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Transfette verursachen Depressionen

Transfette verursachen Depressionen

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(Zentrum der Gesundheit) – Fastfood und Fertigprodukte werden uns als moderne Nahrungsmittel verkauft. Vor allem Transfettsäuren, die durch die industrielle Teilhärtung von Pflanzenfetten entstehen und sich in beliebten Snacks wie Pommes Frites und Donuts wiederfinden, stehen jedoch im Zusammenhang mit diversen Zivilisationskrankheiten. Insbesondere die weltweit zunehmenden Fälle von Depressionen sind scheinbar in vielen Fällen mit Transfetten aus Junk Food gespeist, während natürliche Omega-3-Fettsäuren und entzündungshemmende Vitalstoffe Depressionen entgegenwirken können.

Depressionen: Der Fastfood Blues

Selbst die gesündesten Esser unter uns hatten im Laufe ihres Lebens die eine oder andere Begegnung mit Fast Food.

Viele mögen sich auch mit Schrecken an das dumpfe Gefühl erinnern, das Fertigpizza, Pommes Frites, Donuts und Co. hinterliessen. Kein Vergleich zur spürbaren Energie, die ein vitalstoffreicher Salat in uns freisetzt!

Die traurige Wahrheit ist, dass sich immer mehr Menschen in der westlichen Welt täglich von diesen minderwertigen, verarbeiteten Nahrungsmitteln ernähren.

Dass der menschliche Organismus unter regelmässigem Beschuss von chemischen Inhaltsstoffen wie Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern, künstlichen Aroma-, Farb- und Süssstoffen, gesättigten Fettsäuren und Transfetten über kurz oder lang resigniert, dürfte niemanden verwundern. So scheint sich der "Junk Food Blues" bei vielen Konsumenten in Depressionen auszuwachsen.

Angesichts der weltweit geschätzten 120 Millionen depressiven Menschen sind Wissenschaftler dem Zusammenhang von Ernährungsgewohnheiten und psychischen Störungen auf der Spur.

Eine Studie zu ernährungsbedingten Depressionen warnt vor allem vor entzündungsfördernden Transfetten, die durch die Härtung pflanzlicher Öle entstehen und in vielen industriell produzierten Nahrungsmitteln zu finden sind.

Depressionen durch Transfettsäuren

Wissenschaftler der Universitäten von Las Palmas de Gran Canaria und Granada bestätigten das erhöhte Risiko für Depressionen durch den Konsum von Fastfood und kommerziellen Backwaren. An der sechsmonatigen Studie, die im Frühjahr 2012 in dem Fachblatt Public Health Nutrition veröffentlicht wurde, nahmen knapp 9.000 Testpersonen teil.

Es stellte sich heraus, dass diejenigen Probanden, die im Laufe der Studie stark verarbeitete Nahrungsmittel zu sich nahmen, eine zu 51 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit aufwiesen, an einer Depression zu erkranken.

Studienleiterin Almudena Sanchez-Villegas warnte deshalb eindringlich vor dem Verzehr von Hamburgern, Pommes frites, Croissants, Donuts und ähnlichen Industrieprodukten. Je mehr davon konsumiert würde, desto grösser wäre die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung.

Sogar der Verzehr von kleinen Mengen dieser Nahrungsmittel steht im Zusammenhang mit einem signifikant höheren Risiko, eine Depression zu entwickeln,

so die Forscherin.

Aus der Reihe der stark verarbeiteten Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe, die Junk Food gewöhnlich enthält, machen Forscher vor allem die Transfettsäuren für Depressionen verantwortlich. Denn diese Industriefette würden im Körper bestimmte Entzündungsstoffe fördern (Interleukin 6 und C-reaktives Protein) und die Neurotransmitter im Gehirn stören, was letztlich unsere Stimmung beeinträchtigt.

Auch der renommierte amerikanische Mediziner Dr. Andrew Weil ist überzeugt, dass Depressionen ein Resultat von Entzündungen im Körper sind, die u.a. durch Transfettsäuren ausgelöst werden können:

Die in Junk Food enthaltenen Fette können durchaus zu Depressionen beitragen, da sie entzündungsfördernd sind.

Transfettsäuren – Ein versteckter Angriff auf die Gesundheit

Über ihre entzündungsfördernden und damit Depressionen begünstigenden Eigenschaften hinaus, sollen bereits fünf Gramm Transfette pro Tag die Weichen für zukünftige Herzerkrankungen stellen.

Auf den Cholesterinspiegel wirken die Industriefette gleich doppelt negativ, denn sie erhöhen nicht nur das "böse" LDL-Cholesterin, sondern senken auch das "gute" HDL-Cholesterin. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen ziehen Parallelen zwischen Transfettsäuren und Darmkrebserkranken, Typ-2-Diabetes und Allergien.

Und damit nicht genug! Forschungen der Harvard University zufolge behindern Transfettsäuren den Hormonhaushalt von Frauen. Schon zwei Prozent Transfette in der Ernährung könnten das Risiko für die weibliche Unfruchtbarkeit verdoppeln.

Diese Beobachtung führte Dr. Jorge Chavarro auf die blockierende Wirkung von Transfetten auf ein Molekül zurück, welches für den Eisprung und die Befruchtung von Bedeutung ist. Doch selbst wenn sich der Kinderwunsch erfüllt, ist die gesundheitliche Gefahr durch Transfette im Mutterleib nicht gebannt. Denn über die pränatale Ernährung können die Ungeborenen in ihrer Entwicklung gestört werden. Vor allem die Motorik und das Lernzentrum im Gehirn sind betroffen.

Geradezu fahrlässig scheinen die EU-Verordnungen, welche europäische Hersteller von Nahrungsmitteln mit Transfettsäuren im Gegensatz zu ihren amerikanischen Kollegen von der Verpflichtung befreien, diese auch in der Zutatenliste anzugeben.

Für Verbraucher ergibt sich so ein Ratespiel mit gewissem Risiko. Vor allem geröstete und frittierte Produkte wie Pommes frites, Chips und Donuts sollten deshalb grundsätzlich gemieden werden, denn Transfette stecken vorwiegend in teilgehärteten Fetten solcher Produkte.

Doch auch Milchprodukte, Wurstwaren, Margarine, Instantsuppen, Kekse, Müsliriegel und Frühstücksflocken können Transfette enthalten.

Omega-3-Fettsäuren statt Transfettsäuren

Während Transfettsäuren zu Depressionen beitragen können, gelten Omega-3-Fettsäuren als natürliche Antidepressiva. Forscher der University of Illinois in Chicago haben bestätigt, dass Omega-3-Fettsäuren starke antidepressive Komponenten enthalten und die Gehirnleistung verbessern können.

Aus der Klasse der Omega-3-Fettsäuren identifizierte das Forschungsteam um Dr. John M. Davis die mehrfach ungesättigte Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) als effektivsten Wirkstoff gegen Verstimmungen, der möglicherweise sogar Psychopharmaka überflüssig macht.

Unsere Analyse verdeutlicht, weshalb gerade diese bestimmte Omega-3-Fettsäure bei Menschen mit Depressionen anschlägt. Die spezielle Formel von EPA ist entscheidend für therapeutische Massnahmen,

erklärte Davis.

Menschen mit Omega-3-Mangel wiederum laufen Gefahr, an Depressionen zu erkranken. Davis erklärte diesen Umstand mit der Tatsache, dass sich die Trockenmasse unseres Gehirns zu etwa einem Viertel aus Omega-3-Fettsäuren zusammensetzt und entsprechende Mängel zu Fehlfunktionen der Hirnzellen führen, die Depressionen hervorrufen können. Studien zeigten beispielsweise, dass Frauen mit Omega-3-Defiziten während ihrer Schwangerschaft als auch im Anschluss zu Depressionen neigen.

Ernährung als Antidepressivum

Machen Sie sich stark gegen Depressionen, indem Sie Transfettsäuren und damit sämtliche industriell verarbeiteten Lebensmittel meiden und stattdessen Omega-3-Fettsäuren in Ihre Ernährung integrieren.

Gegenüber schadstoffbelastetem Meeresfisch (z.B. Lachs, Makrele, Hering) sind pflanzliche Omega-3-Quellen wie Hanföl, Leinöl und Olivenöl zu bevorzugen. Diese Pflanzenöle enthalten viel alpha-Linolensäure, welche im Körper in die wirksamen Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden.

Doch nicht nur die richtigen Fette haben einen Einfluss auf unsere mentale Gesundheit. Nehmen Sie sich bei Ernährungsfragen generell die Natur zum Vorbild. Denn je natürlicher ein Nahrungsmittel ist, desto unwahrscheinlicher sind gesundheitliche Risiken.

Vollwertige, biologisch erzeugte Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Samen und Vollkorngetreide, die reich sind an Antioxidantien und B-Vitaminen können als entzündungshemmende Lebensmittel Depressionen vorbeugen.

Zusätzlich zur Schutzwirkung bestimmter Vitalstoffe ist natürlich ein ausgeglichener Lebensstil entscheidend für die Psyche: Geniessen Sie mit einer natürlichen Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und positiven sozialen Verbindungen die Sonnenseite des Lebens!

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Quellen



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