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Calcium kaufen - Die besten Calciumpräparate

Die beste Calciumquelle zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn die Auswahl ist sehr groß. Die bekanntesten Calciumquellen sind Calciumcitrat und Calciumcarbonat. Während das Calciumcitrat jedoch im Labor seinen Ursprung hat, gibt es das Calciumcarbonat aus ganz natürlichen Calciumquellen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 19 Oktober 2026
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Die besten Calciumpräparate kaufen

Calcium kaufen, kann eine echte Herausforderung werden – zumindest dann, wenn man nicht zum erstbesten Calciumpräparat greifen will. Werfen Sie in jedem Falle einen gründlichen Blick auf die Zutatenliste der von Ihnen auserwählten Calciumquelle, denn diese kann sehr lang sein.

Calcium – als Brausetablette?

Neben Calcium finden sich dort häufig viele völlig unnötige, wenn nicht gar ungesunde Zutaten. Oft sind es Brausetabletten mit z. B. dieser Zusammensetzung (von einem bekannten Hersteller):

Säuerungsmittel Zitronensäure, Calciumcarbonat, Füllstoff: Sorbit, Traubenzucker, Säureregulator Natriumhydrogencarbonat, Vitamin C, Aroma, Trennmittel: Polyvinylpyrrolidon, Siliciumdioxid, Vitamin E (Vitamin E, modifizierte Stärke, Maltodextrin, Trennmittel), Süßungsmittel Aspartam und Acesulfam-K, Betacarotin (Betacarotin, Antioxidationsmittel: Alpha-Tocopherol, Ascorbylpalmitat, Natriumascorbat, Isomalt, Gelatine, Maisstärke), Emulgator: Zuckerester von Speisefettsäuren.

Moment, könnten Sie jetzt denken, eigentlich wollte ich nur Calcium. Bekommen haben Sie aber eine aromatisierte Zucker-Süßstoff-Säure-Mischung mit ein bisschen Calcium darin.

Calcium – als Tablette zum Schlucken?

Wählen Sie nun als Calciumquelle Calciumtabletten, die man schluckt, dann reduziert sich die Inhaltsstoffliste ein wenig und könnte so aussehen:
Calciumcarbonat, Füllstoff Gummi arabicum, Füllstoff Cellulose, Füllstoff vernetzte Carboxymethylcellulose, Überzugsmittel Hydroxypropylmethylcellulose, Farbstoff Titandioxid, Trennmittel Magnesiumsalze der Speisefettsäuren, Überzugsmittel Schellack, Trennmittel Talkum, Olivenöl, Trennmittel Siliciumdioxid, Emulgator Polysorbat 80, Pterolyglutaminsäure, D-Biotin, Cholecalciferol.

Füllstoffe, wohin das Auge reicht, dazu Farbstoffe, Trenn- und Überzugsmittel. Und all das nur, weil man den Calciumspiegel ein wenig auffrischen will? Aber es kommt noch besser: Für Menschen mit Affinität zu E-Stoffen gibt es Calcium-Präparate der folgenden Art:

Calciumcarbonat, Füllstoffe: E460, E468, E464; Stabilisatoren: E1201, E1202; Trennmittel: E553b, Gelatine, Saccharose, Emulgatoren E433, E470b; Stärke, pflanzliches Öl gehärtet; Vitamin D3, Farbstoff E 171.

Diese Inhaltsstoffliste ist ohne eine E-Nummern-Tabelle gar nicht entzifferbar, so dass derartige Produkte schon allein aufgrund der umständlichen und kundenunfreundlichen Deklarierung gemieden werden sollten.

Calcium – als Zuckerbonbon?

Für ausgeprägte Naschkatzen bietet der Calcium-Markt gar sog. Calcium-Bonbons, die man lutschen oder kauen kann. Da darin auch etwas Vitamin D3 enthalten ist, schreibt der Hersteller über sein Produkt:

Calcium und Vitamin D3 können zum Erhalt von Knochen und Zähnen beitragen.

Offenbar vergisst er dabei völlig, dass Zucker für die Zähne nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Denn nicht etwa Calcium ist die Hauptzutat der Calcium-Bonbons, sondern Zucker (Saccharose, Glucosesirup und Honig).

Dazu wird ein bisschen Calcium gemischt, unterschiedliche Aromen und zur Krönung eine Portion Kondensmilch. Die Zusammensetzung sieht dann auch wirklich eher nach Bonbon als nach Nahrungsergänzung aus:

Saccharose, Glucosesirup,Calciumcarbonat , Kokosöl, Calciumcitrat, Gelatine, Kondensmilch, Bienenhonig, natürliches Honigaroma, Vanillepaste, Aroma (Vanillin), Vitamin D3, Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Natriumchlorid, Farbstoff (beta-Carotin)

Zur Erinnerung: Eigentlich will man sich mit einem Calciumpräparat etwas Gutes tun! Auch ist Calcium geschmacklos. Es schmeckt also nicht etwa entsetzlich bitter, so dass man einen Eigengeschmack mit aller Macht maskieren müsste.

Warum also all die Zusätze und Geschmacksstoffe? Warum auch noch in Nahrungsergänzungen Zucker mischen, wenn man in einer gesunden Ernährung diesen doch gerade meiden will? Warum Aromen? Warum Süßstoffe?

Antworten gibt es auf diese Fragen keine. Aber es gibt Calciumpräparate, die völlig ohne Zusätze auskommen.

Am besten sind Calciumpräparate ohne Zusätze

Meist handelt es sich bei den besten Calciumquellen um Präparate aus reinem Calciumcitrat oder es sind natürliche Calciumquellen, die hauptsächlich aus Calciumcarbonat bestehen:

Calciumcitrat – am besten 100 Prozent

So steht beispielsweise 100-prozentiges Calciumcitrat in Pulverform zur Verfügung, wodurch Tablettierhilfsstoffe überflüssig werden. Kapseln mit Calciumcitrat sind ebenfalls erhältlich. Hochwertige Calciumcitratkapseln enthalten nichts als Calciumcitrat plus ein wenig Cellulose für die Kapsel.

Nur sollte Calciumcitrat pro Einnahme nicht höher als 200-250 mg dosiert werden. Es flutet sehr schnell ins Blut, was zu sog. Calciumspitzen im Blut führen kann und für die Blutgefäße wieder ungünstig sein soll. Es kann auch mit den Mahlzeiten genommen werden, dann wird das Fluten natürlich gebremst.

Wir würden die Tagesdosis einfach auf 2 oder 3 Einnahmen aufteilen.

Calciumcitrat wird im Labor aus Zitronensäure und Calciumhydroxid hergestellt. Bevorzugt man eine natürliche Calciumquelle, dann ist Calciumcarbonat eine Alternative (9).

Zwar gibt es auch dieses in isolierter oder synthetischer Form aus dem Labor (für Präparate, die zu 100 Prozent aus Calciumcarbonat bestehen). Zusätzlich stehen im Bereich Calciumcarbonat aber auch natürliche Calciumquellen zur Verfügung.

* Hier erhalten Sie ein Kombi-Präparat, das auch gleich mit Magnesium versorgt. Es besteht aus bioverfügbarem Calciumcitrat und 4 verschiedenen Magnesiumformen. Davon nimmt man morgens und abends je 2 und mittags 1.

Calciumcarbonat in natürlicher Form

Natürliche Calciumcarbonatquellen gibt es ganz unterschiedliche mit ganz unterschiedlichen Herkünften. Dolomit stammt aus Gestein und die Sango Meeres Koralle aus dem Skelett einer Koralle. Zusätzlich gibt es noch die calciumreiche Rotalge namens Lithothamnium calcareum, die es in Pulverform (oder Kapseln) gibt.

Lesen Sie mehr über die Vorteile der Rotalge in unserem Artikel Rotalgen - Lithothamnium calcareum mit viel Calcium.

Calciumcarbonat in Dolomit und der Sango Meereskoralle

Die Sango Meeres Koralle und das Dolomit bestehen nicht nur aus Calciumcarbonat, sondern liefern zusätzlich noch Magnesium (in Form von Magnesiumcarbonat).

Beide Mineralstoffe liegen sowohl in der Koralle als auch im Dolomit im sehr guten Verhältnis von 2 : 1 (Ca : Mg) vor, so dass beide Mineralien gut verwertet werden können.

Während Dolomit aber ausschließlich aus Calcium und Magnesium besteht, sind in der Sango Meeres Koralle noch 70 weitere Spurenelemente enthalten, allerdings in sehr kleinen Mengen, was bei manchen Ultraspurenelementen jedoch bereits ausreichend sein kann.

Die Sango Meeres Koralle ist ferner ein Lebewesen (Tier) und kein Gestein wie das Dolomit.

Das als Sango Meeres Koralle bezeichnete Calciumpulver wird aber nicht vom lebenden Tier gewonnen. Korallen bilden ständig neues Skelettmaterial.

Aus dem alten Skelett entstehen die bekannten Korallenriffe. Große Teile der toten Skelette brechen immer wieder ab und fallen auf den Meeresgrund, von wo sie aufgesammelt werden können, um das Sango Pulver daraus zu gewinnen.

Das Calcium aus der Sango Meeres Koralle kann besser als Dolomit resorbiert werden.

Calciumcarbonat in Lithothamnium calcareum

In Form von Calciumcarbonat liegt auch das Calcium in der calciumreichen Rotalge Lithothamnium calcareum vor. Die Alge wird getrocknet und fein pulverisiert und kann jetzt milligrammweise eingenommen werden.

Sie besteht zu 80 % aus Calciumcarbonat und zu 6 % aus Magnesiumcarbonat.

100 g Pulver enthalten also 80 g Calciumcarbonat (davon 32 g elementares Calcium) und 6 g Magnesiumcarbonat (davon 1,7 g elementares Magnesium). Der Magnesiumanteil ist somit sehr niedrig.

Das Algencalcium ist eine sehr gute Calciumquelle, da seine Bioverfügbarkeit außerordentlich gut sein soll, worauf wir im nächsten Kapitel noch näher eingehen werden.

Als Meereslebewesen ist die Alge recht jodreich. Das kann einerseits positiv sein, wenn man seine Jodversorgung auf Vordermann bringen will. Andererseits kann es ungünstig für jene Menschen sein, die beispielsweise eine Jodallergie, eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Hashimoto-Thyreoiditis haben.

Denn in 3 Gramm der Alge können bis zu 600 Mikrogramm Jod stecken, was in Anbetracht des Tagesbedarfs für Erwachsene von 200 Mikrogramm doch sehr viel ist.

Allerdings schwankt der Jodgehalt in Lithothamnium calcareum beträchtlich, so dass es ideal wäre, wenn die entsprechenden Hersteller regelmäßige Analysen durchführen ließen und den Jodgehalt auf der Calciumpulver-Packung bzw. dem angereicherten Getränk deklarieren würden.

Getränk deshalb, weil die Alge zur Calciumanreicherung in pflanzliche Drinks gemischt wird, wie z. B. Soja- oder Reisdrinks.

Die Sango Meeres Koralle stammt zwar auch aus dem Meer, doch enthält sie pro Tagesdosis nur etwa 17 Mikrogramm Jod, so dass sie die Jodversorgung optimieren kann, aber kein Risiko der Überdosierung birgt.

Calciumgluconat und Calciumlactat

Calciumgluconat wird – meist gemeinsam mit Phosphaten und Fluoriden– bevorzugt in Calciumpräparaten verwendet, die bei Osteoporose eingesetzt werden und rezeptpflichtig sind.

