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Asiatische Heilmethoden
Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 04.09.2017
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Traditionelle chinesische Medizin (TCM)
© Kim JinKwon - Shutterstock.com

Die Traditionelle Chinesische Medizin nimmt an, dass der menschliche Körper Krankheiten bewältigen und sich wieder erholen kann, wenn er sich im Gleichgewicht befindet.

TCM - Der Mensch als Ganzes

Die traditionelle chinesische Medizin (kurz: TCM) sieht die Medizin nicht als eine rein auf den Körper bezogene Wissenschaft. Der Mensch ist vielmehr eine Art energetisches Gefüge, das in der TCM auch als ein solches behandelt wird. Die philosophischen Eckpfeiler der chinesischen Medizin sind der Taoismus (geht von der Nähe des Menschen zur Natur aus und wertet empirisch aus) und der Konfuzianismus (hier steht das Finden von Strukturen, Systemen und formalistischen Lösungen im Mittelpunkt).

Grundbegriffe der TCM sind Yin und Yang. Dieses Wertpaar stellt zwei Gegenpole dar, die in rhythmischer Rivalität einander bedingen und ergänzen.

YangYin
HimmelErde
SonneMond
TagNacht
SommerWinter
warmkalt
ausseninnen
helldunkel
bewegtruhend
hartweich
ungradzähliggradzählig
expandierendaufnehmend
aktivesstoffliches

Ein weiterer Grundbegriff ist Qi und Xue. Qi ist der Begriff für die aktive Lebensenergie und beinhaltet alle energetischen Äusserungen des Lebens. Das Qi hat die Aufgabe, das Xue zu bewegen. Xue (die Säfte, das Blut, stoffliche Energieträger) ist der stoffliche Gegenpol zum Qi. Ohne Säfte entsteht keine Energie, ohne die Energie werden die Säfte nicht bewegt, sie fliessen nicht, es kommt zu Stockungen, Verdichtungen. Diese beiden Energieträger befinden sich in einem aus Leitbahnen bestehenden Fliesssystem - diese Leitbahnen sind der Akupunktur zugänglich.

Schliesslich kennen wir noch Jing und Shen. Jing ist die angeborene Konstitution, unser "Lebenskonto". Shen ist die aktive Kraft, aber auch ein Teil der universellen Kraft (fliesst nach dem Tod wieder ins Universum).

Auch die Wandlungsphasen sind Grundbegriffe der TCM. Es sind fünf Phasen die beschreiben die zeitlichen, rhythmischen Abläufe, die sich zyklisch gegenseitig bedingen und ablösen. Der Verlauf entspricht der Position der Erde in Bezug auf den Sonnenlauf.

Der Mensch als Teil des Ganzen

Im chinesischen Denken ist der Mensch ein Teil des Kosmos zwischen Himmel und Erde. Er ist den Umwelteinflüssen ausgesetzt und hat wiederum ganz individuelle Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Alle menschlichen Phänomene, die einer Wandlungsphase entsprechen, bilden einen so genannten Funktionskreis. Es gibt fünf Funktionskreise, die die wesentlichen gesunden und krankhaften klinischen Zustände des Menschen erfassen.

Die chinesische Medizin beschäftigt sich bei der Behandlung nicht mit der Vergangenheit, da diese nicht mehr zu verändern ist. Sie konzentriert sich auf die aktuellen Zustände und auf aktuell mögliche Veränderungen. Die Therapieverfahren der TCM sind Akupunktur, Moxibustion, chinesische Arzneimittel, die chinesische Diätetik, die Bewegungstherapie Qi-Gong und Tai Chi.

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