Petersilie
Die Petersilie ist weit mehr als eine Dekoration für kalte und warme Speisen. Sie ist eine wahre Vitalstoffbombe und reich an hochwertigen Minearlien und Vitaminen. Diesem Kraut werden viele positive Eigenschaften zugesagt.
Veröffentlichung am
21.09.2010 um
11:37 Uhr / Aktualisierung am
14.05.2012 um
22:23 Uhr
Petersilie glänzt mit einer so ungewöhnlichen Fülle an Vitalstoffen und Spurenelementen, dass sie es ganz leicht mit einem Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen kann. Petersilie hat sogar zwei entscheidende Vorteile zu bieten: Im Gegensatz zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ist sie wirklich vollkommen natürlich und außerdem kostet sie nur den Bruchteil vieler Nahrungsergänzungsmittel.
Petersilie ist reich an Chlorophyll. Damit kann sie unser Blut reinigen, neues Blut bilden sowie Leber und Nieren bei der Entgiftung unterstützen. Chlorophyll ist gemeinsam mit den ätherischen Ölen der Petersilie außerdem für die geruchsbindenden Eigenschaften der kleinen Gewürzpflanze verantwortlich. Wer nämlich regelmäßig Petersilie kaut, der erfreut seine Mitmenschen mit frischem Körper- und Mundgeruch.
Fast die ganze Bandbreite an Vitaminen ist in der Petersilie zu finden: Vitamin A, die Vitamine B1 bis B6, Vitamin C, Beta Carotine, Folsäure, Vitamin K und neuerdings ist sogar Vitamin B12 als Bestandteil von Petersilie im Gespräch. Petersilie ist außerdem eine fantastische Quelle für Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie liefert Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Mangan, Kalium und Schwefel – und all das in bester organischer, also leicht verwertbarer Qualität.
Mit diesem Fundus an hochwertigsten Vitalstoffen ist es für die Petersilie ein Leichtes, unserem Organismus bei vielen verschiedenen Problemchen unter die Arme zu greifen. Sie hilft bei Sodbrennen und Aufstoßen, steigert das Leistungsvermögen, bekämpft Erschöpfungszustände, stärkt das Herz, löst Cholesterin in den Venen auf, unterstützt die Nebennieren, härtet die Zähne, baut Knochen auf, beugt Geburtsfehlern vor, verbessert die Nährstoffaufnahme, beseitigt das Völlegefühl im Magen, reduziert Entzündungen, motiviert die körpereigenen Abwehrkräfte und reguliert das Hormonsystem.
In der Pflanzenheilkunde wird Petersilie traditionell als sog. Aquaretikum zur allgemeinen Aufmunterung von Nieren, Blase und den Harnwegen eingesetzt. Ein Aquaretikum ist eine Heilpflanze, die zur Durchspülungstherapie eingesetzt werden kann, weil sie – während gleichzeitig viel Wasser oder Kräutertee getrunken wird – die Urinausscheidung fördert. Gleichzeitig werden Krankheitserreger aus dem Körper gespült, und auch das Wachstum von Nieren- und Blasensteinen wird gehemmt.
Synthetische Medikamente, die bei Problemen im Nieren-Blasen-Bereich normalerweise eingesetzt werden, entziehen dem Körper auch dann Wasser, wenn kaum etwas getrunken wird. Mit dem Wasser werden außerdem wichtige Mineralien wie Kalium aus dem Körper geschwemmt, so dass damit der Wasser- und Mineralienhaushalt in extreme Disharmonie geraten kann.
Petersilie hingegen ist von allen geläufigen Lebensmitteln sogar dasjenige mit dem höchsten Kaliumgehalt. Petersilie befreit also den Körper von Schlacken und überflüssigen Stoffen, die andernfalls in Form von Steinen in den Organen gespeichert und früher oder später Beschwerden verursachen würden und versorgt den Organismus gleichzeitig mit wertvollen Mineralien.
Bei schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen jedoch ist oft eine kaliumarme Diät erforderlich. In solchen Extremfällen muss Petersilie leider gemieden werden.
Petersilie wäre ohne ätherische Öle nicht annähernd so aromatisch wie wir sie kennen und schätzen. Diese ätherischen Öle verleihen der Pflanze jedoch nicht nur ihr charakteristisches Aroma, sondern auch eine ganz besondere Fähigkeit.
Gelangen krebserregende Stoffe nämlich über die Luft in die Lungen (z. B. Substanzen aus Zigarettenqualm oder dem Rauch von Holzkohle), dann werden sie von den ätherischen Ölen der Petersilie neutralisiert. Dieser Effekt könnte der Grund dafür sein, dass Petersilie zur Vorbeugung von Lungenkrebs empfohlen wird.
Petersilie soll eine anregende Wirkung auf die Geschlechtsorgane haben, nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen. Aus diesem Grunde werden Schwangere vor dem Verzehr größerer Mengen Petersilie gewarnt. Petersilie fördert die Menstruation, kann aber auch Frühgeburten auslösen. Diese extreme Wirkung jedoch, die der Petersilie den Ruf einer Abtreibungspflanze eintrug, ist weder von den Blättern noch von der Petersilienwurzel zu befürchten.
Lediglich in den Samen der Petersilie sind hohe Konzentrationen eines bestimmten ätherischen Öles enthalten, das bei Überdosierung nicht nur Kontraktionen der Gebärmutter auslösen kann, sondern auch Halluzinationen, weshalb das reine ätherische Petersilienöl auch gelegentlich in Drogenkreisen konsumiert wird.
Auch wenn man normalerweise Deko-Artikel nicht isst, sollte man bei der Petersilie unbedingt eine Ausnahme machen. Will man nämlich von all ihren stärkenden, entgiftenden und belebenden Eigenschaften und von all ihren Vitalstoffen wirklich profitieren, sollte deutlich mehr gegessen werden als üblich. Dazu können Sie die Petersilie genüsslich kauen, zum Beispiel statt eines Kaugummis. Auch Entsaften ist eine gute Idee.
Mischen Sie sie in diesem Fall mit dem Saft von milden Gemüsen oder Früchten wie z. B. Möhren, Rote Bete, Äpfel oder auch Ananas. Noch besser aber ist es, aus der Petersilie gemeinsam mit Früchten im Mixer einen Smoothie zu zaubern. Nachfolgend stellen wir drei delikate Petersilien-Smoothie-Rezepte vor, die jeweils eine Mahlzeit ersetzen können. Ja, im Grunde sind sie viel wertvoller, da viel nährstoff- und vitalstoffreicher als eine gewöhnliche Mahlzeit.
Mixen Sie: 1 ½ Tassen Wassermelone (mit Kernen), ¼ Tasse Petersilie, ½ Tasse Wasser und ein wenig Stevia. Dies ist ein köstlicher und nahrhafter Drink, der sogar Ihre Kinder begeistern wird. Sie müssen ja nicht sagen, dass es ein Petersilien-Drink ist. „Harry Potters Zaubertrank“ oder etwas in dieser Art kommt da deutlich besser an.
Mixen Sie: eine Tasse Beeren (Heidel- oder Erdbeeren), eine Banane, ¼ Tasse Petersilie, ½ Tasse Wasser und ein wenig Stevia.
Entsaften Sie: Drei Äpfel und ½ Tasse Petersilie oder vier Karotten, ½ Apfel und ½ Tasse Petersilie. Wenn Sie noch etwas Zitronensaft hinzufügen, wird der Drink noch prickelnder.
Selbstverständlich können Sie viele andere Früchte gemeinsam mit der Petersilie mixen und statt Stevia können Sie auch ein anderes gesundes Süßungsmittel verwenden.
Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.
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Sehr geehrte Damen und Herren, In der Zeitschrift \"Viel Spaß\"-Nr. 16-11.4.12 - steht auf S. 37-Gut zu wissen- Kann Petersilie einen Drogenrausch verursachen? ... \"Das Küchenkraut enthält die ätherischen Öle APIOL und MYRISTICIN - beide können bei übermäßigem (wieviel ist das?) Sehstörungen (welcher Art?) und Schwindel auslösen, ähnlich wie Drogen. Allerdings nur, wenn man P. kiloweise isst (wer macht das denn ??). Schwangeren und Nierenkranke wird dennoch (wie in Ihrem Bericht) dennoch davon abgeraten P zu essen. Nun habe ich auf dem linken Auge eine beginnende AMD. Könnte da die erwähnte \"Sehstörung\" damit auch gemeint sein? Das wäre schlimm, denn ich bin ein Fan von Petersilie! Im Text der Zeitung heißt es dann aber weitter: \"Für gesunde Menschen sind die küchenüblichen Mengen absolut(!) ungefährlich. Danke für Ihren Kommentar.
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Karl,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die von Ihnen genannten sekundären Pflanzenstoffe sind in relevanten Mengen in den Samen der Petersilie enthalten. Sehstörungen nach dem Genuss einer Überdosis Petersiliensamen würden sich dahingehend äussern, dass sich die Pupillen erweitern und dadurch ein kurzfristiges Verschwommensehen - meist in Kombination mit anderweitigen Rauschwirkungen - erfolgt. Diese Sehstörungen bilden sich jedoch wieder zurück, sobald die Wirkung nachlässt - es sei denn, man würde zu jeder Mahlzeit grössere Mengen Petersiliensamen essen.