Calciumgluconat ist überdies in der Notfallmedizin eine gängige Calciumverbindung, die in Infusionslösungen enthalten ist.

In frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln ist Calciumgluconat und auch viele andere Calciumverbindungen – wie Calciumlactat – eher selten vertreten. Calciumlactat wird gelegentlich zur Calciumanreicherung von Obstsäften eingesetzt.

Beide Calciumverbindungen werden im Labor hergestellt, das Calciumgluconat auf biotechnologischem Wege mit Hilfe von meist gentechnisch hergestellten Enzymen.

Als Ausgangsmaterial für die Herstellung der Gluconsäure (für Calciumgluconat) wird nicht selten Genmais verwendet (2). Calciumlactat wird hingegen synthetisch aus der Milchsäure hergestellt.

Besonders natürlich sind diese Calciumverbindungen also nicht – und da ihre Bioverfügbarkeit nicht besser ist als die der anderen Calciumpräparate, gehen wir im Folgenden nicht weiter auf sie ein.

(Unter Bioverfügbarkeit versteht man den prozentualen Anteil eines Stoffs – hier Calcium – der vom Körper aus einer Calciumquelle auch resorbiert, also aufgenommen werden kann.)

MCHA - Calcium aus Knochenmatrix

Bei MCHA (microcristalliner Hydroxylapatit) handelt es sich um eine weniger bekannte Calciumverbindung. Es ist nicht einfach ein einzelnes Calciumsalz, wie Calciumcitrat oder Calciumcarbonat, sondern ein Knochenkonzentrat. Für alle, die vegan leben, ist diese Form daher nicht geeignet, denn sie wird meist aus Rinderknochen hergestellt.

MCHA enthält daher nicht nur Calcium, sondern noch andere Stoffe, die naturgemäß in Knochen enthalten sind, etwa Kollagen (Typ I), Aminosäuren und knochenspezifische Proteine (z. B. Osteocalcin).

Das Calcium ist in diese organische Knochenmatrix eingebettet – und zwar in Form von Hydroxylapatit (einer Art Calciumphosphat) – ein extrem stabiler und unlöslicher Mineralkomplex, der genau in dieser Form auch in unseren Knochen und Zähnen verbaut ist.

Was sind die Vorteile von MCHA?

Wenn Sie eine normale Calciumkapsel (z. B. Calciumcitrat) nehmen, löst sich das Salz im Magen sofort auf. Das Calcium trennt sich vom Citrat und flutet als freies Ion schlagartig im Blut an.

Es kommt zu Calciumspitzen, also einem plötzlich sehr hohen Calciumspiegel (natürlich abhängig von der Dosis, die Sie genommen haben). Denn der Organismus kann so viel Calcium nicht so schnell in die Knochen transportieren. Der Calciumspiegel bleibt nun über Stunden hinweg unnatürlich hoch.

Dies erhöht nun aber das Risiko dafür, dass das Calcium an falscher Stelle abgelagert wird, etwa in den Blutgefäßen, was das Risiko für eine Arterienverkalkung erhöht (Arteriosklerose) (10) oder in den Nieren, was das Risiko für Nierensteine steigen lässt.

Bei MCHA dauert es länger, bis die Magensäure und Verdauungsenzyme die Knochenmatrix abgebaut haben. Das Calcium wird daher langsam und gleichmäßig über Stunden hinweg freigesetzt und Calciumspitzen werden vermieden. Eine Gefahr für die Gefäße oder die Nieren besteht hier somit nicht.

* Hier finden Sie das Calcium-MCHA-Präparat von NatuGena - es ist eine Kombination aus Calciumcitrat und MCHA - und damit aus den aus unserer Sicht beiden besten Calciumverbindungen. Mit unserem Gutscheincode 20501 erhalten Sie einen Rabatt auf Ihre erste Bestellung. Die Tagesdosis von 4 Kapseln sollte auf 2-mal täglich aufgeteilt werden. Dies ist deshalb wichtig, damit Calciumspitzen (durch das enthaltene Calciumcitrat) im Blut vermieden werden.

Wie wirkt MCHA?

Als man in einer Studie von 2020 mit 851 Frauen (in den Jahren vor der Menopause) die Wirkung von MCHA im Vergleich zu Calciumcarbonat in Bezug auf die Knochendichte untersuchte, zeigte sich nach 3 Jahren, dass in der MCHA-Gruppe die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule stabil blieb. In der Calciumcarbonat-Gruppe hingegen sank die Knochendichte signifikant um 3,1 %. Gleichzeitig traten unter MCHA deutlich weniger Magen-Darm-Beschwerden auf (11).

Patienten, die langfristig Cortison (Glucocorticoide) einnehmen müssen, haben ein extremes Risiko für Knochenabbau. Schon in einer Studie von 1985 an Patienten unter Cortisontherapie zeigte sich nach 2 Jahren, dass MCHA den fortschreitenden Knochenverlust im Radius (Speiche) erfolgreich stoppen konnte und den Abbau der Kortikalis (Knochenrinde) signifikant verringerte (12).

Eine randomisierte, kontrollierte Studie verglich MCHA mit Calciumcitrat und Calciumcarbonat bei älteren Frauen. MCHA führte nach der Einnahme zu einem deutlich flacheren und langsameren Anstieg des Calciumspiegels im Blut (es gab also keine akuten Calcium-Spitzen). Trotzdem wirkte es gut und senkte die Knochenabbau-Marker (wie CTX) nach 3 Monaten genauso effektiv wie die anderen Calciumformen (13).

Calciumcarbonat oder Calciumcitrat – Was ist besser bioverfügbar?

Als beste Calciumquellen stehen somit entweder das Calciumcitrat oder das Calciumcarbonat zur Auswahl.

Viele glauben, dass Calcium am allerbesten aus dem organischen Calciumcitrat resorbiert werden könne und weniger gut aus dem anorganischen Calciumcarbonat.

Grundsätzlich gilt zunächst das Folgende: Egal, wie viel Calcium man auch schluckt – ob 200 oder 1000 mg – der Organismus wird selten 100 Prozent davon aufnehmen. Ein Teil wird immer über die Nieren wieder ausgeschieden werden.

Natürlich möchte man den Teil, der ausgeschieden wird, möglichst gering halten, um von der Nahrungsergänzung auch bestmöglich profitieren zu können. Daher kommt es auf die Bioverfügbarkeit der jeweiligen Calciumverbindung an. Welche Calciumquelle ist also die beste?

Studie: Calciumcarbonat besser als Calciumcitrat

Studien zufolge galt Calciumcitrat jahrelang als das bessere Calciumpräparat (3) (4). Es werde bis um das 2,5-Fache besser resorbiert, wurde immer wieder gesagt (5).

Eine Studie aus dem Jahr 2014 ergab jedoch, dass Calciumcitrat nicht zwingend das bessere Calcium sein muss. Im Gegenteil, sie weist das Calciumcarbonat als die deutlich bessere Verbindung aus (6).

Man gab in dieser Untersuchung den Testpersonen (gesunden Frauen zwischen 25 und 45 Jahren) entweder zwei Tabletten mit jeweils 500 mg Calcium als Calciumcitrat oder 1000 mg Calcium als Calciumcarbonat in Pulverform.

Es zeigte sich, dass der Calciumspiegel im Blut der Probandinnen höher war, wenn sie das Carbonat eingenommen hatten – und zwar sowohl eine, zwei als auch vier Stunden nach der Einnahme des jeweiligen Calciumpräparates.

Calciumcarbonat braucht Magensäure – Calciumcitrat nicht

Allerdings enthielt das Calciumcarbonatpulver in der beschriebenen Studie mehr Vitamin D (7) (1000 IE) als das Calciumcitratpräparat (400 IE), und Vitamin D verstärkt bekanntlich die Resorption des Calciums.

