Zentrum der Gesundheit
Wie die Fleischlobby Hungersnöte verursacht

Wie die Fleischlobby Hungersnöte verursacht

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(Zentrum der Gesundheit) - Im 4. Jahrhundert v. Chr. verfasste der griechische Philosoph Platon sein berühmtes Werk Politeia (Der Staat), das verschiedene Reden seines Lehrers Sokrates enthält. Unter anderem spricht Sokrates darüber, wie ein Staat seine wirtschaftliche Grundlage gesund erhalten kann, und er betont dabei, dass dies am besten auf der Grundlage einer allgemeinen vegetarischen Ernährung möglich ist.

Der Un-heimliche Zusammenhang des Fleischwahns

Sokrates sagte:

So werden sie ihr Leben friedlich und gesund hinbringen und aller Wahrscheinlichkeit nach wohlbetagt sterben, ihren Nachkommen ein ebensolches Leben hinterlassend.

Danach warnt Sokrates, dass mehr Weideland benötigt werde, sobald die Menschen begännen, den Tierbestand zu erhöhen, um zusätzlich Schlachttiere zu halten:

Und das Land, das ursprünglich gross genug war, um all seine Bewohner zu ernähren, wird auf einmal zu klein sein. Also werden wir von den Nachbarn Land abschneiden müssen, wenn wir genug haben wollen zur Viehweide und zum Ackerbau, und sie auch wiederum von unserem, wenn sie sich ebenfalls gehen lassen und - die Grenzen des Notwendigen überschreitend - nach unangemessenem Besitz streben.

Und so werden wir von dann an Kriege führen müssen. (Politeia, 13-14)

Es ist bemerkenswert, dass dem Philosophen Sokrates nicht nur die ethischen und gesundheitlichen Nachteile des Fleischessens bekannt waren, sondern offensichtlich auch die ökonomischen.

Er weist mit Recht darauf hin, dass die Erde genug Nahrung für alle ihre Bewohner hervorbringt, dass aber ein Fehlverhalten von nur wenigen Menschen schon weittragende Folgen haben kann.

Welch verhängnisvolles Ausmass diese Folgen heute angenommen haben, konnte sich allerdings wohl selbst Sokrates nicht vorstellen. Der Teufelskreis, der durch den Konsum von Fleisch ausgelöst wird, ist wahrscheinlich das bezeichnendste Beispiel für den Zusammenhang von menschlicher Unvernunft und blinder Zerstörung.

Nahrungsmittel- und Geldverschwendung

Fleisch ernährt wenige auf Kosten vieler, denn für die Produktion von Fleisch wird wertvolles Getreide, das die Menschen direkt ernähren könnte, an Tiere verfüttert; in Europa sind das etwa 60% des erzeugten Getreides.

Laut amtlichen Angaben des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten werden in Amerika über 90% des angebauten Getreides an Schlachttiere (Rinder, Schweine, Schafe, Hühner usw.) verfüttert.

Oder anders ausgedrückt: An die Schlachttiere Amerikas wird jährlich mehr Getreide verfüttert, als die Bevölkerung von Indien und China zusammengenommen zur Ernährung braucht! (aus: Grefe 1986. Das Brot des Siegers - Das Hackfleisch-Imperium, S. 27)

Weltweit gesehen, wird mindestens ein Drittel der gesamten Getreideernte an Vieh verfüttert. Von der Getreidemenge, mit der man 100 Schlachtkühe ernährt, könnte man 2000 Menschen Nahrung bieten.

Alle Schlachttiere auf der ganzen Welt zusammengenommen verbrauchen eine Futtermenge, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht - das ist mehr als die gesamte Weltbevölkerung!

Dieses Verfahren, hochwertige pflanzliche Nahrungsmittel in Fleisch umzuwandeln, ist über alle Massen verschwenderisch, denn Fleischproduktion ist, was Nahrungsmittelerzeugung betrifft, die schlechteste Form der Bodennutzung: Um ein Rind ein Jahr lang zu mästen, benötigt man 0,5 Hektar Land.

Nach einem Jahr erhält man von diesem Tier rund 300kg essbares Fleisch. Hätte man während dieses Jahres auf derselben Fläche Getreide oder Kartoffeln angepflanzt, hätte man (mit Bio-Anbau) mindestens 2.000 kg Getreide bzw. 15.000 kg Kartoffeln ernten können!

Anders ausgedrückt: Ein einziges Steak von 225 Gramm enthält soviel Pflanzenenergie, wie benötigt wird, um einen Tag lang rund 40 hungernde Menschen zu ernähren!

Die genannte Verschwendung geschieht willentlich und mit knallhartem Kalkül. In den letzten sechzig Jahren, das heisst seit dem Zweiten Weltkrieg, haben finanzstarke Konzerne begonnen, zahllose landwirtschaftliche Kleinbetriebe aufzukaufen und in riesige Kommerzfarmen umzuwandeln, um so das Land mit Monokulturen auszubeuten.

Dadurch warfen diese Grossplantagen (die hauptsächlich europäischen, amerikanischen und japanischen Chemie-, Versicherungs- und Bankriesen gehören) dreifache und noch höhere Getreideerträge ab.

Dies war nur möglich durch den Einsatz von hochtechnologischen Maschinen, chemischem Dünger und Agrargiften.

Um zu verhindern, dass aufgrund dieser Überproduktion von Getreide die Preise sinken, mussten die Ernteerzeugnisse "vom Markt ferngehalten" werden, das heisst im Klartext: sie mussten entweder gänzlich vernichtet oder aber in grossen Mengen verschwendet werden.

