Übersäuerung


Ist ein Körper übersäuert, werden ihm wichtige Mineralstoffe entzogen. Von der Übersäuerung sind in der heutigen Zeit auffallend viele Menschen betroffen. Lesen Sie, wie Sie einer Übersäuerung vorbeugen!

Übersäuerung

Eine Übersäuerung des Organismus führt zum Ungleichgewicht des Säure Basen Haushaltes. Deshalb hat der Ausgleich dieses wichtigen Regulationsinstrumentes Priorität zum Erhalt von Wohlbefinden und Gesundheit.

Falsche Ernährung übersäuert

Immer mehr Menschen fühlen sich energielos, schlapp, müde und ohne jeglichen Antrieb. Warum ist das so? Die Erklärung liegt in der heutigen ungesunden Ernährung, der massiven Umweltbelastung sowie in der hektischen Lebensweise. Diese Einflüsse laugen unseren Körper aus und führen in der Folge dazu, dass der Säure Basen Haushalt aus dem Gleichgewicht gerät.

pH-Wert

Eine Übersäuerung des Körpers führt dazu, dass sich die pH-Werte der Flüssigkeiten im Körper verändern. Darunter leidet letztlich der gesamte Stoffwechsel. Viele Stoffwechselfunktionen können in einem sauren Milieu (pH-Wert unter 7) nicht stattfinden. Ein gesunder Organismus benötigt zum überwiegenden Teil basische pH-Werte (pH- Wert über 7). Schätzungen zufolge sind etwa 80 Prozent aller Europäer übersäuert.

Überprüfen Sie Ihren Säure Basen Haushalt!

Der Säuregrad des Körpers kann mit Hilfe eines pH Teststreifens über den Urin gemessen werden. Der pH-Wert eines relativ gesunden Menschen ist in der Regel morgens leicht sauer (pH-Wert 6,5 bis 6,8), zum Mittag hin wird er neutral (pH-Wert 7) und abends sollte er leicht basisch sein (pH-Wert über 7).

Das körpereigene Sicherungssystem nutzt seine Ausleitungsorgane, um die täglich anfallenden Säuren in neutralisierter Form - als neutrale Salze - wieder auszuscheiden. Zu den Ausleitungsorganen zählen die Lunge, die Nieren, der Darm und die Haut.

Übersäuerung plündert die Basendepots

Für die Entsäuerung benötigt der Körper eine ausreichende Menge an Mineralstoffen - nachstehend Basen genannt. Basen sind in der Lage, die Säuren zu neutralisieren, damit diese den Organen nicht schaden. Erhält der Organismus über die Nahrungszufuhr zu wenig Basen, entnimmt er die benötigte Menge seinen eigenen Basendepots. Hierzu zählen: Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Sehnen, Zähne und Haarboden.

Die Säuren, die täglich bei einer Übersäuerung - auch Azidose genannt - auf den Organismus einwirken, kann der Körper aufgrund der anfallenden Menge nicht komplett ausscheiden. Sie werden als so genannte saure Stoffwechselschlacken im Bindegewebe eingelagert. Auf diese Weise übersäuert der Körper zunehmend.
Erste Anzeichen wie Unwohlsein, Energielosigkeit, Müdigkeit oder andere Befindlichkeitsstörungen machen sich bemerkbar.

Die Ursachen einer Übersäuerung

Die Übersäuerung des Körpers wird - neben dem täglichen Gebrauch von Leitungswasser, das leider keine basischen Werte mehr aufweist - maßgeblich durch den Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und falscher Lebensweisen beschleunigt. Hierzu zählen:

Außerdem fehlt den von der Übersäuerung betroffenen Menschen eine ausreichende Menge an:

  • basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln, Obst, Salate
  • stillem Wasser, hochwertiges Quellwasser. Bekannte stille Wässer sind nach unseren neuesten Erkenntnissen ebenfalls sauer. Überprüfen Sie Ihr stilles Wasser mittels eines ph-Teststreifens.
  • Schlaf, Ruhe, Ausgeglichenheit und positiven Gedanken
  • Bewegung

Basenüberschüssige Ernährung

Bei einer bestehenden Übersäuerung ist die erste - und gleichzeitig einfachste - Maßnahme, die Zufuhr basischer Lebensmittel deutlich zu erhöhen, bei gleichzeitiger Reduzierung der stark säurebildenden Lebensmittel.

Basenfasten

Die Übersäuerung des Körpers entwickelt sich über einen langen Zeitraum. Meist vergehen viele Jahre, bis der Körper entsprechende Symptome aufzeigt.
Aufgrund der jahrelangen Säurezufuhr reicht dann eine basenüberschüssige Ernährung alleine nicht aus, um die eingelagerten Schlacken im Organismus zu beseitigen.
Den heutigen Lebensmitteln fehlt die Nährstoffdichte die notwendig wäre, um zum einen die tägliche Säurezufuhr abzupuffern und zum anderen die belastenden Stoffwechselschlacken aus dem Bindegewebe auszuschwemmen.

Ohne Mineralstoffe schwinden die Selbstheilungskräfte

Der menschliche Körper besteht aus über 100 Billionen Zellen, aus denen sich die einzelnen Gewebe, Organe etc. bilden. Bei andauernden, chronischen Beschwerden liegt die Übersäuerung auch innerhalb der Zellen vor.

Der Calcium-Experte, Dr. Carl J. Reich erforschte in den 80er Jahren die Zusammenhänge zwischen pH-Werten und Krankheiten. Er fand heraus, dass MonoCalcium-Orthophosphat ein Bestandteil der extrazellulären* Flüssigkeit ist. Bei gesunden Menschen weist diese Flüssigkeit einen leicht basischen Wert von etwa 7,4 auf. Dieser pH-Wert ist die Voraussetzung für ein ausreichendes Zellwachstum und eine gesunde Zellfunktion. Er garantiert einen gesunden Aufbau der DNS* und hält die Selbstheilungskräfte des Körpers aufrecht.

Calcium-Ionen haben einen direkten Einfluss auf das MonoCalcium-Orthophosphat, da sie ein Bestandteil dessen sind. Fehlendes Calcium führt dazu, dass der pH-Wert in der extrazellulären Flüssigkeit sinkt und das Milieu sauer wird.

Das bedeutet, dass die pH-Werte der intrazellulären* und extrazellulären Flüssigkeit gesteuert werden können. Ein Austausch der beiden Flüssigkeiten erfolgt über die Kanäle der Zellmembranen. Nährstoffe wie Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente etc. werden der Zelle über die geöffneten Kanäle zugeführt. Dadurch steigt der pH-Wert der intrazellulären Flüssigkeit - vor allem durch die einströmenden Calcium-Ionen - auf einen pH-Wert von 7,4 und damit in den basischen Bereich. Wenn die Zelle ausreichend versorgt ist, schließen sich die Kanäle und die Nährstoffe im Inneren der Zelle werden verarbeitet.

Übersäuerte Zell-Flüssigkeit

Zelle

Durch den Verarbeitungsprozess der Nährstoffe (auch Stoffwechselvorgang genannt) entstehen saure Stoffwechselendprodukte, die das ehemals basische Milieu wieder sauer machen. Dadurch entwickelt sich ein Unterschied zwischen dem pH-Wert der intrazellulären und der extrazellulären Flüssigkeit. Liegt der Unterschied der pH-Werte oberhalb von 0,2 öffnen sich die Zellmembran-Kanäle und es wird wieder Calcium aufgenommen, bis ein Wert von 7,4 erreicht ist. Dieser Zyklus wiederholt sich unaufhörlich.

Sinkt der pH-Wert der extrazellulären Flüssigkeiten auf pH-Wert 6,5, so sinkt automatisch der Wert innerhalb der Zellen auf 6,3, damit der Impuls für das Öffnen der Kanäle in der Zellmembran ausgelöst wird. Erst bei diesem Spannungsunterschied können die Nähr- und Mineralstoffe die Zellmembran wieder passieren.

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Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.


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Anna
geschrieben am: Sonntag, 27. Dezember 2009, 14:22
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Danke - Sie haben sehr viele Informationen zum Thema Übersauerung gegeben. Ich hatte auch lange Zeit damit zu kämpfen - habe meine Ernährung umgestellt und inzwischen geht es mir recht gut. Es lohnt sich - über sich selbst mal nachzudenken. L.G. Anna
Ute
geschrieben am: Montag, 18. Mai 2009, 06:42
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Vielen Dank für diesen sehr aufschlußreichen Artikel! Mir war nicht bewußt, wie wichtig ein neutraler PH-Wert wirklich ist. Ich bin seit einigen Monaten Vegetarier und habe eine deutliche Steigerung meiner Leistungsfähigkeit wahrgenommen, aber ich nehme noch zuviele Milchprodukte zu mir. Erschreckend ist jedoch, daß man nicht einfach auf basische Lebensmittel zurückgreifen kann, damit eine Neutralisierung stattfindet, sondern man auf Nahrungsergänzung zurückgreifen muß. Deswegen sollte hier viel mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden, damit es gar nicht erst zu einer Übersäuerung kommt!
xunantunich cal
geschrieben am: Sonntag, 01. März 2009, 09:39
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Hallo liebe Leser,
mein Mann ist Maya Indianer von Belize Zentral America.
Wir haben eine kleine Gesundheitspraxis in Bad Griesbach. Wir haben sehr viele Patienten die an Krebs erkrankt sind und nur durch eine basische Behandlung wieder gesund geworden sind.
Sogar die Indianer wisses über die Übersäuerung und nehmen fast täglich mineralien (die sie in den Bergen holen) zu sich. Krebs war bei den Vorfahren meines Mannes nicht bekannt, nur durch die sogenannte zivilisierte Welt werden die Indianer heute auch von den gleichen Karnkheiten heimgesucht wie die Weissen. So haltet euren Körper ph neutral 7,4 Alles Gute und Liebe Xunantunich und Pacal
Muse
geschrieben am: Donnerstag, 08. Januar 2009, 13:11
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Ist es sinnvoll für die Natur, Korallen abzubauen??

Zentrum der Gesundheit

Ja es ist sinnvoll, diese abgestorbenen Sedimente abzubauen um den Menschen zu helfen mit diesem natürlichen Basenpulver einer Übersäuerung entgegenzuwirken.
Reichert M.
geschrieben am: Dienstag, 23. Dezember 2008, 10:40
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Ich habe vor zwei Monaten meine Ernährung auf meinen Säure-Basen Haushalt umgestellt, das bedeutet zuerst habe ich mit einer Entsäuerung begonnen und meine Ernährung auf 80% basische Lebensmittel umgestellt.

Ich kann es nur jedem empfehlen, denn seit dem hatte ich weder Migräne,Verspannungen,Gelenkschmerzen, PMS, Stimmungsschwankungen, an denen ich zuvor extrem zu leiden hatte. LG
Dr. Martin Diefenbach
geschrieben am: Mittwoch, 25. Juni 2008, 08:52
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Sie werben für Basenpulver. Da muss Säure ja schädlich sein. Richtig ist, dass eine ernährungsbedingte Übersäuerung nur in Zusammenhang mit einer Niereninsuffizienz auftritt. Da helfen keine Basen sondern nur der Verzicht auf nierenpflichtige Säuren.

Zentrum der Gesundheit:

unsere Ernährung sollte zu 20% aus säurebildenden Lebensmitteln und zu 80% aus Basenbildnern bestehen. Dieses Verhältnis hat sich in der heutigen Zeit leider umgekehrt. Warum das so ist, brauche ich Ihnen sicher nicht zu erklären. Diese Tatsache führt dazu, dass mittlerweile fast jeder Mensch mehr oder weniger stark übersäuert ist.

Damit dieser Übersäuerung entgegengewirkt werden kann, benötigt der Körper dringend organische Mineralstoffe – und das sicher nicht erst dann, wenn die Nieren bereits eine Insuffizienz aufzeigen.

Mit freundlichen Grüssen

Iris Muthmann
Karin Guoth
geschrieben am: Dienstag, 12. Februar 2008, 13:40
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Anwort auf die Frage von Ulli Garus:

Ja, der Säure-Basen-Haushalt wird durch Schüssler-Salz Nr. 9 positiv beeinflusst. Wird auch verwendet bei Sodbrennen (Säureüberschuss im Magen). Der Einfluss kann unmittelbar nachgewiesen werden durch Säuremessung im Urin (Teststreifen in der Apotheke). Schüssler-Salze sind aber kein Allheilmittel und ersetzen in keinem Fall eine gesunde und ausgewogene Ernährung (viel Obst und Gemüse).
Ich hoffe, diese Zeilen helfen weiter.

Grüße, Karin Guoth
Ulli Garus
geschrieben am: Dienstag, 05. Februar 2008, 22:11
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Hallo!
Kann ich durch Schüsslersalze meinen Säure-Basen-Haushalt
verändern?
Mit freundlichen Grüßen
Ulli Garus
andreas müller
geschrieben am: Mittwoch, 16. Januar 2008, 23:47
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Hallo!
Meine Frage wegen Sauerstoff: welchen pH-Wert hat der "O"?
Aus dem griechischen heißt Sauerstoff Oxygenium( oxy-sauer, gen-erzeugend)
Roland Kaul
geschrieben am: Samstag, 24. Februar 2007, 19:31
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Sehr geehrte Damen und Herrn,
Einen schönen Guten Tag, wie groß ist das Thema Übersäuerung des menschlichen Körpers?
Wie viele Krankheiten könnte man durch einen guten Säure-Basen Haushalt in den Griff bekommen.


Mit einem freundlichen Gruß
Roland Kaul
Jutta Paproth
geschrieben am: Freitag, 12. Januar 2007, 12:55
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Die Aussagen sind absolut treffend ich habe im November eine 2wöchige Azidose Kur gemacht und habe Menschen getroffen die Ihe Insulin nicht mehr brauchen und auch den Gehstock nicht mehr, auch ich selber habe 4 Kilo abgenommen meine Haut und meine Haare sahen wesentlich besser aus. Kurz gesagt auch die Laune besserte sich.

MFG

J.PAPROTH



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