An der Studie nahmen außerdem gesunde Personen teil. Wer jedoch beispielsweise bereits eine Osteoporose entwickelt hat, ist nicht mehr gesund.

Schon allein die Tatsache, dass überhaupt eine Osteoporose entstehen konnte, weist darauf hin, dass der jeweilige Mensch möglicherweise an Mineralstoffresorptionsstörungen leidet, z. B. aufgrund eines Magensäuremangels.

(Zur Aufnahme von Mineralstoffen aus der Nahrung ist die Magensäure zwingend erforderlich).

Auch Menschen mit chronischen Magenproblemen oder solche, die Säureblocker einnehmen, haben meist Resorptionsstörungen und können daher das Calcium aus der Nahrung nur noch schlecht aufnehmen. (Säureblocker sind Medikamente mit den Wirkstoffen Omeprazol, Pantoprazol o. ä.).

Wer aber das Calcium aus der Nahrung kaum noch aufnehmen kann, hat auch ein Problem bei der Resorption von Nahrungsergänzungsmitteln aus herkömmlichem Calciumcarbonat. Denn zu seiner Aufnahme wird in jedem Fall genügend Magensäure benötigt, was bei Calciumcitrat nicht der Fall ist.

Wer jedoch unter zu viel Magensäure leidet, wird mit den Carbonaten geradezu glücklich werden. Das Calcium löst sich in diesem Fall sehr gut, und die Carbonate wirken sich gleichzeitig lindernd bei Sodbrennen und verwandten Beschwerden aus.

Natürliches Calciumcarbonat mit hoher Bioverfügbarkeit: Sango Meeres Koralle

Natürliche Calciumcarbonatquellen wie die Sango Meeres Koralle oder das Algencalcium sind jedoch viel leichter resorbierbar als isolierte und konzentrierte Calciumcarbonate. Im Falle der Sango Meeres Koralle zeigte sich dies in einer placebokontrollierten Cross-over-Studie aus dem Jahr 1999.

Die Teilnehmer, die als Nahrungsergänzung die Sango Meeres Koralle zu sich nahmen, wiesen letztendlich viel höhere Calciumresorptionswerte auf (8) als jene, die das gewöhnliche Calciumcarbonat eingenommen hatten.

Auch die Bioverfügbarkeit des Calciums aus der Lithothamnium-Alge ist nicht vergleichbar mit herkömmlichem Calciumcarbonat und auch nicht mit Lebensmitteln, die als hochwertige Calciumquellen gelten, wie etwa Milch.

Während Milchcalcium (z. B. aus Joghurt) zu 43 Prozent und Calcium aus Birnen zu 67 Prozent resorbiert werden kann (was bereits sehr gute Werte sind), wird das Calcium aus der Alge offenbar zu 75 Prozent resorbiert – wie Untersuchungen des französischen Centre D’Études et de Valorisation des Algues CEVA aus dem Jahre 2007 zeigten.

Sicher wird auch diese gute Resorbierbarkeit mit ein Grund dafür sein, dass Lithothamnium calcareum schon so lange zur Calciumanreicherung pflanzlicher Drinks verwendet wird.

Schon 3 Gramm der Alge pro Liter genügen, um das Getränk mit demselben Calciumgehalt auszustatten, wie er auch für Milch üblich ist (120 mg pro 100 g).

Bioverfügbarkeit von Calciumcarbonat erhöhen

Natürliche Calciumcarbonatquellen sind daher eine sehr gute Wahl. Und will man ihre Bioverfügbarkeit noch weiter erhöhen oder fürchtet man einen Magensäuremangel, gibt man einfach etwas Zitronensaft hinzu.

Die enthaltene Fruchtsäure wandelt einen Teil des Carbonats in Calciumcitrate um, so dass man auf diese Weise eine hervorragende, aber natürliche Carbonat-Citrat-Kombination erhält.

Welche Calciumquelle ist für wen die beste?

Letztendlich kommt es auch auf den persönlichen Zustand, die Vorlieben (natürliche Produkte – ja oder nein) und die individuelle Situation an, welche Calciumquelle nun die beste ist:

Wer gerne ein natürliches Calciumpräparat möchte, greift zur Sango Meeres Koralle oder Lithothamnium calcareum.

Wer Jodmangel befürchtet, nimmt Lithothamnium calcareum, wer nur ein wenig seine Jodversorgung optimieren will, nimmt die Sango Meeres Koralle, wer Jod gänzlich meiden will oder muss, greift zu Calciumcitrat.

Wer Magensäuremangel hat, nimmt Sango oder Lithothamnium jeweils mit ein wenig Zitronensaft oder aber Calciumcitrat. Wer mit Magensäureüberschuss zu kämpfen hat, nimmt ein Calciumcarbonat.

Wie Sie Calciumpräparate am besten einnehmen, ob mit dem Essen oder nüchtern, in welcher Dosierung, in wie vielen Tagesportionen und gemeinsam mit welchen Vitaminen und Mineralstoffen, lesen Sie in unserem Artikel Calcium richtig einnehmen

Wie Sie Calciumspitzen vermeiden

Wenn Sie Calcium einnehmen, können Sie die oben erwähnten bedenklichen Calciumspitzen im Blut durch drei einfache Maßnahmen vermeiden:

Teilen Sie die Tagesdosis in kleine Portionen von maximal 200 bis 250 mg pro Einnahme auf. Kleine Mengen kann der Körper direkt verwerten, ohne dass es im Blut zu einem Calciumüberschuss kommt.

Obwohl Calciumcitrat nüchtern eingenommen werden kann, bremst der Nahrungsbrei im Magen die Passage. Das Calcium gelangt deutlich langsamer in den Darm und die Aufnahme verläuft gleichmäßiger.

Vitamin K2 (speziell in der Form MK-7) aktiviert Proteine wie Osteocalcin und MGP. Sie holen das Calcium aktiv aus dem Blut und transportieren es direkt in die Knochenmatrix.

Die beste Calciumquelle kaufen – und die natürlichste

Wer es noch natürlicher als Sango mag und wegen des Jods die Lithothamnium-Alge nicht nehmen will, kann auch auf eine ganz andere sehr gute Calciumquelle zurückgreifen, nämlich auf calciumhaltige pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, wie z. B. Moringa (10 g Moringapulver liefern 200 mg Calcium und damit ein Fünftel des Tagesbedarfs) oder das Brennnesselblattpulver (10 g Brennnesselpulver enthalten um die 100 mg Calcium).

Zwar handelt es sich hierbei nicht um konkrete Calciumpräparate, auch sind sie natürlich nicht sehr hoch dosiert, doch versorgen diese ganzheitlichen Pflanzenprodukte mit weit mehr Nähr- und Vitalstoffen als einfach nur mit Calcium.

Und da in der Pflanze die verschiedenen Nähr- und Vitalstoffe miteinander im Verbund und in der natürlichen Kombination vorliegen, fördern sie gegenseitig ihre Verwertung und Wirkung im Organismus.

Wenn Sie sich jetzt also aufmachen, um Calcium zu kaufen, so hoffen wir, dass Sie über die dazu nötigen Informationen verfügen, um die für Sie beste Calciumquelle zu finden.

Selbstverständlich können Sie auch Ihre Ernährung calciumreich gestalten (und zwar ohne Milchprodukte essen zu müssen). Alle Informationen zu einer calciumreichen pflanzlichen Ernährung lesen Sie in unserem Artikel Calciumbedarf mit der Ernährung decken.

Update 18.10.2026

Wir ergänzten den Artikel mit den Informationen zu MCHA.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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