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Impfen statt stillen?

Impfen statt stillen?

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(Zentrum der Gesundheit) - Die Wissenschaftler der US-Gesundheitsbehörde CDC empfehlen möglicherweise künftig das vorübergehende Abstillen, um die Wirksamkeit der Rotavirus-Schluckimpfung zu verstärken. Muttermilch, so sagen sie, enthalte sehr viele Antikörper, welche den Impfstoff sofort wieder neutralisieren können. Man ist also auf dem besten Wege, das, was eigentlich bei den Menschen einen guten Ruf hat und als gesund und wichtig gilt (Antikörper in der Muttermilch), so darzustellen, als sei es plötzlich schlecht und ungesund.

Hat Ihr Kind einen Impfstoff-Mangel?

Leidet die Menschheit tatsächlich an einem angeborenem Medikamenten- und Impfstoff-Mangel? Manche Wissenschaftler scheinen dieser Meinung zu sein. Ihre Empfehlungen deuten darauf hin, dass sie Medikamente und Impfstoffe als ähnlich essentiell für eine gesunde Entwicklung eines Menschen erachten wie etwa Nährstoffe oder Vitamine.

Die Forscher der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC* gehören offenbar zu dieser Wissenschaftlergruppe. Sie veröffentlichten unlängst eine Studie(1), in der sie Frauen nahelegten, ihre Babys abzustillen, um die Wirkung der Impfung gegen das Rotavirus zu verstärken.

Das Rotavirus

Das Rotavirus kann - besonders bei Säuglingen und Kleinkindern - zu Durchfällen führen. Normalerweise macht jedes Kind eine solche Infektion mehr oder weniger auffällig durch und entwickelt auf diese Weise eine natürliche Immunität.

Lediglich in den Entwicklungsländern kann das Rotavirus - bei schlechten hygienischen Verhältnissen und schlechter Ernährungssituation - zu lang anhaltenden Durchfällen mit anschliessend tödlicher Dehydrierung führen.

Seit einigen Jahren gibt es daher Impfstoffe gegen das Rotavirus. Die lebenden, aber abgeschwächten Erreger werden dabei über drei Schluckimpfungen an Babys ab der fünften Lebenswoche verabreicht. Allerdings nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern zunehmend auch in den Industrieländern.

Impfstoffe besser als Muttermilch?

Die oben genannte Studie der CDC-Forscher trug den Titel: Die hemmende Wirkung von Muttermilch auf die Wirksamkeit von oral verabreichten Lebendimpfstoffen. Darin wird beklagt, dass sich die immunstärkende Wirkung der Muttermilch nachteilig auf die Wirksamkeit von Rotavirus-Impfungen auswirken könne. Die Wissenschaftler scheinen ernsthaft davon überzeugt zu sein, dass Impfungen für das Immunsystem und die Gesundheit des Babys besser seien als die immunstärkende Muttermilch, sagen sie:

"Bevor Mütter nun Impfungen auslassen, damit die Muttermilch das Baby immun und gesund machen könne, sollten sie u. U. lieber die Muttermilch streichen (also abstillen) und stattdessen das Baby impfen lassen, damit die Impfstoffe "ihren Job machen könnten."

Muttermilch schützt das Baby

Die CDC-Wissenschaftler wollten ursprünglich wissen, warum Kinder in Entwicklungsländern deutlich weniger gut auf die Rotavirus-Schluckimpfung reagierten als Kinder in den Industrieländern. Sie untersuchten daraufhin Muttermilchproben von Müttern aus Indien, Vietnam, Südkorea und den USA.

Dabei stellten sie fest, dass die Milch von indischen Müttern den Impfstoff aufgrund eines sehr hohen Immunglobulin-A-Gehalts am besten neutralisieren konnte. Auch die Milch der Vietnamesinnen und Südkoreanerinnen zeigte noch eine starke Neutralisierungskraft, während die Milch US-amerikanischer Mütter die schwächste Wirkung auf den Impfstoff hatte.

Immunglobuline A sind wichtige Antikörper, die das Baby schützen und die einen beträchtlichen Anteil seines Immunsystems darstellen.

Muttermilch tötet Viren

Das bedeutet also, je mehr Antikörper eine Muttermilch hat (was ja äusserst positiv ist), um so eher entschärft sie den Impfstoff - und umso negativer wird sie von den CDC-Wissenschaftlern eingeschätzt. Die Antikörper der Muttermilch entlarven die abgeschwächten, aber lebenden Rotaviren des Impfstoffes als Feinde des Babys und vernichten sie.

Survival-Kit "Muttermilch"

Muttermilch ist das Überlebenspaket, das jedem Baby als Grundvoraussetzung für ein gesundes Leben mitgegeben wird. Wenn nun Müttern - wo auch immer auf der Welt - geraten wird, ihrem Kind dieses Survival-Kit - ob zeitweise oder dauerhaft - vorzuenthalten, dann fehlen diesem kleinen Menschen nicht nur die perfekte und wohldosierte Nahrung, sondern auch die immunstärkende Wirkung, die keine Fertignahrung der Welt imitieren kann.

Im Gegenteil. Gerade in den Entwicklungsländern können aufgrund der weit verbreiteten Lactose-Intoleranz Fertignahrungen auf Kuhmilchbasis erst recht zu extremen Durchfällen, einem Einbruch des Immunsystems und Dehydrierung führen.

Keine Schäden durch Rotaviren

Doch wird die Rotavirus-Impfung ja nicht nur in Ländern der Dritten Welt empfohlen, sondern auch immer mehr in den Industrienationen. Allerdings übernehmen nicht alle Krankenkassen diese Impfung, da das Virus in unserer Klimazone keine Lebensbedrohung darstellt und - auch wenn die Krankheit durchgemacht wird - keine bleibenden Schäden bestehen bleiben.

Rotavirus-Impfung kann Nebenwirkungen haben

Die Rotavirus-Impfung kann in manchen Fällen auch Nebenwirkungen wie Bauchweh, Erbrechen und Durchfall haben. Auch bestehe das Risiko einer Intussuszeption, also einer Darmeinstülpung, bei der sich ein Teil des Darmes in ein anderes stülpt, was zu starken Schmerzen, Ödemen und ohne Behandlung zum Tode führen kann.

Fazit

Wir fassen zusammen: Es gibt ein Virus, das zu einem - in unseren Regionen und bei den bei uns üblichen Hygiene-Standards - in den allermeisten Fällen ungefährlichen Durchfall führen kann. Nach diesem ungefährlichen Durchfall ist das Kind gegen weitere Rotavirus-Infektionen immun.

Um diesen Durchfall zu verhindern, gibt es einen Impfstoff, der dem Baby drei Arztbesuche beschert, bei denen es schon allein im Wartezimmer mit einer Vielzahl an Erregern in Kontakt kommt, die es in Wirklichkeit nicht bräuchte.

Zusätzlich könnte bald die Empfehlung auftauchen, dass dieser Impfstoff nur dann richtig wirkt, wenn - wenigstens zeitweise - abgestillt wird, da die Muttermilch eine zu starke immunmodulierende Wirkung habe.

Gleichzeitig aber darf das Immunsystem des Babys zum Zeitpunkt der Impfung keinesfalls geschwächt sein, da es sonst zu extremen lebensgefährlichen Durchfällen kommen könnte.

Ob ein Baby jedoch an einer angeborenen Immunschwäche leidet, kann man in jenem frühen Alter, in dem die Rotavirus-Impfung verabreicht wird, noch nicht feststellen, so dass die Impfung in dieser Hinsicht einem Glücksspiel gleicht.(2)

Bekannt ist ausserdem, dass sich nicht alle Babys ganz nach Lust und Laune der Mediziner abstillen und anschliessend wieder "anstillen" lassen, so dass einmal abgestillte Babys dann - schon ab der fünften Lebenswoche (= 1. Impftermin) - nicht mehr in den Genuss all der Vorteile der Muttermilch kommen würden. Und schlussendlich stehen da noch die möglichen Nebenwirkungen der Impfung im Raum.

Wäre zur Vorbeugung der Erkrankung bzw. zur Stärkung des kindlichen Immunsystems nicht eher der Mutter zu einer wirklich gesunden und naturbelassenen Ernährungs- und Lebensweise zu raten, damit ihre Milch das Baby so stärken kann, dass es mit den Viren sehr gut alleine fertig wird?

*CDC: Centers for Disease Control and Prevention, US-amerikanische Gesundheitsbehörde, die sich dem Schutz vor Infektionskrankheiten, aber auch der allgemeinen Gesundheitsprophylaxe widmet.

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Quellen:

Ursprung und Geschichte des Impfens - Dr. Johann Loibner



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