Zentrum der Gesundheit
Bio-Lebensmittel – Mehr Antioxidantien, weniger Giftstoffe

Bio-Lebensmittel – Mehr Antioxidantien, weniger Giftstoffe

Autor: , Letzte Änderung:

(Zentrum der Gesundheit) – Bio-Lebensmittel werden umweltschonend und tierfreundlich erzeugt. Das ist nicht neu. Aber ist Bio-Nahrung auch gesünder, vielleicht auch antioxidantienreicher als konventionelles Essen? Seit Jahren ein umstrittenes Thema. Ein internationales Forscherteam liefert jetzt überzeugende Beweise: Bio-Lebensmittel bieten viel mehr Antioxidantien als herkömmliche Nahrung. Gleichzeitig ist Bio-Kost – so die Wissenschaftler – deutlich weniger mit Giftstoffen belastet. Bio lohnt sich für Ihre Gesundheit also mehr denn je.

Bio-Lebensmittel liefern bis zu 69 Prozent mehr Antioxidantien

Bio-Bauern tun der Umwelt gut. Ob ihre Produkte auch gesünder oder gar antioxidantienreicher sind als die von ihren konventionell arbeitenden Kollegen, ist sehr umstritten.

Eine aktuelle Studie weist nach, dass sich biologisch und konventionell angebaute Kulturpflanzen bezüglich ihrer Nährwertzusammensetzung nachweislich unterscheiden und Bio-Lebensmittel bis zu 69 Prozent mehr Antioxidantien als herkömmliche Nahrung enthalten.

Das belegen die am 14. Juli 2014 im British Journal of Nutrition veröffentlichten Ergebnisse einer internationalen Studie der Universität Newcastle (Grossbritannien). Die Untersuchung ist laut ihrer Autoren der bislang umfassendste Vergleich, der je zum Nährstoffgehalt von biologischen und konventionellen Lebensmitteln durchgeführt wurde.

343 Einzelstudien zu den Inhaltsstoffen und dem Gehalt an Antioxidantien von biologisch und konventionell angebauten Feldfrüchten haben die Wissenschaftler – darunter der Schweizer FibL-Direktor Urs Niggli (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) – mit neuesten Methodenstatistisch ausgewertet.

Mehr Antioxidantien – geringeres Krankheitsrisiko

Der signifikant höhere Antioxidantiengehalt ist unter anderem deshalb so wichtig, weil viele Untersuchungen Antioxidantien mit einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten und chronische Krankheiten in Verbindung bringen.

Der höhere Antioxidantiengehalt in Bio-Kost – so die Studie – entspreche ein bis zwei zusätzlichen Obst- und Gemüse-Portionen pro Tag.

Bio-Lebensmittel enthalten weniger Kadmium

Zudem konnte das Team in Newcastle bei seinen Vergleichen deutlich unterschiedliche Werte an toxischen Schwermetallen feststellen, zum Beispiel fast 50 Prozent weniger Kadmium in biologisch angebautem Obst, Gemüse und Getreide.

Kadmium gehört gemeinsam mit Blei und Quecksilber zu den gefährlichsten Schwermetallen, die sich in unserer Nahrung befinden können.

"Die Debatte bio versus nicht-bio läuft bereits seit Jahrzehnten. Die Aussage dieser Studie ist jedoch überwältigend. Wir haben eindeutig nachgewiesen, dass sich biologisch und konventionell angebaute Kulturpflanzen bezüglich ihrer Nährwertzusammensetzung unterscheiden“, so Carlo Leifert, Professor für biologische Landwirtschaft an der Universität Newcastle.

Alte Forschungsergebnisse widerlegt

2009 war bei einer von der UK Food Standards Agency (FSA) in Auftrag gegebene Untersuchung festgestellt worden, dass es keinen nachweisbaren Unterschied oder signifikanten ernährungsphysiologischen Nutzen durch biologische Lebensmittel gebe.

Damals hatte man nur 46 Studien zu Nutzpflanzen, Fleisch und Milchprodukten berücksichtigt; Leifert und sein internationales Team werteten jetzt fast acht Mal so viele Untersuchungen (343) aus.

„Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Studien ist der Zeitpunkt ihrer Durchführung“, erklärt Leifert. „Inzwischen liegen uns sehr viel mehr auswertbare Daten vor, als das noch vor fünf Jahren der Fall war.“

Diese Produkte könnten Sie interessieren

Bio-Kost enthält weniger Nitrate

Leiferts Team konnte jedoch nicht nur nachweisen, dass biologisch Angebautes mehr Antioxidantien und gleichzeitig weniger giftige Schwermetalle wie Kadmium enthält.

Auch in Sachen Nitrat ist Bio-Nahrung sehr viel gesünder. Nitratverbindungen können sich im Körper zu Nitrit und daraufhin zu hochgradig krebserregenden Nitrosaminen entwickeln, weshalb man auf den Nitratgehalt im Trinkwasser achten sollte und gerade naturgemäss nitratreiche Gemüse (Blattgemüse, Rote Bete u. a.) ausschliesslich in Bio-Qualität verzehren sollte.

Und genau das empfiehlt auch Prof. Leifert: In biologisch erzeugten Produkten fand er 30 Prozent weniger Nitrat und 87 Prozent weniger Nitrit als in konventioneller Ware.

Zudem zeigt die Newcastle-Studie, dass Pestizidrückstände bei konventionellen Kulturen im Vergleich viermal wahrscheinlicher sind als bei biologisch erzeugten Lebensmitteln.

Bio-Nahrung lohnt sich

Biologisch erzeugte Nahrung lohnt sich also doppelt.

Wenn nämlich in konventionellen Lebensmitteln weniger Antioxidantien und mehr Schadstoffe enthalten sind, dann benötigt der Organismus schon einen Grossteil der wenigen Antioxidantien zur Neutralisierung oder Ausleitung der ebenfalls eintreffenden Schadstoffe.

In Bio-Kost hingegen finden sich weniger Schadstoffe und viele Antioxidantien, so dass letztendlich ein Antioxidantien-Überschuss entsteht, der sich jetzt um die alltäglichen und millionenfach entstehenden freien Radikale kümmern und die Zellen vor oxidativem Stress schützen kann.

Bio-Kost stellt daher einen äusserst sinnvollen Beitrag zu einer wirkungsvollen und effektiven Gesundheitsprävention dar.

Weitere Informationen zu den Vorteilen von Bio-Kost finden Sie hier: Bio-Lebensmittel sind gesünder

Und hier: Biologische Produkte sind höherwertig

Ihre Ausbildung zum Ernährungsberater

Ihnen gefällt das Ernährungskonzept des Zentrums der Gesundheit? Sie möchten gerne detailliert wissen, wie Sie für sich und Ihre Familie eine rundum gesunde Ernährung gestalten können? Oder möchten Sie vielleicht Ihrem Berufsleben eine neue Perspektive geben und auch andere Menschen zu Themen rund um eine ganzheitliche Gesundheit beraten können? Wir empfehlen Ihnen die Akademie der Naturheilkunde.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie – die gesunde Ernährung und ein gesundes Leben lieben – in 12 bis 18 Monaten zum zum ganzheitlich denkenden Ernährungsberater aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Quellen:



Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal