Entsäuerung
Übersäuert? Messen Sie Ihren pH-Wert

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 28.05.2018
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Übersäuert? Messen Sie Ihren pH-Wert
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Der richtige pH-Wert ist für die Gesundheit äusserst wichtig. Die pH-Skala reicht von 1 bis 14, wobei ein pH-Wert von 7 neutral ist. Alle Werte unter 7 sind sauer und alle Werte über 7 sind basisch. Im Körper nun kommt es darauf an, dass in jedem Bereich der passende pH-Wert herrscht. So sollte beispielsweise das Blut einen anderen pH-Wert aufweisen als der Dickdarm und dieser wiederum einen anderen als der Dünndarm. Zum Gesundsein oder Gesundwerden gehört folglich in jedem Fall auch die Regulierung der pH-Werte. Messen Sie daher zunächst Ihren pH-Wert! Ganz einfach und bei sich zu Hause!

Die pH-Werte

Der pH-Wert ist der Messwert für den Grad der sauren bzw. basischen Reaktion einer wässrigen Lösung. Dabei wird die Konzentration der in dieser Lösung enthaltenen Wasserstoffionen gemessen.

Da der menschliche Körper zu 70 % aus Wasser besteht und sämtliche Stoffwechselreaktionen somit in einer wässrigen Umgebung ablaufen, kann man den pH-Wert dieser Flüssigkeiten messen, natürlich insbesondere jener Flüssigkeiten, die man ausscheidet, wie Speichel und Urin.

Kalk wird mit Säure beseitigt

Die aggressive Wirkung von Säuren kennen wir alle aus eigener Erfahrung. Essig beispielsweise ist so sauer, dass man mit ihm Kalkablagerungen in Kaffemaschinen, Wasserkochern, Glasgefässen oder in der Badewanne entfernen kann.

Und wehe man vergisst den Essig im Bad und spült die Wanne nicht rechtzeitig, dann kann man sich von der "guten" Wirkung der Säure selbst überzeugen: Essig bringt nicht nur den Kalk-, sondern auch den Emaille-Belag zum Verschwinden.

Was bedeutet der pH-Wert?

Das Kürzel pH stammt aus dem Lateinischen "potentia hydrogenii", was "Konzentration der Wasserstoff-Ionen" bedeutet. Die pH-Skala des Säuregrades reicht von 0 bis 14, wobei 0 den stärksten Säuregrad und 14 den höchsten basischen Wert darstellt. Bei 7 liegt der neutrale Punkt, den z. B. reines Wasser aufweist.

Basencitrat

Unterschiedliche Säure-Grade im Körper

Beim Menschen werden, wie erwähnt, in verschiedenen Bereichen des Körpers unterschiedliche Säuregrade gemessen (man nennt sie übrigens auch dann noch Säuregrade, wenn sie im basischen Bereich über pH 7 liegen):

  • Das Sekret der Bauchspeicheldrüse ist mit pH 8,0 weit im basischen Bereich. Es dient dazu, die im Magen gesäuerte Nahrung im Zwölffingerdarm zu neutralisieren, damit die Nährstoffe im Dünndarm vom Organismus aufgenommen werden können.
  • Der Dünndarm befindet sich teilweise mit Werten von pH 8,0 eher im basischen Bereich. Der Dickdarm hingegen benötigt ein saures Milieu zwischen pH 5,5 und 6,5.
  • Das Blut ist mit pH 7,35 - 7,45 deutlich im basischen Bereich.
  • Sekrete von Leber und Gallenblase sind mit pH 7,1 leicht basisch.
  • Der Speichel ist mit pH 7,1 - 7,0 schwach basisch oder neutral. Bei schweren Übersäuerungszuständen kann er in den sauren Bereich gelangen, was zu Zahnschäden führen kann.
  • Das Bindegewebe darf etwas saurer sein als das Blut. Man hat hier basische Werte von 7,08 und 7,29 gemessen.
  • Die Muskeln und die Zellen der Organe haben mit einem pH von 6,9 einen Wert im sauren Bereich. Das kommt daher, weil die Energiefabrik unserer Körperzellen rund um die Uhr tätig ist. Und bei der Verarbeitung bzw. Verbrennung unserer Nährstoffe entsteht Säure, in diesem Fall Kohlensäure. Allerdings ist es wichtig für die Zellen, dass sie ständig entsäuert werden. Wenn die Zellen unseres wichtigsten Muskels, nämlich des Herzens, auf pH 6,2 absinken, bleibt das Herz stehen.
  • Der Harn liegt zwischen deutlich sauer (pH 4,8) und basisch (bis zu pH 8,0). Hier macht die Säure durchaus Sinn, denn sie wird mit dem Urin aus dem Körper abtransportiert.
  • Der Magensaft ist der sauerste Bestandteil des menschlichen Körpers, er liegt zwischen pH 1,2 und 3,0. Die im Magen gebildete Salzsäure wird im Wesentlichen zur Verdauung von Eiweiss mit Hilfe des Magensaft-Enzyms Pepsin, zum Aufschliessen von sehr festen Nahrungsbestandteilen und zum Abtöten von Krankheitserregern, die mit der Atemluft eindringen oder mit der Nahrung verschluckt werden, benötigt.

Welches ist der ideale pH-Wert?

Der pH-Wert, der unserem Körper die Voraussetzungen für ein bestmögliches, d.h. normales Funktionieren ermöglicht, liegt im Blut gemessen bei 7,4. Messungen können auch über den Urin oder auf der Haut durchgeführt werden. Jedoch sind die dort gemessenen Werte je nach Zeitpunkt unterschiedlich.

Ein gesundes Milieu hat somit einen leicht basischen (alkalischen) pH-Wert. Deshalb muss für einen reibungslosen Stoffwechsel sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Zellen der schwach basische pH-Bereich, in dem die meisten Stoffwechselreaktionen optimal ablaufen, eingehalten werden.

Schon geringfügige Abweichungen führen zu massiven Störungen im Stoffwechsel, die unter Umständen lebensbedrohend sind. Es gibt mehrere Schutzvorrichtungen, die so genannten Puffer-Systeme, die pH-Entgleisungen in den Körperflüssigkeiten und in den Zellen nach oben oder unten, d.h. in den basischen oder sauren Bereich, ausgleichen.

Wie bestimme ich meinen pH-Wert?

Es gibt verschiedene Methoden, den Säuregehalt zu bestimmen. Von aufwändig klinisch-chemischen Laboruntersuchungen bis hin zu den von uns empfohlenen Selbsttests mit pH-Indokator-Teststreifen, die über eine leicht messbare pH-Skala verfügen.

pH-Skala-Teststreifen

Holen Sie sich in Ihrer Apotheke spezielle Teststreifen aus einem sog. Indikator-Papier. Wenn man sie in den Harnstrahl hält, verfärben sie sich je nach Säuregrad des Urins - von hellgelb bis dunkelblau. Die Farben sind in der Anleitung gekennzeichnet und zwar mit demjenigen Säuregrad, für den sie stehen. Wichtig ist dabei, dass der Streifen in den sog. Mittelstrahl des Urins gehalten wird.

Es ist also zweckmässig, erst einen kleinen Teil des Harns ablaufen zu lassen, bevor dann der Teststreifen hineingehalten wird. Um aussagekräftige Urin-pH-Werte zu erhalten, die zuverlässige Rückschlüsse auf den Säuregrad des Körpers liefern, sollte die Messung über mehrere Tage erfolgen und jeweils zu verschiedenen Tageszeiten wiederholt werden. Messungen nach den Mahlzeiten sollten immer im Abstand von 2 Stunden gemacht werden. Die Kontrolle sollte mindestens 2 Mal, im Optimalfall etwa 6 Mal täglich erfolgen.

Der Säuregehalt des Urins schwankt in Abhängigkeit der Nahrung, der Psyche und der Tageszeit. Parallel zur Leberaktivität werden in der zweiten Nachthälfte mehr Säuren ausgeschieden. Deshalb sollte der 1. Morgen-Urin einen leicht sauren pH-Wert aufzeigen. Das bestätigt, dass die Säuren, die sich während der Nacht im Stoffwechsel gebildet haben, auch tatsächlich ausgeschieden wurden. Messungen sollten eine Auf- und Abbewegung bzw. einen Kurvenverlauf ergeben.

Es kommt nicht unbedingt darauf an, wie hoch die Schwankungen sind, sondern dass Schwankungen überhaupt da sind. Das deutet darauf hin, dass der Körper über eine natürliche Regulation des Säure-Basen-Haushalts verfügt. Ständig basischer Urin könnte auf eine massive Störung im Organismus hinweisen.

Merke: Gesunde Werte sind

  • morgens zwischen pH 6,2 - 6,8
  • abends zwischen pH 6,8 - 7,4

Säure-Basen-Test nach Sander

Ein deutlich zuverlässigerer Test ist jener nach Sander. Wir haben ihn ausführlich hier beschrieben: Die Basentherapie

Studien zur pH-Wert Messung mittels Urin:

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Zuletzt kommentiert

Sabine H. schrieb am 02.06.2018

wie

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Sabine

Bitte lesen Sie den Text ab "Wie bestimme ich meinen pH-Wert?"

Informationen zu einer anderen Messmethode finden Sie hier: Basentherapie

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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