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Gesunde Fingernägel – Unsere Tipps

Gesunde Fingernägel – Unsere Tipps

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(Zentrum der Gesundheit) – Gesunde Fingernägel sind keine Selbstverständlichkeit. Fingernägel können sich verfärben oder auch verformen. Fingernägel können Rillen haben, und sie können weich und brüchig werden. Krankheiten können die Ursache sein, wenn sich einst gesunde Fingernägel verändern. Doch leiden Fingernägel auch unter falscher Pflege und unausgewogener Ernährung. Was Fingernägel über Ihren Gesundheitszustand verraten und wie Sie mit natürlichen und ganzheitlichen Massnahmen wieder schöne und gesunde Fingernägel bekommen, lesen Sie in diesem Artikel.

Gesunde Fingernägel – Beschützer und Waffen

Ihr Ziel heisst gesunde Fingernägel? Mit etwas Einsatz und unseren Tipps können Sie dieses Ziel wieder erreichen.

Primaten sind die einzigen Lebewesen auf Erden, die mit Finger- und Zehennägeln ausgestattet sind. Die Nagelplatten setzen sich aus verhornten, abgestorbenen Hautzellen zusammen, die hauptsächlich aus Keratin – einem Faserprotein – bestehen. Dasselbe Keratin finden wir z. B. auch in unseren Haaren, in den Krallen der Raubtiere, in den Federn der Vögel und sogar in den Stacheln der Igel.

Fingernägel werden heute zwar meist nur auf eine gewisse Schmuckfunktion reduziert. In Wirklichkeit aber erfüllen sie zahlreiche Aufgaben: Fingernägel schützen, sie dienen der Selbstverteidigung und sie sind hervorragende Werkzeuge – aber nur, wenn es sich um gesunde Fingernägel handelt.

Fingernägel können nämlich sehr viel über den Menschen und über seinen Gesundheitszustand verraten. Gerade Veränderungen am Nagel treten häufig auf. Sie können harmlos, aber ebenso Symptome zahlreicher Krankheiten sein.

Nageldiagnostik: Was Fingernägel verraten

Gesunde Fingernägel sind fest, leicht gewölbt, biegsam und ebenmässig. Kranke Nägel hingegen wachsen nur langsam, können eine abnorme Oberfläche, Form und Struktur aufweisen und splittern daraufhin gern oder brechen ab.

Je nach Aussehen erhalten veränderte Fingernägel spezielle Bezeichnungen:

  • Verdickte und gewölbte Nägel beispielsweise werden als Krallennägel bezeichnet. Sie weisen auf Durchblutungsstörungen und Nervenschäden hin.
  • Plateaunägel sind Fingernägel, die in der Mitte eben sind, aber seitlich abfallen. Zu den Ursachen zählen Magen-Darm-Leiden und eine gestörte Blutbildung.
  • Uhrglasnägel sind dagegen nach oben gewölbt und deuten auf Erkrankungen der Leber und Lunge, aber auch auf Eisenmangel hin.
  • Bei Löffelnägeln ist die Nagelplatte löffelartig eingesenkt und vorn nach oben gebogen. Sie können durch Eisenmangel, Vitamin-C-Mangel oder durch eine Schilddrüsen- oder Stoffwechselstörung verursacht werden.
  • Tüpfelnägel weisen kleine Grübchen auf und sind ein Anzeichen für Schuppenflechte.
  • Längsrillen können eine harmlose Alterungserscheinung oder aber auch ein Indiz für Eisen- oder Biotinmangel sein. Genauso kommen Vergiftungen oder Störungen der Leber, Nieren oder des Darms als Verursacher von Längsrillen in Frage.
  • Querrillen sind meist auf eine Verlangsamung des Wachstums während einer Krankheit (z. B. Grippe) zurückzuführen.

Fingernägel können sich jedoch nicht nur in Bezug auf Ihre Form verändern, sondern genauso farblich – und so kann auch die Färbung der Fingernägel viel über den Gesundheitszustand eines Menschen verraten.

Fingernägel, die ihre Farbe ändern

Gesunde Fingernägel glänzen rosa. Wenn sich daran etwas ändert, dann kann dies auf unterschiedliche gesundheitliche Probleme hindeuten.

Weisse Flecken auf den Fingernägeln

Besonders häufig treten auf Fingernägeln weisse Punkte oder Flecken auf. Noch heute wird an mancher Stelle behauptet, dass diese Erscheinung auf einen Kalzium-, Zink- oder auch einen Magnesiummangel hinweise – was aber nicht der Fall ist. In Wahrheit handelt es sich nur um winzige Lufteinschlüsse in der Nagelplatte, die durch Stösse oder kleine Verletzungen entstehen.

Achten Sie daher auf eine sorgfältige, sprich sehr sanfte Maniküre. Denn wird andernfalls dabei das Nagelbett ein wenig angekratzt – z. B. bei der Entfernung der Nagelhaut – dann kann genau dies sehr schnell zu den besagten weissen Flecken führen. Auch die Angewohnheit mancher Menschen, bei Nervosität an der Nagelhaut zu zupfen, kann schliesslich in weissen Punkten auf den Nägeln resultieren.

Rot scheinende Fingernägel

Sind die Nägel stark rot gefärbt, ist dies die Folge einer Gefässerweiterung im Nagelbett und ein Zeichen für hohen Blutdruck. Es kann aber auch eine Krebserkrankung vorliegen. Rote Flecken unter der Nageldecke treten häufig bei Menschen auf, die an Schuppenflechte leiden; blass rote Fingernägel deuten hingegen auf Blutarmut hin.

Bläuliche Fingernägel

Bläuliche Nägel weisen auf Kreislaufstörungen hin, während stark blaue Nägel ein chronisches Herz- oder Lungenleiden anzeigen.

Weissscheckige Fingernägel

Unregelmässig weiss gefärbte Fingernägel treten oft bei Schuppenflechte auf, doch auch der Kontakt mit chemischen Mitteln (z. B. Salpetersäure) kann die Ursache sein. Weisse Querstreifen können ebenso auf giftige Stoffe hindeuten, treten aber auch bei Strahlenschäden oder Pilzinfektionen auf. Milchig weiss gefärbte Nägel werden als "Milchglasnägel" bezeichnet und sind ein Indiz für Leberzirrhose, entzündliche Darmerkrankungen oder Magengeschwüre.

Orangene Fingernägel

Orangefarbige Nägel können ein Anzeichen einer chemischen Vergiftung oder die Folge schlechter Blutzirkulation sein und eine beginnende Nervenschwäche anzeigen.

Grünschimmernde Fingernägel

Färben sich die Nägel grün, ist dies ein Hilfeschrei des Körpers: Zu den Auslösern zählen Infektionen und Eiterherde. Schimmert das Nagelbett grün, sind in der Regel Giftstoffe von Bakterien, Pflanzen oder Tieren im Spiel.

Schwarze Fingernägel

Eine schwarzgraue Färbung deutet auf eine Vergiftung durch Metalle oder Medikamente hin, während eine tiefschwarze Färbung den Verdacht nahe legt, dass es sich um ein Melanom handeln könnte. Dabei sollte nicht ausser Acht gelassen werden, dass Nägel sich auch durch äussere Einflüsse (z. B. Stoss oder Quetschung) blau oder schwarz verfärben können.

Gelbe Fingernägel

Hellgelbe Fingernägel – so heisst es in manchen unbelegten Quellen – sollen auf Depressionen hindeuten können, während tiefgelbe Nägel ein Zeichen für Gallen- und Lebererkrankungen (z. B. Gelbsucht) sein können. Auch manche Medikamente können eine gelbe Färbung hervorrufen, wie z. B. Tetrazykline (Antibiotika). Gelblich-bräunliche Verfärbungen können ein Zeichen für Nagelpilz sein – womit wir bei der häufigsten und bekanntesten Nagelerkrankung angelangt wären. Natürlich sind gelbe Fingernägel nicht immer bei Nagelpilz vorhanden, und natürlich bringt der Nagelpilz noch weitere Symptome mit sich.

Nagelpilz ist keine Seltenheit

In Europa leiden mehr als 10 Prozent aller Frauen und Männer unter einer Nagelpilzerkrankung. Rund 90 Prozent der Nagelpilzinfektionen betreffen die Fussnägel. Glücklicherweise nur etwa 10 Prozent die Fingernägel.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Fingernägel doppelt so schnell wachsen wie Fussnägel. Je langsamer der Nagel wächst, desto anfälliger ist er für Nagelpilz. Da die Nägel in fortgeschrittenem Alter langsamer wachsen, sind Senioren besonders gefährdet: 50 Prozent der über 60-Jährigen sind betroffen.

Nagelpilz wird in erster Linie von Spross- und Fadenpilzen verursacht, die sich vom Keratin der Nägel ernähren. Sie fühlen sich in feucht-warmem Milieu besonders wohl, weshalb die Sauna, das Schwimmbad, Duschen und öffentliche Umkleidekabinen ihr bevorzugtes "Jagdrevier" sind.

Zu den Risikofaktoren für Nagelpilz an den Fingernägeln zählen:

  • Künstliche Fingernägel (siehe weiter unten unter: Künstliche Fingernägel verursachen Nagelpilz und Krebs)
  • Kleine Hautverletzungen
  • Erkrankungen (z. B. Fusspilz, Diabetes mellitus, Schuppenflechte, Durchblutungsstörungen)
  • Unausgewogene Ernährung (z. B. Vitaminmangel, Fettleibigkeit)
  • Medikamente (z. B Antibiotika reduzieren die gesundheitsfördernden Bakterien und schwächen somit das Immunsystem, während die Östrogene in der Antibabypille Pilzinfektionen begünstigen)

Ist maximal die Hälfte eines Nagels betroffen, reicht meist eine lokale Therapie aus, wobei problemlos auf die Naturheilkunde zurückgegriffen werden kann. Zu den bevorzugten Heilmitteln bei Nagelpilz – ob an den Fingernägeln oder Fussnägeln – zählen Teebaumöl, kalt gepresstes Olivenöl und Apfelessig.

Des Weiteren ist auch biologisches Kokosöl ein guter Tipp gegen Nagelpilz: Sowohl die darin enthaltene Laurinsäure als auch die Caprylsäure töten die Pilze ab. Dem ätherischen Lavendelöl wurde sogar vonseiten der Wissenschaft eine starke Wirkkraft bei Nagelpilz zugesprochen.

Lavendelöl gegen Nagelpilz

Portugiesische Forscher haben im Journal of Medical Microbiology eine Studie zum Thema Nagelpilz veröffentlicht. Darin zeigen sie, dass nur eine geringe Konzentration Lavendelöl vonnöten ist, um Hefe- und Fadenpilze abzutöten.

Professor Lígia Salguero von der Universität in Coimbra gibt zu bedenken, dass immer mehr Menschen von Pilzerkrankungen betroffen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem besonders gefährdet seien. Dazu komme, dass die Resistenzen gegen Pilzmedikamente in ähnlichem Mass steigen wie jene gegen Antibiotika. Das ätherische Lavendelöl sei hier – so die Forscher – eine effektive Alternative ohne Nebenwirkungen.

Naturheilkundler empfehlen eine Mischung aus Lavendelöl und Teebaumöl zu gleichen Teilen. Tauchen Sie einen Wattebausch in die Öl-Mischung und verteilen Sie diese grosszügig auf dem infizierten Nagel. Wiederholen Sie die Anwendung für eine Woche drei bis vier Mal täglich. Bereits am dritten Tag sollte eine erste Verbesserung des Nagelbildes festgestellt werden.

Da sich die Symptome bei Nagelerkrankungen sehr ähnlich sein können, ist eine Selbstdiagnose grundsätzlich schwierig – es könnte sich nämlich auch um eine Nagelpsoriasis handeln. Meist kennt man die Psoriasis (Schuppenflechte) im Zusammenhang mit der gleichnamigen Hautkrankheit. Doch kann sich die Schuppenflechte – eine Autoimmunkrankheit – genauso in einer Gelenkentzündung (Psoriasis-Arthritis) oder eben auch in Form von Veränderungen der Nagelstruktur – der Nagelpsoriasis – zeigen.

