertragung zwischen Zellen, Stabilisierung von Zellmembranen und Unterstützung der Herzfunktion.

Wirkung der Calcium-Alge

Zur Calcium-Alge Lithothamnium calcareum und ihren gesundheitlichen Wirkungen gibt es bislang nur wenige Studien. Wir stellen eine kleine Auswahl nachfolgend vor:

Stärkt die Knochen

In einer Studie von 2010 erhielten Mäuse entweder eine normale Nahrung oder eine fettreiche typisch westliche Nahrung. Die fettreich essende Gruppe hatte nach kurzer Zeit eine geringere Knochendichte und Knochenstärke als die Gruppe, die eine normale Mäusenahrung erhalten hatte. Gab man der ungesund essenden Gruppe zum Futter Lithothamnium calcareum, konnte die Alge die ernährungsbedingten negativen Folgen auf die Knochen wieder kompensieren (7).

Aus 2018 stammt eine doppelblinde Pilotstudie mit Frauen (vor der Menopause). Sie erhielten nüchtern 720 mg Calcium aus der Rotalge, ein herkömmliches Calciumcarbonat-Präparat oder ein Placebo. Nach einer Mahlzeit nach 90 Minuten hatte die Rotalgengruppe deutlich niedrigere Parathormonspiegel (15) als die beiden anderen Gruppen (15). Ein zu hoher Parathormonspiegel würde auf auf das Lösen von Calcium aus den Knochen hinweisen. Niedrig ist der Spiegel, wenn reichlich Calcium mit der Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln eintrifft und daher kein Calcium aus den Knochen gelöst werden müssen.

Beugt Darmpolypen vor

Bei Mäusen konnte die Calcium-Alge vor Darmpolypen schützen (24). Von drei Mäusegruppen erhielt eine Gruppe 15 Monate lang eine fettarme Nagetiernahrung, eine zweite Gruppe eine fettreiche typisch westliche Nahrung und eine dritte Gruppe ebenfalls die fettreiche Nahrung, aber zusätzlich eine Nahrungsergänzung mit der Calcium-Alge.

Im Studienzeitraum starben in der fettreichen Gruppe (ohne Lithothamnium calcareum) deutlich mehr Tiere als in den beiden anderen Gruppen. Nach Ablauf der 15 Monate hatten 20 Prozent der Tiere, die fettreich gegessen und keine Calcium-Alge bekommen hatten, Dickdarmpolypen entwickelt.

In den beiden anderen Gruppen waren keine Polypen zu finden. Die Alge hatte also offenbar die negativen Auswirkungen der ungesunden Ernährung kompensieren können - zumindest in Bezug auf Darmpolypen.

Lithothamnium calcareum und Sango Meeres Koralle – die Unterschiede

Oft wird nach dem Unterschied zwischen der Sango Meeres Koralle und der Calcium-Alge Lithothamnium calcareum gefragt. Denn beide gibt es als Nahrungsergänzungsmittel zur Optimierung der Calciumversorgung.

Über die Wirkungen und Eigenschaften der Sango Meeres Koralle lesen Sie alles in unserem Artikel Sango Koralle für Gesundheit und Langlebigkeit.

Pazifik oder Atlantik/Mittelmeer

Da die Sango Meeres Koralle in Japan gewonnen wird, fühlen sich viele Menschen wegen einer potenziellen radioaktiven Belastung (Fukushima) nicht wohl bei der Einnahme.

Zuverlässige Hersteller (z. B. effective nature) lassen jedoch regelmäßig Radioaktivitätsanalysen erstellen. Bisher wurde unseres Wissens nach nie eine entsprechende Belastung festgestellt. Dies liegt auch daran, dass der Sammelort der Koralle (Pazifik bei Okinawa) annähernd 2000 km von Fukushima entfernt liegt.

Die Calcium-Alge wird im Atlantik und Mittelmeer gesammelt, ist also deutlich weiter von Fukushima entfernt und eher eine regionale Calciumquelle.

Calcium und Magnesium oder nur Calcium

Allerdings liefert die Alge insbesondere Calcium, während die Sango Meeres Koralle auch reichlich Magnesium enthält. Ihr Verhältnis beträgt etwa 2,5 : 1 bis 2 : 1 (Ca : Mg) (10).

In der Alge ist hingegen nur wenig Magnesium enthalten. Das Verhältnis liegt hier bei 17 : 1 (also 17-mal mehr Calcium als Magnesium).

Die Alge ist somit insbesondere eine Calciumquelle, während die Sango Meeres Koralle eine Calcium- und Magnesiumquelle darstellt.

Bei der Calcium-Alge zusätzlich Magnesium nehmen

Wenn Sie die Alge einnehmen, müssen Sie somit zusätzlich auf eine gute Magnesiumversorgung achten, also z. B. 100 bis 200 mg über eine andere Nahrungsergänzung zu sich nehmen.

Der Vorteil einer solchen getrennten Einnahme ist, dass Sie bei Bedarf auch mehr Magnesium einnehmen können, was bei der Sango Meeres Koralle nicht der Fall ist, da Sie dann zu viel Calcium zu sich nehmen würden.

Ein weiterer Vorteil der Alge ist, dass Sie sich das individuell zu Ihnen passende Magnesiumpräparat aussuchen können (z. B. Magnesiumcitrat, - malat, -orotat etc.), also nicht wie bei Sango auf das enthaltene Magnesiumcarbonat angewiesen sind.

Die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Magnesiumverbindungen erklären wir in unserem Artikel Welches Magnesium ist das beste?

Wenn Sie nur Calcium benötigen, weil Ihre Ernährung calciumarm ist, aber gleichzeitig ausreichend Magnesium liefert (was oft bei pflanzenbasierten Ernährungsformen der Fall ist), dann sind Präparate aus der Calcium-Alge perfekt für Sie geeignet.

Nur wenig Jod in beiden Präparaten

Zwar ist Lithothamnium calcareum eine Meeresalge und damit reich an Jod. Da man von ihr aber nur 2.5 g pro Tag zu sich nimmt, ist auch die damit aufgenommene Jodmenge recht klein. Sie beträgt - wie oben angegeben - etwa 20 µg und deckt damit etwa 10 Prozent des täglichen Jodbedarfs eines Erwachsenen.

Da die Mineralstoffgehalte von Algen allerdings stark schwanken können, sollten Sie nur Calcareum-Präparate wählen, bei denen der Jodgehalt regelmäßig gemessen und ausgewiesen wird.

Eine Tagesportion der Sango Meeres Koralle liefert 17 µg Jod (22) und damit ähnlich viel bzw. wenig wie die Calcium-Alge.

Mehr Silicium in der Alge

Wie in der Mineralstoffliste weiter oben angegeben, enthält die Rotalge deutlich mehr Silicium als Sango. Silicium gilt zwar nicht als essentieller Mineralstoff, wird aber immer wieder für die Gesundheit der Knochen, Zähne, Haare, Nägel und der Haut empfohlen.

* Hier erhalten Sie die Rotalge Lithothamnium calcareum als Pulver.

Aluminium in der Calcium-Alge

Laut einer Analyse von Lithothamnium calcareum aus Italien enthalten die Algen höhere Mengen an Aluminium als andere Rotalgen und auch als Braun- und Grünalgen. Die italienischen Algen enthielten bis zu 8750 mg Aluminium pro kg, was tatsächlich ein sehr hoher Wert ist (6).

Die Herkunftsregion könnte beim Aluminiumgehalt jedoch einen großen Unterschied machen, denn der Aluminiumgehalt von Lithothamnium calcareum aus Irland betrug lediglich 291 mg/kg (7), derjenige von Algen aus Brasilien 650 mg/kg (8) - allerdings liegt uns zu letzterem nur eine Information eines brasilianischen Herstellers vor. Die von ihm genannte Studie ließ sich online nicht finden (16).

Die wöchentliche Aluminiumaufnahme sollte laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung 1 bis 2 mg pro kg Körpergewicht nicht übersteigen (21). Rechnet man die obigen Aluminiumwerte auf eine tägliche Rotalgen-Dosis von 2.4 g herunter, käme man allein über die Einnahme von Lithothamnium calcareum pro Woche auf folgende Aluminiumwerte:

Lithothamnium calcareum aus Irland: 4.9 mg

Lithothamnium calcareum aus Brasilien: 11 mg

Lithothamnium calcareum aus Italien: 147 mg

Eine Person, die 70 kg wiegt, könnte laut BfR ihr Leben lang zwischen 70 und 140 mg Aluminium pro Woche aufnehmen, ohne gesundheitliche Risiken fürchten zu müssen. Während sich die Algen aus Irland und Brasilien weit unter diesen Werten befinden, übersteigt der Wert für italienische Lithothamnium calcareum die Empfehlung des BfR.

Zur Sango Meeres Koralle sind uns keine Aluminiumwerte bekannt. In den üblichen Analysen taucht Aluminium unseres Wissens nach nicht auf (22).

Calcium mit hoher Bioverfügbarkeit

Wenn eine Nahrungsergänzung oder ein Lebensmittel besonders hohe Mengen eines Mineralstoffes enthält, dann heißt das noch lange nicht, dass diese große Menge auch tatsächlich im Darm resorbiert und vom Körper genutzt werden kann. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Bioverfügbarkeit.

Diese sagt aus, wieviel eines Stoffes vom Körper aufgenommen wird und wieviel davon einfach wieder ausgeschieden wird (mit Urin oder Stuhl). Calcium wird vorwiegend über den Dünndarm aufgenommen.

Vom Darm gelangt der Mineralstoff ins Blut, von wo aus er sich im Körper verteilt. Etwa 99 % des aufgenommenen Calciums wird dabei in den Knochen und in den Zähnen gespeichert. Nur 1 % bleibt im Blut. Überschüssiges Calcium wird mit dem Urin wieder ausgeschieden.

Calcium liegt in Lithothamnium calcareum zu 80 % als Calciumcarbonat vor. Bei Calciumcarbonat handelt es sich um Calcium, das an das Salz der Kohlensäure (Carbonat) gebunden ist. In Form von Calciumcarbonat wird Calcium in relativ hohen Mengen vom Körper absorbiert.

Allerdings kommt es auf die Quelle des Calciumcarbonates an. Denn Calciumcarbonat aus natürlichen Quellen (wie Lithothamnium calcareum oder Sango Meeres Koralle) zeigte in Studien eine höhere Bioverfügbarkeit als künstliches Calciumcarbonat.

Dies zeigte z. B. ein Artikel von 2007, in dem das Calciumcarbonat aus der Rotalge mit jenem aus einem Apothekenpräparat (Caltrate) verglichen wurde (13). Dasselbe ergab eine japanische Untersuchung aus 1999, in der die Sango Koralle mit Calciumcarbonat verglichen wurde (14).

Auch in der oben (im Abschnitt "Stärkt die Knochen") genannten Untersuchung mit Frauen vor der Menopause, zeigte sich, dass die Algen auf die Knochen bzw. auf die Calciumversorgung eine bessere Wirkung hatten als das herkömmliche Calciumcarbonat-Präparat, das eine Vergleichsgruppe eingenommen hatte (15).

Die Rotalge schneidet auch im Vergleich zu anderen natürlichen Calciumcarbonat-Quellen besser ab: Während die Bioverfügbarkeit von Calciumcarbonat aus Mineralien bei rund 70 % lag und diejenige von Calciumcarbonat aus Austernschalen bei 27 %, hatte das Calciumcarbonat aus der Calcium-Alge eine Bioverfügbarkeit von rund 87 % (8), (16).

Informationen zu den unterschiedlichen Calciumverbindungen finden Sie in unserem Artikel Calcium kaufen - Die besten Calciumpräparate.

Worauf beim Kauf achten?

Aus den obigen Messungen zum Aluminiumgehalt lässt sich schließen, dass es beim Kauf von Lithothamnium calcareum sinnvoll sein kann, auf die Herkunft der Rotalgen zu achten.

In der Regel wird die Herkunft der Algen auf der Verpackung angegeben.

Bevorzugen Sie Lithothamnium calcareum aus Brasilien oder Irland oder noch besser: Fragen Sie beim Hersteller nach aktuellen Analysen bezüglich des Aluminiumgehalts und sonstiger Belastungen (Schwermetalle, Arsen).

In unserem Artikel Ausleitung von Aluminium stellen wir Ihnen Maßnahmen vor, die verhindern, dass sich Aluminium im Körper einlagert.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Die Aufnahme von Calciumcarbonat erfordert ausreichend Magensäure, da Calciumcarbonat die Magensäure (zum Teil) neutralisiert. In einer Studie an Ratten wurde bestätigt, dass Lithothamnium calcareum den pH-Wert im Magen signifikant erhöht (diesen also weniger sauer werden lässt) (12). Für Personen, die zu viel Magensäure produzieren und deshalb beispielsweise an Sodbrennen leiden, ist das ein Vorteil.

Wer an einem Magensäuremangel leidet, sollte die Kapseln oder das Pulver mit der Rotalge nicht zum Essen nehmen, was aber im Allgemeinen sowieso nicht empfohlen wird. Wird die Alge also 30 Minuten vor den Mahlzeiten genommen, wird sie auch bei Menschen mit Magensäuremangel eher keinen störenden Einfluss auf die Verdauung oder Magensäurebildung haben.

Wie sollte man die Rotalge einnehmen?

Die Rotalge kann in Form von Kapseln oder Pulver eingenommen werden. Die Menge an enthaltenem Pulver pro Kapsel und der entsprechende Calciumgehalt unterscheiden sich je nach Hersteller.

Häufig wird die Tagesdosis mit 2.5 g angegeben. Die Rotalge Lithothamnium calcareum wird idealerweise 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen. Das Pulver kann in Wasser oder eine Pflanzenmilch gerührt werden.

Natürlich können Sie auch Ihre Pflanzendrinks selbst herstellen und mit Lithothamnium-Calcareum-Pulver anreichern. Entsprechende Rezepte finden Sie in unserer Rezepte-Rubrik. Geben Sie in unser Suchfeld einfach "Mandelmilch selber machen" oder "Hafermilch selber machen".

Fazit: Die Rotalge als natürliche Calciumquelle

Lithothamnium calcareum ist eine mineralstoffreiche Rotalge und insbesondere als natürliche Calciumquelle interessant. Studien deuten darauf hin, dass das enthaltene Calcium gut bioverfügbar ist und die Knochengesundheit unterstützen kann. Wichtig ist jedoch, auf hochwertige Produkte mit kontrollierten Schadstoffwerten und transparenter Herkunft zu achten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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