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Sechs überzeugende Argumente, weniger Fleisch zu essen

Sechs überzeugende Argumente, weniger Fleisch zu essen

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(Zentrum der Gesundheit) - Jeder Mensch verfügt über ganz individuelle genetische Voraussetzungen und daher ist es auch nachvollziehbar, dass es keine Ernährungsweise gibt, die für jeden optimal ist. Selbst tierische Produkte sind für einige Menschen gesund. Dies setzt allerdings voraus, dass sie in geringen Mengen genossen werden und stets mit frischem Gemüse oder knackigen Salaten kombiniert werden. Auf Beilagen wie Bratkartoffeln, Pommes, Knödel sowie fette Saucen sollte natürlich verzichtet werden, damit man das Wort "gesund" in diesem Zusammenhang weiterhin vewenden kann. Mit diesem Artikel wollen wir "eingefleischten" Geniessern zeigen, dass es sich lohnt, den Verzehr tierischer Produkte zumindest etwas einzuschränken.

Ernährungsweisen, die ganz ohne Fleisch auskommen

Mit den nachstehenden fleischlosen Ernährungsarten wollen wir die Fleischliebhaber unter Ihnen natürlich nicht überzeugen - das wäre wirklich zu viel des Guten. Wir wollen zunächst nur unterschiedliche Ernährungsmöglichkeiten aufzeigen. Für viele Menschen hat sich sicher eine der nachfolgend aufgeführten Ernährungsweisen bereits als die für sie optimale Form der Ernährung herausgestellt.

Die Rohkost

Einige wenige Menschen haben für sich die Rohkost entdeckt. Diese Ernährung ist tatsächlich die einzige, bei der noch LEBENSmittel im wahrsten Sinne des Wortes verzehrt werden. Da sie nicht gekocht werden, enthalten sie die grösstmögliche Nährstoffdichte und Vitalstoffvielfalt. Diese Lebensmittel unterstützen den Körper bei der Ausscheidung von Schadstoffen und leiten die Regeneration seiner Organe und -systeme ein. Die Rohkost zählt aus diesem Grund zu den gesündesten Ernährungsweisen. Dennoch ist sie nicht für jeden Menschen geeignet.

Die vegane Ernährung

Die Veganer lehnen den Verzehr jeglicher tierischer Produkte aus ethischen oder anderen Gründen konsequent ab. Nicht nur eine Reihe berühmter Zeitgenossen, die uns aus den Medien bekannt sind, leben seit vielen Jahren vegan und fühlen sich energievoll und gesund. Es zeichnet sich mittlerweile sogar ein deutlicher Trend, hin zur veganen Ernährungsweise, ab. Achtet der Veganer auf eine ausgewogene Zufuhr sämtlicher Nähr- und Vitalstoffe, so ernährt er sich wirklich gesund.

Der Vegetarismus

Den Vegetarismus haben - im Vergleich zu den bereits erwähnten Ernährungsformen - wohl bislang die meisten Menschen für sich entdeckt. Sie verzehren zwar tierische Produkte, verzichten jedoch konsequent auf Fleisch, daraus hergestellte Produkte sowie auf Fisch. Der grösste Fehler, der bei dieser Ernährungsweise leider häufig gemacht wird ist der, dass die reduzierte Eiweissaufnahme aufgrund des Fleisch-, Wurst- und Fischverzichtes durch ein Übermass an Milchprodukten kompensiert wird. Dies ist deshalb fatal, da die Milch als solche, ebenso wie daraus hergestellter Käse, Joghurt, Quark etc., den Körper übersäuern und verschleimen.

Zudem sind die Milcheiweisse sehr häufig Auslöser allergischer Reaktionen. Eine vegetarische Ernährung mit einem hohen Milchkonsum ist daher generell nicht gesund.

Die "eingefleischten" Fleischesser

Neben den konsequenten Rohköstlern, Veganern und Vegetariern gibt es aber auch noch die überzeugten Fleischesser. Für sie ist eine Mahlzeit ohne tierische Produkte - ganz gleich welcher Art - kein "vernünftiges" Essen. Sie halten derart eisern an ihrer Einstellung fest, dass sämtliche Argumente, die gegen den exzessiven Fleischverzehr sprechen, vollkommen an ihnen abprallen.

Leider geht die fleischreiche Kostform in der Regel mit einer insgesamt ungesunden Ernährungsweise einher, so dass die Liebhaber dieser Ernährung oft schon frühzeitig von ernährungsbedingten Erkrankungen heimgesucht werden. Seien es unangenehme Verdauungsprobleme, eine schmerzhafte Arthrose oder gar ein Herzinfarkt - manche Menschen sind leider erst in dieser Situation bereit, den Verzehr tierischer Produkte zumindest deutlich einzuschränken.

Gesunder Fleischverzehr - das sollten Sie beachten

Dies soll jedoch kein Appell an alle Menschen sein, sich zukünftig ausschliesslich fleischlos zu ernähren, denn es gibt auch jene Menschen, denen ein gemässigte Verzehr tierischer Produkte gut tut. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass diese Ernährung ihrer Gesundheit nicht schadet, ist das Beachten der folgenden drei Faktoren:

  1. Tierische Produkte sollten nur jeden zweiten Tag in EINER Mahlzeit vertreten sein.
  2. Tiere aus artgerechter Haltung und Fütterung stellen ein wesentliches Kriterium für die gesundheitliche Auswirkung des Fleischverzehrs auf den Körper dar.
  3. Auf den Verzehr von Schweinefleisch und daraus hergestellter Wurst sollte generell verzichtet werden, denn dieses Fleisch ist extrem säurebildend. Es trägt noch viel mehr als andere Fleischarten zur Übersäuerung des Körpers bei. Rheuma, Gicht und alle Erkrankungen, denen Entzündungsprozesse zugrunde liegen, können die Folgen eines häufigen Schweinefleisch-Verzehrs sein.
  4. Die Kombination von tierischen Produkten mit kohlenhydratreichem Getreide, Nudeln oder Kartoffeln sollte vermieden werden, da sie das Verdauungssystem sehr stark beansprucht und ein bereits geschwächtes Verdauungssystem überfordert.


Wenn Sie diese Faktoren berücksichtigen, können Sie Ihr Fleisch bedenkenlos weiterhin geniessen.

Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum

Es gibt viele Gründe, die gegen einen hohen Fleischkonsum sprechen. Dass Sie mit einem übermässigen Verzehr tierischer Produkte Ihrer physischen und psychischen Gesundheit immens schaden, scheint uns ein sehr ernst zu nehmendes Argument zu sein. Aber auch die ethischen und ökonomischen Argumente sind überzeugend und sollten nicht ausser Acht gelassen werden.

Argument 1: Die ethischen und gesundheitlichen Gründe

Kommerzielle Fleischprodukte werden industriell hergestellt. Das Nutzvieh wird zu diesem Zweck oftmals unter grausamen und unwürdigen Umständen gehalten und schliesslich auf ebenso grausame Weise in die Schlachthäuser transportiert und dort getötet.

Bevor die Tiere ihr würdeloses Ende finden, werden sie in Massen auf engstem Raum eingepfercht und permanent mit Antibiotika und gentechnisch veränderten Wachstumshormonen behandelt. Diese Medikamente finden sich natürlich auch im Fleisch und den daraus hergestellten Produkten wieder.

Die Tiere werden mit Getreideprodukten zwangsernährt, während sie doch eigentlich auf einer Weide grasen oder zumindest mit Heu gefüttert werden sollten. Bei den verwendeten Futtermitteln handelt es sich in der Regel um gentechnisch veränderte Produkte, die zudem noch mit Herbiziden und Pestiziden besprüht wurden.

Mit den Auswirkungen gentechnisch veränderter Getreidearten muss sich auch IHR Körper auseinandersetzen, ebenso wie mit den toxischen Spritzmitteln.

Wenn Sie diese Art der Fleischerzeugung unterstützen, tragen Sie also nicht nur dazu bei, dass die Tiere weiterhin unter grausamsten Bedingungen ihr erbärmliches Leben fristen müssen, sondern sie schaden damit auch letztlich ihrer eigenen Gesundheit.

Argument 2: Die ökonomischen Gründe

Für die Produktion von nur einem Pfund Fleisch werden knapp 100 Pfund Getreide als Futtermittel benötigt. Dieses Getreide steht somit der Weltbevölkerung als Lebensmittel nicht mehr zur Verfügung, so dass unzählige Menschen Jahr für Jahr verhungern.

Würden die Menschen weniger Fleisch essen, könnte zudem noch mehr Ackerfläche für die Produktion pflanzlicher Lebensmittel genutzt werden. Ganz abgesehen davon, dass die Unmengen an Tierfäkalien das Grundwasser kontaminieren.

Von einem stark reduzierten Fleischverzehr würden der Mensch, das Tier und die Umwelt gleichermassen profitieren. Und nicht nur das! Auch das Klima bekäme wieder eine Chance zur Erholung!

Argument 3: Die "klimatischen" Gründe

Besonders die Produktion von Fleisch und Käse schadet dem Klima enorm. Eine Ernährung auf der Basis von pflanzlichen Lebensmitteln hingegen wäre die Rettung vor dem drohenden Klimakollaps.

Jedes Kilogramm Rindfleisch verursacht im Laufe seines Werdegangs 17 Kilogramm Treibhausgase, bei Käse sind es pro Kilogramm 15 Kilo Kohlendioxid. Obst und Gemüse - idealerweise aus regionaler und saisonaler Bio-Produktion - führen zu einem Kohlendioxidausstoss von nicht einmal 2 Kilogramm pro Kilogramm Lebensmittel. Siehe auch unseren Beitrag: Klimakiller Fleischesser

Wem also das Klima am Herzen liegt, wer auch in Mittel- und Nordeuropa noch einen Sommer und nicht nur Regengüsse erleben möchte, wer gerne vor Ort rodeln und zum Skifahren nicht nach Norwegen oder Kanada reisen möchte und wer Spanien auch in zehn Jahren noch grün und fruchtbar und nicht als Wüste erleben möchte - der könnte mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung dazu beitragen.