Indigo-Öl wirkt gegen Nagel-Schuppenflechte

Bei 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis-Arthritis und bei bis zu 50 Prozent der Psoriasis-Patienten ohne Gelenkentzündung liegt eine Nagel-Beteiligung vor. Selten sind bei Psoriasis ausschliesslich die Nägel betroffen.

Leider gibt es bei der Nagel-Schuppenflechte bisher kein einheitliches Behandlungskonzept und bei so manchem Patienten erfolgt gar keine Besserung. Oft wird Kortison verschrieben, was aber mit etlichen Nebenwirkungen wie einer Verdünnung der Haut einhergehen kann. Eine chinesische Studie hat nun aber eine interessante Behandlungsalternative aufgezeigt: Indigo-Öl.

Indigo ist ein tiefblauer Farbstoff, der aus der indischen Indigopflanze gewonnen wird und seit Jahrtausenden zum Färben von Textilien (z. B. Jeans) Verwendung findet. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird Indigo aber auch gegen verschiedene Leiden eingesetzt.

Wissenschaftler der Chang Gung University haben den Farbstoff nun in puncto Schuppenflechte auf die Probe gestellt. Dazu wurde aus Indigo-Pulver und Olivenöl ein Öl-Extrakt hergestellt. An der Studie nahmen 32 Patienten teil, die über einen Zeitraum von sechs Monaten zwei Mal täglich einen Tropfen des Indigo-Ölextrakts auf die betroffenen Fingernägel auftrugen.

Das Ergebnis war frappierend: Bereits nach einem Monat waren in Bezug auf die drei zentralen Symptome (Lochfrass der Nägel, Nagelplattenablösung und Verhornung des Nagelbetts) eine deutliche Verbesserung festzustellen.

Dr. Yin-Ku Lin liess verlauten, dass eine regelmässige Behandlung mit Indigo-Öl die Nagelpsoriasis deutlich lindere, ohne unerwünschte Nebenwirkungen hervorzurufen. Der einzige Nachteil sei, dass sich die Fingernägel blau verfärben.

Doch nicht immer sind gesundheitliche Leiden dafür verantwortlich, dass die Nägel ihren Glanz verlieren.

Chemikalien machen Fingernägel brüchig

Brüchige Fingernägel sind ein häufiges Phänomen – rund 20 Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Auch hierbei können Krankheiten wie Nagelpilz, Schuppenflechte, Schilddrüsenerkrankungen und rheumatoide Arthritis sowie Medikamente (z. B. Chemotherapie, Blutverdünner) die auslösenden Faktoren sein.

Oft sind es aber Chemikalien wie Lösungsmittel und Laugen in Handseifen, Spül- und Waschmitteln oder Nagellackentfernern, welche die Fingernägel angreifen, weich machen und zu Rissen und Brüchigkeit führen. Dies erklärt mitunter, warum Frauen etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer.

Aus diesem Grunde sollten Sie für Reinigungsarbeiten ausnahmslos biologische Produkte wählen, sicherheitshalber Arbeitshandschuhe tragen und auf eine schonende, natürliche Nagelpflege achten. Bedenken Sie, dass acetonhaltige Nagellackentferner zu den häufigsten Ursachen für brüchige Fingernägel zählen. Es kann sich somit auszahlen, auf das Lackieren der Nägel weitgehend zu verzichten oder auf einen Nagellackentferner aus dem Naturkosmetikhandel umzusteigen. Der Nagellack selbst sollte natürlich ebenfalls höchstmögliche Qualität aufweisen, also genauso aus dem Naturwarenhandel stammen.

Wenn die Fingernägel bereits brüchig sind, stellen Ölbäder (z. B. mit Oliven-, Mandel- oder Arganöl) und Handpackungen (z. B. mit Heilerde wie Bentonit) bewährte Heilmethoden dar. Wie Sie diese anwenden können, erfahren Sie weiter unten unter: 8 Tipps für schöne und gesunde Fingernägel.

Von künstlichen Fingernägeln, die so manches Manko ruckizucki maskieren können, sollten Sie allerdings besser Abstand nehmen.

Künstliche Fingernägel verursachen Nagelpilz und Krebs

Die sogenannten Gelnägel sind mittlerweile die verbreitetste Maniküre-Technik. Dabei erscheint es besonders problematisch, dass sich immer mehr Frauen deshalb künstliche Fingernägel verpassen lassen, weil sie zu vertuschen suchen, dass die natürlichen Nägel krank sind bzw. ästhetische Mängel aufweisen. Dies führt dazu, dass die Ursachen oft weder erkannt noch behandelt werden – da die kranken Nägel einfach überklebt werden.

Mediziner warnen schon lange davor, dass sich Krankheitskeime wie Bakterien, Viren und Pilze unter Gelnägeln pudelwohl fühlen. Zu den Folgen zählen Infektionen des Nagelbetts oder auch Nagelpilz. Dazu kommt, dass an den Naturnagel durch die Verstärkung bisweilen monatelang kein Sauerstoff gelangen kann – er wird immer weicher und kann das Nagelbett nicht mehr ausreichend schützen.

Ein Forscherteam um Dr. Chris Adigun von der New York University School of Medicine hat ausserdem in einer Studie aufgezeigt, dass von Gelnägeln eine erhöhte Hautkrebsgefahr ausgeht. Dazu kommt, dass die lackierten Gelnägel verhindern, dass Tumoren unter dem Naturnagel wahrgenommen werden.

Zudem gibt es diverse Studien, die bestätigen, dass von künstlichen Fingernägeln ein Infektionsrisiko für andere Menschen ausgeht – man denke an Patienten in einem Krankenhaus. So konnte beispielsweise der Ausbruch des Krankenhauskeims Pseudomonas aeruginosa auf einer Intensivstation für Neugeborene eindeutig zwei Krankenschwestern mit langen bzw. künstlichen Fingernägeln zugeordnet werden.

Das Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt, dass im Gesundheitswesen zum Schutz vor Infektionen grundsätzlich auf künstliche und lackierte Fingernägel verzichtet werden sollte.

Doch sind die natürlich gewachsenen Fingernägel gesund, kann ihnen die künstliche Variante ohnehin nicht das Wasser reichen. Dabei sollte bedacht werden, dass die Schönheit der Nägel nicht nur durch äussere Pflege, sondern ebenso von innen erfolgt.

Gesunde Fingernägel mit der richtigen Ernährung

Wer sich ausgewogen ernährt, erhöht seine Chancen, gesunde Fingernägel zu behalten. Zu den Vitalstoffen, die Fingernägel schützen und das gesunde Wachstum der Nägel unterstützen, zählen insbesondere die folgenden:

  • Vitamin A (z. B. in Karotten, Grünkohl und Kürbis) bringt den Stoffwechsel in Schwung, und auf einen aktiven Stoffwechsel sind die Fingernägel ganz besonders angewiesen – die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 1 mg (Männer) und 0,8 mg (Frauen) und kann schon mit 150 g Spinat gedeckt werden.
  • Biotin bzw. Vitamin B7 (z. B. in Sojabohnen, Haferflocken und Nüssen) festigt die Nägel – die empfohlene tägliche Aufnahme liegt bei 30 bis 60 Mikrogramm, 150 g Erdnüsse liefern bereits genügend Biotin für einen Tag.
  • Vitamin B5 (z. B. in Vollkornprodukten, Avocados und Pinienkernen) übt auf die Nägel eine Schutzfunktion aus – der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen beträgt 6 mg, was z. B. auch in etwa 100 g Steinpilzen steckt.
  • Zink (z. B. in Walnüssen, Pilzen und Linsen) kräftigt die Fingernägel – der tägliche Bedarf liegt bei 12 mg für Frauen und 15 mg für Männer. Die Hälfte des Tagesbedarfs kann schon durch 50 g getrocknete Linsen, 50 g Haferflocken und 50 g Paranüsse gedeckt werden.
  • Eisen (z. B. in Weizenkleie, Kürbiskernen, Sesam und Leinsamen) verleiht den Fingernägeln Stabilität und Elastizität – die empfohlene Eisenzufuhr beträgt für Frauen 18 mg und für Männer 12 mg, was in etwa 180 g dicken Bohnen entspricht; Vitamin-C-reiche Kost unterstützt überdies die Aufnahme von Eisen.
  • Silizium (z. B. in Ackerschachtelhalm, Brennnessel und Gerste) ist für das Wachstum der Nägel von besonderer Bedeutung – die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 20 und 50 mg pro Tag, in 10 g Hirse stecken bereits 50 mg Silizium – und eine Tagesdosis mit organischem Silizium als Nahrungsergänzung (Tropfen) versorgt bereits mit 70 mg Silizium und kann Mängel besonders schnell ausgleichen.

Gerade weiche, dünne und brüchige Nägel können auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen sein. In diesem Fall lohnt es sich, gezielt auf Nahrungsergänzungsmittel zu setzen.

Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass Vitalstoffe die Fingernägel nur dann im vollen Umfang erreichen können, wenn der Darm gesund ist und das Säure-Basen-Gleichgewicht im Lot ist.

Gesunde Darmflora – Gesunde Fingernägel

Der Darm beeinflusst nicht nur unser Immunsystem, unser Gewicht und unsere Gefühle, sondern auch unsere Fuss- und Fingernägel. Dies ist mitunter darauf zurückzuführen, dass nur ein gesunder Darm auch wirklich ausreichend Nähr- und Vitalstoffe aufnehmen kann. Überdies kann ein Teil der Darmflora offenbar auch Biotin selbst herstellen, so dass eine Störung der Darmflora – die sich in den unterschiedlichsten Symptomen äussern kann – für die Fingernagelgesundheit ein Problem darstellen kann.

In diesem Fall kann durch den Aufbau der Darmflora viel erreicht werden. Wie Sie Ihre Darmflora zuverlässig sanieren und neu aufbauen können, erfahren Sie hier.

Entsäuern für schöne Fingernägel

Neben glanzlosem Haar, vorzeitiger Hautalterung und Cellulite sind auch brüchige Nägel ein typisches Zeichen für eine latente Übersäuerung. Eine Übersäuerung besteht, wenn der Säure-Basen-Haushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dann nämlich haben Bakterien und Pilze ein leichtes Spiel und es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Nagelbettentzündung oder einen Nagelpilz.

Eine regelmässige Entsäuerung stärkt in Verbindung mit einer basenüberschüssigen Lebensweise das Immunsystem und schützt in Folge auch die Nägel. Wenn Sie nun mehr über die Entsäuerung des Körpers erfahren möchten, folgen Sie einfach dem vorangegangenen Link.

Wie Sie nun mit weiteren ganzheitlichen und naturheilkundlichen Massnahmen Ihren Fingernägeln etwas Gutes tun können, zeigen Ihnen die folgenden Tipps.

8 Tipps für schöne und gesunde Fingernägel

Es gibt jede Menge einfacher Hausmittel, mit deren Hilfe die Gesundheit der Nägel gestärkt und erhalten werden kann.

1. Brennnessel und Kieselerde gegen brüchige Nägel

Die Wirkstoffe von Brennnessel und Kieselerde (Silizium) kräftigen die Fingernägel. Trinken Sie morgens und abends einen Brennnesseltee. Sein natürlicher Siliziumgehalt kann durch Zugabe von organischem Silizium in Tropfenform erhöht werden, wodurch langfristig die Bruchgefahr der Fingernägel eliminiert werden kann. Für die Zubereitung wird ein Esslöffel getrockneter Brennnesselblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen und fügen Sie dann das Silizium nach Anwendungsempfehlung (siehe Packung) hinzu.

2. Mandelöl regeneriert Fingernägel

Mandelöl macht die Fingernägel besonders widerstandsfähig. Sind die Nägel aufgrund von Nagellack oder anderen Strapazen überlastet, tut ihnen eine Extra-Pflege besonders gut. Mandelöl hilft dem Nagel und der Nagelhaut bei der Regeneration. Reiben Sie Ihre Fingernägel alle zwei Tage sorgfältig damit ein.

3. Knoblauch schützt vor Nagelpilz

Knoblauch wirkt antimykotisch und beugt deshalb Pilzinfektionen vor. Kochen Sie eine geschälte Knoblauchzehe in einer Tasse Milch auf und baden Sie Ihre Nägel in dem abgekühlten Sud. Sollten Sie bereits an Nagelpilz gelitten haben, kann auf diese Weise eine Neuinfektion verhindert werden.

4. Ringelblume heilt Nagelbettentzündungen

Ist Ihr Nagelbett entzündet, ist ein Ringelblumen-Fingerbad zu empfehlen. Geben Sie 2 Esslöffel frische oder getrocknete Ringelblumenblüten in einen Viertelliter Wasser und lassen Sie den Tee für 5 Minuten köcheln. Dann seihen Sie den Tee ab und lassen ihn abkühlen. Baden Sie darin den betroffenen Finger zwei Mal täglich für 10 Minuten.

5. Gesunde Fingernägel mit Traubenkernextrakt

Um die Elastizität der Fingernägel zu erhöhen, hat sich die Einnahme von Traubenkernextrakt bewährt. Das darin enthaltene Antioxidans OPC verleiht den Nägeln Stabilität und wirkt Nagelbettentzündungen entgegen. Um gesunde Fingernägel zu schützen und strapazierte Fingernägel wieder gesunden zu lassen, haben sich 1 bis 3 mg OPC/kg Körpergewicht als optimal erwiesen.

6. Gesunde Fingernägel mit Olivenölbäder und Peeling

Von einem wöchentlichen Handbad in lauwarmem Olivenöl profitieren sowohl die Fingernägel als auch die Nagelbetthaut. Die Nägel fühlen sich nach so einem Ölbad besonders geschmeidig an und kleine Verletzungen rund um den Nagel können besser abheilen. Hierfür wird etwas kaltgepresstes Olivenöl angewärmt und dann können die Fingerspitzen für einige Minuten eingetaucht werden. Gibt man etwas feinen Sand in das Olivenölbad, wird ein zusätzlicher Effekt erreicht: Ab und zu tut auch den Fingernägeln ein sanftes Peeling gut.

7. Gesunde Fingernägel mit Heilerde-Packungen

Handpackungen mit Heilerde (z. B. Bentonit) verleihen brüchigen Fingernägeln neue Stärke und helfen auch bei Nagelpsoriasis. Dafür wird etwa 1 Esslöffel Heilerde mit etwas Wasser, einem halben Teelöffel Honig und 2 Teelöffeln Arganöl zu eine cremigen Substanz verrührt. Dann wird die Packung auf die Nagelpartie – und bei Bedarf auch auf die Hände – aufgetragen. Die Einwirkzeit beträgt 10 bis 15 Minuten.

8. Gesunde Fingernägel: Zimtpulver gegen Nagelpilz

Dies ist ein altes Hausmittel, das schon vielen Menschen bei Nagelpilz geholfen hat. 2 Teelöffel Zimtpulver werden mit 1 Esslöffel Honig vermengt und abends vor dem Zubettgehen auf den erkrankten Nagel gestrichen. Ein Fingerling aus Baumwolle sorgt dafür, dass das Heilmittel während des Schlafens nicht auf dem Bettbezug landet. Morgens wird der Nagel mit lauwarmem Wasser abgespült und mit Arnika-Tinktur eingerieben – die ersten Erfolge zeigen sich meist schon nach einigen Tagen.

Fazit: Oft wird den Fingernägeln zu viel Aufmerksamkeit geschenkt und sie werden "totmanikürt", oft fristen sie in punkto Pflege aber auch ein trauriges Schattendasein. Der goldene Mittelweg für gesunde Fingernägel ist eine regelmässige und behutsame Pflege mit ganzheitlichen Mitteln.

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Quellen:



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