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Arnika-Salbe selbst gemacht

Ob beim Sport, bei der Arbeit oder im trauten Heim – es kommt immer wieder vor, dass man sich verletzt und blaue Flecken oder gar eine Verstauchung davon trägt. Ein sehr gutes Hausmittel kann hier helfen: die Arnika-Salbe. Arnika ist eine Pflanze aus den Bergen. Sie erfreut mit leuchtend gelber Blütenpracht und gilt gleichzeitig als schmerzlindernde und entzündungshemmende Heilpflanze.

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07 März 2021

Arnika – Zauberpflanze und Heilmittel

Die Echte Arnika (Arnica montana) gehört zu den alten Zauberpflanzen, die schon in der vorchristlichen Zeit eine tiefe Bedeutung hatten. Sie wurde der Göttin Freya zugeordnet und hatte im Kult der Sommersonnenwende ihren festen Platz.

So steckten beispielsweise die Bauern in der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni Arnikasträusschen an die Ecken ihrer Getreidefelder, um den Naturgeist Bilwis davon abzuhalten, dem Getreide Schaden zuzufügen.

Doch die aromatisch duftende Gebirgspflanze sollte nicht nur Geister in Schach halten, sondern auch Blutergüsse, Verstauchungen, Krampfadern, Venenentzündungen, Gicht und Rheuma heilen. Und genau bei diesen Indikationen wird die Arnika noch heute eingesetzt.

In Apotheken, Drogerien oder Reformhäusern können die unterschiedlichsten Arnika-Produkte erworben werden, z. B. Salben, Öle oder Tinkturen.

Sie können sich Ihre Arnika-Salbe jedoch auch sehr einfach selbst herstellen und müssen dann nicht befürchten, dass sich darin ungesunde Zutaten, wie Konservierungsmittel, Duftstoffe oder andere synthetische Zusätze befinden.

Das Rezept für die Arnika-Salbe

Arnika-Salbe wird gelegentlich auch Arnika-Balsam genannt. Wie Sie dieses hilfreiche und wichtige Hausmittel für Ihre Hausapotheke selbst herstellen können, haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst:

Benötigtes Zubehör:

  • Schongarer
  • verschliessbares Glasgefäss mit weitem Hals
  • kleiner Topf
  • Schneebesen
  • Salbentiegel oder passendes Leergefäss

Zutaten:

  • 2 Tassen Kokosöl (sollte es fest sein, im warmen Wasserbad schmelzen)
  • ¾ Tasse Arnikablüten getrocknet
  • ½ Tasse Bienenwachs
  • 1 TL Vitamin-E-Öl (Apotheke oder (Online-)Fachhandel für Kosmetik-Zubehör)
  • 10 Tropfen eines ätherischen Öls, dessen Duft Sie mögen (z. B. ätherisches Pfefferminz-, Lavendel- oder Teebaumöl)
  • 3 bis 6 TL Cayennepfeffer (zur zusätzlichen Schmerzlinderung) – bei empfindlicher Haut weg lassen!

Zubereitung:

1. Zerkleinern Sie die Arnikablüten und geben Sie sie in ein Glasgefäss mit weitem Hals. Giessen Sie das Kokosöl und das Vitamin-E-Öl darüber – die Blüten müssen zwecks Haltbarkeit vollständig bedeckt sein.

2. Anschliessend geben Sie das Gefäss mit etwas Wasser bei Niedrigtemperatur für 12 bis 24 Stunden in einen Schongarer. In dieser Zeit können Sie auch den Cayennepfeffer hinzufügen.

3. Bedecken Sie das Glasgefäss und lassen die Mischung ziehen. Rühren Sie gelegentlich um.

4. Stellen Sie regelmässig sicher, dass die Blüten ganz mit Öl bedeckt sind und dass sich ausreichend Wasser im Schongarer befindet.

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5. Wenn sich die Blüten mit dem Öl vollgesogen haben, können Sie das Gefäss aus dem Schongarer nehmen und die Mixtur etwas abkühlen lassen – sie sollte aber noch flüssig sein.

6. Nun können Sie die Mixtur durch ein Leinentuch in einen kleinen Topf seihen und bei niedriger Temperatur auf den Herd stellen. Fügen Sie das Bienenwachs hinzu und rühren Sie die Masse mit dem Schneebesen um, bis sie geschmolzen ist.

7. Lassen Sie die Mischung eine Stunde lang abkühlen. Dann können Sie das ätherische Öl hinzufügen, Ihre noch flüssige Arnika-Salbe in einen Salbentiegel oder ein passendes Leergefäss füllen und nur noch ein paar Stunden warten, bis sie erkaltet und damit fest geworden ist.

Sollten Sie keinen Schongarer zu Hause haben, besteht auch die Möglichkeit, den Ölauszug kalt anzusetzen, was jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt:

Hierbei wird das Glasgefäss mit den Arnikablüten, dem Kokos- und Vitamin-E-Öl sowie dem Cayennepfeffer befüllt, verschlossen und für maximal 14 Tage an einen möglichst warmen Platz (ca. 25 °C) gestellt.

Es ist wichtig, die Mischung zweimal täglich zu schütteln und darauf zu achten, dass die Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind, damit sich kein Schimmel bildet. Dann können Sie mit Punkt 6 fortfahren.

Lagern Sie Ihre Arnika-Salbe kühl und dunkel (z. B. im Kühlschrank).

Rezepte für viele andere Hautpflegeprodukte finden Sie hier: Salben selbst gemacht

Die Anwendung der Arnika-Salbe

Bei Blutergüssen und Verstauchungen gilt: Je schneller man nach der Verletzung reagiert, umso besser! Bei einer kleineren Prellung genügt es meist, die betroffene Hautstelle mit einer kleinen Menge Arnika-Salbe zu bestreichen.

Liegen aber grössere Blutergüsse, Zerrungen oder Verstauchungen vor, sollten diese mit einem Salbenverband versorgt werden. Hierbei wird die Arnika-Salbe auf eine Baumwollkompresse gestrichen und mit einer Mullbinde fixiert.

Es ist wichtig, sich etwas Ruhe zu gönnen, den verletzten Körperteil hoch zu lagern und die Arnika-Salbe einige Stunden einwirken zu lassen. Die Behandlung kann je nach Bedarf wiederholt werden.

Wichtig: Da Arnika allergische Reaktionen hervorrufen kann, sollten Sie – insbesondere bei der ersten Anwendung – auf Rötungen, Jucken oder Hautreizungen achten oder die Salbe zunächst nur auf eine kleine Hautstelle auftragen und die Verträglichkeit auf diese Weise testen. Offene Wunden dürfen keinesfalls mit Arnika-Präparaten behandelt werden.

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Quellen
  • Alex Du Toit, "Natural first aid recipe for bumps, bruises and sprains", Natural News, Juni 2015, (Natürliches Erste-Hilfe-Rezept für Stösse, Prellungen und Verstauchungen)
  • Gertrud Scherf, "Zauberpflanzen Hexenkräuter Magie und Mythos heimischer Wild- und Kulturpflanzen", München 2002