Bewegungstherapien heilen und beugen Krankheiten vor
Der Mensch ist für Bewegung geschaffen. Daher führt Bewegungsmangel auch so schnell zu gesundheitlichen Problemen. Bewegung ist so essentiell, dass man schon allein dann, wenn man sein Bewegungspensum erhöht, vielen Krankheiten vorbeugen kann.
Auch sollte Bewegung bei bestehenden Krankheiten immer mit zur Therapie gehören - natürlich immer passend zum Patient und seinen Möglichkeiten. Es handelt sich dann um Bewegungstherapien, die hier zum Einsatz kommen.
Sie helfen dabei, die Beweglichkeit oder Ausdauer wieder zurückzugewinnen – ob nach einer Operation, nach einem Unfall oder bei einer chronischen Erkrankung, bei der auch der Bewegungsapparat betroffen ist, z. B. bei Multipler Sklerose, Rheuma etc.
Bei vielen psychischen Erkrankungen haben sich entsprechende Therapien mit Bewegung ebenfalls als hilfreich erwiesen, z. B. bei Depressionen, aber auch bei Demenz und Alzheimer.
Bewegungstherapie in der Medizin
Der Begriff Bewegungstherapie ist ein medizinischer Oberbegriff. Ärzte verordnen in der Praxis konkrete Heilmittel oder Maßnahmen, die bewegungstherapeutische Inhalte enthalten, z. B. Physiotherapie (Krankengymnastik), Manuelle Therapie, medizinische Trainingstherapie oder auch Rehasport oder Funktionstraining.
Diese Maßnahmen werden von entsprechend qualifizierten Therapeuten durchgeführt und häufig von den Krankenkassen übernommen.
Bewegungstherapie in der Naturheilkunde
In der Naturheilkunde und Gesundheitsprävention wird Bewegung unabhängig von einer ärztlichen Verordnung als zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils betrachtet, kann aber natürlich auch als Therapiekomponente bei Krankheiten empfohlen werden.
Geeignete Bewegungsformen sind beispielsweise Yoga (verbessert Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und Stressregulation), Tai Chi und Qigong (fördern Gleichgewicht, innere Ruhe und Koordination), Pilates (stärkt insbesondere die Rumpfmuskulatur und Haltung), Nordic Walking (gelenkschonendes Ausdauertraining), Wassergymnastik (ideal bei Gelenkbeschwerden oder eingeschränkter Belastbarkeit) oder auch Faszientraining (unterstützt die Beweglichkeit des Bindegewebes).
Grundsätzlich gilt aber, jede regelmäßige Bewegung – ob Schwimmen, Spazierengehen, Rad fahren oder Training im Fitnessstudio – kann sich positiv auf Gesundheit, Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System und psychisches Wohlbefinden auswirken.
Eine besonders einfache und zugleich effektive Methode ist das Training auf dem Minitrampolin. Es kann Ausdauer, Koordination und Lymphfluss fördern und gleichzeitig gelenkschonend sein.
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