Im Kraut jedoch sind Apiol und Myristicin nur in solchen Dosen enthalten, dass Sie getrost täglich einen Bund Petersilie essen könnten (wenn Sie nicht gerade schwanger sind oder sich kaliumarm ernähren müssen), ohne auch nur annähernd negative Auswirkungen zu verspüren. Im Gegenteil. Die Petersilie würde Sie mit den in unserem Artikel beschriebenen Wohltaten beschenken, so dass davon auch Ihre Augengesundheit profitieren könnte. Die Petersilie liefert nämlich einerseits grosse Mengen Beta-Carotin (Vitamin A) sowie jene Substanzen (Lutein und Zeaxanthin), die gerade bei AMD ganz hervorragend wirken.
Zum Thema Augengesundheit haben wir einen hochinteressanten Informationstext zum Thema Sehschwäche verfasst. Sie finden ihn mit vielen Tipps auch für AMD hier.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
hi, ich wüsste gerne wie gesund gemüse ist das unter kunstlicht aufgezogen würde. ich weiss das es schwierig ist, aber was fehlt dem gemüse was unter optimalen bedingungen unter kunstlicht gewachsen ist im vergleich zu \"sonnenlicht-gemüse\". also vitamine, nährstoffe.... überhaupt gesund?
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Bagaz,
vielen Dank für Ihre Mail.
Abgesehen davon, dass uns leider keine entsprechenden Untersuchungsergebnisse vorliegen, sind wir der Meinung, dass es beim Anbau von Lebensmitteln nicht nur um die Lichtquelle geht, sondern um alle Faktoren zusammen wie Bodenbearbeitung, Bodenmilieu, Bodenzusammensetzung, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Herbizideinsatz, Fungizideinsatz, Monokultur oder Mischkultur, Gründüngung und vieles mehr. Die Frage wäre also: Was verstehen Sie unter optimalen Bedingungen? Und sind diese "optimalen" Bedingungen dann auch tatsächlich die Voraussetzung für die Entstehung eines optimalen Lebensmittels? So kann z. B. davon ausgegangen werden, dass Pflanzen, die gelegentlich Kontakt zu Fressfeinden/Pilzen haben, auch höhere Konzentrationen an gesundheitlich wertvollen sekundären Pflanzenstoffen bilden. Ob der Kontakt zu Fressfeinden/Pilzen jedoch zu den allgemein als "optimal" betrachteten Bedingungen zählt, ist fraglich.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Hallo, Mir war bekannt,dass Paprika mehr Vitamin C haben als Citronen.Letztens hörte ich in einer Sendung,dass Petersilie sogar 3 mal soviel Vitamin C beinhalten soll.Ist diese Aussgae richtig?Aus dem Grunde ist sicherlich auch Petersilie bei Lungenkrebspatienten empfohlen.Denn soweit mir bekannt ist,soll hochdosieretes VItamin C auch hilfreich bei Lungenkrankheiten sein. Bitte verbessern Sie mich wenn etwas nicht genau zutreffen sollte. Gruss Tanja
Zentrum der Gesundheit:
Hallo Tanja,
vielen Dank für Ihre Mail.
Laut aktueller Werte des Bundeslebensmittelschlüssels weist Petersilie einen Vitamin-C-Gehalt von 159 mg/100 Gramm auf, die Zitrone knapp 51 mg/100 Gramm.
Ein natürliches Lebensmittel, dass frisch und unverfälscht verzehrt wird, wirkt sich auf den Organismus dank seiner Vielfalt an hilfreichen und wertvollen Inhaltsstoffen IMMER auf vielen verschiedenen Ebenen aus. Das bedeutet, dass sich die Petersilie natürlich nicht nur aufgrund ihrer ätherischen Öle positiv auf die Lungengesundheit (bzw. die Gesundheit des ganzen Körpers) auswirken kann, sondern auch - wie Sie vermuteten - aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes, genauso aber auch aufgrund ihres hohen Folsäuregehaltes, ihres hohen Vitamin-K-Gehaltes, ihres hohen Carotin-Gehaltes, ihres hohen Chlorophyll-Gehaltes, ihres hohen Eisengehaltes und so weiter und so fort.
Dabei ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass die Petersilie nur dann wirken kann, wenn sie auch in den entsprechenden Mengen gegessen wird. In küchenüblichen Mengen nämlich dürfte sie kaum eine Wirksamkeit zeigen. Aus diesem Grunde empfahlen wir die Integration der Petersilie in grünen Smoothies :-)
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit