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Hausmittel gegen Verstopfung

Verstopfung ist ein weit verbreiteter Zustand und viele Menschen können sich eine Darmentleerung ohne Abführmittel gar nicht mehr vorstellen. Die meisten Abführmittel schädigen jedoch auf Dauer den Darm und machen ihn immer träger – mit der Folge, dass die Betroffenen von diesen Medikamenten abhängig werden. Viele natürliche Hausmittel hingegen beheben eine Verstopfung auf einfache und gesunde Weise – und zwar ohne dabei abhängig zu machen oder schädliche Nebenwirkungen mit sich zu bringen. Im Gegenteil. Oft aktivieren, entgiften und heilen Sie den Darm.

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel
Stand: 20 Mai 2026
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Verstopfung: Welche Hausmittel helfen, welche nicht

Verstopfung betrifft viele Menschen, ja, für viele ist Verstopfung gar ein Dauerzustand – ein Zustand, der ihre Gesundheit massiv beeinträchtigen kann. Denn Verstopfung sorgt nicht nur für die Gefahr einer Rückvergiftung (weil der Stuhl nicht ausgeschieden werden kann), sondern erhöht auch das Risiko für Hämorrhoiden und Darmkrebs (2).

Die häufigsten Symptome bei Verstopfung sind unregelmäßiger oder seltener Stuhl sowie Schwierigkeiten bei der Ausscheidung. Bei Kindern ist Verstopfung gar die häufigste Ursache von Bauchweh.

Viele Betroffene suchen deshalb nach einfachen Hausmitteln, die den Darm auf natürliche Weise unterstützen. Doch nicht jedes Hausmittel wirkt gleich gut – und manche vermeintlichen Verdauungshilfen sind langfristig sogar ungünstig.

Bevor die passenden Hausmittel gewählt werden, lohnt sich ein Blick auf die möglichen Ursachen der Verstopfung. Denn je nach Auslöser können unterschiedliche Hausmittel sinnvoll sein.

Mögliche Ursachen von Verstopfung

Verstopfung ist bei einer gesunden Ernährungsweise übrigens so gut wie nicht möglich. Daher kann in den meisten Fällen davon ausgegangen werden, dass die Verstopfung das Ergebnis einer jahrelangen stärke- und zuckerreichen sowie ballaststoffarmen Ernährung ist, die ungünstigerweise häufig noch mit einem bewegungsarmen Lebensstil einher geht.

Natürlich gibt es in manchen Fällen auch andere Ursachen. So können laut einer Studie von 2016 beispielsweise virale Infekte zu chronischer Verstopfung führen, wie z. B. Herpes, Epstein Barr ( Pfeiffersches Drüsenfieber) oder Infektionen mit Windpocken oder dem Cytomegalovirus.

Die Viren scheinen sich über das Rückenmark zu verbreiten und so in den Darm zu gelangen, wo sie jene Nerven beschädigen, die für den Transport des Nahrungsbreis im Verdauungstrakt zuständig wären (1). Bei chronischer und therapieresistenter Verstopfung sollte daher auch an diese Ursache gedacht werden.

Bitte beachten Sie, dass eine der Nebenwirkungen vieler Medikamente Verstopfung sein kann. Falls Sie Medikamente nehmen, sollten Sie in Erfahrung bringen, ob vielleicht nicht diese die Auslöser Ihrer Verstopfung sein könnten (11).

Kaffee – Kein gutes Hausmittel gegen Verstopfung

Sehr viele Menschen haben nur deshalb am Morgen Stuhlgang, weil sie Kaffee trinken. Doch in Wirklichkeit sind diese Menschen verstopft und von einem Abführmittel abhängig. Ihr Abführmittel heißt Kaffee.

In der Regel werden kaffeeabhängige Menschen jedoch nie erfahren, dass sie ohne Kaffee unter einer gravierenden Verstopfung leiden würden, denn sie wollen (können) auf ihren Kaffee längst nicht mehr verzichten.

Kaffee versetzt den Körper in einen permanenten künstlichen Stress, denn er verursacht die Ausschüttung von Stresshormonen und reizt die Darmschleimhaut. Dieser unnatürliche Reiz sorgt schließlich für eine ebenso unnatürliche Darmentleerung.

Es lohnt sich also, einen Kaffee-Entzug in Angriff zu nehmen und währenddessen zu natürlichen Verdauungshilfen zu greifen, bis eine gesunde Ernährungsweise bzw. die unten vorgestellten Hausmittel zur gewünschten regelmäßigen Darmentleerung führen.

Abführmittel nicht abrupt absetzen

Hausmittel können den Darm sanft unterstützen, wirken aber meist anders als klassische Abführmittel. Deshalb sollte man ihnen etwas Zeit geben und sie konsequent anwenden.

Falls Sie nun bisher Abführmittel genommen haben, dann macht es keinen Sinn, diese Medikamente sofort abzusetzen und zu erwarten, dass die hier vorgestellten Hausmittel sofort und in genau derselben Weise wirken.

Dies klappt zwar in vielen Fällen tatsächlich tadellos, doch oft eben auch nicht. Denn der Darm hat sich an die starken Arzneimittel gewöhnt und benötigt nun Zeit, sich wieder umzugewöhnen und ohne sie auszukommen.

Daher sollte das Medikament langsam ausgeschlichen werden. Parallel wählt man aus den nachfolgend vorgestellten Hausmitteln zwei oder mehrere aus, die man ab sofort konsequent umsetzt (natürlich je nach Verträglichkeit):

Natürliche Hausmittel gegen Verstopfung

Die folgenden Hausmittel setzen an unterschiedlichen Stellen an: Manche liefern Ballaststoffe, andere regen die Darmbewegung an, erhöhen den Wassergehalt des Stuhls oder unterstützen die Darmflora.

Oft ist es sinnvoll, mehrere Hausmittel miteinander zu kombinieren – etwa mehr Ballaststoffe, ausreichend Wasser und regelmäßige Bewegung.

Hausmittel: Pflaumen helfen bei einer Verstopfung

Ein erprobtes und natürliches Hausmittel gegen Verstopfung ist der Dörrpflaumensaft. Bevorzugen Sie beim Kauf den naturtrüben Saft (in Bio-Qualität), da dieser noch einen Großteil seiner natürlichen Ballaststoffe enthält.

Beginnen Sie morgens nüchtern mit einem kleinen Glas (3 cl = 30 ml) Pflaumensaft (ca. 15 Minuten vor dem Frühstück). Falls Sie nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, trinken Sie am Folgemorgen etwas mehr von dem Saft. Aber bitte nicht zu viel auf einmal, denn sonst könnte Ihr Darm überreagieren, was Bauchschmerzen und Durchfall nach sich ziehen könnte. Sie können auch probieren, mehrmals am Tag ein kleines Gläschen Pflaumensaft zu trinken. Testen sie aus, welche Vorgehensweise bei Ihnen am besten wirkt.

Wenn Sie keinen Dörrpflaumensaft trinken möchten, dann können Sie zu getrockneten Pflaumen greifen (ungeschwefelte, entsteinte Dörrpflaumen aus dem Bioladen). Weichen Sie diese über Nacht in gefiltertem Wasser ein. Am nächsten Morgen essen Sie die Pflaumen und trinken das Einweichwasser.

Eine andere Möglichkeit ist, die Pflaumen mit dem Einweichwasser zu mixen und den entstandenen Dörrpflaumensmoothie zu trinken. Geben Sie – wenn Sie mögen – noch ein Stück frischen Ingwer in den Mixer.

Das schmeckt hervorragend, desinfiziert Magen und Darm, vertreibt Parasiten, stärkt das Immunsystem, wärmt und belebt. Auch die eingeweichten Pflaumen bzw. den Pflaumensmoothie trinken Sie auf nüchternen Magen vor dem Frühstück und/oder am Abend vor dem Zubettgehen.

Im Jahr 2011 erschien eine randomisierte einfach verblindete Studie mit 40 Patienten, die grösstenteils mit der bisherigen medikamentösen Therapie ihrer chronischen Verstopfung unzufrieden waren. Sie erhielten nun über 3 Wochen hinweg zunächst getrocknete Pflaumen (50 g pro Tag, was 6 g Ballaststoffen entspricht) und anschließend für weitere 3 Wochen Flohsamen (11 g, was ebenfalls 6 g Ballaststoffen entspricht).

Beides wurde sehr gut vertragen und zeigte keine unangenehmen Nebenwirkungen – wobei die getrockneten Pflaumen deutlich besser gegen die Verstopfung halfen (6) als der Flohsamen (6). Die beteiligten Forscher empfahlen sogar, dass Dörrpflaumen bei Verstopfung als allererste Maßnahme zum Einsatz kommen sollten, bevor man zu Medikamenten greife.

Hausmittel: Trockenfeigen wirken bei einer Verstopfung

Falls Sie keine Pflaumen mögen, können Sie testen, ob getrocknete (ungeschwefelte) Feigen bei Ihnen eine ähnlich gute Wirkung haben. Sie enthalten lösliche und unlösliche Ballaststoffe, die zur Reinigung Ihres Darmes beitragen. Außerdem decken bereits fünf Feigen mindestens 20 Prozent Ihres täglichen Ballaststoffbedarfs.

Naschen Sie fünf Feigen bei dem ersten Anzeichen von Verstopfung und trinken Sie langsam mindestens ein großes Glas (250 ml) Wasser dazu.

Noch besser ist es, die Feigen über Nacht in Wasser einzuweichen, was die Früchte schön saftig werden lässt. Wie schon bei den Pflaumen erwähnt, können Sie auch die eingeweichten Feigen im Mixer mixen und den entstandenen Feigensmoothie trinken (7).

Falls erforderlich, essen Sie alle drei Stunden zwei oder drei der eingeweichten Feigen oder trinken Sie ein Gläschen vom Feigensmoothie. Fahren Sie damit so lange fort, bis sich erste Ergebnisse zeigen (8).

Da Feigen zusätzlich krampflösende, entzündungshemmende und sogar blutgerinnungsregulierende Eigenschaften aufweisen ( Journal of Ethnopharmacology, 2008), hat der Feigenverzehr nicht nur auf die Verdauung eine positive Wirkung.

Leider wurden bislang bevorzugt Tierstudien und weniger klinische Studien zur verdauungsfördernden Wirkung von Feigen durchgeführt. Doch zeigten auch diese, dass Feigen eine sehr gute Wirkung gegen Verstopfung aufweisen – ob bei Hunden oder Ratten. Sie können die Trockenfrüchte also auch bei Ihrem Haustier einsetzen, falls dieses an Verstopfung leiden sollte.

Selbst bei medikamentenbedingter Verstopfung – z. B. wenn Loperamid (Durchfallmittel, z. B. Imodium) zu gut wirkt – können Feigen helfen, die Verdauungstätigkeit wieder anzuregen (9).

Hausmittel: Weintrauben sind ideal für die Verdauung

Die Weintraube ist ein weiteres Lebensmittel, das eine außerordentlich reinigende Wirkung auf das Verdauungssystem hat. Es ist die Kombination aus Cellulose und organischen Säuren, die aus Weintrauben ein mildes Abführmittel machen. Um die Darmtätigkeit mit Hilfe von Trauben zu aktivieren, müssten täglich mindestens 350 Gramm dieser Früchte verspeist werden.

Für ein bestmögliches Ergebnis wählen Sie besser keine kernlosen Trauben. Dabei handelt es sich um besonders zuckerhaltige Züchtungen. Sie belasten den Organismus mit Ihrem oft unnatürlich hohen Zuckergehalt u. U. mehr, als sie ihm nützen könnten.

Wählen Sie daher kernhaltige Sorten und essen Sie die gesamte Traube einschliesslich ihrer Haut und den Kernen. Essen Sie Trauben sehr langsam und kauen Sie sie gründlich, insbesondere Haut und Kerne. Die Kerne sollten also nicht ganz geschluckt werden.

Schon allein die Traubenhaut liefert eine relevante Menge an Ballaststoffen, die ganz enorm zu einer gesunden Darmfunktion beitragen. Außerdem enthält die Traubenhaut höchst wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, wie z. B. Resveratrol (bei dunklen Trauben), Quercetin und Ellagsäure. Sie alle wirken antioxidativ, entzündungshemmend und krebsfeindlich.

Wenn Sie jedoch Trauben mit Kernen wählen, so versorgen diese noch zusätzlich mit Ballaststoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen, wie z. B. dem bekannten bindegewebsstärkenden Antioxidans namens OPC (auch als Traubenkernextrakt im Handel).

Kein Wunder, dass bei dieser Fülle an hochgradig hilfreichen Stoffen Trauben auch zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet sind – so eine Studie von 2009. Denn die Traubenstoffe verhindern die Oxidation des LDL-Cholesterins und beugen so einer Arteriosklerose vor (10), sie verbessern die Gefäßfunktionen, senken Bluthochdruck, regulieren die Blutgerinnung, reduzieren Entzündungswerte und verhindern die vorzeitige Alterung der Zellen.

Kaufen Sie – wenn möglich – Trauben aus biologischem Anbau, da Trauben – gemeinsam mit Erdbeeren – zu denjenigen Früchten gehören, die in der konventionellen Landwirtschaft am meisten mit Pestiziden und Fungiziden behandelt werden.

* Hier finden Sie unsere online Kochschule mit den veganen Kochkursen

Hausmittel: Wassermelonen führen ab

Wassermelonen besitzen ebenfalls abführende Eigenschaften. Wählen Sie auch beim Kauf von Wassermelonen ausschließlich kernhaltige Sorten. Zerkauen Sie die kleinen schwarzen Kerne, denn sie sind reich an Mineralien, sehr lecker und viel zu wertvoll für den Abfall.

Wassermelonen können auch Nierensteinen vorbeugen, oder – falls bereits welche vorhanden sind – durch ihre die Nieren durchspülende Wirkung zur Entfernung derselben beitragen.

Bitte denken Sie daran, dass Wassermelonen nicht mit anderen Lebensmitteln kombiniert und auch niemals als Dessert verzehrt werden sollten. Man isst sie am besten für sich allein auf leeren Magen. Denn Wassermelonen werden sehr schnell verdaut. Ihre Magen- und Darmpassagezeit ist also sehr kurz.

Würden Sie sie zu oder nach anderen Lebensmitteln essen, dann würden diese die schnelle Verdauung der Wassermelone behindern, was zu Gärprozessen im Verdauungssystem führen könnte. Auch würde sich in diesem Fall kaum eine verdauungsfördernde Wirkung zeigen.

Hausmittel: Scharfer Gemüsecocktail

Wer Gemüsesaft liebt, kann sich daraus eine hervorragende und wirkungsvolle Mischung gegen Verstopfung herstellen. Als Zutaten dienen Tomatensaft, Karottensaft und Sauerkrautsaft. Mischen Sie 150 ml Tomatensaft mit 100 ml Karottensaft und 80 ml Sauerkrautsaft.

Für Liebhaber feuriger Geschmäcker bietet sich zusätzlich ein wenig Cayennepfeffer oder Chili an. Wenn Sie sich Ihren Gemüsesaft selbst herstellen, dann geben Sie einfach eine frische Chilischote in Ihren Entsafter– oder besser nur ein Stück davon, da frische Chilis deutlich schärfer sind als das Pulver. Zudem verstärkt Chili die abführende Wirkung dieses Cocktails, desinfiziert gleichzeitig den Verdauungstrakt und wirkt abschreckend gegen möglicherweise vorhandene Parasiten.

Hausmittel: Ballaststoffe helfen bei einer Verstopfung

Ballaststoffe sind – wie schon weiter oben erwähnt – für eine gesunde Verdauung von essentieller Bedeutung. Bei einer ballaststoffreichen Ernährung kann Verstopfung nicht auftreten. Daher sollten Sie den Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln deutlich erhöhen.

Wechseln Sie von Fertig- oder Halbfertiggerichten zu frisch zubereiteten Mahlzeiten. Integrieren Sie immer mehr Rohkost in Form von grünen Blattsalaten und Früchten in Ihren Speiseplan und steigen Sie auf Vollkornprodukte um. Wenn Sie ferner zu Nüssen statt zu Chips greifen und gerne Chiapudding oder Leinsamen mögen, kann Ihnen fast nichts mehr passieren.

Neben Leinsamen und Chiasamen stehen auch Flohsamen bzw. Flohsamenschalenpulver in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zur Verfügung (Kapseln oder Pulver). Sie alle sind hervorragende Darmreiniger, denn sie enthalten große Mengen an Schleim- und Ballaststoffen.

Allerdings müssen Sie unbedingt darauf achten, dass die Einnahme von Ballaststoffen nur dann die Verdauung fördert, wenn gleichzeitig genügend Wasser getrunken wird.

Würde man die o. g. Samen trocken zu sich nehmen, würden sie eine Verstopfung noch weiter verstärken. Denn die starke Quellfähigkeit dieser Samen führt dazu, dass sie sehr viel Wasser an sich ziehen, was den Nahrungsbrei bei fehlender Wasseraufnahme austrocknen würde.

Mit genügend Wasser jedoch (pro TL Samen 300 – 400 ml) quellen die Samen auf und bilden Schleimstoffe, was dazu führt, dass der Nahrungsbrei leicht durch den Darm gleitet, sich das Stuhlvolumen erhöht, die Peristaltik (Darmbewegungen) angeregt wird und der Stuhl leichter ausgeschieden werden kann.

Wenn Sie die Samen vor dem Verzehr in Wasser quellen lassen, dann genügt es, wenn Sie pro EL der gequollenen Samen 250 ml Wasser trinken. Da Chiapudding eine sehr angenehme Art ist, sich mit den Schleimstoffen dieser Verdauungsförderer zu versorgen, finden Sie in unserer Rezepte-Rubrik einige Beispielrezepte dazu.

Hausmittel: Konjak-Pulver reguliert die Verdauung

Ebenfalls zu den Ballaststoffen gehört das Konjak-Pulver. Es wird aus der asiatischen Konjakwurzel gewonnen und hat zahlreiche Vorteile für die Gesundheit. Die Regulation der Verdauung ist eines davon – ganz gleich, ob man zuvor unter chronischem Durchfall oder chronischer Verstopfung gelitten hat.

Das Konjak-Pulver regt die Darmperistaltik an und verhilft so zu einem leichteren Stuhlgang. Wichtig. Ebenso wie bei den Samen muss auch bei der Einnahme von Konjak-Pulver sehr viel stilles Wasser (etwa 2 bis 2 ½ Ltr.) über den Tag verteilt getrunken werden.

Darüber hinaus ist die Einnahme von Konjak-Pulver eine einfache Methode, um abzunehmen. Mit nur 3 Gramm Konjak-Pulver pro Tag kann der Körper mehr Gewicht abbauen, als es alleine mit einer Diät der Fall wäre (12).

Konjak-Pulver reduziert überdies zu hohe Blutfett- und Blutzuckerwerte, pflegt die Darmgesundheit, fördert den Aufbau einer gesunden Darmflora, beugt Darmkrebs vor und macht schnell satt. Ausführliche Informationen zum Konjakpulver lesen Sie in unserem Artikel Basisches Konjakpulver zum Abnehmen.

Aus Konjak-Pulver gibt es auch Nudeln. Sie sind glutenfrei, haben so gut wie keine Kalorien, sind basisch und in knapp 1 Minute zubereitet. Informationen zu Konjak-Nudeln haben wir im Artikel Konjak-Nudeln - Basisch und ohne Kohlenhydrate zusammengestellt.

Hausmittel: Obst und Gemüse ideal bei Verstopfung

Essen Sie täglich so viel Obst und Gemüse, wie Sie können. Bei jeder Mahlzeit sollte entweder das eine oder das andere den Hauptanteil ausmachen.

Sie sollten Obst und Gemüse also nicht zusätzlich zu Ihren üblichen Mahlzeiten essen, sondern den Gemüseanteil erhöhen und stattdessen weniger Teigwaren, weniger Fleisch und weniger Kartoffeln essen – und statt ungesunder Snacks können Sie künftig Früchte oder Smoothies zu sich nehmen.

Teigwaren, Kartoffeln, Fleisch etc. sollten mengenmäßig lediglich an eine kleine Beilage erinnern. Denn Studien zeigten längst, dass die Gefahr, eine Verstopfung zu entwickeln, umso geringer ist, je mehr Obst und Gemüse man isst (11).

Bei Verstopfung besonders geeignete Früchte (abgesehen von den bereits erwähnten) sind Äpfel, Orangen, Kakis, Guaven und Birnen. Ballaststoffreiche und natürlicherweise abführende Gemüse sind beispielsweise Bohnen, Erbsen, Kohlgemüse und Spinat.

Oft widmen sich Studien zur Verstopfung älteren Menschen. Doch auch in einer ganz anderen Altersgruppe ist Verstopfung weit verbreitet, nämlich bei den Kindern. Die Ursache liegt auch hier meist bei der Ernährung. Denn erhalten Kinder häufig Früchte, Gemüse, Salate, Smoothies (Apfel, Birne, Kiwi, Pflaume) und genügend stilles Wasser, leiden sie deutlich seltener an Verstopfung (3).

Hausmittel: Probiotika für regelmäßigen Stuhlgang

Auch Probiotika sind ein wichtiges Mittel, das dabei hilft, den Darm wieder in sein gesundes Gleichgewicht zu befördern – ganz besonders solche Probiotika, die Lactobacillus (L.) reuteri enthalten, aber auch Probiotika mit L. casei, L. plantarum, L. rhamnosus, Bifidobacterium (B.) bifidum, B. infantis und B. longum.

Wie Sie mit Probiotika Ihre Darmflora aufbauen und für einen regelmäßigeren Stuhlgang sorgen können, erklären wir im Artikel Darmflora aufbauen – Anleitung und Tipps.

Hausmittel: Milchprodukte vermeiden

Gerade bei Kindern, die chronisch verstopft sind, sollte überprüft werden, ob diese nicht vielleicht an einer Milchproteinallergie leiden. Eine solche zeigt sich bei Kindern (aber auch bei Erwachsenen) gerne mit Verstopfung – und keiner denkt daran, dass die Milch dafür verantwortlich sein könnte.

Studien zeigten daher, dass sich die Verstopfung dieser Kinder in Luft auflöst, sobald diese keine Milch mehr trinken und keine Milchprodukte mehr essen müssen.

Hausmittel: Sport oder Bauchmassage

Der menschliche Körper liebt Bewegung. Genau wie Ihre Lungen erwarten, dass Sie atmen, erwarten alle Ihre Organe, dass Sie sich bewegen. Bewegungsmangel hindert hingegen die Organe daran, ordnungsgemäß zu funktionieren.

Ganz besonders aber leidet der Darm unter einem Bewegungsmangel. Er braucht kräftige Bewegung, damit er seine Verdauungsarbeit perfekt erfüllen kann.

Sport kurbelt also nicht nur Ihre Fitness an, sondern auch die Aktivität Ihrer inneren Organe. Wenn Sie aktiv sind, ist es Ihr Darm auch – und je bewegungsmüder Sie sind, desto langsamer arbeitet Ihr Darm.

Falls Sie bettlägerig sein sollten, dann massieren Sie Ihren Bauch einfach im Uhrzeigersinn rund um den Nabel, und zwar mehrmals täglich für jeweils 10 Minuten. Sie werden merken, dass das ziemlich anstrengend ist, aber es lohnt sich! Bereits nach wenigen Minuten können Sie spüren, wie Ihr Darm beginnt "lebendiger" zu werden.

Wechseln Sie dabei zwischen sanften Massagestrichen und kräftigem Durchwalken ab. Sie können auch ein duftendes Massageöl dazu verwenden, wenn Sie möchten. Was eine Bauchmassage bewirkt und wie sie durchgeführt wird, beschreiben wir im Artikel Die Bauchselbstmassage - Wirkung und Anleitung.

Hausmittel: Viel Wasser trinken

Wenn Sie täglich 1,5 bis 2 Liter reines,kohlensäurefreies Wassertrinken, wird sich nicht nur Ihre Gesundheit im Allgemeinen, sondern automatisch auch Ihre Verdauung verbessern.

Das Trinken ausreichender Wassermengen befeuchtet u. a. auch den Darm, so dass der Stuhlgang deutlich erleichtert wird. Wenn Sie viele Früchte, Salate und Gemüse essen, dann genügen natürlich auch geringere Wassermengen, da diese Lebensmittel bereits viel Flüssigkeit enthalten.

Hausmittel: Olivenöl oder Leinöl stimulieren die Verdauung

Während minderwertige Billigöle alle Ihre Organe, und somit auch Ihr Verdauungssystem, stark beeinträchtigen, bewirken hochwertige naturbelassene Öle das Gegenteil. Schon ein Teelöffel Olivenöl oder Leinöl am Morgen pur genossen ölt die Darmschleimhäute und stimuliert so Verdauung und Ausscheidung.

Sollten Sie sich nicht dazu überwinden können, am frühen Morgen reines Öl zu schlucken, dann macht das nichts, da Sie ja jetzt noch viele andere und auch deutlich kalorienärmere Maßnahmen kennen.

Hausmittel: Darm-Einlauf hilft sofort bei einer Verstopfung

Sie möchten Ihre Verstopfung SOFORT beheben? Dann führen Sie einfach einen Einlauf durch. Sie brauchen dazu nichts weiter als einen Irrigator, der bereits für weniger als 15 Euro erhältlich ist, etwas Wasser und 30 Minuten Zeit.

Mit einem Einlauf bekommt der Darm das, was ihm zur raschen Ausscheidung des Stuhls fehlt, und zwar einerseits die Flüssigkeit und andererseits eine Aktivierung der Darmperistaltik.

Im Artikel Der Einlauf und seine Wirkungen lesen Sie die Details über Einläufe und wie man sie durchführt.

Hausmittel: Die Rotulmenrinde

Die Rotulme (Ulmus fulva) ist ein in Nordamerika heimischer Baum. Seine Rinde enthält natürliche Schleimstoffe, die trockenen Stuhl, der im Dickdarm festsitzt, „enthärten“ können und somit zu einer leichten Entleerung verhelfen. Die im Handel erhältlichen Produkte tragen oft die englische Originalbezeichnung: Slippery Elm Bark

Rotulmenrinde wird seit vielen Jahrhunderten von den Indianern Nordamerikas als Heilmittel bei Magen-Darm-Erkrankungen verwendet, da sie sowohl kolikähnliche Schmerzen als auch Reizungen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn) lindern kann.

Zubereitungen aus Rotulmenrinde sind also nicht nur ein wirksames Abführmittel, sondern gleichzeitig auch ein ausgezeichnetes Darmpflege- und Darmreinigungsmittel.

Das Gel aus der Rinde wirkt überdies auch bei Durchfall und Sodbrennen, hat also eine insgesamt regulierende Wirkung auf das Verdauungssystem.

Man rührt einfach 2 TL des Rindenpulvers in 250 ml kaltes Wasser, kocht das Wasser unter Rühren auf, stellt den Topf von der Herdplatte und rührt noch einmal kräftig durch. Man lässt das Gel abkühlen, füllt es in eine verschlißsbare Schüssel und bewahrt es im Kühlschrank auf (dort ist es ca. 5 - 6 Tage haltbar). Man nimmt davon je nach Bedarf, z. B. 2-mal täglich je 2 EL.

Das Gel kann auch Hunden gegeben werden, die an Magen-Darm-Problemen leiden. Hunde bis 10 kg erhalten 2-mal täglich je 5 ml übers Futter geträufelt. Hunde ab 10 kg 2-mal täglich jeweils 10 ml.

* Hier erhalten Sie Ulmenrinde, Slippery Elm Bark Pulver.

Hausmittel: Natürliche Hocksitzhaltung

Da heutige Toiletten die natürliche Hockstellung nicht mehr ermöglichen, in der sich der Mensch über Jahrtausende hinweg erleichtert hat, trägt dieser Umstand zur weit verbreiteten Verstopfung bei.

Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, in dieser Position zu defäkieren, da der Darm dabei optimal entlastet wird. Da viele Toiletten diese Haltung jedoch nicht mehr unterstützen, kommt es oft zu Schwierigkeiten beim Stuhlgang.

Eine einfache Möglichkeit, die Hocksitzhaltung zu simulieren, ist die Verwendung einer Fußbank oder eines ähnlichen Hilfsmittels.

Bereits diese kleine Veränderung der Körperhaltung kann den Stuhlgang erleichtern. Details zur natürlichen Hocksitzhaltung finden Sie in unserem Artikel Hocksitzhaltung - Für einen normalen Stuhlgang.

*Einen medizinischen Toilettenhocker für die natürliche Hocksitzhaltung finden Sie hier unter diesem Link.

Hausmittel: Akupressur kann eine Verstopfung beenden

Eine Maßnahme, die nichts kostet und im wahrsten Sinne des Wortes immer zur Hand ist, ist die Akupressur. Dazu übt man bei Verstopfung mit Zeige- und Mittelfinger leichten Druck auf das Perineum (Damm) aus.

Dabei handelt es sich um den Bereich zwischen Scheide und After bzw. Hodensack und After. Der Druck wird über mehrere Sekunden aufrecht erhalten und erfolgt nach hinten in Richtung Rücken. Dann löst man den Druck und drückt erneut. Schon nach mehreren Druckimpulsen zeigen sich oft die ersten Ergebnisse (4).

In einer Studie vom April 2015 erklärten die Forscher um Dr. Ryan Abbott von der University of Californiaden Patienten, die an Verstopfung litten, wie sie die Akupressur in den nächsten vier Wochen bei sich zu Hause durchführen sollten – und zwar immer dann, wenn sie das Gefühl hatten, zur Toilette zu müssen (und nach dem Urinieren). Die Akupressur wurde sodann drei- bis viermal pro Woche angewandt und hatte enorm positive Auswirkungen (5).

Der Stuhl wurde weicher, die Muskulatur entspannte sich und jene Nerven wurden stimuliert, die für stärkere Darmbewegungen und somit für eine schnellere Stuhlausscheidung sorgten.

Mehr als 80 Prozent der Studienteilnehmer war von der Wirkung der Akupressur so begeistert, dass sie damit auch nach Ende der Studie fortfuhren. Mehr als 50 Prozent der Teilnehmer berichtete außerdem, dass sich bestehende Hämorrhoiden dank der Akupressur gebessert hatten.

Fazit: Hausmittel gegen Verstopfung richtig einsetzen

Hausmittel gegen Verstopfung können sehr hilfreich sein, wenn sie regelmäßig und passend zur eigenen Situation angewendet werden. Besonders bewährt haben sich ballaststoffreiche Lebensmittel wie Pflaumen, Feigen, Gemüse, Flohsamen oder Chiasamen – immer kombiniert mit ausreichend Wasser.

Auch Bewegung, Bauchmassage, Probiotika und die natürliche Hocksitzhaltung können den Darm unterstützen. Wichtig ist jedoch: Wenn die Verstopfung plötzlich auftritt, lange anhält, Schmerzen verursacht oder mit Blut im Stuhl einhergeht, sollten Hausmittel nicht die ärztliche Abklärung ersetzen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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