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Fleisch und Milch: Überträger gefährlicher Krankheitserreger

Fleisch und Milch: Überträger gefährlicher Krankheitserreger

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(Zentrum der Gesundheit) - Hartnäckig hält sich die Meinung, chronisch-degenerative Erkrankungen seien normale Alterserscheinungen und treten nur deshalb immer häufiger auf, weil wir immer älter werden. Dieses Weltbild bekommt durch neue Forschungsergebnisse immer wieder Risse. Besonders interessant sind jene neuen Erkenntnisse, die zeigen, wie der Verzehr von Fleisch und Milch gekoppelt mit Bewegungsmangel auf einem bisher unbekannten Wege zu den typischen Alterskrankheiten führen kann. Fleisch und Milch bringen nämlich nicht nur Krankheitserreger in den Körper, sondern führen auch zum Einbau von Fremdeiweissen in den menschlichen Körper.

Fleisch und Milch – Gesund oder schädlich?

Fleisch ist schon seit Jahrzehnten ein umstrittenes Lebensmittel. Abgesehen von der ethischen Fragwürdigkeit seines Verzehrs gibt es etliche Hinweise darauf, dass Fleisch die Gesundheit beeinträchtigen kann.

So berichteten wir bereits über Zusammenhänge zwischen Fleischverzehr und erhöhter Krebsgefahr, zwischen Fleischverzehr und einem steigenden Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes sowie zwischen Fleischverzehr und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

Allerdings steigt das Risiko für die genannten Krankheiten durch Fleischverzehr sehr wahrscheinlich nur dann, wenn Fleisch in übermässigen Mengen gegessen wird, wenn es industriell verarbeitet oder in schlechter Qualität verzehrt wird und wenn es in Verbindung mit einer insgesamt minderwertigen Ernährungs- und Lebensweise kombiniert wird.

Sind auch Sie auf Milch programmiert?

Milch hat indessen nach wie vor einen überwiegend hervorragenden Ruf. Die meisten Menschen sind über Werbung, Medien, Ärzte etc. so programmiert, dass der Glaube, sich mit Milch Gutes zu tun, tief in ihnen verankert ist.

Und in der Tat, Lactoseintoleranz und Milcheiweissallergie betreffen nur einen geringen Teil der mitteleuropäischen Bevölkerung. Warum sich also über die Milch grämen?

Auch hier schrieben wir schon häufig von der eher subtilen Schadwirkung der Milch, die sich bei deutlich mehr Menschen zeigt als die auffälligen sofort nach Milchverzehr auftauchenden Symptome einer Lactoseintoleranz oder Milcheiweissallergie.

So führt die Milch bei vielen Menschen zu einer chronischen Verschleimung der Atemwege und/oder zu Verdauungsbeschwerden (die mit einer Lactoseintoleranz nichts zu tun haben). Die Folgen sind häufig wiederkehrende Erkältungskrankheiten, Halsentzündungen, Nasenpolypen, Mittelohrentzündungen sowie – wenn die Milch den Darm beeinträchtigt – chronische Verstopfungen bis hin zu diffusem Kopfschmerz.

Bei Problemen dieser Art lohnt sich also ganz enorm der experimentelle Verzicht auf Milchprodukte über beispielsweise zwei bis drei Monate hinweg. Oft zeigt sich eine Verbesserung der Beschwerden in deutlich kürzerer Zeit – natürlich nur dann, wenn die Milch auch tatsächlich für die Beschwerden verantwortlich war.

Überdies ist der negative Einfluss der Milch auf Akne und manche Krebsformen wissenschaftlich belegt, wie wir bereits hier und hier erläutert haben.

Nun erscheint am wissenschaftlichen Horizont aber noch ein weiterer Aspekt, der erklärt, auf welche Weise Fleisch und Milch der menschlichen Gesundheit abträglich sein können.

Fleisch und Milch schleusen Krankheitserreger in den Körper des Konsumenten

Pathogene* Erreger scheinen – blinden Passagieren gleich – gemeinsam mit tierischen Proteinen in den Körper von Fleisch- und Milchkonsumenten zu gelangen. Dort – so heisst es – würden sie sodann langfristig sämtliche Gesundheitsprobleme auslösen können, die heute als chronisch-degenerative Zivilisationskrankheiten bekannt sind.

*pathogen = krankheitserregend, schädlich

Alzheimer: Folge von Fleisch- und Milchverzehr?

Bei Alzheimer-Patienten beispielsweise findet man teilweise mehr als 100 pathogene Erreger im Gehirn. Keime, die dort nichts zu suchen haben. Keime, die entgegen jeglicher Erklärungsmodelle offenbar sowohl Darmbarriere als auch Blut-Hirn-Schranke überwunden und vom Immunsystem weitgehend unbemerkt das Gehirn latent infiziert haben.

Die übermässige Bildung der antimikrobiellen Eiweissplaque (amyloid β-protein), welche bei der Alzheimer-Krankheit mehr und mehr die Gehirnfunktionen einschränkt und die typische Demenz-Symptomatik auslöst, ist hier vermutlich nur ein Versuch des Körpers, die Erreger zu eliminieren bzw. die Infektion in Schach zu halten.

Wie aber gelangten die Erreger überhaupt erst in den Körper?

Jahrelang haben Wissenschaftler fieberhaft nach der Infektionsquelle und dem Infektionsweg gesucht, doch scheinbar ohne Ergebnis. Im Jahr 2005 wurde ein Fachartikel veröffentlicht, der die Hypothese formulierte, dass der zentrale Infektionsweg über die Nahrung erfolgen dürfte (Bardor, 2005). Doch wird dieser Aspekt noch heute von weiten Teilen der Wissenschaft ignoriert.

Milch und Fleisch: Ursache vieler Krankheiten?

Bardor und Kollegen zufolge sollen die Keime über den Verzehr von Säugetierfleisch in den menschlichen Organismus eingeschleust werden, was dann zu Infektionen führe, die wiederum den Ausgangspunkt nicht nur für Alzheimer, sondern ebenso für viele weitere chronisch-degenerative Erkrankungen darstellen können.

Das Fleisch (oder auch die Milch) dient den Erregern als eine Art trojanisches Pferd, mit dem sie – vom Immunsystem unbemerkt – in den Körper des Menschen gelangen können.

Die Schwachstelle bzw. das trojanische Pferd sind die so genannten SIGLECs.

Jede tierische und menschliche Zelle bildet an ihrer Oberfläche ganz spezifische Proteine aus. Die Struktur dieser Proteine zeigt dem Immunsystem, ob es sich um eine körpereigene Zelle, um eine dem Körper wohl gesinnte Substanz oder vielleicht eher um einen Feind, also um eine körperfremde Zelle oder eine schädliche Substanz, wie z. B. Gifte oder Krankheitserreger handelt.

Einen wichtigen Anteil dieser Oberflächenproteine stellen die erwähnten SIGLECs dar. Es gibt 14 säugetierspezifische SIGLECs. Das erste SIGLEC, SIGLEC-1, wurde 1986 entdeckt (Crocker, 1986). Im Verlauf des Artikels wird es sich besonders um zwei SIGLECs handeln, um SIGLEC-5 und um SIGLEC-12.

Der Begriff SIGLEC steht als Abkürzung für "Sia-recognizing IG-like LECtins" (Sialinsäure-erkennende Lektine). Die Hauptaufgabe der SIGLECs ist die Regulierung der körpereigenen Immunantwort. Wie machen die SIGLECs das?

Sinn der SIGLECs: Schutz vor Autoimmunreaktionen

Harmlose Keime wie z. B. nützliche Darmbakterien heften sich an die SIGLECs der Darmzellen, ohne diese zu zerstören. Auf diese Weise erkennt das angeborene Immunsystem, dass diese Darmbakterien harmlos sind und ist beruhigt.

Gefährliche Keime schädigen dagegen die SIGLECs und alarmieren folglich das Immunsystem.

Genauso finden sich SIGLECs auf den Geschlechtszellen, also auf Samen- und Eizellen. Dies soll verhindern, dass sich unterschiedliche Arten miteinander fortpflanzen können. Tiersperma, erkennbar an seiner einzigartigen SIGLEC-Struktur, würde in einer menschlichen Gebärmutter daher rasch abgetötet werden.

Zellen besonders sensibler Organe wie die des Gehirns verfügen über eine aussergewöhnlich hohe Dichte an SIGLECs. Ein Vorteil dieser grossen SICLEC-Anzahl ist u. a., dass die betreffenden Zellen besser vor Autoimmunkrankheiten geschützt sind, also vor dem Angriff des Immunsystems auf körpereigene Zellen.

Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Parkinson werden im gesunden Körper u. a. genau über diesen Mechanismus verhindert. So befinden sich auf einer einzigen Nervenzelle im Gehirn über 100 Millionen SIGLECs – ein vielfach abgesicherter Schutzmechanismus des Gehirns vor irrtümlichen Attacken der eigenen Immunabwehr.

SIGLECs als trojanisches Pferd für Krankheitserreger

Leider haben manche Krankheitserreger gelernt, sich zu tarnen. Sie verstecken sich unter den SIGLECs ihres Wirtes. Herpesviren beispielsweise verbergen sich – vom Immunsystem unbehelligt – hinter den SIGLECs des betroffenen Menschen.

Obwohl der Mensch infiziert ist, bleibt er jedoch zunächst symptomlos. Das Immunsystem bemerkt nichts und schlägt folglich auch keinen Alarm. Man spricht von einer latenten Infektion. Erst in besonderen Situationen (Stress, Schwächezustände etc.) treten die Viren in Aktion und führen im Falle der Herpesviren zum Ausbruch von Lippenbläschen, Gürtelrose etc. – je nach Herpes-Art.

So ähnlich lässt sich dies auch bei Tieren, z. B. dem Rind erkennen: Bakterien haben gelernt, hinter dessen SIGLECs versteckt zu bleiben. Weder dem Rind wird geschadet, noch wird das Bakterium von dessen Immunsystem attackiert.

In der latenten Phase besteht also weder für das Rind noch für den Menschen eine ernsthafte Gefahr. Bakterien und Wirt leben in einer Art Kompromiss: Beide überleben und können sich fortpflanzen.

Problematisch wird es erst dann, wenn ein Austausch der Erreger über die Nahrungskette erfolgt, wenn der Mensch also beispielsweise das Fleisch eines Rindes isst. Fleischessen kann daher riskant sein.

Dies war jedoch nicht immer so!

Milch und rotes Fleisch: Keine menschengerechte Nahrung

Ein sogenannter evolutionärer "Flaschenhals" in grauer Vorzeit soll uns anfälliger für den SIGLEC-Infektionsweg gemacht haben.

Vor etwa 2 Millionen Jahren wurde nahezu die gesamte Menschheit durch den Malaria-Stamm P. reichenowi ausgerottet. Der Malariaerreger nistete sich hinter den SIGLECs-5 und -12 ein, blieb allerdings selbst in diesem latenten Stadium für die damaligen Menschen tödlich.

Nur ein kleiner Teil der einstigen Menschheit soll diese Katastrophe überlebt haben (Hawks, 2000; Varki, 2009) – und genau dieses Überleben nur weniger Exemplare einer vormals grossen Population wird als "evolutionärer Flaschenhals" bezeichnet.

Warum aber überlebten manche Menschen?

Die Überlebenden verfügten über einen ganz besonderen Vorteil, über eine Mutation. Ihnen fehlten die SIGLECs Nr. 5 und 12, sodass den Malaria-Parasiten kein Versteck zur Verfügung stand und sie sich daher im Körper auch nicht halten geschweige denn vermehren konnten.

Natürlich waren die Überlebenden nicht nur gegen die beschriebene Form der Malaria resistent, sondern gegen sämtliche Pathogene, die sich hinter SIGLEC-5 und -12 verstecken konnten. Und weil diese wenigen Überlebenden die Vorfahren aller heute lebenden 7,2 Milliarden Menschen sind, besitzt keiner mehr von uns SIGLEC-5 und auch nicht SIGLEC-12. Gleichzeitig verfügen wir alle über die Immunität gegen Malaria P. reichenowi.

Das ist zwar in Bezug auf diese spezielle Malaria nicht übel. Doch gibt es da ein kleines Problem: SIGLEC-5 und -12 sind nun von allen menschlichen Zelloberflächen komplett verschwunden. Alle anderen Säugetierarten besitzen aber noch SIGLEC-5 und -12 – und so auch jene Säugetiere, deren Produkte (Milch und Fleisch) heute verzehrt werden.

Das Immunsystem hätte jetzt im Laufe all der vielen Jahre (seit der Malaria-Katastrophe) eigentlich lernen müssen, fremdes SIGLEC-5 und -12, das mit Milch und Fleisch in den Organismus gelangt, nicht mehr als körpereigen, sondern eben als körperfremd zu erkennen.

Das aber ist nie passiert. Warum nicht?

Möglicherweise, weil die Milch fremder Säugetiere in der urzeitlichen Vergangenheit nie zur menschengerechten Ernährung gehört hatte und sich das Immunsystem auch nicht damit auseinander setzen musste. Und vermutlich war auch rotes Säugetierfleisch nie so häufig und in so grossen Mengen verzehrt worden, wie es heute der Fall ist.

Wie Fleisch und Milch krank machen können

Rinder oder Schweine beherbergen hinter ihren SIGLECs 5 und 12 nun aber verschiedene, für sie selbst meist harmlose Keime. Sie sind, vergleichbar mit der oben beschriebenen menschlichen Herpesinfektion, nahezu symptomlos (latent) infiziert.

Hinter Rinder-SIGLECs verbergen sich z. B. gerne Bakterien wie E. Coli, Tuberkulose-Erreger oder Streptokokken – also Keime, welche die Tiere in ihrem Darm beherbergen, da sie diese für ihre Verdauung benötigen.

Isst der Mensch nun Fleisch oder Milchprodukte, dann finden die an SIGLEC-5 und -12 gehefteten Keime in ihm einen neuen Wirt.

Das angeborene Immunsystem des Menschen kann diese beiden SIGLECs, wenn sie von aussen hereinkommen, nicht von den eigenen unterscheiden und behandelt sie dadurch wie körpereigenes Protein. Sie bleiben gänzlich unbehelligt. Folglich gelangen sie nicht nur tief in den menschlichen Organismus, sondern werden auch in körpereigenes Gewebe eingebaut (Pham 2009). Eine nicht ganz gesunde Darmbarriere (Leaky Gut) dürfte diesen Vorgang begünstigen.

Fatal an dieser Infektion beim Menschen ist hier ganz besonders die grosse SIGLEC-Dichte im Gehirn. Denn Bestandteile der fremden SIGLECs werden in die menscheneigenen SIGLECs eingebaut.

Dort nun, wo sich naturgemäss viele SIGLECs aufhalten, können natürlich auch viele fremde SIGLECs – samt ihren Bakterien im Gepäck – eingebaut werden. Und das ist leider im Gehirn der Fall, so dass der verstärkte Verzehr von Fleisch und Milch durchaus mit einer erhöhten Alzheimergefahr in Zusammenhang gebracht werden kann.

Doch ist nicht nur das Gehirn anfällig für SIGLEC-5- und 12-vermittelte Infektionen, sondern auch fast alle anderen menschlichen Gewebe (Tangvoranuntakul, 2011).

Chronische Entzündungen als Ursache vieler Krankheiten

Wenn das Immunsystem des Menschen – aus welchen Gründen auch immer – schwächer wird, können diese Eindringlinge aus ihrem Ruhezustand erwachen. Sie kommen aus ihren Verstecken und beginnen, sich im Körper des Menschen zu verbreiten. Borreliose, Tuberkulose und viele andere bakterielle Infektionskrankheiten sollen hier ihren Ursprung haben können.

Doch auch schon vor dem Krankheitsausbruch, also im Stadium der latenten Infektion, kommt es zu – für den betreffenden Menschen – unbemerkten chronischen Entzündungsprozessen.

Das angeborene Immunsystem erkennt die Fremdlinge zwar nicht. Das erworbene Immunsystem wittert jedoch die Gefahr (Hedlund, 2008) und identifiziert die fremden SIGLECs als verdächtig.

Es wird in eine leicht erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, in eine sogenannte low grade inflammation oder auch kalte Entzündung. Diese leicht erhöhte Aktivierung des erworbenen Immunsystems sorgt für die ständige Präsenz bestimmter Antikörper im Blut (Varki, 2009), wodurch permanent niedriggradige Entzündungsprozesse provoziert werden.

Diese lösen zwar akut keine Symptome aus, doch weiss man, dass chronische niedriggradige Entzündungsprozesse zu Beginn vieler chronisch-degenerativer Erkrankungen stehen. Dazu zählen beispielsweise die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die Arthritis, die Neurodermitis und die Hashimoto Thyreoiditis.

Inzwischen weiss man ausserdem, dass auch bei vielen anderen chronischen Krankheiten chronische Entzündungsprozesse eine sehr wichtige Rolle spielen, wie z. B. bei Diabetes, bei manchen Krebsarten (z. B. Dickdarmkrebs), bei Alzheimer, Parkinson, Arteriosklerose, Fibromyalgie, Morbus Bechterew, Tinnitus, Asthma, Akne, Psoriasis, Zöliakie, Allergien und bei vielen weiteren mehr.

Konsequenterweise wird in Fachkreisen der Verzehr von Säugetierfleisch unter gleichzeitigem Bewegungsmangel (siehe weiter unten) als einer der wichtigsten Faktoren für die genannte low grade inflammation diskutiert (Padler-Karavani, 2008).

SIGLECs: Schuld an Kinderlosigkeit?

Es geht sogar so weit, dass man die SIGLECs für eine ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich macht. Wenn ein Mann nämlich regelmässig z. B. rotes Fleisch isst, so werden zum Teil fremde SIGLECs in sein Sperma, eingebaut.

Die Gebärmutter der Frau erkennt darin dann kein "Menschensperma", da es Oberflächenproteine anderer Säugetiere aufweist. Die irrtümlich als fremd erkannten Zellen werden von den Antikörpern der Frau, die in der Gebärmutter aktiv geworden sind, attackiert (Ghaderi, 2011).

Was könnte man also tun, um den Einbau fremder SIGLECs in den eigenen Körper zu verhindern?

Nie mehr Fleisch und Milch?

Jedes tierische Protein enthält SIGLECs. Folglich kann eine Übertragung von SIGLECs und damit auch eventuell seiner darunter versteckten Keime nur über den Konsum tierischen Proteins geschehen.

Im Klartext: Der Verzehr tierischen Proteins – nachgewiesen wurde dies für Säugetierfleisch und Milch – birgt immer die Gefahr, dass fremde SIGLECs unbehelligt in den Organismus des Verzehrers gelangen und sogar dort eingebaut werden, was zu den beschriebenen Effekten der latenten Infektion führt.

Ob artgerechte Freilandhaltung, wild oder industrielle Massentierhaltung – die Lebensweise der Tiere spielt für den SIGLEC-Aspekt vermutlich leider keine Rolle.

Durch das Weglassen von Säugetierfleisch und Milch trocknen Sie die beschriebene Infektionsquelle weitgehend aus.

Wenn Sie bislang Säugetierfleisch und Milch in grösseren Mengen verzehrt haben, können Sie die Infektion folgendermassen rasch beheben:

Das 30-Tage-Programm befreit Sie

Verzichten Sie einmal 30 Tage lang auf jegliches Säugetierprotein. Wenn andere Gründe nicht dagegen sprechen, können Sie weiterhin Geflügelfleisch, Eier (beides stets einwandfreier Herkunft) und Wildfisch essen.

Nach 30 Tagen hat Ihr Organismus den Grossteil der Fremd-SIGLECs eliminiert (Bergfeld, 2012) und Sie sind zellbiologisch gesehen wieder Mensch: Ihr Organismus hat dann die vorher über die Nahrung aufgenommenen Fremd-SIGLECs wieder gegen eigene SIGLECs ausgetauscht.

Doch Vorsicht: Werden die SIGLECs eliminiert, dann werden die hinter ihnen versteckten Erreger obdachlos und gelangen nun frei in Ihre Blutbahn. Zwar hat das Immunsystem nun vollen Zugriff auf diese Pathogene und wird sich ihrer auch annehmen.

Je nach Menge der jetzt im Körper zirkulierenden Erreger und je nach Zustand Ihres Immunsystems könnte letzteres jedoch auch überfordert werden, so dass Sie Ihr Immunsystem so gut wie möglich unterstützen sollten.

Die SIGLEC-freie Ernährung

Pflanzliche Proteine sind hingegen komplett frei von SIGLEC-5 und SIGLEC-12 und somit vom SIGLEC-Aspekt her vollkommen unbedenklich.

Arm an Fremd-SIGLECs sind ausserdem die folgenden tierischen Proteinquellen (Schauer, 2009):

  • Geflügel: Strauss, Huhn, Pute, Ente, Fasan etc.
  • Eier
  • Fisch, Schellfisch, Schalentiere
  • Reptilien, Amphibien
  • Insekten, Larven, Würmer

Sport schützt vor Fremd-SICLECs

Abgesehen von einer SICLEC-armen Ernährung, kann auch körperliche Bewegung vor SICLECs schützen – selbst wenn diese verzehrt werden.

Dazu sollte Fleisch nur nach einem anstrengenden Training verzehrt werden. Dann nämlich werden die fraglichen Bestandteile der Fremd-SIGLECs – vereinfacht ausgedrückt – verbrannt, da es sich praktischerweise um sog. Zuckerreste handelt.

Ohne vorangegangene Bewegung jedoch ist der Fleisch- und Milchverzehr – womöglich noch zum Frühstück, wie es in der westlichen Hemisphäre üblich ist – problematisch.

Fazit

Wenn wir also täglich Säugetierfleisch und Milchprodukte zu uns nehmen und uns vorher nicht ausreichend viel und intensiv bewegen, setzen wir uns ständig einer gefährlichen Infektionsquelle aus und versetzen unser erworbenes Immunsystem in eine niedriggradige permanente Alarmstellung, die Ausgangspunkt der meisten modernen Zivilisations-Erkrankungen darstellt.

Ohne den Verzehr von Säugetierprotein gelangen weder Fremd-SIGLECs noch die hinter ihnen verborgenen Erreger in den Körper.

Bereits in den eigenen Körper integrierte Fremd-SIGLECbestandteile und auch eingenistete Erreger können Sie innerhalb von 30 Tagen durch die Vermeidung von Säugetierprotein fast vollständig eliminieren.

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Quellen und Literatur:



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