Argument 4: Die ernährungsphysiologischen Gründe

Pflanzliche Lebensmittel liefern essentielle Aminosäuren, die es dem Körper ermöglichen, komplette Proteine (Eiweisse) zu generieren. Die Verstoffwechselung dieser Proteine erfolgt ohne übermässigen Energieaufwand. Noch leichter verwertbar als die pflanzlichen Proteine sind jedoch die tierischen Proteine.

Diese Aussage mag jeden Liebhaber tierischer Produkte erfreuen, doch sie hat einen gravierenden Haken, denn die leichtere Verwertbarkeit trifft ausschliesslich auf ROHE Tierprodukte zu. Durch das Erhitzen verändern sich die Eiweissstrukturen, so dass der scheinbare Vorteil gegenüber den pflanzlichen Eiweissen vollkommen verloren geht.

Der Verzehr von Tatar oder einem rohen Ei ist vielen Menschen sicher nicht fremd, aber wären Sie bereit, Ihr Schnitzel, Steak oder Hackfleisch zukünftig roh zu verspeisen :-)?

In der erhitzten Form bedarf die Verstoffwechselung der Eiweisse einer erhöhten Produktion von Stoffwechselenzymen. Eine übermässige Zufuhr dieser Eiweisse kann die Leistungsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse insgesamt reduzieren. Eine andauernde Überbeanspruchung der Bauchspeicheldrüse kann letztlich die Diagnose "Diabetes" zur Folge haben.

Die Bauchspeicheldrüse produziert auch Enzyme, die in der Lage sind, Krebszellen zu zerstören. Ist dieses wichtige Organ allerdings aufgrund eines hohen Konsums tierischer Eiweisse - in Verbindung mit einer übermässigen Zufuhr von Kohlenhydraten - in ihrer Tätigkeit eingeschränkt, so wird der Betroffene automatisch auch anfälliger für Krebserkrankungen.

Argument 5: Der Mineralstoffmangel

Ein Grossteil der Bevölkerung weist einen erheblichen Mineralstoffmangel auf, an dem auch der viel zu häufige Verzehr tierischer Produkte ursächlich beteiligt ist. Der Grund dafür ist simple, denn tierische Eiweisse erzeugen während der Verstoffwechselung eine Menge schädlicher Säuren. Das Fleisch enthält zwar auch Mineralien, die diese Säuren neutralisieren, aber deren Menge reicht nicht aus - es kommt zwangsläufig zum Säureüberschuss.

Da eine fleischreiche Ernährungsweise in der Regel gleichzeitig auch sehr arm an basenbildenden Lebensmitteln ist, muss der Körper zum Zwecke der Säureneutralisation seine eigenen Mineralstoffreserven zur Verfügung stellen. Dies führt unabwendbar zur Entmineralisierung des Körpers, in dessen Folge sich dann degenerative Krankheiten wie Parodontose, Osteoporose, Arthrose etc. entwickeln.

Argument 6: Die emotionale Belastung

Sowohl der menschliche als auch der tierische Organismus speichert in seinen Organen und Geweben Emotionen in Form von Energie. Bei einer Organspende wird genau diese dort gespeicherte Energie freigesetzt und gelangt so in den Körper eines anderen Menschen. Dieser übernimmt damit automatisch auch die Emotionen, die das Organ gespeichert hatte.

Dasselbe geschieht beim Fleischverzehr. Mit jedem Stück Fleisch gelangt auch ein Teil der dort gespeicherten Emotionen in den Körper. Leider sind sie nur äusserst selten positiver Art, denn die allermeisten Tiere erleiden Schreckliches auf ihrem letzten Weg zur Schlachtbank. Die Emotionen, die mit dem Verzehr eines solchen Fleisches aufgenommen werden sind Aggression, panische Angst und pure Verzweiflung…

Lesen Sie auch die Argumente die Fleischesser

Fazit

Der Fleischverzehr in moderaten Mengen und von Tieren, die ein artgerechtes Leben führen durften, ist für Menschen mit einer relativ guten Gesundheit durchaus in Ordnung. Wir hoffen jedoch, mit diesem Beitrag vor allem jenen Menschen, die definitiv zu viel Fleisch zu sich nehmen, ein paar überzeugende Argumente geliefert zu haben, um ihr Essverhalten doch noch einmal zu überdenken. Denn auch beim Fleischverzehr wird die Aussage "weniger ist mehr" wieder anschaulich bestätigt :-).

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Quellen:



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