Gesundheit im Alter

Laktobakterien verlangsamen den Alterungsprozess

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 28.10.2018
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Laktobakterien verlangsamen den Alterungsprozess
© istockphoto.com/Ridofranz

Wer möchte nicht auch im Alter noch schön aussehen, beweglich sein und sich ebenso geistiger wie körperlicher Gesundheit erfreuen? Viele Menschen bemühen sich zwar nach bestem Wissen darum, doch viele scheitern oder wünschen sich noch bessere Erfolge. Vielleicht geht es auch Ihnen so? Möglicherweise haben Sie bei all Ihren Bemühungen einen wesentlichen Faktor vergessen? Denn wer bringt schon die Darmflora und nützliche Laktobakterien mit Anti-Aging in Zusammenhang? Wohl kaum jemand, doch genau das sollten Sie tun.

Inhaltsverzeichnis

Altern beginnt im Darm

Mit den Jahren altert unsere Haut sichtbar, unsere Knochen und Gelenke verlieren spürbar an Belastbarkeit und Flexibilität, und auch unser Geist ist häufig nicht mehr ganz so frisch, wie er es noch einige Zeit zuvor war.

Nicht jeder altert gleich schnell. Woran mag das liegen? Sind es tatsächlich nur die Gene, die den einen schon mit vierzig und den anderen erst mit sechzig altern lassen? Oder gibt es vielleicht noch eine andere Erklärung?

Ein Grund dafür, dass manche Menschen schneller, andere wiederum langsamer altern, könnte durchaus dort zu finden sein, wo es kaum jemand vermutet, nämlich im Darm.

Die dort ansässige Darmflora mit ihrer enormen Anzahl an Mikroorganismen erfüllt derart vielfältige Aufgaben, dass eine gute allgemeine Gesundheit nur im Zusammenhang mit einem ausgewogenen, gesunden Darmmilieu zu erreichen ist.

Schliesslich heisst es nicht umsonst: "Die Gesundheit sitzt im Darm".

Dass ein gesunder und vitaler Mensch generell langsamer altert als ein Mensch, dessen gesundheitliche Situation eher als schlecht bezeichnet würde, dürfte allgemein bekannt sein.

Und wenn wir jetzt das eine (gesunder Darm = gesunder Mensch) mit dem anderen (gesunder Mensch = langsamer Alterungsprozess) verbinden, so wird der Stellenwert einer gesunden Darmflora in Bezug auf das Altern ziemlich klar: Wer sich um einen gesunden Darm kümmert, bleibt länger jung!

Moderne Lebensweise beschleunigt den Alterungsprozess

Unser Darm ist zwar äusserst widerstandsfähig, aber es gibt in der heutigen Zeit einfach zu viele Faktoren, die der Darmgesundheit schaden.

Qualitativ minderwertige Lebensmittel, eine stark säurelastige Ernährungsweise, jede Art von Medikamenten – ganz besonders natürlich Antibiotika, Schwermetallbelastungen sowie andere toxische Einflüsse, anhaltende Stresssituationen, psychische Belastungen und vieles mehr verändern das Darmmilieu nachhaltig.

(Hier beschreiben wir 9 Dinge, die Ihrer Darmflora schaden können.)

Die guten Darmbakterien (Lakto- und Bifidobakterien) können in diesem Milieu nur schwer überleben, wohingegen die pathogenen (schädlichen) Bakterien dort ihre optimalen Lebensbedingungen vorfinden.

Mit der stetigen Abnahme der wichtigen Laktobakterien und Bifidobakterien verändert sich das Darmmilieu grundlegend. Analog dazu schwindet auch die Gesundheit, während die degenerativen Prozesse, die den Alterungsprozess hervorrufen, ihren Lauf nehmen. Wie kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden?

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Probiotika und Präbiotika lösen das Problem

Es gilt also, sich zunächst der Darmgesundheit zu widmen. Einerseits müssen dazu die belastenden Faktoren (siehe oben) minimiert werden. Andererseits werden gleichzeitig die fehlenden Darmbakterien in Form von Probiotika zugeführt. Probiotika sind Zubereitungen, die lebende Mikroorganismen, wie beispielsweise Laktobakterien und Bifidobakterien enthalten.

Daher können Probiotika in Verbindung mit einer basenüberschüssigen Ernährung Ihrer Darmflora wieder zu einem gesunden Gleichgewicht verhelfen.

Eine weitere sinnvolle Unterstützung zur Herstellung eines ausgewogenen Darmmilieus bieten so genannte Präbiotika. Hierbei handelt es sich um unverdauliche Ballaststoffe, die den guten Darmbakterien als Nahrung dienen, damit sie sich noch schneller vermehren und in Ihrem Darm auch dauerhaft wohl fühlen können (wie z. B. Inulin).

Laktobakterien können krankes Gewebe reparieren

Neben ihrer Funktion, als wichtigste Darmbewohner das gesunde Gleichgewicht im Darm aufrecht zu erhalten, verfügen die Laktobakterien darüber hinaus noch über eine weitere hilfreiche Eigenschaft: Laktobakterien sind in der Lage, geschädigtes oder krankhaftes Darmgewebe zu erneuern. Dadurch wird der Alterungsprozess des Darms erheblich verlangsamt und damit natürlich auch der unsere.

Ein Team von Wissenschaftlern der Emory Universität in Atlanta kam zu diesem sensationellen Forschungsergebnis. Sie untersuchten in ihrer Studie die Wirkung verschiedener Bakterienstämme, wie beispielsweise die der Laktobakterien bei Drosophila Fruchtfliegen und bei Mäusen.

Dabei stellten sie fest, dass einige der Laktobakterien die Produktion sogenannter Epithelzellen aktivieren. Diese Zellen bilden die äusserste Schicht der Darmschleimhaut und schützen diese vor äusseren Einflüssen. Da sie in dieser Eigenschaft einer sehr starken Beanspruchung unterliegen und dementsprechend häufig Defekte aufweisen, kommt der Körper mit seinem Zellreparatur-Mechanismus oftmals nicht nach.

Wie gut ist es daher zu wissen, dass Laktobakterien diesen wichtigen Regenerationsprozess unterstützen können.

Laktobakterien gegen chronische Krankheiten

Zudem konnte im Verlauf der Studie beobachtet werden, dass die Laktobakterien die Produktion und Ausbreitung spezieller Botenstoffe stimulieren, die wiederum die Abwehrreaktion des Körpers erhöhen und gleichzeitig eine regulierende Wirkung auf die Stammzellen im Darm haben.

Stammzellen sind Zellen ohne Spezialisierung. Sie können sich also noch zu Zellen mit bestimmten Aufgabengebieten weiterentwickeln, z. B. zu Darmschleimhautzellen und bilden quasi den Zellvorrat, aus dem der Körper dann jene Zelltypen machen kann, die er gerade braucht.

Durch diesen regulierenden Einfluss auf Immunsystem und Stammzellen können die Laktobakterien indirekt auch die unkontrollierte Vermehrung entarteter Zellen, also die Krebsentstehung verhindern helfen.

Gäbe es die von den Laktobakterien stimulierten Botenstoffe nicht in ausreichender Menge, würden folglich vor allem sowohl das Immunsystem als auch das Verdauungssystem regelrecht aus den Fugen geraten.

Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen, Infektionen, Allergien, entzündliche Darmprozesse etc. wären die Folgen.

Somit kann ein Laktobakterienmangel als eine wichtige Ursache von chronischen Erkrankungen angesehen werden.

Fazit

Laktobakterien sind also in der Lage, die Regeneration defekter Schleimhautzellen zu fördern, die Leistungsfähigkeit des Immunsystems zu erhöhen sowie die Stammzellenproduktion zu regulieren.

Diese herausragenden Eigenschaften zeigen deutlich, wie wichtig eine gute Darmbakterien-Versorgung für Ihre Gesundheit und auch für die Verlangsamung des Alterungsprozesses ist.

Die Sanierung der Darmflora ist also nicht nur ein ausserordentlich wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Gesundheit, sondern auch auf dem Weg zu jugendlich frischem Aussehen :-)

Informationen zum Aufbau der Darmflora mit natürlichen Laktobakterien und Bifidusbakterien finden Sie hier.

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Quellen

Jones RM, Luo L et al., "Symbiotic lactobacilli stimulate gut epithelial proliferation via Nox-mediated generation of reactive oxygen species", EMBO Journal, November 2013, (Probiotische Laktobazillen stimulieren Proliferation der Epithelzellen der Darmschleimhaut über NADPH-Oxidase-vermittelte Bildung von ROS) (Studie als PDF)