Obst und Früchte

Dörrpflaumen (Trockenpflaumen) schützen vor Darmkrebs

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 25.10.2018
  • 1 Kommentar
Dörrpflaumen (Trockenpflaumen) schützen vor Darmkrebs
© istockphoto.com/dionisvero

Natürlich gibt es keine Anti-Krebs-Ernährung, so predigt man uns ständig. Interessanterweise aber werden immer mehr Studien veröffentlicht, die zeigen, dass dieses und jenes Lebensmittel vor Krebs schützen kann. Inzwischen sind es so viele Lebensmittel, denen eine Anti-Krebs-Wirkung nachgesagt wird, dass man seinen Speiseplan problemlos nur aus diesen Lebensmitteln zusammenstellen kann – ohne dass je Langeweile aufkäme. Es gibt sie also doch, die Anti-Krebs-Ernährung. Und Dörrpflaumen gehören offenbar dazu.

Inhaltsverzeichnis

Dörrpflaumen gehören in die Anti-Krebs-Ernährung

Wie wichtig ein gesunder Darm und eine gesunde Darmflora für die Gesundheit und die Abwehrkraft sind, weiss man längst. Doch nicht immer weiss man, welche Lebensmittel die Verdauungsorgane nun besonders positiv beeinflussen. Fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Brottrunk, Hulup) gehören zweifelsohne dazu. Auch Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen sowie Lebensmittel mit hohen Chlorophyllgehalten.

Trockenplaumen schützen Darm und Darmflora

Wissenschaftler der Texas A&M University und der University of North Carolina haben jetzt (September 2015) herausgefunden, dass auch Dörrpflaumen zu diesen Lebensmitteln gehören, die sich äusserst günstig auf die Darmflora auswirken können. Dörrpflaumen – so die Forscher – fördern die Gesundheit jener Darmbakterien, die ihrerseits wieder den Darm schützen und das Darmkrebsrisiko reduzieren.

Gemäss der American Cancer Society ist Darmkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in den USA. Allein im Jahr 2015 erwartet man in den Vereinigten Staaten 49.700 Todesfälle durch Darmkrebs. In Europa sieht es im Verhältnis ganz ähnlich aus.

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Lenkung der Darmflora: Wichtige Therapiekomponente bei Krankheiten

Viele wissenschaftliche Studien haben bereits ergeben, dass die persönliche Ernährung sowohl den Stoffwechsel als auch die Zusammensetzung der Darmflora massgeblich beeinflusst, sagt Dr. Nancy Turner, Professor für Ernährungswissenschaften an der Texas A&M University, weshalb die Lenkung der Darmflorazusammensetzung auch immer häufiger zur Vorbeugung und Therapie von Krankheiten eingesetzt wird.

Störung der Darmflora fördert Krebs

Viele Milliarden Bakterien besiedeln unser Verdauungssystem – von der Mundhöhle bis zum Enddarm – und mehr als 400 einzelne Bakterienstämme sind bereits identifiziert. Störungen der Darmflora, so ist bekannt, führen zu Entzündungsprozessen der Darmschleimhaut. Immer wiederkehrende oder gar dauerhaft bestehende Entzündungsprozesse aber fördern die Entstehung von krebsartigen Veränderungen.

Dörrpflaumen schützen vor Krebs

"Unsere Untersuchungen zeigten eindeutig die antikanzerogenen Eigenschaften von Dörrpflaumen", erklärt Professor Turner. "Dörrpflaumen enthalten phenolische Verbindungen, die vielfältige Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Besonders hervorzuheben ist deren antioxidatives Potential. Auf diese Weise neutralisieren sie jene freien Radikale, die andernfalls die DNA der Zellen schädigen und so deren Umwandlung in Krebszellen fördern würden."

Zusätzlich zeigte sich, dass Dörrpflaumen zu einer höheren Zahl nützlicher Darmbakterien im gesamten Darm führen und auf diese Weise das Darmkrebsrisiko senken.

Dörrpflaumen fördern gesunde Darmbakterien

Im Vergleich zu den Probanden, die keine Dörrpflaumen erhielten, wies die Darmflora der Dörrpflaumenkonsumenten höhere Zahlen an Bacteroidetes (nützliche Bakterien) und reduzierte Mengen der sog. Firmicutes (eher ungünstige Bakterien, die auch zu Übergewicht beitragen können) auf.

Auch zeigte sich, dass die Darmschleimhaut der Dörrpflaumengruppe sehr viel gesünder war. Die Gruppe, die keine Dörrpflaumen ass, wies dagegen bereits abnormale Veränderungen an der Darmschleimhaut auf. Diese Veränderungen gelten als die ersten wahrnehmbaren Vorstufen für Darmkrebs, erklärte die Forschergruppe.

Regelmässig Trockenpflaumen essen!

Professor Turner schloss ihre Ausführungen mit den Worten, dass Dörrpflaumen ganz offensichtlich vor Darmkrebs schützen können und man mit dieser Information eine einfache Methode zur Darmkrebsprävention zur Verfügung hätte: Einfach regelmässig Trockenpflaumen essen!

Ganz nebenbei versorgen Dörrpflaumen auch mit Ballaststoffen (sie bestehen zu 10 Prozent aus Ballaststoffen), viel Eisen, Vitamin B1 und Betacarotin.

Wie Sie Ihre Darmflora mit hochwertigen Probiotika in die gesunde Richtung lenken können, lesen Sie hier: Darmflora aufbauen

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Zuletzt kommentiert

Sandra schrieb am 23.09.2017

Guten Tag, vielen Dank für die guten Tipps. Da in einem anderen Artikel über Dörrpflaumen von ihnen empfohlen wurde diese vor dem Verzehr über Nacht einzuweichen, wollte ich fragen, ob das unbedingt notwendig ist. Ich habe in Bioqualitat sehr schöne Softpflaumen, die sich anfühlen, als hätten sie noch einen hohen Wasseranteil und so wie sie sind ist es sehr lecker. Hat es Nachteile sie nicht einzuweichen? Vielen Dank im Voraus

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Sandra

Selbstverständlich müssen Dörrpflaumen nicht eingeweicht werden. Man weicht sie insbesondere dann ein, wenn man auch das Einweichwasser trinken möchte, z. B. um eine hartnäckige Verstopfung zu beheben. Auch wirken eingeweichte Pflaumen milder auf das Verdauungssystem ein. Oft schmecken Dörrpflaumen so lecker, dass man schnell zu viel davon isst. Manche Menschen ereilt dann sehr plötzlich Bauchweh und Durchfall. Das Einweichen einer bestimmten Pflaumenanzahl hilft dann auch beim Masshalten. Doch ist die Verträglichkeit natürlich von Mensch zu Mensch verschieden.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit