Sodbrennen
Sodbrennen verursacht einen brennenden Schmerz in der Brust und wird meist mit einer Übersäuerung des Körpers in Verbindung gebracht.

Der Wert 7,0 ist der neutrale pH-Wert. Je niedriger der pH-Wert im Körper ist, desto höher ist der Säuregehalt. Ein höherer pH-Wert deutet auf größere Alkalität hin. Den optimalen und gesunden pH-Wert erreicht das Blut mit der leicht alkalischen Marke 7,43.
Für den Erhalt eines ausgeglichenen pH-Wertes im Blut spielt unsere ausgewogene und bewusste Ernährung eine zentrale Rolle. Die meisten Ernährungsgewohnheiten fördern den Anstieg einen ungesunden sauren pH-Wert. Dieser erhöhte pH-Wert kann zelluläre Aktivitäten und Funktionen stören und sogar unterbrechen. Extrem saure pH-Werte können dabei zum Fortschreiten ernsthafter gesundheitlicher Probleme führen: Krebs, kardiovaskuläre Probleme, Diabetes, Osteoporose und Sodbrennen sind nur einige davon. Sodbrennen zählt zu den häufigsten Symptomen der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD)
Sodbrennen wird im Volksmund auch als saure Verdauung bezeichnet. Es verursacht das Gefühl eines brennenden Schmerzes in der Brust, der sich ausgehend vom Brustbein bis hin zum Genick und Hals zieht. Schmerzen, Druck und Brennen können bis zu zwei Stunden andauern und verschlimmern sich meistens nach dem Essen. Biegen und Beugen des Oberkörpers, sowie das Tragen von enger Kleidung verstärken die Symptome meist noch.
Die Entstehung von Sodbrennen wird gefördert durch den Genuss von koffeinierten Getränken, Zitrusfrüchten, Schokolade, saurem Gemüse, fettigem Essen, Minze und stark gewürztem Essen. Auch Tabakkonsum kann Sodbrennen verursachen.
Besonders bei Erwachsenen ist das Sodbrennen auf Grund der gastroösophagealten Refluxkrankheit sehr weit verbreitet, doch auch Kinder sind betroffen. GERD kann über den brennenden Schmerz hinaus auch Husten, Erbrechen und Probleme mit der Atmung hervorrufen. Die Entwicklung von Sodbrennen, sowie sämtliche Symptome, deren ein Ungleichgewicht der pH-Werte zugrunde liegt (Übersäuerung) können die allgemeine Gesundheit des Menschen stark beeinflussen.
Der gesunde durchschnittliche pH-Wert des menschlichen Körpers liegt bei 7,0. Er variiert jedoch in den unterschiedlichen Organen und Körperteilen. So besitzt jeder Teil der Körpers einen individuellen pH-Wert und seine Funktionsweise hängt entscheidend davon ab, ob dieser optimale Wert aufrechterhalten werden kann. Messen Sie Ihren pH-Wert. In unserem Shop finden Sie die passenden pH-Teststreifen dazu.
Die Verdauungssäfte im Magen sind mit einem pH-Wert von ca 2,0 extrem sauer. Durch die Reizung des unteren Teils der Speiseröhre durch die Magensäure kann das Sodbrennen entstehen.
Die Speiseröhre verfügt im Idealfall über einen höheren pH-Wert als der Magen. Ist nun der Ringmuskel der Speiseröhre geöffnet, so kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen und aufsteigen. Dieses Problem wird als saurer Reflux bezeichnet. Die Speiseröhre kann das extrem saure Milieu nicht ausgleichen und reagiert entsprechend gereizt. Bleibt dieser Reiz über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten, kann sie sich sogar entzünden und bleibende Schäden davon tragen.
Wird einem durch Übersäuerung entstandenen Sodbrennen nicht entsprechend entgegnet, so kann es weitere Komplikationen hervorrufen:
Die Verengung der Speiseröhre wird durch eine Beschädigung der Schleimhaut in Folge einer Überreizung durch die Magensäure verursacht. Im Selbstheilungsprozess legt die Speiseröhre Narbengewebe über die betroffenen Stellen, die eine Verengung des Durchmessers zur Folge haben können. Besonders große Nahrungsstücke können an den Verengungen hängen bleiben und verursachen unangenehme Schmerzen beim Schlucken.
Die Beschädigung der Speiseröhre kann zu ernsthaften Erkrankungen führen: Geschwüre und Entzündungen aus der Herpes-Familie sind häufig die Folge. Diese Wunden sind besonders schmerzhaft beim Essen.
Das Barrett Ösophagus ist ebenfalls eine ernsthafte Krankheit, die durch Sodbrennen entsteht. Sie kann durch eine Endoskopie diagnostiziert werden. Die Zellen in der Speiseröhre verändern sich, sobald sie kontinuierlich der Magensäure ausgesetzt sind. Menschen mit dem Barrett-Ösophagus tragen ein größeres Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.
Die konventionelle Medizin setzt auf die Bindung der Säure im Magen, um das Sodbrennen zu reduzieren. Dazu werden synthetische Medikamente eingesetzt, die auch die Magensekretion vermindern.
Die Einnahme synthetischer Medikamente und säurebindender Mittel wie H2-Rezeptor Antagonisten, Alginaten und Protonenpumpenhemmer verhindern zwar die Entstehung überschüssiger Säure, lassen die Ursache des Sodbrennens dabei jedoch völlig außer Acht.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser Behandlungsmethoden ist die gleichzeitige Hemmung der Natriumbicarbonat-Produktion in den Belegzellen des Magens durch die Medikamente. Beim Natriumbicarbonat handelt es sich um den körpereigenen Säurepuffer, der dringend zur Säurebindung benötigt wird.
Eine weitaus bessere Methode, das Sodbrennen mit all seinen Folgeerscheinungen in den Griff zu bekommen, ist eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise.
Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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