Man stand also vor der Frage, wie man den Getreideüberschuss möglichst profitbringend loswerden konnte. Die Antwort lag auf der Hand: durch vermehrte Fleischproduktion! Und die Rechnung war einfach:

Man mästet Schlachttiere mit der überproduzierten Nahrung, die an sich totes Kapital darstellt, und verkauft das Fleisch alsdann mit hohem Gewinn.

Tiere fressen eine viel grössere Menge Futter, als ihre Schlachtung Fleisch ergibt, und von allen Tieren ist das Rind am wenigsten dazu geeignet, pflanzliches Protein in tierisches Protein zu verwandeln. Rindfleisch stellt also die "ideale" Verschwendung dar:

Ein Kilogramm Rindfleisch entspricht rund 10 Kilogramm Getreide oder Sojabohnen. Die restlichen 9 Kilogramm - also 90% - sind für den Menschen verloren! (Der Wert für Schweinefleisch liegt bei rund 1:3, für Eier bei rund 1:4 und für Geflügel bei rund 1:12.)

Diese Verschwendungstaktik der multinationalen Grosskonzerne führte zu einem explosionsartig gesteigerten Fleischangebot, und so musste dem Volk der wachsende Fleischberg irgendwie schmackhaft gemacht werden.

Über eine grossangelegte Werbung und "wissenschaftliche" Propaganda wurde verkündet, Fleisch sei gesund und wichtig, der Mensch brauche viel Protein, pflanzliches Protein sei minderwertig, Vegetarier hätten Mangelerscheinungen, usw.

Leider wird dieser von der Fleischindustrie in die Welt gesetzte Unsinn auch heute noch von nicht wenigen Ärzten, Medizinprofessoren und -studenten geglaubt und verkündet.

Die Fleischwirtschaft ist also massgeblich für die Vernichtung von Nahrungsmitteln verantwortlich. Und dennoch wird die Fleischproduktion immer wieder durch neue Gesetze mit riesigen Subventionen gefördert (beispielsweise betragen die jährlichen EU-Subventionen allein für Rinder über 2, 5 Milliarden Euro!).

Während die Fleischpreise mit solchen Subventionen, das heisst mit unseren Steuergeldern, künstlich niedriggehalten werden, haben Bio-Bauern, die "nur" Obst und Getreide produzieren, grosse Mühe zu überleben.

Nahezu alle Bauern sagen, dass sie ohne Fleischproduktion nicht existieren könnten.

An diesem Missstand hat sich bis heute nicht viel geändert. (Weltweit nimmt die Fleischproduktion sogar zu.) Aufgrund der vielen Maschinen, des hybriden Saatguts, der gewaltigen Menge an Düngemitteln, Pestiziden, Mastmitteln usw. sowie der ständig neuen Krankheiten bei Pflanzen und Tieren, kostet die Land-, Tiermast- und Forstwirtschaft wesentlich mehr, als sie einbringt.

Diese Kluft soll nun durch eine weitere Steigerung der Ernteerträge überwunden werden - "dank" Genveränderung des Saatgutes ...

Statt die offensichtlich falsche, nur auf Profitsucht basierende Grundausrichtung zu ändern , wollen nun die Gentech- und Pharma-Firmen die Produktion auf Teufel-komm-raus bis ins Extrem steigern.

Aber trotz der schönen Versprechungen von ihrer Seite zeigen sich bereits heute viele neue Probleme dieser Entwicklung, und zwar solche von nochmals anderer Tragweite als die bereits vorhandenen.

Schafe sterben auf Genveränderten Baumwollfeldern

Neue Studien über gentechnisch veränderte Baumwollfelder haben grosse Besorgnis in bezug auf die Sicherheit genmanipulierter Baumwolle erregt. Diese wird weitläufig sowohl in der Nahrung als auch in der Kleidung verwendet.

Ein vorläufiger Bericht aus Neuseeland, der Ende April veröffentlicht wurde, deckte auf, dass tausende Schafe starben, nachdem sie auf Ländereien grasten, die mit genveränderter Baumwolle bepflanzt waren.

Sieben Tage, nachdem die Schafe und Ziegen sowohl weiche Blätter als auch Samen der Baumwolle regelmässig gefressen hatten, begannen diese zu sterben. Die Baumwolle verblieb nach dem Sammeln auf den Feldern.

Im Dezember 2005 wurde eine dreimonatige Studie herausgegeben. Sie förderte zutage, dass Arbeiter in genmanipulierten Baumwollfeldern nach der Ernte an ernsthaften Hautreaktionen litten.

Diese waren durch juckende und blasenbildende Ausschläge gekennzeichnet, die selbst nach Monaten noch schwarze Flekken auf der Haut hinterliessen.

Die British Medical Association hat bereits singalisiert, dass genveränderte Produkte ernsthafte Risiken mit sich bringen können. So entwickelten Frauen, in deren Produkten für die persönliche Hygiene genmanipulierte Substanzen enthalten waren, eine Resistenz gegenüber Medikamenten für Geschlechtskrankheiten.

In einigen Regionen Indiens scheiterte der Anbau von genveränderter Baumwolle ebenfalls. Als die Schulden, die durch die hohen Kosten der Baumwolle verursacht wurden, viele Bauern in den Ruin trieben, kam es zu vielen Selbstmorden.

Dies veranlasste das GEAC, das indische Komitee zur Genehmigung des Genanbaus, nach drei Jahren kommerziellen Anbaus, einzugestehen, dass die Sorten Mech184 Bt, Mech-162 Bt und Mech-12 Bt der Firma Mahyco-Monsanto ein Fehlschlag seien.

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Quellen:

  • Zentrum der Gesundheit



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